RE: Irrlehren der Wirtschaftswissenschaften | 15.07.2016 | 17:55

[...] Dass der angbelich souveräne Staat sich bei Privatbanken verschulden muss, ist die lächerlichste Geschichte, die es jemals gab[...] Nö, denn indirekt verschuldet sich der Staat ( als Institution) bei uns allen bzw. wir als Staat verschulden uns bei uns selbst. Denn wir Privaten sind es, die das Geld schöpfen über unsere vertraglichen Leistungsverprechen gekoppelt mit privater Haftung. Das ist erst mal das grundlegendste Prinzip der Freiheit. Der Kapitalismus ist eine private Planwirtschaft, (Kreditnehmer planen bzw. stellen Verschuldungspläne auf) und dieses dezentrale Prinzip ist mir allemal lieber als eine staatliche Planwirtschaft bzw. staatliche Geldschöpfung. Nur die Haftung sollte dann auch tatsächlich privat bleiben und das Bankensystem so reformiert werden, dass keine Systemrelevanz entsteht und die Mehrheit von einer Minderheit erpressbar wird. Der Staat sollte sich eigentlich gar nicht verschulden, und wenn, dann nur von dem Geld, was die Privaten schon geschöpft haben (durch ihre privaten Leistungsverprechen) Und das geschieht heute über die privaten Banken. (Staatsanleihenkauf durch Banken geht nur mit bereits vorhandenem Zentralbankgeld sprich ERST die private Geldschöpfung und dann Verpfändung von Schuldtiteln bei der ZB im Rahmen von Pensionsgeschäften. Und aus diesen Reserven im System werden Staatsanleihen von Banken gekauft. Ausnahme: Banken verkaufen Staatsanleihen an Nichtbanken ( = Bilanzverkürzung) Gruß

RE: Irrlehren der Wirtschaftswissenschaften | 08.07.2016 | 17:11

Kreditopferverein auf dem Holzweg

https://www.freitag.de/autoren/joachim-weiss/kreditopferverein-auf-dem-holzweg/view

RE: Irrlehren der Wirtschaftswissenschaften | 08.07.2016 | 16:58

Schon wieder dieser Unsinn. Die Aistrians werden einfach nicht müde :-)

Dazu hier lesen

https://www.facebook.com/groups/monetative/permalink/1279345602082146/

RE: Geld und Gesetz | 15.10.2015 | 15:25

Abschließend noch dieses:

[...]"re_kapitalisieren" = Unterlegung der Kredite mit genügen Eigenkapital und das geht eben nur durch neue Aktien = Eigentümer und bei diesen Volumina ist der beste und sicherste ... "Eigentümer" eben der S t a a t = WIR ALLE! der aber auch nur per Kredit ... das Geld für die "Bankenrettungen" aufnehmen kann, d.h. selbst bei er Rettung verdienen die Banken kräftig mit = PERVERSES Geldsystem![...]

Auch das ist eine einseitge Betrachtung: Zumal bei der Rettung nicht die notleidenden Banken mitverdienen, das ist Unsinn.

Bei der Rekapitalisierung (was übrigens nicht nur Neu-Aktienemission bedeutet sondern i.d.R. generell eine Umstrukturierung der Gläubiger) geht es nicht nur um die Bankeneigner (erster Puffer für Verluste) oder Banken als Obligationäre von Banken sondern um ALLE Gläubiger der Banken sprich auch die Nichtbanken wie Pensionsfond/Banksparer etc.

Bankenrettung heißt letztlich immer, dass unser aller Geldvermögen gerettet wurde, welches ja aus den Buchungszeilen der Banken stammen.

Zudem erwirbt der Staat auch geldwerte Ansprüche. Diese kann er zu einem späteren Zeitpunkt realisieren, weil der Schuldner (die gerettete Bank) der eigenen Jurisdiktion unterliegt und sich seinen Rückzahlungsverpflichtungen - anders als ein insolventer Staat - nicht entziehen kann.

