Steinbrücks Comeback, Merkels Last Order?

Jakob Augstein zitiert in seiner engagierten Kolumne den SPD- Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück:"Angela Merkel ist die „Architektin der Macht“, nicht die „Architektin des Landes“
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Als Handreichung Jakob Augstein zum „Steinbrück Comeback“ Memorial und Geleit.

Jakob Augstein zitiert in seiner irgendwie parteilich links engagierten Kolumne den SPD- Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück:

https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/comeback-des-kandidaten

Jakob Augstein

05.09.2013 | 06:00 4

Comeback des Kandidaten

"Angela Merkel ist die „Architektin der Macht“, nicht die „Architektin des Landes“,

Stimmt das, ist Angela Merkel überhaupt in irgendeiner Form Architektin?, wo sie doch nach folgender Devise der Statik des Wolkenkuckucksheims verpflichtet scheint.

"Warum wolkenklar, wolkenlos, wenn es am gesellschaftspolitisch himmlischen Horizont auch hymnisch wolkig geht?"

"Merkel ist eine Machtmaschine. Sie produziert Macht. Mehr nicht",

schreibt Jakob Augstein im Prätensionen Gefühl gnadenreich angemessener Hochanständigkeit gegenüber der amtierenden Bundeskanzlerin.

Von wegen "Mehr nicht".

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist weder Architektin noch produziert sie Macht, sondern was sie unentwegt neu auf dem Rudi Carell Laufband

"Wünsch Dir was"

produziert, ist ein Vakuum an demokratisch legitimierter Macht, gepaart mit der Auslagerung von Macht an demokratisch nicht legitimiert private Expertenclubs, -kommissionen mit ihren Expertisen ganz bestimmter Beratertrusts, um das ins Werk zu setzen, was sie so umwerfend, erhellend, an der Außenlinie der

"Formierten Gesellschaft"

Ludwig Erhardscher Prägung

"Marktkonforme Demokratie"

zu nennen pflegt.

Angela Merkels parteipolitische Historie.

Angela Merkel ist als „Kohls Mädel“ aus dem Sumpf lavierender und konkreter Korruption, Begünstigung, Vorteilsnahme, Bestechlichkeit, Skandalen, in Amt und Würden, gesellschaftspolitisch brachialer Durchstecherei an den Außenlinien von Gesetzlichkeit der Bundeskanzler Helmut Kohl Ära entlang, samt dessen unseligen

„Ehrenmännerwort“

in Sachen geheimer Entgegennahme ungesetzlicher Zuwendungen von anonymen Spendern, wie Leo Kirch, als prekär irgendwie hochrankende Sumpfdotterpflanze hervorgegangen, der, man glaubt es kaum, wundersam heilende Kräfte vorausgesagt wurden, noch bevor sie richtig autoritär schweigsam erst in die volle Blüte dann allerorten durch Nachahmerinnen beliebig biegsam ins wuchernde Kraut ihrer politisch entkernt reinen Leere schoss.

Jakob Augstein:

"Für eine Politikerin wie Angela Merkel ist das Fernsehen eine Falle: Die Aussitzerin muss reagieren; die Leugnerin muss Rede und Antwort stehen. Und wenn sie ihre Wortwolken hervorbringt, dann entgeht dem Zuschauer doch nicht die beunruhigende Kälte dieser Kanzlerin. Das Duell vom Sonntag gehört darum zu den glücklichen Momenten der Wahrheit."

Wohl wahr!, ein glücklicher Moment der Wahrheit für mich, dass von dieser Bundeskanzlerin Angela Merkel weniger beunruhigende Kälte, denn Braunkohle Baggersee gütig tiefe Leere ausgeht, die in der politischen Euro- , Arabellion Morgenröte erwacht, gähnend, nach den, gesellschaftspolitisch fehlend, blühenden Landschaften schreit

Jakob Augstein:

"Wer bekommt was? Aber das ist die Wahrheit der Politik. Sie ist ein Nullsummenspiel. Ein Euro mehr für den Lohn ist ein Euro weniger für den Gewinn."

