Schwebender Haftbefehl gegen Uli Hoeneß

Fluchtgefahr? Wirbt Hans Leyendecker, angesichts ausgesetzten Haftbefehls gegen Uli Hoeneß, um Verständnis für ihn, so als ob er Hoeneß zu einem umfassenden Geständnis bewegen will?
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Wirbt Hans Leyendecker, angesichts eines ausgesetzten Haftbefehls gegen Uli Hoeneß, um Verständnis für ihn, so als ob er Uli Hoeneß, Gerüchten angeblich bestehender Fluchtgefahr den Wind aus den Segeln nehmend, in aller Öffentlichkeit zu einem, strafmildernd, umfassend, umfänglichen Geständnis ermutigen will?

Aus welchen wolkenlos heiteren Himmeln fielen die Millionen, die Uli Hoeneß angeblich, ganz unverfänglich, mit der freundlichen Starthilfe des Herrn Dreyfus von Adidas, auf seinem Schweizer Konto seit dem Jahre 2000, sich rasant mehrend, liegen hatte?

Und nun, nach dem Scheitern des Deutsch- Schweizerischen Steuerabkommen im November 2012, unter dem Motto

"Hohn, Höhner, jetzt kommt Hoeneß!"

per launige Selbstanzeige vom 15. Januar 2013, in scheinbar nacheilendem Gehorsam, zum Besten des bayrischen Miesbach Fiskus gibt?

Wir schauen betroffen, der Vorhang hoch und auf, viele nicht gestellte Fragen offen.

Ein Schelm, namens Horst Schlemmer, alias Harpe Kerkeling, der Böses dabei denkt?

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus im Jahr 2000 Uli Hoeneß angeblich fünf Millionen Deutsche Mark (DM) für Börsenspekulationen direkt gezahlt, für weitere Millionen in Höhe von 15 Millionen DM bürgte Herr Dreyfus.

Wenig später stieg der Adidas Konzern bei dem Fußballklub, der gerade gegründeten FC- Bayern München AG mit einem Kapitaleinsatz von 75 Millionen DM als stimmberechtigter Aktionär ein.

In der, von Hans Leyendecker und Klaus Ott, bayrisch herunter gedimmten Sprachregelung der Süddeutschen Zeitung, liest sich das, geradezu unverfänglich, folgendermaßen:

"In der Steueraffäre des Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, werden neue Details bekannt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat der damalige Chef von Adidas, Robert Louis-Dreyfus, im Jahr 2000 dem mit ihm befreundeten Hoeneß auf einem Konto der Schweizer Privatbankgruppe Vontobel 20 Millionen Mark für Spekulationsgeschäfte zur Verfügung gestellt.

Zu diesem Zweck soll Louis-Dreyfus einen Betrag von fünf Millionen Mark auf das Konto überwiesen und für Hoeneß einen Kredit von weiteren 15 Millionen Mark durch eine Bürgschaft abgesichert haben."

Mit diesen 20 Millionen DM sollen, nach der von Uli Hoeneß, dem Fiskus in Miesdbach in seiner Selbstanzeige angebotenen Version, zunächst, sowohl Robert Louis-Dreyfus, als auch Uli Hoeneß, im damaligen Neuen Markt Kurs Fieber, an der Börse und anderweitig spekuliert haben.

Im Zeitraum von knapp zwei Jahren will der FC Bayern-Manager, Uli Hoeneß nciht nur, sowohl die fünf Millionen Mark als auch den Kredit in Höhe von 15 Millionen DM zurückgezahlt haben, sondern auch noch einen eigenen Kapitalstock durch reine Spekulationsgewinne erwirtschaftet haben, der heute einige Hiundert Millionen € umfassen soll.

Klingt das nicht nach einer lupenrein unverfänglichen Version, die dem bayrischen Fiskus, ohne Belege, verposemukeln soll, Uli Hoeneß habe zu keinem Zeitpunkt über ein unversteuertes Vermögen in Höhe von 5- 20 Millionen DM auf seinem Schweizer Konto bei der Züricher Vontobel Bank persönlich verfügt.

