Jockel

Ich glaub es hackt!
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RE: Alice Schwarzer und Wibke Bruhns | 28.01.2013 | 16:50

Dazu müssten sie erstmal verstehen, warum sie sensibler werden sollen. Solange sie ihr Verhalten als quasi der männlichen Natur geschuldet betrachten oder sich sogar damit brüsten, verinnerlichen sie gar nichts, glaub' ich.

Genau dass dieser Punkt so wenig beachtet wird, verwundert mich an der Debatte. Ist es nicht gerade eine linke Grundüberzeugung, dass unsere Rollenbilder und Identitäten zu großen Teilen von Gesellschaft und ihren Verhältnissen mitkonstituiert sind? Vor dem Hintergrund dieser Überzeugung liegt Frau Bruhns einfach falsch, wenn sie glaubt, es könne keine Besserung geben, nur weil Männer eben Männer seien. Sie schlägt damit übrigens in eine ähnliche Kerbe wie Ellen Kositza.

Natürlich kann man diese Grundannahme diskutieren und ebenso ob es auch einen Feminismus ohne sie (bzw. mit ihrer expliziten Ablehnung) geben kann. Das wird nur leider nicht getan.

RE: Ein Leben ohne Papiere | 26.03.2012 | 01:22

Guter Text! Leider funktioniert der Link zu der Audioslideshow nicht :/

RE: Können Neurowissenschaftler Gedanken lesen? | 26.04.2011 | 13:18

Es war schlicht so gemeint, dass ich keine Tatsachen postulieren wollte, die keine sind bzw. noch nicht als solche verifiziert wurden. Ein Substanz-Dualismus ist z.B. noch immer möglich.

Wenn Hofstadter versucht Aussagen über Geist und Bewusstsein zu machen, dann betreibt er Philosophie. Es gibt keine nicht-philosophischen Theorien des Geistes, weil es dabei um ein klassisches Problem der Philosophie geht.

Was die Interdisziplinarität angeht sind die Ambitionen, glaube ich, immerhin größer als die Ignoranz. Gerade die Kognitionswissenschaft löst ja die Grenzen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften auf.

RE: Können Neurowissenschaftler Gedanken lesen? | 26.04.2011 | 12:15

Geht es Ihnen dabei um die Details einer physikalische Realisierungen? Die Philosophie des Geistes bietet einige Möglichkeiten an, wobei die prominenten Theorien alle in gewisser Weise davon ausgehen, dass das Verhalten der Neuronen als physikalische Basis dient.

Ich halte persönlich nicht allzuviel von "Gödel, Escher, Bach", auch wenn ich mich noch nicht ausführlich damit beschäftigt habe und meine Meinung eher ein Bauchgefühl ist. Mir scheint Hofstadter keine sinnvolle philosophische Theorie anzubieten.

RE: Von Browsing bis Hasenporno | 26.04.2011 | 02:54

Nicht nur anlässlich dieses Artikels ein Erklärungsversuch zum Thema Neurowissenschaften und Gedankenlesen:

www.freitag.de/community/blogs/jockel/koennen-neurowissenschaftler-gedanken-lesen

RE: Können Neurowissenschaftler Gedanken lesen? | 25.04.2011 | 00:27

Sehr gute Frage. Ich werde das noch einbauen.

RE: Von Browsing bis Hasenporno | 23.04.2011 | 03:16

Es werden keine Gedanken gelesen, sondern Muster statistisch erfasst und mit bestimmten Befehlen korreliert.
Außerdem entdecken die Kognitionswissenschaften gerade den Körper als Teil unserer Erfahrungs- und Denkwelt wieder/neu. Behält man, glaube ich, diese Dinge im Hinterkopf, so findet man den Beitrag ziemlich unangemessen, eigentlich sogar überzogen.
Und mal ehrlich: das hätte auch kürzer geschrieben werden können; jedenfalls ohne ellenlange Wortspielerei.