Von wegen auswegloses "Nullsummenspiel"

Gregor Gysi hat es wiederholt, pointiert, auf den Punkt gebracht:

"Wenn die Spitzengehälter, Boni der Manager in Unternehmen, privaten Siftungen, staatlichen Einrichtungen an die untersten Einkommen gekoppelt wären, was meinen Sie wohl, wie sehr dann die Manager bemüht sein werden, die untersten Einkommen verstetigt anzuheben?"

Im Klartext heißt das, wenn die vermögensnahen Schichten, die Besitzenden, die Unternehmen nicht alle Verantwortung für durchschnittliche Einkommensverhältnisse, Arbeitsmarktentwicklungen, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, Familiengründung, Erziehung, Pflege, Bildung, Ausbildung, Gesundheit, Breitensport, Kultur, Wissenschaft, allgemeinen Wohlstand, sozialen Wohnungsbau, Schuldenabbau im öffentlichen Sektor, Privathaushalten an den Staat delegierten, sondern genau für diese Aufgaben mit ihrem gegenwärtigen Vermögen, anteilig, in die Verantwortung genommen sind, werden sie schon Morgen eine ungeahnt wundersame Mehrung ihres vorherigen Vermögens erleben.

Warum reden wir ausschließlich die Notwendigkeit von Steuererhöhungen nach vorn, wenn es doch um die Übernahme von Verantwortung durch vermögensnahe Schichten für die Aufgaben unserer Gesellschaft geht?

Frage nebenbei:

Warum werden diese gesellschaftlichen Aufgaben nicht einfach, wie Bauprojekten im Öffentlichen Sektor, europaweit ausgeschrieben?

Jakob Augstein:

"Einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei hat der Kandidat erneut eine Absage erteilt. Ohne die Linken wird aber eine andere Politik in Deutschland nicht möglich sein. Darum gilt immer noch: Wenn Steinbrück eine linke Mehrheit nicht will, muss es ein anderer machen. Oder eine andere."

Peer Steinbrück macht aus seinem politischen Seelenhaushalt in Sachen Linkspartei keine Mördergrube mehr, sondern verdeutlicht, wo seine Vorbehalte gegen Teile der Linkspartei herkommen, wenn er auf deren westdeutsche K- Gruppen Anteile seit 2005, dem Gründungsjahr der Linkspartei aus vormaliger PDS und WASG verweist.

Da ist Peer Steinbrück gleich bei seinen alten 68- er Studentenkämpfen mit dem KB, KBW, SDS, SHB, Maoisten, Marxisten/Leninisten, KPD/ML und wieß wovon er als vormaliger Anhänger des Staatsmonopolistischen Kapitalismus (Stamokap) Flügels unter dem einstigen JUSO- Vorsitzenden, Gerhard Schröder, spricht, nämlich von auf Flaschen gezogenen "Theorie Leichen" in seinem eigenen politischen Weinkeller.

Die letzte Sauforgie mit politisch etikettierten Flaschen aus diesen Stamokap Weinkeller Katakomben haben wir 2003, als hätten es den Berliner Mauerfall am 9. November 1989 nie gegeben, mit der eiligen Ausrufung der Agenda2010/Hartz IV Gesetze in den geheiligten Hallen des Berliner Doms durch den rotgrünen Bundeskanzler, Gerhard Schröder, in Anwesenheit Peer Steinbrücks, Peter Hartz, samt der versammelten Mainstream Medienschar, erlebt.

Also Peer Steinbrück hat in Sachen historisch und gesellschaftspolitisch angemessener Bewertung der Linkspartei noch viel mit sich selber zu tun, vielleicht packt er es endlich an.

Na dann „Peer Steinbrück!, nix wie hin!

Auf zum Prime Minister Comeback am 22. September 2013!“

JP

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/peer-steinbrueck-versus-goldman-sachs

Joachim Petrick

04.09.2013 | 02:34 2

Peer Steinbrück versus Goldman Sachs

Mahatma Gandhi „Der Schwache kann weder sich noch anderen vergeben, nur…

02:38 06.09.2013
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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