Also sei da auch zu keinem Zeitpunkt Substanzvermögen, außer den Zins-. und Spekulationsgewinnen zu versteuern gewesen.

Das sei nur, dank seines hochmögenden, leider im Jahre 2009 verstorbenen Freundes, Robert Louis- Dreyfus, zu seinen Gunsten vermögensbildend, auf seinem Konto ein- und ausgeflogen.

Hans Leyendecker erläutert das, investigativ auf der Lauer, als Milde waltender " Uli Hoeneß Versteh" in einem heutigen Deutschlandfunk Interview in etwa so:

"Man kann nicht da bei Uki Hoeneß von vorn herein rangehen und sagen, das stinkt gewaltig nach Korruption. Ein Geschmäckle hat es gleichwohl.

Damals im Jahre 2000 war das allgemeine Geschäftsgebaren noch ganz anders".

Dass seit dem Jahre 1997 deutschen Betrieben im In- und Ausland nicht nur die steuerliche Abschreibung von Bestechungsgeldern von Gesetzes Wegen verwehrt wurde, sondern in bestimmten Fällen bereits strafbewehrt war, erwähnt Hans Leyendecker weder in seinem Artikel der Süddeutschen Zeitung, noch in seinem Deutschlandfunk Interview.

Verfänglich betrachtet, könnte das auch ein ziemlich frech dreistes Signal des Uli Hoeneß an den bayrischen Miesbach Fiskus sein, sich, für den Fall, dass der Fiskus, beide Augen über die Bier Maßen, samt Weiß wurscht, gnädig zudrückt, seine durchsichtige Version akzeptiert, in Sachen Steuerhinterziehung in ganz anderen Fällen, strafmildernd, gar strafverschonend, als Kronzeuge anzudienen?

Die unverfängliche Version hätte für Uli Hoeneß selber und die FC- Bayern AG den Gewinn, dass jeder Hinweis, gar begründete Anfangsverdächte, auf Zusammenhänge dieser Millionen auf seinem Konto in der Schweiz mit dem Abermillionen Ablösegeschäft von Spielern, unberührt, völlig außen vor, im Dunkeln bleibt.

Diese wundersam seltsamen Deals der Herren Uli Hoeneß und Robert Louis-Dreyfus fallen punktgenau in 2001er die Phase, in der der FC Bayern München mit Adidas über einen Einstieg des Sportartikelherstellers in die künftige FC Bayern AG als Ausstatter und Aktionär verhandelte.

Im September 2001 verkündete der FC Bayern Chef , Uli Hoeneß, dass sich der Konzern Adidas aus Herzogenaurach mit zehn Prozent am Klub beteilige und dafür 75 Millionen Euro in Aktien in einem vorbörslichen Pakethandel erworben habe.

Darüber hinaus verlängerte der FC Bayern damals den bis heute bestehenden Ausrüstervertrag mit Adidas um sieben Jahre, bis ins Jahr 2010.

Damit war der US- Konkurrent Nike, der sich, neben anderen Konzernen, ebenfalls äußerst interessiert, um einen Einstieg beim FC Bayern beworben hatte, ausgebootet

Uli Hoeneß betont seit dem September 2001 bis heute, er habe die Zusammenarbeit

"mit einem deutschen Unternehmen"

fortsetzen wollen und dafür höhere Angebote von "zig interessierten Unternehmen" ausgeschlagen,

Robert Louis-Dreyfus war bis März 2001 Vorstandschef von Adidas. Sein Nachfolger wurde Herbert Hainer, der den Sportartikelkonzern bis heute führt und auch im Aufsichtsrat des FC Bayern sitzt.

Für einen Zusammenhang zwischen dem privaten Geschäft von Hoeneß mit Dreyfus und den Geschäften zwischen Adidas und dem FC Bayern gibt es, lt. Hans Leyendecker, Klaus Ott von der Süddeutschen Zeitung, keine Anhaltspunkte.

Uli Hoeneß' Anwalt Michael Nesselhauf habe am Montag, auf entsprechende Nachfragen verlautbart, meinen die beiden von der Sueddeutsche:

"Ich habe Herrn Hoeneß empfohlen, derzeit keine Anfragen zu beantworten. Er folgt diesem Rat."

