TTIP, Handel im Zeichen des Krieges sichern?

Kommandowirtschaft Worum es bei TTIP geht ist nicht das, was ist, sondern, das, was sein wird. Es geht um "Living Agreement", Ulrike Hermann/Heribert Prantls "Staatsstreich in Zeitlupe"
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Erster Teil "Im Zeichen des Krieges"

Wozu das alles, fragen sich immer mehr Menschen hierzulande, wenn Prozesse, Entwicklungen, Entscheidungen gegen ihren ausdrücklich lauthals verkündeten Willen von dem politischen Regierungspersonal auf Biegen und Brechen von Verfassungen durchregiert werden?

Dass diese Entscheidungen, neben allen Verstörungen, dazu noch mit Milliardenkosten, mit absehbar zusätzlichen Belastungen für Staats- , Privathaushalte verbunden sind, macht die Sache umso dubios suspekter.

Überwachung / Datensammelwut

Was vor Jahren offiziell noch als Verschwörungstheorie, personenbezogen, pathologische, Verfolgungsidee galt und Personen, welche davor warnten als Teil der “Bescheuerten-& Beklopptenfraktion” diskriminiert wurde, ist seit geraumer Zeit zur aufrüttelnden Gewissheit geworden.

Nachdem Edward Snowden veröffentlichte, was Eingeweihte längst wussten und “Verschwörungstheoretiker” seit langem geahnt, war die Reaktion des politischen Personals der Transatlantik Brücke vorhersehbar. Edward Snowden hat sein Land, seine Famile, Freunde und sein Leben zurückgelassen hat bei Gefahr für Leib und Leben eine Flucht über China/Hongkong nach Russland angetreten.

Das politische Establishment verlegte sich nicht etwa in Demut auf das Anerkennen seiner Sünden. Ganz im Gegenteil, seitdem trumpft das politische Personal, hüben und drüben, vom Atlantik sündenstolz gegen die "Verräter", den Wikileak Gründer, Julian Assange, Edward Snowden, Thomas Drake u.a Whistleblower in allen Kanälen, einmal moderat differenziert, um "Schadensbegrenzug" der deutsch- amerikanischen Beziehungen bemüht, , das andere Mal unabdinglich moralin kategorisch drakonisch im Zuschnitt, als verfolgte Unschuld auf.

Es scheint so, dass die totale Überwachung für unsere gewählten Volksvertreter auf den Regierungsbänken einen dunklen Reim ergibt, der sich gemeinhin der Mehrheit der wachgerüttelten Bevölkerung nicht erschließt.

Es scheint einen Zweck zu erfüllen, der diese unlauteren Mittel heiligt, der aber nicht wirklich offengelegt wird.

Während in Europa, auch in Deutschland, neben den Ländern an der Peripherie Europas, die Armut unter der Fuchtel der Schuldenbremse, en Sparzwängen, prekär als letzter "Wachstumsmarkt" kommuniziert wird, sind für Überwachungsmaßnahmen und Technologie veranlagte Milliardenbeträge nicht einmal der Diskussion in Parlamenten würdig.

Zu dieser, demokratisch gesinnt verbal anschwellenden Aufgeschlossenheit bei fehlender Handlungskompetenz, passt seit der Bundestagswahl 2013 in Deutschland das asymmetrische Bedeutungsgefälle zwischen der GROKO aus CDU/CDSU/SPD auf der Regierungsseite und Linkspartei/DIE GRÜNEN auf der Oppsostionsseite.

Da werden die, ohnehin auf hohem Niveau befindlichen Budgets für Verteidigung in den NATO- Partnerländern voran in den USA seit der Ausrufung des NATO- Ernstfalles im Krieg gegen den Internationalen Terrorimus am 12. September 2001 nach Nine Eleven, scheinbar hauhaltstechnisch gekürzt, gleichzeitig tauchen die ausufernden Kosten für Überwachungs- , Datensammelwutmaßnahmen im In- und Ausland der Geheimdienste nicht mehr in den Verteidigungshaushalten noch anderen Haushaltstitel der NATO- Staaten auf.

Vor wenigen Jahrzehnten wäre ein Politiker für die Veranlassung einer verdachtsunabhängigen, flächendeckenden Überwachung der Bürger erst vor den Kadi "Bin laden", dann ins Gefängnis gewandert.

