Verweigert Putin GUS Nachfolge der UdSSR?

Auschwitz Gedenken Auschwitz Gedenken hin oder her, will der russische Präsident Wladimir Putin überhaupt in der historischen Nachfolge der UdSSR stehen? Siehe Brief v. Wladimir Kamniner
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Der russische Präsident Wladimir Putin tut alles, sich vom Erbe der UdSSR zu distanzieren und tut gleichzeitig alles Erdenkliche, dieses Erbe für seine Russentöne auszubeuten.

Wladimir Putin war es, der im Wege der "Annexion" der Krim durch die GUS russische Gelder, entgegen vorherig "Heiligen Schwüren" in Moskau, beim russisch- ukrainischen Abkommen in Budapest 1995 mit den USA, Großbritannien als Garantiemächten für den Bestand der Ukraine als atomwaffenfreies Land, für die Entsorgung des am 26. April 1986 havarierten Block IV des AKW Tschernobyl/Ukraine als gemeinsam sowjetisch lastendes Erbe finanzielle Verantwortung zu tragen, von einem Tag auf den anderen, unbefristet stoppte.

Dadurch wurden die Pläne, den dringend neuen Sarkophag für den havarierten Block IV des 2007 stillgelegten AKWs Tschernobyl endlich bis 2017 fertigzustellen, in unverantwortlicher Weise von Moskau ad absurdum gestellt.

Eigentlich sollten dieser Sarkophag bereits bis 1997, dann 2007, fertigestellt sein.

Gehört der Hinweis auf diesen unsäglichen Zusammenhang nicht auch mit Bedacht zur Deeskalation der gesamten Situation in und um die Ukraine?

- Warum nur verweigerte Josef Stalin aus dunklen Gründen seinen Alliierten im Westen, den USA, England, entgegen Forderungen Winston Churchills auf der Teheran- Konferenz vom 28, November bis 1. Dezember 1943, neben der Italien- Front auf Sizilien, 1943 eine weitere Front im östlichen Mittelmeer über Griechenland auf dem Balkan gegen das NS- Regime zu eröffnen?

Hätte das nicht die industrialisierte NS- Massenmord- , Menschnvernichtungsmaschine des KZ- Komplexes

"Auschwitz- Birkenau"

nahezu ein- einhalb Jahre früher beendet und Millionen Menschen, Zwangsarbeitern, Zivilisten, Soldaten das Leben gerettet?-

Diese Überlegungen mögen dem russischen Bürger und Präsidenten Wladimir Putin fern gelegen haben, dass er 2005 zum 60 Jahrestag Gedenken der Befreiung des

"KZ- Komplexes Auschwitz- Birkenau"

am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee, bei der allein 231 Rotarmisten zu Tode kamen, die Kriegsversehrten nicht gezählt, einer Extra- Einladung durch den polnischen Präsidenten bedurfte, sich auf den Weg dorthin zu machen, hatte doch der russische Präsident Boris Jelzin 1995 zum 50 Jahrestag Gedenken einen solchen Besuch auch nicht erwogen.

Die Frage der bisher ausgebiiebenen Aufarbeitung sowjetischer Geschichte unter Josef Stalin, dem KGB und danach durch die GUS, durch die russische Zivilgesellschaft mögen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bei seinen Überlegungen in Fragen seines zögerlichen Gedenkens in Auschwitz schon sehr viel näher liegen.

Mit dem Gedenken in Auschwitz und andernorts fängt es an und was dann?

Was tun, was antworten, wenn bisher so nie gestellte Fragen in den Sozialen Netzwerken, Medien Russlands auftauchen und unüberhörbar Richtung Kreml schreien?

"Wann werden wir, wann unsere Brüder, Schwestern, Väter, Mütter, Onkel, Tanten, Cousinen, Neffen rehabilitiert, wann entschädigt?

Worin, in welchen strategisch- taktisch innen- und außenpolitischen Erwägungen, mag diese offenkundige Indiifferenz rusischer Präsidenten seit 1991 in der Frage der historischen Nachfolge der Sowjetunion als Gesellschaftsentwurf (1919 Gründung der UdSSR) für die gesamte Menschheit im Wettbewerb mit dem Gesellschaftsentwurf der USA (Gründung der Vereingten Staaten von Nordamerika 1776) liegen?

Wie stehen, neben der russischen Republik, die ehermaligen Autonomen Republiken der UdSSR, die ab 1991 den Schritt in ihre Selbständukeit gingen , heute in der Frage historischer Nachfolge der UdSSR?, wenn ja, auf welchem Gebiet, auf welchem Bereich, auf welchen nicht?

Geht es um eine mentale Überforderung der russischen Seele, angesichts der Weite russischer Landschaften, Topografie, Ressourcen, unbändig ungestüm menchlicher Vielfalt der Möglichkeiten, des Verlangens der russischen Zivilgesellschaft, der Größe historischer Herausforderungen in der Region und in der ganzen Welt?

Dazu ein Email- Briefwechsel zwischen mir und dem deutsch- russischen Autoren und Entertainer Wladimir, Wiktorowitsch Kaminer:

- 27. Januar 2015
Lieber Joachim Petrick,

in ihrer Mehrheit sind die Russen überhaupt nicht exentrisch, sondern nachdenkliche, lebensfreundliche, faule, leicht übergewichtige Menschen.
Weil das Territorium sehr groß ist und die Einwohner nicht wirklich wissen, was der Sinn ihres Zusammenlebens ist und wozu die Nachbarn überhaupt da sind, geraten sie immer wieder in eine Falle als Geisel des Bösen( vielleicht dazu auserwählt?).
Sind aber, wie gesagt zu faul etwas dagegen zu unternehmen und warten ab, bis das Böse sich von allein auflöst. Denn am Ende siegt ja immer das Gute.

gruss
wlk

Folgende Nachricht wurde an russendisko.de geschickt!