(Die Frage hierbei ist, ob eine frühe und gezielte/ direkte Bankenrekapitalisiserung besser gewesen wäre als Rettungsschirme für verschuldete Staaten wie Griechenland).

Erwirbt der Staat z.B. neue Aktien an der Bank zu einem fairen Marktpreis, wird er Miteigentümer und hat Anspruch auf Dividenden, sobald die Gewinnschwelle wieder erreicht wird. Erfahrungen in Schweden und der Schweiz haben gezeigt, dass der Steuerzahler bei dem späteren Verkauf der Aktien sogar einen Gewinn erwirtschaften kann.

Dass der Staat nun einen Teil unserer Geldvermögen gerettet hat (Verhinderung von „Guthabenschnitt") sprich die Buchungszeilen der faulen Kredite auf die EZB-Bilanz umgebucht wurden, oder der Staat sich bei privaten Anlegern und Banken neu verschuldet hat,

daraus lässt sich prinzipiell keine Notwendigkeit eines Vollgeldsystems (100% Staatsgeld) ableiten, zumal die systemische Notwendigkeit der Bankenrettung per Rettungsschirme in Frage zu stellen ist. Der Staat hätte Miteigentümer werden können

– Zukünftig sollten auch private Gläubiger beteiligt werden, falls Bankaktien wertlos werden (Bail-in Prinzip).

Prinzipiell ist jedes Geld „aus dem Nichts", Die Frage ist nur, wer schreibt die Buchungszeilen, um das Geld gesamtsystemisch wertstabil zu halten: nur der Staat oder beide, Private und Staat, und welche Schuldner mit welcher Bonität (welchem Pfand) stehen hinter den Forderungen/Schuldtiteln.

Geld ist im Kapitalimus aber keine „Allmende", das ist ein Irrtum.

Hinter Geld stehen primär immer noch konkrete Leistungsverprechen von haftenden Privaten.

Der Staat selbst kann aber keine Leistung verprechen für sein neu gedrukctes Geld, außer Leistung (zukünftige Steuereinnahmen) abzuschöpfen und umzuverteilen.

Der Weg muss also nicht mehr hin zu Zentralismus bei der Geldschöpfung, sondern wieder mehr hin zur privaten Eigenhaftung und weg von der Systemrelevanz von Großbanken.

Nebenbei: Für mich ist die Monetative. e. V u.ä. nichts anderes als ein Spendensammelverein mit „gemeinnützigen" ideologischem Anstrich, woraus sich einige Unproduktive der Gesellschaft, wie z.B. alle Besserwisser-Geldreferenten es u.a. sind, ihren Salär bezahlen lassen.

Aber da mag sich jeder selbst eine Meinung dazu machen. :-)

RE: Geld und Gesetz | 15.10.2015 | 13:13

Zitat Sebatian Kunze:[...]

Das Vorhalten der Mindestreserve rechnet sich für unsere Bank danach wie folgt: Sie muss 1% Mindestreserve bei der Zentralbank hinterlegen; das sind bei 1.000.000 Euro Kreditvolumen exakt 10.000 Euro. Diese 10.000 Euro leiht sie sich wieder bei der Zentralbank und zahlt dafür 0,05% Zinsen. Das sind 5 (in Worten: FÜNF) Euro. Im Jahre 2015 kostet das Vorhalten der Mindestreserve für einen Kredit in Höhe von 1.000.000 Euro die Bank damit genau 5,00 Euro pro Jahr.[...]

Das kann man so nicht rechnen. Wie hoch jeweils die Refinnazierung für eine Kreditsumme x ist, ergibt sich nicht aus den 1%. Die 1% ist der durchschnittliche Sollwert sprich müssen Überschüsse in der Höhe da sein. Negative Überziehungen des MR- Kontos sind nur kurzfristig erlaubt. Die MR kann auch bei Null % liegen, d.h. dann nicht, dass die Refinanzierung Null wäre. Dann müssen Banken achten, dass sie die Null halten.