Verfassungsbruch war da noch eine strafbewehrt amtswidrige Handlung und galt auf Jahre hin als nicht zu tilgender Makel, siehe SPIEGEL- / FJS- Affäre "bedingt abwehrbereit" 1962.

Ob Verfassungsbruch heute noch eine Straftat ist, bleibt, angesicht des unerklärten aber durchgesetzten Kriegsrechts unter dem die NATO- Staaten seit Nine Eleven in uneingeschränkter Solidarität mit dem Patriot Act der USA stehen, eine unbeantwortete Frage, denn die Regierungen gehen, ungerührt, als gebe es im "Totalen Kommunikations- Krieg" gegen den Internationalen Terrorismus Inseln reinen Friedens, auf Tauchstation, voran Bundeskanzlerin Angela Merkel.

"Warum reden, wenn Schweigen das günstigere Ergebnis erbringt?"

Ist das heute anders, bringt da Politikern, politischen Spitzenbeamten bei den weisungsgebundenen Diensten, voran BND, Bundesverfassungsschutz, MAD, Landesverfassungsschutzämter, BKA, Staatsanwaltschaften, Generalbundesanwaltschaft, der "Verfassungsbruch", mit oder ohne Ansage, eher eine Beförderung als eine Gefängnisstrafe ein?, fragen immerhin wache Geister hierzulande und erweisen sich doch gleichzeitig selber als "Schlafwandler 2014", weil sie die Wirklichkeit nicht wahrhaben wollen.

Es geht nicht um Kriegsgründe, Kriegsvorbereitungen wie bei den "Schlafwandler 1914", gleichnamiger Titel des Weltbestsellers von Christopher Clark, sondern wir befinden uns seit Nine Eleven 2001 in einem "Totalen Krieg" gegen den Internationalen Terrorismus mit ständig wechselnd ausgeweiteten, zurückgenommenen, wieder auflebenden Kampfzonen, siehe im Iraque.

Sozusagen als Vollziehende Ermächtigung im nacheilenden Gehorsam, kommt nun das sogenannte Freihandelsabkommen TTIP zwischen den transtatlantischen Währungs- und Wirtschaftsblöcken EU und USA als tragende Säule einer Kommandowirtschaft gegen den Rest der Welt handelnder Länder, an den Potenzen der WTO vorbei, unterwegs, um auf vielen gesellschaftlichen, industriellen Gebieten, Forschung, Wissenschaften, Kultur, voran im militärisch- medizinisch- pharmazeutisch- industriellen Sektor unterschiedliche Standards kriegstauglich gleichzuschalten.

TTIP, Handel in Zeiten des Krieges

TTIP ist kein "Nomen est Omen" des Willens, den Krieg gegen den Internationalen Terrorismus beenden zu wollen, sondern diesen in den Chefetagen der Wirtschaft in den USA, der EU unbefristet zu etablieren.

Wer da gegen das Freihandelsabkommen TTIP, bäuchlings, jammert und pichelt, sei daran erinnert, nur wer gegen den Krieg gegen "Unbekannt" gegen den sogenannt Internationalen Terrorimus nach Nine Eleven 2001 um desssen Beendigung Willen hämmert und sichelt, erfährt, worum es beim Freihandelsabkommen TTIP wirklich geht, um Freihandel von Rüstungsgütern, Rohstoffen, Gas, Öl, Gütern des Grundbedarfs, ungestörter Nachrichten über Fronten, Gegensätze hinweg, mitten in Kriegsgebieten, mit unkalkulierbar wechselnd erweiterten Kampfzonen, bei gleichzeitig kriegstauglicher Gleichschaltung von unterschiedlichen Standards.

Das Szenario, das auf das TTIP Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, wie die "rettende" Faust aufs blaue Auge des Betrachters zu passen scheint, ist keines, das wir uns wünschen sollten.

