Bomben für

FLÜCHTLINGSPOLITIK Die Bonner kommen, die Albaner bleiben draußen
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Während die Sitzungspremiere von 669 Bundestagsabgeordneten im Reichstag enthusiastisch gefeiert wurde, fand die Aufnahme von ganzen 220 Flüchtlingen aus dem Kosovo ein höchst verhaltenes Echo in der Stadt. Den Vogel schossen dabei die CDU-Vorsitzenden von Mitte, Tiergarten und Wedding ab. Sie gaben gemeinsam zu Protokoll, keiner der Vertriebenen dürfe in diesen Stadtteilen wohnen, da dort sonst die Sozialstruktur »endgültig ins Negative« kippen werde.

So weit wie seine Parteifreunde will Innensenator Werthebach zwar nicht gehen. Aber auch er meint, für weitere Flüchtlinge sei in Berlin kein Platz. Der Regierende Bürgermeister wiederum will keinen Pfennig für den Unterhalt der Kosovaren zahlen. 500 DM steuert die Bundesregierung zu den