Refugee-Airline, sichere Route nach Europa

Airlift for Refugees Heribert Prantl findet meine Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge" wunderbar. Petitionen unterzeichnet er aber nicht. Journalistische Beiträge sind seine Petitionen
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Refugee-Airline, sichere Route nach Europa

Was wäre wenn, Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien, wie demnächst nach Schweden, auch nach Deutschland die Option erhalten, dass sie über einen sicheren Weg, fern von Schlepperorganisationen, Asyl bekommen?

Die skandinavische Initiative "Refugee Air" macht es Deutschland vor. Sie plant, organisiert den Transport der Flüchtlinge per Flugzeug, um den gefährlichen Weg über das Mittelmeer, Gefährdungen, Strapazen unterschiedlichster Art über die Balkanroute zu vermeiden.

Um Aufmerksamkeit für sein Projekt zu gewinnen trägt Emad Zand ein weißes T-Shirt, darauf der Hash-tag "Let them fly" – "Lass sie fliegen" – das Ziel der NGO "Refugee Air".

Der 30-Jährige Emad Zand ist erfolgreicher Unternehmer in Schweden, verfügt über ein umfangreiches Netzwerk, das ihm jetzt zu Diensten ist

Als Emad Zand das Foto des ertrunkenen dreijährigen Jungen an einem türkischen Strand sah, gab es für ihn nur eines, jetzt muss ich eine Weile etwas anderes tun: Mit dem Flugzeug syrische Flüchtlinge über eine Luftbrücke (Airlift) sicher nach Schweden bringen

Das ist leichter gedacht, gesagt, denn getan.

Airlines nehmen in der Regel Personen ohne gültiges Visum nicht an Bord ihrer Flugzeuge.

Warum?, weil, gemäß einer geltenden EU-Richtlinie2001 Fluggesellschaften die Kosten für Übernachtung und Rückflug aufgebürdet werden, wenn eine Person in europäische Länder nicht einreisen darf.

"Aber wenn man sich den Gesetzestext genau durchliest, dann sieht man, dass de facto kein Risiko für die Airlines besteht in der jetzigen Situation, wo jeder Syrer in Schweden automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung bekommt.", meint Emad Zand.

Eine andere Frage ist, wieweit ist es legitim bzw. nicht legitim, dass hoheitliche Aufgaben von Staaten, wie die Erstprüfung des Anspruchs auf ein Asylverfahren, gemäß Genfer Flüchtlingskonvention, Europäischer Menschenrechtskonvention, an Airlines vor Ort ausgelagert werden?

Ist hier nicht von vornherein mit der Verkürzung des Rechts auf Asyl insbesondere bei Personen ohne Papiere zu rechnen?

Deshalb fordert Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Sueddeutschen Zeitung, seit langem, diese EU- Richltinie2001 muss weg.

- Heribert Prantl findet meine Online- Compact Petition

"Luftbrücke für Flüchtlinge in Not"

wunderbar, wie er mir per Email versicherte. Petitionen unterzeichnet er aber grúndsätzlich nicht, weil die sich nicht mit seinem Berufsverständniseines Journalisten vertragen. Seine Petitionen sind seine journalistischen Beiträge. -

Etwa 35 Freiwillige arbeiten in diesen Wochen ehrenamtlich für "Refugee Air"

Ein Juristen- Team gehört dazu, das sich zum einen um die Einreisefrage kümmern, auf der anderen Seite ausschließen wollen, dass kooperierende schwedische Refugee-Airlines sich des Anfangsverdachtes als Schlepper aussetzen.

Emad Zand glaubt fest, solche Verdächte unmittlebar ausräumen zu können: Da d"Refugee Air" unentgeltlich arbeitet, die Flüchtlinge ihre Tickets selber kaufen. – Damit werden die krassen Summen, die eine gefährliche Route über Land und Meer durch Schlepper kostet, vermeiden.

Damit ist klar, auf welche Zielgruppe unter den syrischen Flüchltingen "Refugee Air" abhebt, nämlich die, die ihre Tickets noch selber fianzieren können.

Was aber ist mit jenen, die unterernährt, krank bei einem gegenwärtigen Lebensmittelgutschein/Monat/Person von 12 € in Flüchtlingslagern Jordaniens, des Iraks, im Libanon, der Türkei, Libyen, Griechenland, Italien, Spanien, weil Geberländer zugesagte Beiträge für den UNHCR (Weltflüchlingshilfe) nicht entrichten, über keine fiinanziellen Mittel verfügen, selber Flugtickets zu erwerben?