Es kommt also darauf an, wieviel von der Kreditsumme an eine Fremdbank überwiesen werden, also letztlich das Saldo an Zu- und Abflüssen im Laufe einer Periode bei einer Bank.

Fließen 500.000 ab, muss die Bank sich für 500.000 refinanzieren

Je mehr Zuflüsse an ZBGeld allerdings, desto geringer die Refi-Kosten.

Die Kreditfristen spielen auch noch eine Rolle. Kaum eine Bank kann es sich leisten, langfriste Kreditvergabe z.B. mit kurzfristigem Tagesgeld zu refinanzieren.

Gruß

PS: Auf das überhebliche und indifferenzierte teilweise auch Geschwätz von @Pregetter gehe ich nicht mehr ein.

Schon dieses Zitat ist wieder mal Unsinn: ,,, ad) Liquidität - da dürfte Sie einem Missverständnis unterliegen, denn Banken sind i m m e r liquide - weil sie ja das "Geld aus dem Nichts" (quais unbeshränkt) erzeugen[...]

Wenn dem so wäre, warum dann die Mätzchen mit den Conduits damals?

Ganz im Gegenteil, Banken sind laufend illiquide, und müssen sich von daher laufend bei anderen Banken oder Nichtbanken refinanzieren bzw. verzinste Verbindlichkeiten eingehen.

Um an die wertvolle Liquidität (ZBGeld) zu kommen, mussten Zweckgesellschaften Asset-Backed Securities (ABS) am Kapitalmarkt emittieren, damit sie Hypothekenforderungen aufkaufen konnten.

Wozu also dieser Umstand, wenn Banken „per Buchungszeile" [sic] immer liquide sind?

Auch sonst verzapft Pegetter teilweise viel Unsinn, wie ich im anderen thread ja schon deutlich gemacht habe, auch wenn nicht alles falsch ist. Aber diese Mischung aus Wahrheiten und Halbwahrheiten ist es, die zu Verwirrungen führen soll, um sich „Jünger" anzuheuern und um seine Vollgeld- Ideologie zu verbreiten.

RE: (1)Banken erzeugen das "Geld aus dem Nichts" | 15.10.2015 | 12:30

Dazu

https://www.freitag.de/autoren/joachim-weiss/die-plattituede-mit-dem-geld-aus-dem-nichts

RE: OHNE SCHULDEN GEHT NICHTS IM KAPITALISMUS | 07.10.2015 | 13:26

Sorry, hatte keine Zeit. Werde demnächst auf die Kommentare eingehen.

Gruß

RE: Die Plattitüde mit dem „Geld aus dem Nichts". | 17.09.2015 | 11:38

Sie hatten ja nach „Verbesserungen" gefragt, und ich hatte ausgeführt, was notwendig wäre und hatte zudem geschrieben, dass es politisch schwierig wird. Von daher sind diese alternativen Geldangebote (Vollgeld,infomoney etc.) alles Regentanz u. Knochenwerfen.

Natürlich weiss ich auch, dass eine negative Rückkopplung via Steuern im heutigen (internationalen) politischen Umfeld keine Chance hätte.

[...]also ich hab ihren Knochen nicht gesehen.[...]

Eben. Das war auch nicht der Sinn des Artikels. Ich fange erst gar nicht an damit und bleibe pragmatischer Kulturpessimist wie alle Debitisten :-)

[...]Das prima zweistufige Bankensystem kann den Kollaps nicht aufhalten , wie es scheint.[...]

Das ist richtig, aber hinauszögern. Am Ende erhalten wir per finaler Deflation (Gunnar Heinsohns Hyperdeflation) eine Zerstörung sämtlichen Eigentums.

