Sozialstaat, was guckst Du gestutzt, das erste Mal verdutzt?

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Sozialstaat guckt gestutzt, das erste Mal verdutzt.

ist der Sozialstaat doch, vom Eise des Kalten Krieges befreit, voller gebildetem Forderungseigentum seiner Bürger/innen, eine juristische Persönlichkeit, die volkswirtschaftlich belastbar nachhaltig Systemrelevanz entfaltet und gestaltet.

Der Sozialstaat ist naiv genug, zu ahnen, dass er, gestutzt, verhöhnt verhutzt für blöd verkauft wird.

Seitdem der Sozialstaat sich aber durch den Sparhammer der schwarzgelben Bundesregierung, irgendwie, ich weiß nicht recht, ökonomisch systemirrrelevant behämmert fühlt, ist es Aus mit der Naivität des Sozialstaates im schlummernden Schlaf des Gerechten.

Früher wurden systemrelevant ganze Tempelanlagen, Pyramiden durch die Bewohner/innen eines Reiches im majestätischen Rahmen eines Beschäftigungsprogramm auf- und hoch gebaut, um dann dort in der Höhe systemrelevant Menschen in der Hoffnung zu opfern, dass diese Menschenopfer die Götter milde und gewogen stimmen.

Heute werden hier bei uns auf Erden bei nichtiger Gelegenheit zentrale Organe des Sozialstaates für systemirrelevant erklärt, aus dem Körper des Sozialstaates herausgerissen und in einer öffentlichen Sparpaket- Hammer Zeremonie unter „Paternoster Gebeten und Weh! und Ach! Rufen“ in ihre Einzelteile zertrümmert, zerhackt, verbrannt, als gehe es um die Verschwörung einer Bücherverbrennung der verlegten Wirtschafttheorie Werke des Adam Smith vom kommenden Reichtum der Völker durch eine unsichtbar waltende Hand im Land, damit die Götter des Privatkapitals Milde walten lassen.

Dazu gibt es folgende kleine Geschichte der letzten Tage der Schwarzgelben Bundesregierung zu erzählen:

Upps! Schwarz- Gelb, die„So als ob- Koalition“ ein Flop

Vonwegen die Schwarz- gelbe Bundesregierung sei eine "Weiter so" -Koalition

wohl eher ein Flop. die „So als ob“- Koalition.

Die „So als ob- Koalition“als Flop geht so:

Regierungssprechen Wilhelm:

“Was sollen wir uns heute aufgeregt in den Abgrund von Reformen stürzen, wenn das schwarzgelb in einem Jahr ohne die FDP mit viel stichhaltigeren Gründen noch besser geht?“.

Oder so:

Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündet nichts als die Wahrheit:

„Ja es ist wahr!, das will ich hier einmal in aller gebotenen Deutlichkeit sagen.

wir stürzen ab.

Der linke Flügel unserer Wachstumsbeschleunigungsmaschine ist abgebrochen, der Wachstumsflug Motor brennt lichterloh.

Doch wir halten unerschütterlich Kurs.

Da ist die CDU/CSU eine sichere Bank.

Kopf hoch meine Damen und Herren!

Nicht verzagen. Angie fragen!

Ich habe eine Frohe Botschaft für sie alle hier in unserem Flugzeug und mich bereit.

Außenminister Guido Westerwelle hat sich ein Koalitions-Herz gefasst.

Am besten sie hören ihn selber“

„Guido!“

Ja!, Angie, frag mich Mal was!“

Was ist mit Deiner guten Nachricht mitten im Absturz.

Ach so!, aber ja!, hier ist die gute Nachricht.

Guido Westerwelle erscheint, hell blondierterWahn im schwarzgelben Anzug undspricht:

“Versprochen! Gehalten!

Zwischenrufer:

„Vonwegen versprochen!“

„Stimmt!

Freibier habe ich zwar ausdrücklich nicht versprochen, aber für alle Absturz Fälle bereitgehalten.

Das Freibier reicht für alle bis zum Aufprall unserer Wachstumsbeschleunigungsmaschine!

Da beißt die Maus in poströmischer Dekadenz keinen Faden ab!““

Toi! Toi! Toi!

Hals und Beinbruch beim Absturz aus allen heiteren FDP Himmeln!

Hoffentlich Allianz versichert. Äh scheint die Sonne, wenn wir ganz unten auf der Basis unserer systemrelevanten Extremitäten aufprallen!

Wird schon gut gehen.

Sie müssen nur fest dran glauben, dass wir unten ankommen.

Hier oben können wir auch nicht bleiben.

Pressen sie die Zähne zusammen. Reißen sie ihre Augen weit auf und schauen sie nach unten.

Die FDP ist schon so manches Mal in der Wählergunst unerwartet auf den letzten Drücker nicht nur über sich hinausgewachsen, sondern, unter dieErde schauend, als gelbes Radieschen nachgewachsen.

Was unabdinglich nach unten strebt, soll der Mensch nicht aufhalten, hat schon unser großer deutscher Dichter Hermann Goethe der Cherusker gesagt.

Zwischenrufer:

„Das war nicht Hermann, das war Johann Wolfgang von Goethe!“

Guido Westerwelle:

„Achtung. Achtung Ossi Alarm!.

Hier hat sich ein Ossi in den Wessi Absturz eingeschlichen.

Ach halten Sie doch dahinten ihre Klappe, solange Sie die noch haben.

Kann man denn nicht einmal wenigstens ohne diese unverbesserlichen Ossibessi mit der Freiberger Riesengebirgs Fresse abstürzen?“

Ruf aus der Tiefe des Flugzeugraums;

„Woss is ?“

„Jetzt auch noch anbiedernd als Wossi tarnen.

Das ist ja nun wirklich das Allerletzte, was wir hier bei unserem vom FDP- Wählerhoch gestimmten Absturz erleben müssen.

Wenn ich an dieser Stelle einmal an unseren, aus allen Himmeln der 18 % Erfolgsaussichten des Jahres 2002für die FDP abgestürzten, Parteifreund, Jürgen Möllemann erinnern darf.

Warum soll es uns besser ergehen als Jürgen Möllemann?

Wir haben wenigstens, anders als Jürgen Möllemann, vorgesorgt.

Wir habenFreibier für allebis zum Aufprall dabei.“

Ende von Außenminister Guido Westerwelles Durchsage.

Zum Schluss der wahre Sparpaket- Hammer Klops im Finanzkrieg des Bundes gegen die Länder, Kommunen als sozialpolitisch systemrelevanter Flop:

Per Sparhammer beschließt die Bundesregierung, damit alle schwarzgelb in Bund, Land, Kommunen, Privathaushalten verdattert und vergattert aus der Wäsche den Systemwechsel schauen:

„Der monatliche Beitrag in Höhe von € 40.- für Langzeitarbeitslose, also Arbeitslose, die nach einem Jahr noch keine neue Arbeit wieder gefunden haben, wird gestrichen.

Damit werden jährliche Anwartschaften auf eine gesetzlich verankerte Rente in Höhe von 2.- €/monatlich null und nichtig.

Was sich zunächsteinmal liest, als sei dies zu vernachlässigen.

Doch die Tücke liegt als füsilierender Pfeil im Detail des Bundes Sparhammer gegen die Länder, Kommunen, die nun vom Bund verordnet, selberunterfinanziert, Langzeitarbeitslosen im Alter vollständig die Unterkunft, den Lebensunterhalt, gar Heizkostenzuschüsseohne Renten als persönlich erworbenen Anspruch und Beitragaus der gesetzlichen Sozialversicherung zu finanzieren haben“.

JP

18:09 10.06.2010
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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