War aus DDR- Sicht die Welt eine Scheibe?

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Ostwestliche, westöstliche Verwirrung über den demoskopisch medialen Gebrauch des Generationsbegriffes.

War aus DDR- Sicht die Welt eine westlich abdriftende Scheibe mit ökonmisch asymmetrisch gefährdender Schräglage, die nach einem Rettungsschirm in Gestalt und Ausformung eines Mauerbau schrie?

Walter Ulbricht am 10. August 1961 in einer anberaumten Internationalen Pressekonferenz in Ostberlin in einer nicht authorisierten Fassungslosigkeit auf die Frage eines anwesenden Reporters Mr. Maxwell aus Großbritannien:
"Ja!, verstehe ich Sie richtig?
Niemand will eine Mauer bauen?
Ja?
Gut, dann bauen wir eben die Mauer!"

Jana Hensel schreibt, gretelnd und hänselnd, unter:
www.freitag.de/politik/1218-kommentar

Piraten | 03.05.2012 18:15 | Jana Hensel
Unter Feuer aus allen Rohren

"Man fühlt sich als Ostdeutsche in der Bundesrepublik ja immer wieder wie eine Art teilnehmende Beobachterin und würde den eigenen Status Status als embedded beschreiben."

Das nenne ich eine, lausig gestimmt, aufschlussgebende Beschreibung der persönlichen Befindlichkeit von Jana Hensel, die n. m. E. nicht dazu taugt, generalisiert daher zu kommen.

Denn inzwischen scheint das nach über zwanzig Jahren der brückenlos embeded hastigen Auflösung der DDR ein ganz persönlich gestrickt, bunt ausgefächert, gemustertes Leiden zu sein.

Es geht folglich hier mehr um Krankheitseinsicht, denn um politisch embeded generalisierbare Ansichten?

Gebrechen soll man/frau Niemandem vorwerfen. Soviel Toleranz sollte, muss sein.

Aber unter jedem ostwestlichen Diwan Dach ein Ach?

Weil da jeder, der in der DDR aufgewachsen ist, außer er lebte im Tal der Ahnungslosen um Dresden herum, stets über die West Medien die Welt schaute, als wäre die eine Scheibe, an der man/frau sich ungerührt kindlich unverbindlich als teilnehmende Beobachter/in, ihre, seine Nase plattdrücken kann, ohne dass dieselbe unversehens abfällt und im Schwarzen Schnitzler Canale Grande zerschellt?

Ist das nicht selten "dämlich" gretelnd und hänselnd, wie Jana Hensel aus überkommener Tradition am alten Zopf aus DDR Nomenklatur Tagen festhalten will, sich selber gegenseitig und andere an der Haltung zum Westen, mit der selbstauferlegten Scheere im Kopf als Zensor, lobend dekorierend hier, abstrafend in Acht & Bann "vogelfei" jagend da, zu wiegen und zu messen, statt gegenseitig achtsam die eigene und die Meinung Anderer zu kommunizieren, ohne diese, fern wärmend östlicher Stalldüfte, folgenschwer, inklusive Karriere Kader- Knick, der Fraktionierung, samt unerhörten Fracksausens, zu bezichtigen?

Was Jana Hensel in ihrem Artikel unter fehlender Toleranz subsumiert, ist, bei hellem Lichte betrachtet, seit Menschengegedenken unter dem Phänomen unterwegs, dass jene, Väter, Mütter, Onkels, Tanten, die sich an den Drückern der Macht in Familie, Beruf, Politik, Parteien, Unternehmen, Wissenschafts- , Kulturbertrieb, Wirtschaft, Gewerkschaften, Kirchen, Verbänden, Stiftungen, Medien wähnen, bar jeder Neigung der Deligierung von Verantwortung, gar Privilegien, Vrmögen mit Verfallsdatum versehen, an die Nachgeborenen, vermeinen, ihnen sei das ewige Leben gewiss und vor allem ganz persönlich eigen und die Nachgeborenen im günstigst geneigten Fall der Fälle auf die ausbeuterische Schnelle eine weitere perspektivlose "Generation Praktika".

