Man kann auch die Marke wechseln

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Die unproduktive Fixierung auf die Haltung der Grünen beim Atomausstieg hält an. So beschäftigt sich Jochen Stay von "ausgestrahlt" nur mit dieser:

www.neues-deutschland.de/artikel/201200.halber-ausstieg.html

Lieber Jochen Stay, alles richtig. Aber es gibt auch ein deja-vu in der Berichterstattung und Kommentierung des Atomausstiegs. Wie insbesondere schon beim Jugoslawienkrieg und im Zusammenhang der Agenda 2010 fehlt bei den meisten KritikerInnen der Grünen der Hinweis, dass es mittlerweile einen konsequenteren und verlässlicheren Bündnispartner gibt. Das galt für die Friedensbewegung, das galt für die Arbeitslosen- und Hartz IV-Bewegung. Dies gilt für die antifaschistische Bewegung. Das gilt hier und jetzt für die Anti-Atom-Bewegung. Mit einer solchen Kommentierung spricht man der Partei DIE LINKE sachwidrig Kompetenzen in anderen als sozialen Fragen ab. Anders als die Grünen ist DIE LINKE eben keine EIn-Punkte-Partei, die nur noch dazu da ist, antifriedlichen, antisozialen und nun eben auch antiökologischen parlamentarischen und politischen Initiativen einen vermeintlich realpolitischen progressiven Look zu verleihen.. Die, wenn auch nur implizite Behandlung der Partei DIE LINKE als unausgereifte monothematische parlamentarische Schmuddelkinder, die die Partei ja schon im Parlament selbst, aber eben auch in fast allen Medien erfährt, setzt sich mit solcher Art Kommentierung fort. Sachdienlich ist das nicht.

zur parlamentarischen Initiative von DIE LINKE und die Haltung der GRÜNEN:

www.linksfraktion.de/publikationen/: 01.07.2011 – Flugblatt LINKE allein für Atomausstieg im Grundgesetz - Grüne machen Atomausstieg mit Rückfahrkarte Die Grünen machen gemeinsam mit CDU, CSU, SDP und FPD einen Atomausstieg mit Rückfahrkarte. Bei der namentlichen Abstimmung über den Gesetzentwurf zur Verankerung des Atomausstiegs im Grundgesetz am 30. Juni 2011 enthielten sich alle anwesenden 67 Grüne-Abgeordneten. Herunterladen 20110701-a5-atomausstieg-grundgesetz

13:09 02.07.2011
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Geschrieben von

Joachim Voigt

geb. 1958, Lehrer, Ökosozialist
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