Nämlich ein Szenario, in dem von Moskau über Kiew, Warschau, die Krim, Tiflis, Tallin, Riga, Kaliningrad, Berlin, Budapest, Bukarest, Sofia, Belgrad, Split, Zagrep, Athen, Tirana, Helsinki, Wien, Rom, Vatikanstadt, Heiliger Stuhl, Paris, London, Belfast, Dublin, Kopenhagen, Brüssel, Oslo, Stockholm, Madrid, Lissabon, Bern bis Amsterdam, vom Bundesstaat Washington Kalifornien, Texas, Virginia, Mississippi, Ohio, Utah, Delaware, New York, Hawai, Europa in seine mittelalterlich geprägten Stämme, Clans, Amigo- Seilschaften, Orden, Opus Dei, Pius Brüderschaften, die USA in ihre Indianergebiete, angeführt von Warlords, wie in Afghansitan, dem Iraque, Syrien, Libyen, Kongo, Somalia, Sudan, zerfallen würde und die globale Wirtschaft Lobgesänge auf das TTIP anstimmt, weil sich selbst Warlords an dieses Abkommen über Private Schiedsgerichte als gebunden befleißigen, um ihre Drogen- , Waffengeschäfte, ihre kooperierende Teilnahme an der weltweiten Korruption der Politik von Regierungen, Oppositionen, R egierungen im Wartestand, finanzieren zu können.

Sollten wir bei Gefahr und höchster Not das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA nicht bekämpfen, sondern als das TTIP anerkennen, was es ist, ein Rettungsanker für unsere Unternehmen, in denen US- , EU- Finanzkapital über die Maßen investiert ist?,

"Unsere Investititionen in EU- , US- Unternehmen müssen leben und wenn die EU, die USA sterben muss",

den uns in der EU die US- Administration unter US- Präsident Barack Obama, die EU- Administration unter der EU- Kommission aus reiner Güte in spekulativer Annahme zuwerfen wollen, bevor die EU hier, die USA da, im Wege ihres vorsätzlich vorangetriebenen Zerfalls in Stammes- , Clan- , Amigo- Seilschaften- , Ordens- , Indianergebiete, wie einst die MS- Poseidon durch eine Megawelle im Atlantik, untergehen?

Vorläufiges Fazit:

Nicht das TTIP an sich ist gefährlich, sondern das Szenario, das diesem in, vorauseilend hier, nacheilend da, hochspekulativ kriegsgemäßer "Living Agreemant" Annahme zugrunde liegt, ist brandgefährlich und weist, vom Hindukusch im Kaukasus, von Syrien, Libyen, Tunesien, über die Peripherie Europas bis ins Zentrum Europas, bis nach Brüssel, vom Drogenkrieg in Mexico über kalifornien, Texas bis nach Washington D.C. in Richtung Forstsetzung des bestehenden Kriegszustandes der USA, dr EU gegen den rest der welt, sprich gegen "Unbekannt".

Und das ausgerechnet nachdem der Erste Weltkrieg 1914 genau Hundert Jahre zurückliegt.

Deutschland hat mit Staaten, die unter der Gefahrenlage von "Failed States" Kategorien, wie Pakistan, angesiedelt sind, seit Jahrzehnten sogenannte Freihandelsabkommen, deren Streitigkeiten durch "Fliegende Notare" im Rahmen Privater Schiedsgerichte, ohne Widerspruchskammerrecht, geregelt werden.

Möglicherweise ist der CDU- Schleswig- Holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel 1987 als "Fliegender Notar" eines solchen Privaten Schiedgerichtes in einem Genfer Hotel durch die "unsichtbare" Hand einer Streitpartei um Waffen- , Drogen- , Nachrichtenhandel von Geheimdiensten in Staaten und Unternehmen mutmaßlich aus Israel, Südafrika, Iran, irak, USA, Westdeutschland, DDR, UdSSR, NATO? oder, oder alle zusammen zu Tode gekommen?

Wie hat es Ulrike Herrmann im Presseclub am Sonntag, 29.6.2014, pointiert auf den Punkt gebracht. Die EU und USA brauchen kein Freihandelsabkommen, es gibt zwischen der EU und den USA täglich einen ungebremsten Freihandel in Höhe von gegenwärtig 1.65 Milliarden €.

Worum es bei TTIP geht ist nicht das, was ist, sondern, das, was sein wird.

Beim TTIP geht es um ein:

"Living Agreement"

Nicht das, was ist, zählt. Was zählt, ist das, was an spekulativen Unwägbarkeiten kommen wird, um es in seinem ganz bestimmten Sinne adhoc "Aus der TTIP- Paragrafen Hüfte" durch Private Schiedsgerichte mit Gerichtsorten, außerhalb der Kampfzonen, in Steueroasen, begleitet, zu gestalten.