Das Phänomen war schulbuchreif an der Generation der Söhne, Töchter des heissen, kalten Krieges, der bluitgen Revolution, parteilicher Säuberungen, Schauprozessen an eigenen Kadern, der gesellschaftlichen Auf- und Abbrüche, im Osten wie im Westen, hüben & drüben, gleichermaßen in abscheckender Weise als Mangel an Bereitschaft und Fähigkeit, lebenszeitlich angemessenen und stimmig, Deligierungen von Verantwortung in Familien, Gesellschaft, Politik, Wirtschadft, Unternehmen, Parteien,Gewerkschaften, Kirchen, Verbänden, Stiftungen an die Herangewachsenen vorzunehmen, zu besichtigen.

Aus Geheimgesellschaften, aus der Mafia war das bis dato so, systemrelevant ausgeprägt, gemutmaßt worden.
So flächendeckend wie nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg durch die Implementierung der Blocksysteme im Kalten Krieg in Deutschland, Europa, Asien, Amerika, Australien, Afrika war dies vorher so noch nicht registriert worden.

Warum wohl ist es den 68ern, hüben & drüben, erst gelungen, die Fäden ihrer abgewürgten, abgerochenen Biografien in Beruf und Politik wieder aufzugreifen, wenn es diese denn überhaupt, ausgewildert wie sie von ihren Müttern, Vätern, Onkles, Tanten waren, vorhanden, als sie erst um die, gar über 50 Jahre alt im Zeiten- Wendejahr 1989/90 waren?

Die heute Übrigegebleibenen und Nachgeborenen haben jetzt erst die Chance, nach über zwanzig Jahren Ende der Teilung Deutschlands, Europas, der Welt ihr überaus gemeinsames Schicksal in Westberlin,Ostberlin, München, Leipzig,Halle,Gehra,Hamburg,Rostock,Dresden,Hannover,Frankfurts,Prag,Warschau,Paris,London,Wien,Budapest,Moskau,Kiew,Minsk, Montreal, Bombay, Kalkutta, Riga, Stockholm, San Franzisko, New York, Helsinki, Peking, Brasilia, Lima, Tokio, Kairo, Rom, Jerusalem. u. u., allseitig tiefschürfend, archäologisch zu ergründen.

Übrigens:
Die Mutter aller Schlachten um den ostwestlichen Kampfbegriff
"Generation- "
war die Erfindung des Kampfbegriffes "Die 68er Generation"
für die Assistenten- und Studentenbewegung in jenen Jahren von 1962- 1972 durch den Kalten Krieger und politischen Kolumnisten der überregionalen Tageszeitung
"Die Welt"
Matthias Walden, alias Baron von Sass, aus dem Hause Springer.
Solcher Art Kampfbegriffe machen historisch einen schlanken Fuss, weil nichts aus der Geschichte, alles vom Himmel her, über die Storchen Route, so, wie es scheint und ist, auf Erden mitten unter uns gekommen sein muss?

Auf der Barrikade kann sich nicht einmal Claudia Roth halten.
Die ist, wenn sie ist, eher nicht auf der Barrikade sondern auf der Zinne, die anderen wiederum als Palme geläufig ist!

Claudia Roth ist in einem latenten Selbstärger mutmaßlich peinlich, dass sie und Ihresgleichen unter den Grünen nun, Seit an Seit, mit jenen aus der Parteien- , Stiftungslandschaft von den Medien vorgeführt werden, die einst in unverbrüchlicher Nachfolge das Prinzip der Piratierie des Kaperns der gesellschaftlichen Verhältnisse durch eine einzige Generationshorde praktizieren und als Patendlösung kommunizieren wollen?

Das Konrad Adenauer- , Walter Ulbricht Dream Team westöstliche Diwan Gespann hatte doch tatsächlich nach all den Experimenten der Teilung der deutschen Währung (1948 Währungsreform) , Teilung des deutschen Vater- , Mutterlandes, Europas (1949) blockübergreifend, die Großväter Generations- Chuspe, im Bundestagswahlkampf 1957, insgeheim der eine im Drüben, offen der andere im Hüben, mit der Parole der CDU/CSU, landauf, landab, treppauf, treppab hausieren zu gehen
"Keine Experimente"

Ja!,
wer hat, der hat, der braucht keine weiteren Experimente mehr, weil er, sie, es bereits in der experimentellen Versuchsanordnungsreihe einer Wald-, Wiesen-, Stadt- , Land- , Feldforschung eingespannt, lebenslang, im Hüben & Drüben, verdattert vergattert, unterwegs ist, dass ihm, ihr die Augen übergehen, wenn er, sie, es sich diese einmal aus Versehen reibt.

JP

23:49 04.05.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

Kommentare 6