Das System ist an sich gut. Nur wenn Kreditblasen ( Leveraging) entstehen, wird es gefährlich. Die jetzige Staatsschuldenkrise ist genauso eine Kreditkrise, wie die US-Immobilienkrise. In beiden Fällen wird einem Markt (Anleihen/Immobilienkredite) zu viel billiges Geld gegeben, welches nicht zurückbezahlt werden kann.

Bis dahin „repariert" jeder Crash den Kapitalismus und macht ihn wieder flott. Da sind auch Paul C. Martin und Karl Marx ganz eins.

Vor allem die (fast) krisenfreien 25 Jahre zwischen 1950 und 1975 trugen aber zu dem Glauben bei, dass ein Kapitalismus ohne Krisen möglich ist. Doch davon müssen wir uns verabschieden.

Das Leben war von Anbeginn der Menschheit schon immer mit Krisen behaftet, ob nun Subsistenzwirtschaft seit dem Neolitikum (Ernteausfälle, Unterwerfungen), Kommunismus oder Kapitalismus.

Eine krisenfreie „paradiesische" Wirtschaftsform für alle Menschen auf der Welt gibt es nun mal nicht, und ob es die irgendwann mal geben wird, jenseits der Kapitalismus, also alle Menschen werden kooperieren, da habe ich keine Glaskugel.

Warum also die undifferenzierten Mätzchen mit dem Geld aus dem Nichts (Fraktionale private/endogene Geldschöpfung oder der böse Zinseszins sind angeblich die Wuzel allen Übels) und dass wir alle nun exogenes Vollgeld brauchen, wie Pregetter propagiert oder infomoney á la Hörmann (Bezugsscheinsystem). Das ist imho alles Regentanz, um bekannt zu werden und Bücher zu verkaufen :-)

Ich wollte hier im Artikel das Thema „Geld aus dem Nichts" lediglich etwas mehr differenzieren.

Aber weder der Zins noch der Zinseszins führen zu Marktversagen, wohl aber zu Kapitalakkumulation. Das ist aber schon lange bekannt. Es ist eine Gerechtigkeitsfrage, wem die Zinseinkünfte zufallen, keine Effizienzfrage.


Wenn die Urheber dieser falschen Theorien gerne möchten, dass Zinsen „gerechter" verteilt werden, dann sollten sie das politisch durchsetzen, nicht solchen „Ideen" in die Welt setzen.
Lasst uns doch bitte mit solchem Unsinn in Ruhe.

[...]Wenn, dann erklären sie doch mal den Nutzen des Zins[...]

Welchen ZIns denn? Es gibt nicht DEN ZIns. Zins kann „Eigentumsprämie" sein, Risikoprämie etc.

Hier mal von Dr. Paul C. Martin ( alias dottore) die Entstehung des Zinses

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=35243

Eigentum ist der Dreh- und Angelpunkt von „Marktwirtschaft". Entscheidet jemand anderes als der Eigentümer über die Verwendung des Bodens, Gebäude, Anlagen, Finanzmittel - ist es keine Marktwirtschaft mehr. Überall wo Markt und Anonymität ist, wird auch gezinst. Solidargemenschaften hingegen zinsen nicht.

Beim Debitismus z.B. geht es um Macht, Machterhaltung und deren Finanzierung. Den Markt gäbe es ohne Zwang, Vollstreckung und Zins ebenfalls nicht, es sei denn, der Zwang wäre zufälligerweise nichtstaatlicher Natur, wie die indianischen Pferdemärkte des amerikanischen Mittelwestens im frühen 19. Jhr.

Die einen brachten die Pferde und die Indianer etwas weiter im Osten und Norden die Feuerwaffen. Aber auch hier hatte macht, wer Pferde besaß und wer Feuerwaffen besaß, mehr Macht. Noch mehr Macht hatte, wer beides besaß. Diejenigen, die diese Dinge später bekamen, hatten das Nachsehen: Verdrängung der Apacheria aus Texas in abseitige Wüstengebiete und Übernahme der südlichen Ebenen durch die Comancheria.