Heribert Prantl erinnerte als weiterer Gast bei Gelegenheit dieses Presseclubs an seinen vielseitig bekannten SZ- Artikel "Staatsstreich in Zeitlupte" zum Thema "TTIP".

Was weder Ulrike Hermann, der Presseclub Moderator Volker Herres noch Heribert Prantl u. a. Gäste auf ihrem Bildschirm zu haben scheinen, ist, dass mit dem Freihandelsabkommen TTIP ein weiteres starkes Signal Richtung Privater Schiedsgerichte, die nur private Unternehmen, aber nicht Staaten als Kläger zulassen, neben der national intakten Gerichtsbarkeit, die Bedeutung Internationaler Gerichtsbarkeit, die bei der WTO, UNO, Weltbank, IWF angesiedelt sind, marginalisiert.

Gegenwärtig geht es im Bunde mit den sonderbaren Bestrebungen des Freihandelsabkommen TTIP auf dem Parkett der Internationalen Politik, Diplomatie ruppig zu, wie zu Zeiten Galilei Galileos im 17. Jahrhundert, als sei die Welt keine Kugel, sondern "ex cathedra verkündet" wider besseres Wissen eine Scheibe, auf der es gilt, ums eigene Verrecken, Mitbewerber von der Scheibe weg in den Freien Fall zu stürzen.

http://www.presseclub.de/
unser Thema am 29. Juni 2014 im ARD-Presseclub:

Aufschwung oder Albtraum - wie gefährlich ist das Freihandelsabkommen mit den USA?

Kommentar:
29.06.2014 01:17 UhrJoachim Petrick
TTIP ist kein Freihandelsabkomen, sondern, entgegen den Freihandels- Geist der WTO, ein Abkommen zwischen den Währungsblöcken US- Dollar, Sterling Pfund und Euro zu Lasten des Freihandels mit dem Rest der Welt.

Davon abgesehen, entfaltet das TTIP Abkommen nach innen in die Partnerländer die Wirkung eines anhaltenden Reformstaus, weil sich die Partnerländer keine Reformen mehr leisten werden, wollen, können, da im Fall der Wirkung von Reformen Entschädigungsklagen vor Privaten Schiedsgerichten, ohne Widerspruchsrecht, durch Unternehmen drohen, weil es zu Umsatz- und Ertragseinbrüchen kommt.

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Zweiter Teil "Im Zeichen des Krieges"

Fracking im Zeichen des Krieges nach Nine Eleven

Seien wir ehrlich! Sofern wir das nötige Kleingeld parat hatten, ist es in den letzten 50 Jahren in unserem Wohnzimmer selten kalt geworden, ist doch so, oder?

Selbst wenn wir auf fossile Energieträger wie Braunkohle, Kohle, seit den sechziger jahren vorzugsweise in Osteuropa, Erdöl oder Erdgas vorwiegend in Westeuropa angewiesen waren. Ist die Energieversorgung mit Erdöl, Erdgas nun plötzlich gefährdet?

Versiegen die russischen Gasfelder?, wenn ja, müssen wir uns vor der winterlichen Kälte 2014/2015 fürchten?

Bis dato 1.Juli 2014 gibt es zumindest keine belastbaren Hinweise, die auf ein solches Szenario befürchten lassen. Die Gaspipeline Northstream gilt als randvoll mit Gas gepumpt und soll um eine zweite Röhre erweitert werden. Southstream, die Pipeline die im Süden Europas enden soll befindet sich in Bau.

Der Betreiber des Projekts garantiert auch für diese Pipeline einen adäquaten Befüllungsstand. Immerhin ist der Southstream Eigner dabei nicht auf Verträge mit fremden Ländern angewiesen, sondern er beschickt die Pipeline mit seinem eigenen Rohstoff.

Wozu dann Fracking in Europa?

Dass die derzeit angewandte Technologie zum Aufbrechen von Schiefergestein in großer Tiefe und der damit erreichten Freisetzung von im Schiefergestein gebundenen Gases eine erhebliche Gefahr für die Umwelt darstellt ist unstrittig.

Unstrittig deshalb, weil keine graue Theorie bemüht werden muss, sondern die Auswirkungen in den USA bereits “livehaftig” besichtigt werden können, brennende Wasserhähne inklusive.

