Sturmgeschütz deutscher Industrie & Politik

DER SPIEGEL Wenn ein Magazin selber zur Nachricht wird, weil es zur allgemeinen Mobilisierung gegen einen äußeren Feind aufruft, scheint einiges verkehrt zu laufen im Staate
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Wenn ein weltweit anerkanntes Presseeorgan selber zur Nachricht wird, weil es mit krass gewagten Mitteln eines Civil-War Hetz Covers zur allgemeinen Mobilisierung seiner gut vernetzten Leserschaft gegen einen äußeren wie inneren Feind aufruft, scheint einiges verkehrt zu laufen im Staate "Dänemark"

Der Spiegel traut sich was, das ist mutig, so sagt ein Teil gewogener Leser, ein anderer sagt, das Cover ist geschmacklos, schadet dem Ansehen deutschen Journalismus, löst, ohne innen- , wirtschafts- , außenpolitische Orts- , noch Standpunktbesimmung mit dem Cover auf seiner aktuellen Titelseite

"AMERICA FIRST",

provokativ die Botschaft als Welle ins globale Nirgendwo aus, der amerikanische Präsident Donald Trump sei blutdrünstigen IS- Terroristen gleichzusetzen.

"Spiegel"- Chefredakteur Klaus Brinkbäumer äußert sich im Presseclub/WDR am Sonntag als Gast: "Der US-Präsident enthauptet "jenes Symbol, das seit 1886 Migranten und Flüchtlinge in den USA willkommen heißt, und damit Demokratie und Freiheit. Presseclub Moderator Jörg Schönenborn hält unaufgefordert wiederholt das inkrimnierte Spiegel-Titelbild in die Kamera

- Langsam verdichtet sich für mich der Eindruck das sogenannte Recherche-Netzwerk NDR/WDR/Süddeutsche/Spiegel verfolgt, neben Recherche, noch ganz andere, nämlich Marketing- Interessen für seine Produkte mit n. m. E. frsgwürdig öffentlich-rechtich unzulässiger Förderung und unbotmäßigen Mitteln. Letzte Woche war es im Presseclub das spektakuläre "Martin Schulz" Cover auf dem Spiegel Titelbild, das wiederholt vom Moderator in die Kamera gehalten wurde -

"Trump als Triumphator über die Demokratie Elite, Scharfrichter, in der rechten Hand das blutverschmierte Henkerkuzschwert, in der Linken das bluttriefend geköpfte Haupt der amerikanischen Freiheitsstatue Ellis Island/Manhattan/New York vor weissem Hintergrund am hochgestreckten Arm der Welt zum Hohn und Spott.

Solcher Art bluttriefend krasser Propaganda- Horrorbilder im "Kunstformat" von Regierungshäuptern fremder Länder im Namen nationaler Mobilisierung der Medien, Parteien, des Militärs, der Zivilgesellschaft, materieller und geistiger Ressourcen hin zur Einheitsfront der Medien- und Kommandowirtschaft gab es zuletzt auf allen Seiten der Fronten des Ersten Weltkrieges 1914- 1918 im Deutschen Kaiserreich, der k. u. k. Donanaumonarchei, dem Osmannischen Reich, im Königreich Großbritannien, der Republik Frankreich, dem russischen Zarenreich.

Davor nur im amerikansichen Bürgerkrieg 1862- 1865.für Freiheit, Bürgergrechte, Gleichheit vor dem Gesetz, Gewakltenteilung gegen Sklaverei und eingeschränkte Staatsbürgerschaftsrechte wie gegen das eingeschränkte Recht auf Wahlbeteiligung und das Recht sich zur Wahl zu stellen.

Ganz unversehens scheint das Wochenmagazin Der Spiegel, entgegen Intentionen seines Gründers Rudolf Augstein (1923- 2002) seit 1947 vom Sturmgeschütz der Demokratie im Jahr 2017 zur stets einsatzbereiten Haubitze vordergründig Deutscher Industrie und Regierungspolitik Interessen zu verkommen.

Angestrengte Assoziation?

Trump als terroristischer Kämpfer, der wie ein Scharfrichter des «Islamischen Staates» triumphal agiert.

– dieser Vergleich der amerikanischen Regierungspolitik mit Terrorismus ist sofort allerorten ansatzlos identfiziert worden und hat der neuen Ausgabe des «Spiegels» weltweite Aufmerksamkeit gesichtert.

Kommentatoren in den USA, die einiges gewohnt sind, meint Joachim Güntner/NZZ sinngemäß, rissen, angesichts des Tiefschlags in die Magengrube White House/Washington D. C. aus Hamburg, ungläubig ihre Augen auf. Auf Twitter jagten sich Zu- und Widerspruch. Das Echo im Netz ist enorm und überwiegend negativ, selbst in deutschen Medien.