Märkte sind ursprünglich ein sekundärer Effekt von Macht und Vollstreckbarkeit. Hingegen macht die Macht den Markt und Macht hat, wer Waffen hat und er kann die Preise diktieren, die praktisch Zins und Abgaben werden, siehe die Dollarhegemonie.

Bei dieser Gelegenheit sollte noch einmal darauf hingewiesen werden, dass Besitz letztlich das Nutzen (dürfen) bedeutet - ob gegen Entgelt oder unentgeltlich, das Eigentum dagegen das Verfügen über den Bestand (Veräußern, Verpfänden, andere Nutzen lassen). Sobald jemand etwas nutzt und weiß, dass es nicht sein ist, er es also zurück geben muss, er nicht wie darüber verfügen kann, in dem er es veräußert usw., sind Eigentum und Besitz gegeben, gleich wie weit die gesellschaftliche Organisation fortgeschritten ist.

Kurz gesagt: Zu viele Menschen, ---> ergo Druck, Kampf um die jeweils relativ (nicht absolut!) knappen Ressourcen -->ergo Oben/Unten ---> ergo Krieg.

Das ging schon vor 5000 Jahren unaufhaltsam los, in den fruchtbaren Gebieten beginnend (Industal, Mesopotamien, Nil - sowohl aktiv als auch passiv). Dies unseren Kulturkreis betreffend.

Im präkolumbianischen Amerika war es durchaus anders (außer nach Eroberungen, Olmeken, Zapoteken, Mizteken, Azteken, danach aber Ruhe der feudalen Abgabenwirtschaft), da dort vor allem kein (!) Gold- und anderer Metallwaffeneinsatz

Die Urschuld (das Überleben) ist dabei völlig unschuldig. Die hatten Nomaden (Indianer) auch und wurden bestens damit fertig. Probleme entstanden erst, sobald Urschulddeckung via Kontrakte ("Arbeitsteilung") auf andere - außer Familien - abgewälzt worden sind.. .

[...]oder warum sich der Wohlstand so ungleich verteilt,[...]

Hat mit EIgentumsverteilung zu tun und (relative!) Knappheit

[...]warum der Kapitalismus ein Krisenmodell ist, warum es im Kapitalismus keine Demokratie geben kann, was eigentlich die bestehenden Eigentumsverhälnisse immer weiter betoniert, warum der Kapitalismus , um zu existieren immer mehr Menschen ins Elend stürzen muss, warum er seine ideologischen Versprechen nicht halten kann .... das wären Knochen...[...]

Um das zu beenden, bräuchte es zweierlei:

Setzt allerdings zweierlei voraus:

1. Minimierung der Weltbevölkerung und zwar extrem, so dass jeder wieder Eigenwirtschaft treiben kann. Auch Nomaden müsssten wieder Lebens"raum" bekommen. Tauschvorgänge unter Eigenhofbewirtschaftern bestenfalls in Form von Nachbarschaftshilfe. Zinsfrei.

2. Wegfall jeglicher „Herrschaft", also von Tributsystemen (die sind der Zinsgrund schlechthin!).

In herrschaftsfreien Gesellschaften wurde nicht gezinst auch nicht zwischen verschiedenen Stämmen.

[...] Sie erzählen uns langatmig , dass es regnet, weil es regnet. Wer braucht das? [...]

Wenn das fraktionale System Regen bedeutet, müssten Sie begründen, warum ein anderes ( nicht fraktionales Geld) Sonne wäre. :-) Ich habe nun hoffentlich Ihre Fragen ansatzweise beantworten können

[...]Instabile Regionen , können sehr viel leichter ausgeräumt werden als stabile, weil keine sich selbst schützenden Strukturen mehr bestehen[...]