Das weiß auch der Chef von Exxon-Mobil, Rex Tillerson. Wie das Handeslblatt berichtet, geht er gerichtlich gegen Fracking in der Nähe seines Anwesens vor. Der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Rick Armey aus der Nachbarschaft hat sich seinem Leidensgenossen sogleich angeschlossen

In Großbritannien soll nun das Gesetz zur "Besitzstörung" geändert werden, das es Grundbesitzern bislang garantiert, gegen Fracking unter ihrem eigenen Grundstück erst vors Rathaus zu ziehehn, dann angesichts eines drohenden Schadensfalles vor Gericht zu gehen. In Zukunft soll der Grundbesitzer nichts mehr gegen Fracking direkt unter seinem Grundstück unternehmen können.

Die größte Boulevard-Zeitung Großbritanniens “The Sun” von Rupert Murdoch hat eine eigene Sonderausgabe herausgegeben, um Fracking aufwendig zu bewerben. Der Britische Premier David Cameron, seines Zeichens oberster Volksvertreter, hat sich vor geraumer Zeit auf die Seite der Befürworter von Fracking gestellt. Auch Deutschland erlaubt mittlerweile Frackingexperimente!

Bürgerinitiativen laufen Sturm gegen diese Pläne. Selbst eine große Mehrheit der Wähler der konservativen Partei die "Torries" sind gegen Fracking in Großbritannien. Menschen sehen sich in Gefahr, ihren hart erarbeiteten oder ererbten Besitz, ihre Lebensqualität und ihre Gesundheit zu verlieren.

Während in den USA den Grundbesitzern für das Fracking unter ihrem Grund und Boden zumindest hohe Lizenzgebühren bezahlt werden, soll im United Kingdom (UK) der Betreiber von Fracking- Anlagen lediglich an die Gemeinde einen geringen Obolus entrichten.

Doch Fracking ist auf jeden Fall der Fälle nachwievor ein gutes Geschäft für Investoren und bringt den Betreibern Milliardengewinne, denkt Otto Normalverbraucher, spricht Lieschen Müller freimütig aus, oder etwa nicht?

Die Realität zeichnet, wider aller hartnäckigen Gegen- Propaganda, ein völlig anderes Bild. Der Schiefergasboom in den USA entwickelt sich zum wirtschaftlichen Desaster. Der Tagesspiegel hat von stark rückläufigen Investitionen in den USA berichtet und die Wirtschaftswoche weist darauf hin, dass die Lagerstätten in unverantortlicher Weise von interessierter Seite massiv überschätzt wurden. Viele Projekte sind stark defizitär und bringen bei weitem nicht den erhofften Ertrag.

Zu allem Überdruss ist auf Grund des durch Fracking entstehenden Überangebots auch noch der Marktpreis für Gas um 65% eingebrochen. Auf www.shalebubble.org können Sie den Rest der verdrießlich harten Fakten nachprüfen. Milliardengeschäft? Vowegen! Fehlanzeige!

Warum dann der unverdrossene Versuch, diesen aufgeblasenen Irsinn selbst im dichtbesiedelten Europa gegen den erklärt mehrheitlichen Willen der Wähler durchzusetzen?

Fracking, ein "Hebelprodukt" zur Kommandierung unserer Zivilgesellschaft hin zur Kriegswirtschaft?

Die nachfolgende Definition lässt sich in erschreckend einfacher und klarer Weise auf die politischen und ökonomischen Entscheidungen der Gegenwart seit dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 auf den so genannt erweiterten “Westen” anwenden:

Unter Kriegswirtschaft oder Kriegsökonomie wird eine auf die Notwendigkeiten des Krieges ausgerichtete Wirtschaftsordnung einer Konfliktpartei verstanden, mit deren Hilfe diese versucht, die eigene Volkswirtschaft und die Wirtschaft der von ihr besetzten Gebiete so einzurichten oder umzugestalten, dass sie den Anforderungen der Kriegslage möglichst gut gerecht wird. (www.wikipedia.org)

Befindet sich ein Land also im erklärten, unerklärten Kriegszustand, wie die NATO- Länder nach Nine Eleven 2001, oder bereitet sich ein Land, ein Bündnis auf einen Kriegszustand vor, dann werden alle ökonomischen und politischen Entscheidungen auf die

“Anforderungen der Kriegslagebeurteilung”

ausgerichtet. Der Wille der Bürger spielt dann, wenn überhaupt, nur, kriegspsychologisch margianlsiert, ein nachrangige Rolle.

