Strahlt Oskar Lafontaine die „Ruhe“der Wutbombe im Sinkflug aus?

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Strahlt Oskar Lafontaine die „Ruhe“ einer Wutbombe im Sinkflug aus?

Während Barack Hussein Obama mit seinem Schlachtruf:
„Yes!, we can!“
den Präsidentschaftswahl 2009 in den USA gewann, verdichtet sich mit Oskar Lafontaine die demoskopisch ruhende Kraft der Wutbombe im Sinkflug über Deutschland, dem Saarland zum Schlachtruf.
“Yes!, we are ready!
Yes!, wir machen fertig!“

Wen machen wir fertig?,
wir machen fertig,
wir beenden
mit der Politik der Linkspartei, voran mit Oskar Lafontaine, am Wahltag des Bundestagswahlkampfes am 27. September 09 die Politik der verordnet menschenverachtenden „Dummlagen“ in Kosovo, Afghanistan, Pakistan, um Iran, Israel/Palästina, Iraque, Sudan, Kongo, Somalia in der Aussen- und Sicherheitspolitik.

Diese „Dummlagen“ haben uns 1989 zwar durchaus den Berliner Mauerfall, das Ende des Kalten Krieges, das Ende der Spaltung Europas, Deutschlands als Linsengericht der Nuklear Mächte beschert.

Aber um welchen Preis?,
um den Preis, dass die Gefahr nuklerarer Kriege geschwunden, die Gefahrenlagen nuklearer Angriffe durch die wachsende Zahl offizieller, inoffizieller Nukleramächte aber dramatisch gewachsen ist, weil die Nuklearmächte an ihren Unterlassungen, an ihrer Nichterfüllung des Atomsperrvertrages von 1957, der Missachtung ihres vertraglich zugesicherten Versprechens der nukleraren und konventionellen Abrüstung festhalten.

Auf diesem Hintergrund erhält die globale 68er- Bewegung gegen den Vietnam- Krieg, erhält der Prager Frühling 1968 und seine Niederwerfung durch Truppen des Warschauer Vertrages eine bisher kaum beleuchtete Dimension, nämlich die Dimension der damaligen nuklear hochgerüsteten Blockmächte an nukleraen Optionen und Potentialen um jeden Preis, auch den Preis des vorsätzlichen Vertragsbruchs des Atomsperrbertrages festzuhalten!?

Der NATO- Doppelbeschluss von 1979 bis 1982 passt ebenso in diese Linie global verordneter „Dummlagen“, die bis heute, wider der historischen Vertragslagen, als Gefahren- und Sicherheitslagen“ medial kommuniziert werden, um auf jeden Fall die Option der Verschleppung der Erfüllung des Atomsperrvertrages durch die Nuklear- Mächte zu erhalten, koste es die Völker und Regionen der Welt an Entwicklungen und Rsssourcen, was es wolle!?

Die Trennung von ziviler und militätischer Nutzung der Kernernergie hat uns diese ungeheure Hypothek des Kalten Krieges mit seinen globalen Kommandostrukturen in Wirtschaft, Finanzen, Währungen, Okologie, Entwicklungen hinterlassen.

Lassen wir Oskar Lafontaine ausschnittsweise : www.tagesschau.de/multimedia/sendung/bab/bab860_bab-sendung13094.html
in dem Sommerinterview der ARD am 02.08.09 mit Ulrich Deppendorf und Rainald Becker im Haupstadtstudio selber zu Wort kommen:

Beginn des Ausschnitts:

Becker: Herr Lafontaine, schauen wir mal auf Ihre Möglichkeiten, beziehungsweise die Ihrer Partei, nach der Bundestagswahl: Rot-Rot geht nicht, weil die SPD nicht will. Oder glauben Sie, dass sich da doch noch etwas bewegt, vielleicht sogar in Richtung Rot-Rot-Grün?
Lafontaine: Das ist sehr schwierig, weil es inhaltlich nicht stimmt. Das ist das Entscheidende. Unsere Bündnispartner sind auch die Menschen. Und wenn wir beispielsweise als einzige eine Anti-Kriegspartei sind, ich sag das wieder hier, kürzlich war ich in einer Sendung, da haben die Menschen erstaunt geguckt. Ja, wir sind die einzigen, die immer gegen Krieg stimmen. Dann haben wir keine Bündnispartner. Herr Trittin von den Grünen hat zum Beispiel gesagt, er könne mit uns nur zusammenarbeiten, wenn wir uns an Militäreinsätzen beteiligen. Ja, dann ist das aus! Für mich sind Grüne, die für Militäreinsätze plädieren, keine Grüne, denn sie plädieren für die höchste Form der Umweltzerstörung mit Streubomben und Uranerzen und so weiter. Für mich ist das alles nicht nachvollziehbar.

Deppendorf: Herr Lafontaine, eine Frage noch zur Auslandspolitik, Sie sagen - und das ist fast schon ein Alleinstellungsmerkmal - keine Auslandseinsätze der Bundeswehr, raus aus der NATO, sofortiger Abzug aus Afghanistan, Abschaffung der Wehrpflicht, NATO auch noch auflösen. Da stehen Sie ja dann doch nun ganz alleine da.
Lafontaine: Ja, man muss man aber korrekt zitieren, dass wir die Einzigen sind, die eben keine Kriegseinsätze der Bundeswehr, so muss man das sagen, wollen. Wir haben ja im Konflikt in Israel-Libanon gesagt, eine Friedenstruppe würden wir dort akzeptieren: Blauhelme. Das ist eine klassische Position, die aus den nordischen Staaten kommt. Aber wir haben doch jetzt gesehen: Afghanistan, Irak - mit Bomben schafft man keinen Frieden, man schafft immer nur größeres Unglück. Deshalb werden wir diese Position nicht aufgeben. Der zweite Punkt ist jetzt eben: raus aus der NATO. Das ist ja eben eine Fälschung unserer Aussage. Unsere Aussage ist: Wir wollen die NATO wieder umwandeln in ein Bündnissystem der kollektiven Sicherheit, also in ein System, das der Verteidigung der Mitgliedsstaaten dient und nicht überall in der Welt Bomben wirft und angeblich Demokratie schafft. Aber welche Demokratie wir im Irak schaffen und in Afghanistan schaffen, dass sehen unsere Zuschauer praktisch jeden Tag.

Becker: Aber Herr Lafontaine, mit diesen Einsätzen geht es doch auch um unsere Sicherheit, um Schutz vor internationalem Terrorismus, das war ja mal die Begründung dafür. Wollen Sie Deutschland denn schutzlos für die Terroristen preisgeben?
Lafontaine: Ja, diese Begründung ist nun wirklich, man kann nur sagen, abgrundtief dumm. Selbst die Sicherheitsorgane warnen jetzt vor erhöhter Anschlagsgefahr, weil natürlich, wenn Sie ein junger Mann wären und Sie wären auf einer Hochzeitsgesellschaft in Afghanistan und Ihre ganze Familie würde durch NATO-Bomben umkommen, auch unter deutscher Beteiligung, da würden Sie als junger Mann doch vielleicht auf Rache sinnen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, warum die Außenpolitik so dumm geworden ist, dass sie wirklich glaubt, mit Bomben könne sie Deutschlands Sicherheit schützen. Mit Bombardierung in Afghanistan, wo tausende unschuldiger Zivilisten ums Leben kommen, ermordet werden um es auf Deutsch zu sagen..(Ende des Ausschnitts).....“

Oskar Lafontaines Wut wächst über den Landtagswahlkampf in Saarland weit hinaus.
Unser Gespür für politische Intelligenz wächst „oskarverdächtig“ mit!,
wie einst Mrs. Smileys Gespür für Schnee!
ob wir wollen oder nicht!?

JP

02:02 03.08.2009
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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