Nein, umgekehrt... nur in stabilen politischen (Rechts-)Systemen (ob nun Demokratie oder Diktatur) kann man auf lange Sicht (!) das Maximum an Gewinnen herausholen. Man kann Regionen zwar kurzfristig destabilisieren, doch private Investoren gehen dort nicht hin. Es entstehen also kaum Märkte.

Wo hat denn z.B. die USA im Irak oder Afganistan profitiert? In Afganistan hat überwiegend China und Indien profitiert

(Förderung u. Schürfrechte).

Gruß

RE: Die Plattitüde mit dem „Geld aus dem Nichts". | 16.09.2015 | 11:18

Von überwiegend negativen Folgen durch die Geldschöpfung kann man nicht reden. Das allein wäre ansonsten schon eine eigene wissenschaftliche Untersuchung. Da reicht es nicht, ein paar Phänomene aufzuzählen. Dazu müssten sie alle Vorteile u. Nachteile abwägen und dazu noch untersuchen, ob jedes negative Phänomen auf diesem Globus tatsächlich und prinzipiell auf das Teilreservsystem zurückzuführen ist. :-)

Verbesserung in der Regulierung des Bankensystems braucht es in jedem Fall und mehr Machtverschiebung hin zur Zentralbank.

( keine Abschaffung der privaten Geldschöpfung)

Dazu siehe

http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/download/ziffer/z251_z294j11.pdf

Der hohen Konzentration von privatem Eigentum (Sachwerte, Geldvermögen) muss man sicherlich auch entgegenwirken. Das lässt sich aber ebenfalls nur international bewältigen, z. B. Bekämpfung der Steuervermeidung/-umgehung, angemessene Besteuerung von hohen ZInseinkommen anstatt Abgeltungssteuer.

Durch zusätzliche Steuereinahmen lassen sich staatliche Neuverschuldungen vermeiden/vermindern.

Um globale „Verteilungskämpfe" kommen die reichen Staaten auf Dauer sowieso nicht drumherum. Der Reichtum und die Chancen auf mehr Wohlstand müssen also auch global anders verteilt werden. Damit meine ich aber nicht nur Alimenation, sondern faire Marktbedingungen (vgl. Afrika) und gezielte HIlfe in strukturschwache Ländern.

Die Entwicklungshilfe und muss also massiv aufgestockt werden (statt mickrige 0,7 Prozent in Europa). Afrika entgehen durchschnittlich 40 Mrd. Dollar Steuern jedes Jahr durch Steuerumgehung.

http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=9427:steuerflucht-kostet-afrika-12-billionen-dollar&catid=27&Itemid=69

Dazu http://www.neopresse.com/gesellschaft/afrika-parasitaere-eliten-und-ihre-helfershelfer-ewige-ungleichheit-durch-kapital-und-steuerflucht/

Zudem sollten die 20 größten Waffenexporteure dieser Welt

(überwiegend Russland u. USA, Europa China) gemeinsam eine Lösung finden und Waffenexporte in instabile Länder generell einstellen. Doch das wird politisch sehr schwierig, wäre aber ein wichtiger Schritt hin zu globaler Stabilisierung.

Diese ganzen Geld-aus-dem-Nichts- und Zinsdebatten/Geldreformdebatten hingegen langweilen mich (und die meisten) schon seit 10 Jahren und sind nur Ablenkung von den eigentlichen Problemen, und suggerieren den Leuten, dass in der Veränderung der Geldschöpfung der Schlüssel zum Glück liegt.

( = staatliche anstatt private Bilanzverlängerung).

Gruß

RE: Die Plattitüde mit dem „Geld aus dem Nichts". | 15.09.2015 | 12:28

Das isnd alles ganz andere Fragen und hat doch mit dem Beitrag nichts zu tun. Der bezieht sich rein auf den (globalen) Kapitalismus und innerhalb dieses Systems sehe ich keine Alternative als das zweistufige Bankensystem. Ist zwar auch mit Fehlern behaftet aber immer noch das beste was wir haben.