Der Künstler des aktuellen Spiegel-Titelblattes, kam 1980 als Neunjähriger in die US, will mit seinem IS-Vergleich so verstanden werden, wie dieser jetzt Kritiker deuten. Trumps Einreisestopp für muslimische Migranten und Flüchtlinge sei «eine Enthauptung der Demokratie, eine Enthauptung eines heiligen Symbols», teilte Rodriguez der «Washington Post» auf Nachfrage mit. (Quelle: NZZ 6.2.2017/Joachim Güntner )

Die Freiheitsstatue stehe für die amerikanische «history of welcoming immigrants». Die Assoziationen, die sich zwischen Trump und den Kopfabschneidern des IS einstellten, seien letztlich selbstverständlich. «Both sides are extremists, so I'm just making a comparison between them.»

Der Spiegel beschränkt sich in seiner Tttelgeschichte darauf, den Inneren Kreis des Donald Trump Teams, kenntnisreich im Detail vorzustellen, zu verdeutlichen, welche Art militärischer, geopolitischer Gefahren von deren politischen Einstellungen und Zielen her drohen könnten, insbesondere, wenn es um den Chefberater Trumps Steve Bannon geht.

Was ganz in der Spiegel-Titelgeschichte fehlt, ist die für Deutschland, Europa immens wichtige Ausleuchtung des wirtschaftlichen Hintergrunds der USA seit Nine Eleven 2001, der letztendlich in den "Flyover States" dazu geführt hat, dass Donald Trump hier die US-Wahlen am 8: November 2016 gewonnen hat, trotz geringerem popular Vote von 3 Millionen Stimmen gegenüber Hillary Clinton.

Allein auf Seite 16 der Spiegel-Ausgabe 6/2017 ist zur Ttielgeschichte auf der zweiten Spalte unten in dürrren Worten zum Thema Wirtschaft zu lesen:

"Trump versucht , gezielt Keile in die Union - gemeint ist die EU Anmrk. des A) - zu schlagen. Sein Handelsberater warf deutschland vor, andere Euroländer und die USA mithilfe eines Deutlich unterbwerteten Euros auszuplündern".

Die Sprachregelung des Kanzleramtschefs Peter Altmeier bei Maybrit Ilner, deutscher Industrie- und Außenhandelsverbandsvertreter zu dieser Anfrage aus Washington D. C. klingt gleichlautend abwehrend, deutsche Produkte werden in aller Welt und besonderns in den USA nicht wg. eines angeblich unterbewerteten Euros gekauft, sondern, weil sie qualitativ von Verbrauchern_innen geschätzt werden.

Auch wenn das sogar in vieler Hinsicht stimmen mag, die Unwuchten im Welthandel werden durch diese Art Verlautbarungen nicht im Intereese aller beteiligten Länder am Weltmarkt angemessen ausbalanciert.

Will der Spiegel als Sturmgeschütz deutscher Industrie, Au0enhandel. Politik und Wirtschaft, mit Salven über Salven an spektakulär aufgemachten Horror Home-Stories aus dem TrumpTeam im Weissen Haus vor golödenen Vorhängen, die Trump hat anbringen lassen, seine Leser_innen vor einer öffentlichen Erörterung der wirtschaftlichen Lage in den USA seit Nine Eleven bewahren, an der Deutschland, die Eurozone nach Einschätzung des Trump Teams, dessen Chefökonomen Peter Navarro, des deutschen Finanzwirtschaftsprofessors und Bestseller Autoren "The Crash" Max Otte gestern bei Anne Will nicht ganz unbeteiligt ist?. wenn ja, warum?

Unabhängig von Trumps grenzwertigem Agieren seit dem 20. Januar 2017 im Weissen Haus , dem Vertwittern seiner Wahlsversprechen per Executiv Order Blitz und Donner Gewittern im Hauruckverfahren, kommen wir in Europa, Deutschland nicht umhin, unsere wetlwirtschaftlich handelspolitischen Hausaufgaben zu machen.

D. h. Deutschland kann sich nicht auf seinen prekären Lorbeeren in Höhe von nahe 300 Milliarden € Handelsbilanzüberschüssen - allein den USA gegenübe von 55 Milliarden € - mit seinen Unwuchten zu Lasten der Kaufkraft deutscher Privathaushalte und von Ländern wie den USA mit einem Handelsbilanzdefizit von 400 Milliarden $ 2015, einer Staatsverschuldung von 20 Billionen $, einem Militäretat von 700 Milliarden $/anno ausruhen bzw. zur Tagesordnung übergehen nach dem Motto "Trump uns doch mit deinem Fair Trade Splin den Puckel runter!"

JP

http://www.deutschlandradiokultur.de/debatte-um-spiegel-cover-trump-als-henker-der-freiheit.1013.de.html?dram:article_id=378168
| Beitrag vom 04.02.2017
Debatte um "Spiegel"-Cover
Trump als Henker der Freiheit
Carsten Probst im Gespräch mit Marietta Schwarz

https://www.nzz.ch/feuilleton/irres-spiegel-cover-trump-als-schlaechter-der-freiheitsstatue-ld.143777?mktcid=nled&mktcval=107_2017-2-6
Irres «Spiegel»-Cover
Trump als Schlächter der Freiheitsstatue
von Joachim Güntner 5.2.2017, 18:25 Uhr

21:12 06.02.2017
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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