Schützt Amnesty International Prostitution?

Prostitution/Zuhälter Drei Jahre lang hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zum Thema Sexarbeit recherchiert. Amnesty International fordert Legalisierung der Prostitution
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Grundsatzentscheidung in Dublin

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International stimmt auf der Jahresversammlung 2015 in Dublin mehrheitlich für die Entkriminalisierung von Prostitution

Nahezu drei Jahre lang hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International angeblich zum Thema Sexarbeit recherchiert.

Auf der Basis der Faktenlage dieser Recherche wird nun in Dubllin durch Amnesty International eine vollständige Entkriminalisierung der Prostitution gefordert.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International gibt vor, Prostituierte besser schützen zuwollen und fordert deshalb die Entkriminalisierung des ältesten aller Gewerbe des "Horizontalen Gewerbes" innerhalb und außerhalb von Rotlichtvierteln.

Kritik ließ da nicht auf sich warten. Die war bereits im Vorwege der zustande gekommenen Entscheidung in Dublin auf der diesjährigen Jahresversammlung von Amnesty International in Medien laut zu vernehmen.

Amnesty International hat es sich nicht nehmen lassen, sich in einer höchst umstrittenen Grundsatzentscheidung dazu durchzuringen, der Entkriminalisierung von Prostitution in allerhöchsten Tonlagen das Wort zu reden.

Beim Treffen des Internationalen Rates der Menschenrechtsorganisation in Dublin habe eine Mehrheit der rund 400 Delegierten aus 70 Ländern für diese Position gestimmt, teilte Amnesty mit. Die genaue Stimmenverteilung wurde nicht bekanntgegeben.

In den Medien ist zu lesen:

Amnesty-Generalsekretär Salil Shetty sprach von einem „historischen Tag“. Prostituierte seien „eine der am meisten marginalisierten Gruppen der Welt“, die sich vielfach einem „ständigen Risiko der Diskriminierung, Gewalt und des Missbrauchs“ ausgesetzt sehe.

Die Entscheidung für eine Entkriminalisierung der Prostitution einzutreten, sei nicht leichtfertig oder übereilt gefallen, hob Shetty hervor. Amnesty setzt sich nun auch für die Entkriminalisierung von Zuhältern und Bordellbetreibern ein. DPA

Vor der anberaumten Abstimmung in Dublin hatte das Bündnis Koalition gegen Frauenhandel (CATW) alarmiert, in einem offenen Brief gewarnt, der Name von Amnesty International werde „ernstlich beschmutzt“, wenn die Organisation sich für eine Legalisierung der Prostitution einsetze. Zu den Unterzeichnern gehören Frauenrechtsgruppen, Ärzte sowie Prominente wie die Schauspielerinnen Meryl Streep, Kate Winslet und Emma Thompson.

Eine Online-Petition des Bündnisses wurde, lt. Medienberichten, von mehr als 8500 Personen unterzeichnet.

„Es gibt keine Logik in der Annahme, dass man zum Schutz der Ausgebeuteten die Ausbeuter entkriminalisieren muss“, sagte CATW-Chefin Taina Bien Aime der Nachrichtenagentur AFP.

Es sei „wirklich wichtig, dass Amnesty versteht, dass die Welt auf sie schaut und sie wirklich enorm an Glaubwürdigkeit als Menschenrechtsorganisation verlieren würde, wenn das unterstützt wird“.

Mir kommt das im günstigsten Fall so vor, als bekunde Amnesty International hier, wie der Blinde zur Farbe, der Lahme zum 200 Meter Sprint, seinen ausdrücklichen Willen zu einem weltweit sozialpolitischen Problemgedränge, Konfliktgemenge aus Sklaven- und Menschenhandel, Prostitution ohne gesetzlichen Mindesstlohn, gesetzlicher Krankenversicherung, noch Altersversorgung.

Im weniger günstigen Fall kommt mir das vor. als werde hier im Namen des guten Rufes von Amnesty International von langer Hand geplant, angesichts der Tragödie weltweiter Flüchtlingsströme, eine Amnestie von Halunken in Spelunken, Schlepperbanden, Sklaven- und Menschenhändlern, die womöglich zum Förder- und Spenderkreis der Menschenrechtsorganisation gehören, angebahnt.

Prostitution schadet den Ausübenden, auch wenn sie das überhaupt in Talkshows und sonders selbst daheim im stillen Kämmerlein zu verdrängen suchen.