Name Joachim Petrick

Betreff "Nachlese" zu Ihrer HH- Barmbeker Kampnagel Veranstaltung 25.1.2014 "Coole Eltern leben länger"
Nachricht Ihre tolle Präsenz in Sprache Gestik, Mimik, Motorik auf der K 6 Kampnagel Bühne und Performance hat mich, meine Schwester und deren Freundin voller gelungener Pointen, illustrer Spitzfindigkeiten mit Kobold Talenten so außer Atem und In Bann gehalten, dass ich meine Frage an Sie aufgeschoben, aber nicht vergessen habe:

Dem Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl wird folgender Satz zugeordnet:

"Michail Gorbatschow ging, angesichts des dramatisch sinkenden Ölpreises, über die Bücher und sah, dass er am Arsch des Propheten war"

Sieht der russische Präsident Wladimir Putin sich jetzt, nachdem er bei drastiisch sinkendem Ölpreis und Rubel ebenfalls über die Bücher geht, auch am Arsch des Propheten oder ist er der Prophet?

Das russische Volk ist ein großes Volk mit einzigartigem Alleinstellungsmerkmal in der jüngeren Menschheitsgeschichte, das im Wege der Oktoberrevolution 1917 zum Ende des Ersten Weltkrieges (1914- 1918) dem nordamerikanischen Volk folgend, keine neue Nation einer Region, sondern einen Gesellschaftsentwurf für die gesamte Menschheit entwarf und bis 1991 zu leben suchte.

ist Russland nun, mit und ohne Putin, dabei, als hasenfüssiges "Bärenkaninchen" vom großen Gesellschaftsentwurf der Menschheit zu einer Nation einer Region unter anderen zu schrumpfen?, wenn ja, entwickeln und kultivieren Russen gleichzeitig kompensatorisch ein, christlich. orthodox religiös gefärbt, erhabenes Gefühl des Auserwähltseins?, wenn ja, für was?, wie wir es in der Geschichte in unseliger Weise auch von anderen Völkern, die Hegemonie in der Welt anstrebten, kennen?

Im Voraus Danke für Ihre Antwort

In Hamburg sagt man Tschüss

Joachim Petrick

Autor im Meinungsmedium der Freitag
IP 2.241.59.112
Datum 2015-01-26 01:03:02 -

Ein Blick in die Geschichte in die Jahr 1931- 37 offenbart ein Szenario, das dem gegenwärtigen Szenario in der Osturkaine die Hand geführt zu haben könnte.

Damals im September 1931, entschied sich die Regierung des Kaiserreichs Japan, angesichts der Weltwirtschaftskrise seit Oktober 1929, den nationalistischen Autarkiebestrebungen im eigenen Land, militaristisch unverfroren schneidig, von seiner Schutztruppe, der Kwantungarmee, in der Mandschurei zur Sicherung japanischer Interessen in China, genötigt, einen bewaffnet sogenannten

"Mukdenzwischenfall"

mit lokalen chinesischen Kräften, angesichts des Stillschweigens des Völkerbundes, noch Einrede der USA wg. Verstosses gegen das Washingtoner Neun- Mächte- Abkommen von 1922

- China, Japan, Großbritannien, Frankreich, USA, Italien, Belgien, Niederlande, Portugal - ,

als "Dauerkrisenherd" eskalieren zu lassen.

Im März 1933 kündigt Japan seine Mitgliedschaft im Völkerbund, in dem die USA ohnehin von Anfang an 1919 nicht vertreten waren, um in der Mandschurei, nachdem deren südlicher Teil in Mandschukuo umbenannt ist, dort eine Japan genehme Marionettengergierung zu installieren.

In der Folge wird 1937 die gesamte Mandschurei von Truppen der japanischen Kwantungarmee besetzt.

Italien wird diesem japanischen Beispiel in Libyen, Abessinien ohne wirksame Reaktion des Völkerbundes folgen. In Spanien herrscht seit 1936 Bürgerkrieg
( s."Wendepunkte", Schlüsselentscheidungen vor und im Zweiten Weltkrieg, S. 124, Jan Kershaw. DVA, 2009)

Steht auf diesem historischen Hintergrund zu befürchten, dass der russische Präsident Wladimir Putin, binnen Jahresfrist 2015/2016 die UNO- Mitgliedschaft Russlands aufkündigt?, wenn ja, weil Russland sich, angesichts wirtschaftlich sich wechselseitig verschärfender Wirkungen von Sanktionen durch die USA, die EU, Kanada, Australien, Japan dorthin getrieben deutet?

JP

https://www.freitag.de/autoren/michael-jaeger/mit-aller-macht
MICHAEL JÄGER AUSGABE 0515 | 29.01.2015 | 10:55 84
Mit aller Macht

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/stoppt-putin-tschernobyl-sarkophag-gelder
JOACHIM PETRICK 11.08.2014 | 14:35 16
Stoppt Putin Tschernobyl- Sarkophag Gelder?
Ukrainekrise Die Situation ist desolat. Der alte Sarkophag aus Beton von 1986 ist rissig und hat sein Verfallsdatum überschritten. Die Gefahr für die Bevölkerung wächst täglich.

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/im-osten-nichts-neues-nur-entschiedener
JOACHIM PETRICK 28.08.2014 | 15:10 46
Im Osten nichts Neues, nur entschiedener?
Ukraine in Gefahr? Alle reden vom Krieg, der Gefahr in der Ost- Ukraine. Niemand redet von der Gefahr für Europa, die im Krieg vom maroden Sarkophag Block 4 des AKW Tschernobyl ausgeht?

16:39 30.01.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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