Vom Raub- zum Glücksritterwesen

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Vom Raub- zum Glücksritterwesen

Vom Raunritter- zum Glücksritterwesen der Lizenz zum Verspielen des Glücks der Anderen

Raubritter haben sich darauf beschränkt verlegt, das Vermögen, Leben, die Ressourcen anderer Personen, Familien, Stämme, Völker ,Regionen zu rauben.

Seitdem in den USA das “Streben nach Glück” (persuit of happiness) sogar seit 1776 in der Verfassung verankert ist, wurde ein neuer Typ von Raubritter, der Glücksritter aus der Taufe gehoben, der wundersam über das Sammeln, Horten, Verfeuern von Wagniskaiptal vom abhanden gekommenen Glück der Anderen lebt, bis auch er übergangslos auf einen Börsen Kurs Takt zu den anderen gehört.

Anders denn Raubritter, rauben Glückritter nicht direkt das Vermögen, Leben, die Ressourcen anderer Personen, Familien, Stämme, Völker, sondern machen sich mit deren Absichten, Plänen auf Glück treuwidrig auf und davon.

Der Rest an Leben, Vermögen, Ressourcen der übriggebliebenen Personen, Familien, Stämme, Völker erledigt sich dann im alltäglichen Kampf um den Platz ander Sonne, an den fehlenden Trögen der öffentlich versteckten Tafeln von selber.

So besteht der Glücksritter stets, anders als der bekennende Raubritter, darauf, sich, neuerdings, nicht nur anderen auf den Einkaufs- Taschen "Haste mal ne Mark?", sondern auch auf den treuhänderisch verwalteten Moneten der Proleten zugreifend liegend, in jedem Falle, wie es eben absehbar kommt, angesichts seiner Verbreitung von ausgefallenem Glück, sicht- und hörbar die Hände nach dem Pontius Pilatus Verfahren, in der Unschuld der Anderen zu waschen.

Das muss auch der Grund gewesen sein, warum Gott Voltaire in Frankreich den Garten Eden auf einen "Candide" sinnend erfand, weil ihn das täglich, ins Auge springende, Glück im Pariser Orbit der Seine Szene entstehender , vagabundierender Universen, die sich stündlich gegenseitig an gefühltem Paradeise Glück überholten, ein Garus Graus war.

JP

18:56 02.12.2010
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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