Um den Willen der zivilen Bevölkerung unterdrücken und manipulieren zu können, bedarf es einer umfassenden Propagandamaschinerie und einer dichten und strengen Zensur.

Im wilhelminisch Deutschen Kaiserreich 1914, im Dritten Reich wurde dies ab 1933 unabdinglich mit Nachdruck vor- und durchexerziert.

Da sich die Kontrolle und Manipulation des Volkswillen in Zeiten des Internets nicht mehr alleine über eine Kontrolle der Massenmedien erreichen lässt, muss eine umfassende Überwachung der gesamten Population implementiert werden.

“Nicht genehme Elemente/Individuen”

werden massenhaft als "Gefährder" identifiziert, isoliert und, soweit möglich, unauffällig zum Schweigen "vergattert".

Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen, die dazu taugen, gelten als verdächtig, dieses Überwachungssystem mit Vorsatz zu unterlaufen und werden als Unternehmen liquidiert. Der Email Dienst, den Edward Snowden benutzt hat, ist nur ein plakatives Beispiel. Unlängst hat es das Open Source Projekt zur effektiven Verschlüsselung von Datenträgern “Truecrypte” erwischt.

Um dem Feind effektiv Schaden zufügen zu können, gilt es, Abhängigkeiten brachal zu verringern, bis dahin gut funktionierende Kultur- und Wirtschaftsbeziehungen werden entkoppelt und aufgelöst.

Im Fall der EU, Deutschlands, wären das z. B. die Beziehungen zu Russland, den USA, wie umgekehrt die Beziehungen der USA, Russlands zur EU, zu Deutschland.

Ökonomische Sinnhaftigkeit fällt im Falle des Kriegszustandes als systemrelevantes Kriterium aus. Wenn durch Fracking die Abhängigkeit von Gasexporten des "Feindes" verringert werden kann, ist dies in einer Kriegswirtschaft eine, wenn auch kostenaufwendig “sinnvolle” strategische Entscheidung. Völlig egal was die Zivilgesellschaft davon hält und davon an Nachteilen. Lasten hat.

Muss Fracking auch profitabel sein? Nein!

Denn massenweise Panzer herzustellen, die anschließend explodieren und verbrennen oder im besten Fall aller miserablen Fälle als radioaktiv strahlender Schrott zurückkehren, ist auch kein volkswirtschaftlich sinnvolles Unternehmen. Aber es ermöglicht, dem identifizierten Feind, um der Lasten, des Verreckens der eigenen Bevölkerung Willen, zu schaden!

Die restlichen Wirtschaftsbeziehungen werden erst peu a peu schleichend durch Sanktionen zerstört. Der Gegner damit zumindest befristet geschwächt und die Aussicht auf einen Fortgang des Krieges gegen die eigene Bevölkerung erhöht, wenn nicht mit der Folge der Absenkung des Lohnniveaus, der sozialen Standards gesichert.

Ein Einfrieren, gar Abbau der Wirtschaftsbeziehungen mit Russland ist für Europa schädlich? Mit Sicherheit! Ja!, aber in einer Kriegssituation spielt das keine entscheidende Rolle.

Worum wird seit 2001 nach Nine Eleven gekämpft?

In jedem Krieg werden, laut gängiger Vorstellungen, nach innen und außen Interessen exekutiert. Das Interesse der USA, und damit seiner Verbündeten in Europa und im Nahen Osten, besteht darin, die eigene weltweite Vormachtstellung beim Zugriff auf das Vermögen, die Ressourcen der Völker aufrechtzuerhalten. Diese Vormachtstellung wurde mit Hilfe der Weltreservewährung des US- Dollars seit dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918, das Bretton Wood Abkommen 1944, angestrebt und erreicht.

Hunderte weltweite Militärbasen, unzählige Soldaten, Schiffe und Flugzeuge lassen sich nur dauerhaft finanzieren, wenn man sich das Geld dafür einfach drucken kann. Gerät diese unerschöpfliche Finanzquelle in Gefahr, ist es schnell vorbei mit der militärischen Herrlichkeit und der Full-Spectrum Dominance eines Hegemons.

