Weitere Grüsse von der griechischen Insel Thassos

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Sonnengebräunt luftige Grüsse von der griechischen Insel Thassos

Die Griechen sind schon ein ganz eigenes Volk.

Das bedeutet. leben die Griechen/innen nicht auf dem Festland, sondern auf einer der zahllos kleinen wie großenInseln Griechenlands, wie auf der Insel Thassos, werden die Griechen/innennoch eigener.

Woran ist das festzumachen?

Da der Rest der Welt seit der Antike alles, aber auch alles, sei es in der Sprache, Wirtschaft, Sport, Kultur, Religion Griechenland gebührenfrei ohne Maut abgekupfert oder gleich geklaut hat, wie die Europa durch Göttervater Zeus, erst über den Jordan, dann über den Rhein, die Elbebis zur Themse, bestehen die heutigen Griechen/innen auf Alleinstellungsmerkmale, wie das Nicken mit dem Kopf als Nein statt Ja, das Schütteln mit dem Kopf als Ja statt Nein.

Triffst Du nun arglos als Reisender auf einen in Griechenland eingewanderten Deutschen, Niederländer u. u., so hast Du ein Problem.

Wenn der, sie nickt oder mit dem Kopf schüttelt

“Ist das nun auf Deutsch, Niederländisch u. u.ein Ja oder auf Griechisch ein Nein, wie umgekehrt ein Nein oder Ja?“

Daran wird deutlich, dass Griechen/innen, Fremdsprachen begabt, voller Sympathien für den Rest der Welt als potentielle Touristen/innen, augenzwinkernd, alles an unterhaltsamen Tricks, Feixereien, Frotzeleien und Haken Schlagerei tun, damit Nicht- Griechen/innen ihnen nicht gleich am ersten Tag des Aufenthalts auf die Schliche kommen.

Anderes Beispiel:

Bei uns in Resteuropa gilt der Spruch:

“Du hast ja wohl einen Schatten“ als Schimpfwort.

Anders bei den Griechen/innen, da gilt das Wort:

„Mensch!, Du hast ja einen Schatten!“ als freundlich hinweisende Mutmaßung:

“Es scheint Dir gut zu gehen!“

Nicht von ungefähr sind die Griechen/innen bei der Schattenproduktion in allen geographischen wie gesellschaftlichen Bereichen, mit und ohne Otto Rehhagel aus Bremen, kurz davor zum ewigenWeltmeister in dieser olympischen Disziplin der Schattenboxerei wie Schattenfuchserei mit einem örtlich weit verbreitet modernen Hang zum fidelen wie angriffslustigen Chatten in alltäglichen Bedarfsangelegenheiten.

Selbst B. , die nun als Berlinerin seit über zehn Jahren auf der Insel Thassos in Skala Prinow mit griechischemMann und zehnjähriger Tochter seit Heirat mit doppelter Staatsangehörigkeit lebt, sit da bei all ihren Optionen desikens und Kopfschüttelns von Fall zu Fall uneinig, ist es nu deutsch oder griechisch von ihr gemeint.

B. ist hoch qualifiziert, ausgebildete Kindergärtnerin bzw. studierte Diplom- Sozialpädagogin, und findet trotz griechischer Staatsangehörigkeit, polyglott aufgestellt, keinen qualifizierten Arbeitsplatz alsKindergärtnerin oder Sozialpädagogin in Griechenland, weil ihre Abschlüsse aus Deutschland in Griechenland weder in der Real- noch in der Schattenwirtschaft anerkannt werden.

Selbst die Tatsache, dass B. vor über zehn Jahren extra ihr Anerkennungsjahr als Sozialpädagogin in Thessaloniki erfolgreich absolviert hat, hilft ihr da nicht weiter.

B.lässt das nicht wieter verdriessen, ist sie doch eine sprachgewandte wie sprachkundige Vertreterin der68er Nachzüglerinnen Duftnote:

„Ziel- Konflikte, Probleme stimmen mich heiter, endlich geht es weiter!“

Bs. Mann wurde im Jahr mit heraufdämmern der Weltfinanzkrise in der Realwirtschaft arbeitslos.

Arbeitslosenhilfe gibt es in Griechenland nur für vier bisfünf Monate als Pauschalbetrag in Höhe von € 400.-/monatlich, egal wieviel der Leistungsbezieher/in vorher verdient hat.

Kindergeld gibt es in Griechenland, trotz des zusätzlich angesetztenAufwands für private Nachhilfe der Sprösslinge in der „Schattenwirtschaft“, nur in Höhe von € 90.-/anno.

Bs. Mann ist inzwischen längst als Bienenzüchter, Olivenpachtbauer wie gelegentlicher „Tapezierer und Glaser in Selbstständigkeit“, mehr prekär als recht, in den legalisierten Teil der Schattenwirtschaft übergewechselt.

Das Pachtgeld für den Olivenlhain entrichtet Bs. Familie durch einen Anteil an der Oliven Ernte.

Was passiert, wenn die Oliven Ernte ausfällt, was bei Zeus nicht passieren darf, entzieht sich meiner bisherigen Kenntnis

B. trägt als überqualifizierteAngestellte bei einem Autoverleiher auf der Insel Thassos mit dem üblichen ca. 700.- €/Monat/Vollzeit entscheidend für das Familieneinkommen bei.

B., Elternvertreterin in der staatlichen Schule, organisiert in einer Internationalen Frauengruppe auf der Insel Thassos, beklagt gestenreich wie argumentativ überzeugend, das fehlende Kultur- und Sportgelegenheitsangebote im öffentlichen Bereich für Heranwachsende, Erwachsene jeden Alters in Griechenland und sonders auf der Insel Thassos.

Das Angebot für Kinder, Jugendliche beschränkt sich, wenn überhaupt, in den Schulen nr auf Ballspiel- und Bolzplätze.

Als Tourist/in aus der Freien und HansestadtHamburg kann ich da nur, unterstützt von meiner Frau,zaghaft anerkennend, dagegen halten:

“Eurer öffentliches Bus- Verkehrssystem auf der Insel Thassos finden wir aber beispielhaft gelungen!“

Für B. als Angestellte einer Autoverleihfirma auf der Insel Thassos ist das zunächst einmal nicht gerade die beste aller Nachricht!, oder?

tschüss

JP

Weitere Grüsse von der griechischen Insel Thassos folgen!

16:53 12.06.2010
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Geschrieben von

Joachim Petrick

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Joachim Petrick

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