Robert Louis-Dreyfus hatte im Jahre 2000 für Uli Hoeneß bei der Schweizer Vontobel-Bank ein Konto eingerichtet , so steht es, lt. Hans Leyendecker, Klaus Ott, in der Selbstanzeige, die Uli Hoeneß am 15. Januar 2013 beim Finanzamt Miesbach in Bayern, selbstverständlich knallhart, entschieden, gegen Empfangsbestätigungsstempel, durch seinen Anwalt eingereicht hatte.


Inzwischen will Uli Hoeneß drei Millionen Euro an Steuern und Zinsen an den bayrerischen Fiskus in Miesbach als "Zeichen seines kooperativ guten Willens" nachgezahlt haben.

Die Frage bleibt, wer schont und schützt hier wen vor, weitergehend, eingehenden Nachforschungen, Offizialen Ermittlungsgründen?, wenn ja, schont Uli Hoeneß die FC. Bayern AG zu seinen Lasten, die einmal mehr am heutigen Tage, ungerührt, ungeachtet des medialen Trubels um ihn als FC Bayern Manager und selbstbekennenden Steuerhinterzieher, spektakulär, Borussia Dortmund, den hochdotiert 20jährigen Torjäger, Mario Götze, mit dem monströs monetären Hebel einer astronomisch hohen Ablösesumme von, sage und schreibe, 37 Millionen €, vom Platz weggekauft hat?

Oder zeichnet erst ein umgekehrtes Bild die Wirklichkeit ab?, die nun, ungebremst, auf die deutsche Öffentlichkeit zurast, weil Uli Hoeneß jetzt medial, einschüchternd, als "Pate", als "Fliegender Notar" als "Treuhänder" aller Spieler Ablösegeschäfte des FC Bayern u. a. Fußballvereine in Deutschland, Europa, der Welt, seit über zehn Jahren, seit Januar 2013 im Rahmen einer Kronzeugenregelung unkalkulierbar für viele, mittelbar, unmittelbar Beteiligte und Unbeteiligte, in Politik, Wirtschaft, Medien, Sport, Stiftungen, in seinem Prominenten Dunstkreis involviert, aufdeckend, mit den Steuerbehörden kooperierend, in die „Vollen Gefahrenlagen und Nöte“ zu bringen droht?

Erinnern wir uns!

Hat Uli Hoeneß nicht schon einmal, höhnend, weil ihm dnanach war, lauthals seinen vormaligen Duzfreund, Trainer- und Manager Kollegen bei Bayer Leverkusen, Christoph Daum, im Jahr 2000, ungefragt, öffentlich empört, den Moralapostel in Sachen Drogenmissbrauch spielend, unter dem landesweiten billigen Jubel ganzer FC Bayern München Fanmeilen, in die Pfanne gehauen?

"Spitz pass auf! Da kommt noch was!"

Wenn wir Wurstfabrikanten, wie Uli Hoeneß, zum Maßstab, gar zur konvertierbaren Währung unserer Moral wie Unmoral machen, wird mit sofortiger Wirkung, die unkontrolliert, freiheitlich demokratische Ausgabe von Senf, unter Strafe gestellt

"Wetten das!"

JP

http://www.sueddeutsche.de/sport/affaere-um-konto-in-der-schweiz-adidas-chef-gab-hoeness-millionen-mark-1.1656067
22. April 2013 17:58
Affäre um Konto in der Schweiz Adidas-Chef gab Hoeneß 20 Millionen Mark

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2083418/
23.04.2013 · 12:10 Uhr
Hans Leyendecker, Journalist von der "Süddeutschen Zeitung"

--------------------------http://www.sueddeutsche.de/sport/haftbefehl-gegen-hoeness-voraussetzung-ist-ein-dringender-tatverdacht-1.1657072

23. April 2013 18:09

Haftbefehl gegen Hoeneß Ein Hoeneß flieht doch nicht

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23:18 23.04.2013
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Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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