Fragen Sie doch einfach, reif für die Insel, nebenan die Briten, das Empire kann ein Lied von Untergängen ohne Ende singen. Alle anderen ehemaligen Großmächte können mit ihrer Grabesstille in diese Gesänge einstimmen.

Der Status einer Weltreservewährung kann nur aufrechterhalten bleiben, wenn die Währung durch allgemein definiert Wertvolles, allgemein begehrtes Gut gedeckt ist, z. B Vertrauen in eine bestimmte Wirtschaftspolitik allgemeiner Wohlstandsbildung.

Denn dadurch ist eine nachhaltig konstante Nachfrage mobilisiert. Andernfalls ist eine Weltreservewährung nur ein wertloses Stück Papier, wie alle anderen Papiergeldwährungen.

Nachdem die Deckung aller Weltwährungen durch Gold endlich 1944 durch das Bretton Wood Abkommen unter Führung des britischen Weltökonomen Maynard Keynes unilateral abgeschafft wurde, haben im wesentlichen fossile Energieträger diese orientierende Rolle übernommen.

Legendär ist da umgangssprachlich, nach dem vormaligen Gold- Dollar, der Begriff "Petro- Dollar".

Das macht für die USA als gefühltem Hegemon keinen wirklich großen Unterschied, auch wenn unter der US- Präsidenten Richard Nixon Ära, infolge der immensen Kosten des Vietnamkrieges, 1973 der US- Dollar als Weltleitwährung mit der Verpflichtung, jede Unze Gold weltweit gegen 35 US- Dollar einzutauschen, aufgehoben wurde.

Die Folge war die Ölpreiskrise 1973, ausgelöst durch die OPEC, der Russland, damals die UdSSR, als erdölexportierende Weltmacht nicht angehörte.

Denn beides kann man nicht künstlich herstellen. Noch nicht. Man muss es haben oder sich nehmen. Der Rest der traurig erschütternden Geschichte ist bekannt.

Um den "Sprudelnden Brunnen" des US- Dollar, den Greenback als Weltleitwährung für sich weiter beanspruchen zu können, über den seit der Jahrtausendwende durch die FED nicht einmal mehr statistisch Rechenschaft über die Menge gedruckten Geldes vorlegt, ist jedes Mittel willkommen.

WIRKLICH JEDES MITTEL!

Die Millionen Toten, Versehrten, Beraubten, Geschändeten, Gefolterten, seit dem Zweiten Weltkrieg 1945, in Korea 1950- 1953, Vietnam, 1962- 1975, Ruanda 1994, Afghanistan 2001- 2014, Iraque 1991, 20113- 2014. Kosovo 1999, legen, mit und ohne UNO- Mandat, davon ein stumm schreiendes Zeugnis ab.

Wer da von einem Dritten Weltkrieg als einem Währungs- und Wirtschaftskieg spricht, trifft den Nagel auf den Kopf, auch wenn sich dieser Krieg mörderisch als monströser Mummenschanz- "Gottseibeiuns" Krieg gegen den Internationalen Terrorismus kostümiert.

. Die BRICS- Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China Südafrika), allen voran Russland und China, haben gemeinsam theoretisch das wirtschaftliche und militärische Potential, Know How, wie die EU, Japan, Südkorea, als Gläubiger des US- Dollar, den ausgepowerten US- Dollar als Weltleitwährung auszurangieren.

Aus diesem Grunde geht es den BRICS- Staaten, neben der EU, durch die Hintertür Ukraine, Japan, Südkorea durch die Hintertür Nord- Korea, mit den USA als "Crusader" jetzt an den monetären Kragen und, wenn nicht bereits seit Nine Eleven 2001 unmerklich peu a peu geschehen, wird auf Kriegswirtschaft umgestellt.

Noch Fragen?, wenn ja, fragen Sie nach bei den Kennedys, Johnsons, Nixons, Bush senior, junior, Clintons, nicht zu unterschätzen eine Nachfrage bei den Schurken Stalin, Hitler, Franco, Mussolini, Videla, Pinochet, Noriega, Hussein, Al Quaida, Gadaffi u. a. Warlords?

JP

01:33 01.07.2014
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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