Weil die Airlines mit dieser hoheitlichen Aufgabe menschlich und fachlich heillos überfordert sind, fordert "Refugee Air":

"Wir brauchen ein System, das vor Ort von Amtswegen den Flüchtlingsstatus der Menschen feststellt und dokumentiert."

Dass es "Refugee Air" gibt ist fabelhaft, deren Beispiel sollte europaweit Schule machen

Angesichts drohender Ausweitung des Syrienkrieges,

- Hans Ulrich Jörges, Mitglied der Stern Chefredaktion, sprach gestern in der Münchner Runde/Bayrischer Rundfunk, vom Dritten Weltkrieg, zu dem sich die europäischen Länder, unter Führung der USA, Russland, wie im Zweiten Weltkrieg, zu einer heiligen Allianz gegen ein Terorregime, damals das Dritte Reich, heute der IS, zusammen finden sollten - ,

sollten n. m. E. staatliche Organisationen europäischer Länder mit ganz anderen Flüchtlingszahlen rechnen, unverzüglich Ressourcen für Luftbrücken zur Rettung von Flüchltingen aufbauen und bereithalten

Emad Zand hofft auf Frieden, dass es einfach sein wird: Ein syrischer Flüchtling kommt zum Check-in, zeigt seinen Pass oder ein anderes Dokument, aus dem deutlich ersichtlich wird, dass er Flüchtling ist, legt sein Ticket für den Flug nach Schweden auf den Counter und geht an Bord.

Schön, wenn das alle, die Anspruch auf ein Asylverfahren haben, erfassen wird. Ich fürchte die Wirklichkeit sieht in Krisen- und Kriegeszeiten anders aus. Viele Menschen werden mit dem Letzten, was sie am Leibe tragen, fliehen, verfolgt, gejagt, ausgeraubt, desinformiert, papierlos sein,
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"Unsere Idee ist es, den Ablauf vorzumachen, ein Flugzeug mit Flüchtlingen herzubringen, um damit zu zeigen, dass unser Modell, unsere Lösung funktioniert. Und dann kann dieses Modell nachgeahmt werden – Deutschland könnte seine eigene Flüchtlings-Airline haben und alle anderen Länder in Europa auch.", meint Emad Zand.

Welche Vorteile hätte der Transport von Flüchtlingen mit dem Flugzeug für die Zielländer, fragt sich Emad?:

"Wenn uns das glückt, dann kommen die Menschen hoffentlich nicht mehr mit Booten. Wir hätten eine bessere Kontrolle darüber, wer kommt, denn wir werden Passagierlisten haben, wir werden vorher wissen, wie viele Leute kommen, woher sie kommen, ihre Namen – im Gegensatz zu heute, wo Boote mit Menschen ankommen und man überhaupt keinen Überblick hat."

Dabei hat Emad Zand noch nicht einmal an das Dublin- Abkommen III gedacht, das durch Luftbrücken, legitim umgangen wird, ohne gegen dieses zu verstossen und Durchgangsländer auf dem Balkan, Serbien, Mazedonien, Kroatien, Slowenien, Ungarn, in Südeuropa, Griechneland, Italien, Spanien überfordert nicht als unmenschlich im Umgang mit ankommenden Flüchtlingen vorzuführen.

Der erste Start eines "Refugee Air" Flugtransportes von Flüchltingen sei geplant bevor der erste Schnee fällt. In Stockholm gibt es den ersten Schnee im Oktober.
JP
http://www.deutschlandfunk.de/schweden-fluechtlings-airline-soll-sicheren-weg-garantieren.795.de.html?dram:article_id=331919
Flüchtlings-Airline soll sicheren Weg garantieren
23.09.2015
Schweden
Flüchtlings-Airline soll sicheren Weg garantieren

http://www.thepetitionsite.com/de-de/536/777/682/luftbr%C3%BCcke-f%C3%BCr-fl%C3%BCchtlinge-in-not/
Menschen auf der Flucht aus einem Leben in Elendsquartieren, in Sorge, Not um täglich sauberes Wasser, Brot, fehlende mediizinische Versorgung, Beschäftigung, durch die weltweit sichtbare Aktion einer Luftbrücke von Amtswegen beherzt herauszuhelfen, ist das Anliegen dieser Petiton

Luftbrücke für Flüchtlinge in Not
16 UNTERSCHRIFTEN
VON: Joachim Petrick
ZIEL: Mitglieder des Deutschen Bundestages


http://www.zeit.de/kultur/2015-09/fluechtlinge-seyla-benhabib/komplettansicht
Flüchtlinge
:
"In den Menschen entsteht so eine Wut"

01:47 24.09.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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