Ist es nicht absurd, dass man hier expressis verbis von einem „Gewerbe" spricht, ganz abgesehen von der hochherzig gemeint grotesken Formulierung „SexarbeiterInnen" wie sie in Deutschland neuerdings im Neusprech lautet, erscheint mir übewrhaupt absolut voreilig und völlig daneben.

In diesem Zusammenhang sei an die Frauenrechtlerin und Herausgeberin des Frauenmagazns "EMMA" in Köln, Alice Schwarzer und deren klare Haltung zur Frage legalisierter Prostitution in Deutschland als Eldorado für Freier aus aller Herren Länder erinnert

Fällt Amnesty International mit dieser Dubliner Entscheidung, die Legalisierung der Prostitution zu fordern, die Amnestie von Zuhältern anzubahnen, nicht weltweit allen Versuchen in den Rücken, das Asylrecht zu stärken?

Wie ungleich schwerer wird es nach einer Legalisierung der Prostitution sein, Zwangsprostitution im Zusammenhang mit Menschenhandel, Sklavenarbeit gegenüber Ausländerbehörden, Gewerbe- und Gesundheitsämtern erfolgreich als Asylgrund zu vermitteln?

Das, was für Freier, Männer, Frauen, jung und alt, an Prostitution wirklich interessant ist, von Relevanz sein kann, aber in den Hintergrund tritt, ist Zuwendung durch Körperkontakt, Umarmen, Streicheln, das Gespräch, Frieden, Beredsamkeit unter den Geschlechternm in allen erdenklich lebensrelevanten Angelegenheiten, Achtung und gegenseitiger Respekt auf Augenhöhe.

"Prostituton als Lehrberuf

Um das als Dienstleistung anzubieten, braucht es professioneller Ausbildung, staatlich anerkannter Abschlüsse,

Der Begriff Prostitution ist bisher auf verstörende Weise nur eine Leerstelle, was da an menschiichen Bedürnissen, körperlicher und räumlicher Nähe, Formen der Intimität, erstens gesellschaftlich für Männer, Frauen, jung und als nicht wirklich kommuniziert wird, zweitens als Dienstleistung nicht existent ist.

Prostitutitin als das sogenannt älteste Gewerbe dient als Projektionsfläche für unerfüllt sexuelle Wünsche, um Frauen wie Männer von ihren eigentlichen Bedürfnissen nach intim gelbter Sexualtität, menschlicher Nähe im Alltag abzubringen.

Das erweist sich besonders in Krisen- und Kriegszeiten mit Millionen Flüchtlingen und allgemeinen Verhältnissen der Willkür, des alltäglichen Unrechts, gewaltsamer Übergriffe auf Personen.

- Nicht von ungefähr hat die Deutsche Wehrmacht genau aus diesem Grund 1939-1945, anders als andere Armeen, das Hohe Lied der Prostitution für Soldaten gesungen und entsprechend Garnisonen, Etappen, selbst Truppen an vorderster Front mit mobilen Bordellen ausgestattet und dabei wenigstens kostenlos Kondome verteilt -

Ich weiss z. B. nicht. an welche Länder Amnesty International (AI) mit seiner Forderung nach genereller Legalisierung von Prostitution dabei denkt?, wenn ja, sind es die islamischen Länder?, wenn nicht, geht es AI darum, gleichmermaaßen in Wohn- und Gewerbegebieten, an Ausfallstraßen, Autobahnraststätten, Park- und Campingplätzen, in Bussen, Bahnen, ungestört Prostitution, öffentlich beworben, anzubieten?

In Europa, den USA, Australien, Japan, Isreal. Süd- Korea, Russland, Kanada, Neuseeland, Südamerika, ist die freiwillige Prostitution n. m. E. nicht generell verbotenm nur nicht allerorten zu jeder Tages- und Nachtzeit rund um die Uhr erlaubt.

Ist es nicht so, dass Zwangsprostitution ohnehin hierzulande und andernorts nicht als Asylgrund anerkannt wird?, selbst wenn deportiert Zwangsprostituierte sich mutig Ermittelnden Behörden in Deutschland, Europa als Kronzeugen gegen kontinental, global aufgestellte Zuhälterbanden offenbaren und anbieten?

JP

http://www.nzz.ch/international/entkriminalisierung-von-sexarbeit-gefordert-1.18593999?extcid=Newsletter_12082015_Top-News_am_Morgen
Amnesty International bezieht Position
Entkriminalisierung von Sexarbeit gefordert
von Brigitte Hürlimann11.8.2015, 21:07 Uhr

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/swr/2012/10092012-sklavenarbeit-100.html
Die Story im Ersten: Sklavenarbeit für unseren Fortschritt

13:44 12.08.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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