joergsart

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RE: Sie erzählen das Märchen vom Teilen | 27.12.2016 | 10:16

SHARING Economy – und die Amerikaner haben's erfunden – SORRY, aber der Begriff ist doch BULLSHIT. Ja, die Ressourcen werden geteilt, aber der Besitz dieser Ressourcen wird vom Eigentümer gegen Entgelt für einen definierten Zeitraum einem anderem Besitzer überlassen – das nannte man schon ganz lange "Vermieten", soweit ich weiß.
Die Amis haben jetzt auch erfunden, Tomaten in der Stadt anzubauen – nennt sich URBAN GARDENING oder so – total abgefahren!

RE: Hast du eigentlich geerbt? | 02.04.2015 | 05:58

Ein für alle mal. Das Argument: "Warum soll ein Erbe besteuert werden, es ist doch schon mal besteuertes Geld" ist das mit unglaublichem Abstand schlechteste Argument, das in der Debatte, seit es sie gibt, zu lesen ist:

1. Wer hat das Geld denn versteuert? Derjenige, der es vererbt. Derjenige der erbt ist ein ander Mensch, warum um alles in der Welt sollte dieser neue, andere Mensch ein Recht auf den Erhalt eines steuerfreien Geldbetrages haben, ohne dafür eine Leistung erbracht zu haben?!? Weil er ein Sohn oder eine Tochter ist? Ich bitte Sie... Selbst der kleine Arbeiter, der Rund um die Uhr leistet, um mit den paar Kröten am Monatende seine Familie durchzukriegen, bekommt kein steuerfreies Geld ausbezahlt bzw. sollte er tatsächlich keine Lohnsteuer zahlen, womit er nach Abzug der Kosten für seine Familie in der Regel aber schon unter dem Existenzminimum ist, von dem kläglichen Rest zumindest noch die Verbrauchsteuern bezahlen.

2. Sollte der oben genannte Familienvater bei seinem Gehalt Lohnsteuer abgezogen bekommen und er geht in den Supermarkt und kauft seiner Familie ein Abendessen, dann zahlt er von seinem bereits versteuerten Nettogehalt natürlich Verbrauchssteuern. Und der Supermarkt? Die Einnahmen stammen ja auch aus bereits versteuertem Geld und sind ja schon mal versteuert worden. "Dann sollten auf die Einnahmen ja keine Gewerbe- und Körperschaftssteuern mehr anfallen, oder?" – Ironie Ende. Man, echt, die Doppel- und Mehrfachbesteuerung von unterschiedlichen, juristischen Personen ist doch die absolute Regel in unserem System. Warum das ausgerechnet bei arbeitsfreiem Geld, das man bekommt, anders sein soll, geht mir nicht in Birne... Sohnemann hin oder her.

Wenn das Argument noch einmal irgendwo auftaucht, verlange ich die sofortige Steuerfreiheit sämtlicher Arbeitsleistungen in Deutschland. Unglaublich, dass das immer noch irgendwo zu lesen ist...

RE: Globaler Aufbruch | 22.10.2011 | 05:13

Dem UNDP zufolge stieg jedoch die weltweite Ungleichverteilung der Einkommen stark an: Im Jahr 1960 erzielten die unteren 20 % 2,3 % der Einkommen, während die oberen 20 % 70,2 % der Einkommen erzielten (Gini-Koeffizient ≥ 54 %). Im Jahr 1989 erzielten die unteren 20 % einen Einkommensanteil von 1,4 %, die oberen 20 % hatten einen Anteil von 82,7 % (Gini-Koeffizient ≥ 65 %)[48]. Im Jahr 1997 verdienten die unteren 20 % nur noch 1,2 % der Einkommen während die oberen 20 % einen Anteil von 89 % erreichten (Gini-Koeffizient ≥ 70 %)[49]. In Langzeituntersuchungen wird ein leichter Anstieg der Einkommens-Ungleichverteilung bereits im Jahr 1000 verzeichnet, der aber erst im Industriezeitalter kräftig zunimmt.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Globalisierung#Die_Argumentation_der_Globalisierungskritiker

Der Standard für alle steigt zwar, aber es gibt zahlreiche Quellen als Beleg für die dabei auseinandergehende Pro-Kopf-Einkommen, u.a. das UNDP (United Nations Development Programme). Ich bitte um Quellen, die das Gegenteil aufzeigen, da ich da völlig unideologisch bin.

Man sollte bei der Beurteilung von Gesellschaftentwicklungen ebenfalls berücksichtigen, was steigende Durchschnitts-Pro-Kopf-Einkommen bei gleichzeitig steigenden Preisen aussagen – sehr wenig. Diese Seite der Waage wird nämlich bei allen Statistiken stets weggelassen. Dann möchte ich noch das berühmt Beispiel nennen: Von 10 Personen verdienen neun 10.000 Euro und einer 1 Million, so dass sie im Durchschnitt ein Einkommen von 109.000 Euro pro Kopf zur verdienen.

Als weitere Lektüre empfehle ich die Entwicklung der Privatvermögen in Deutschland seit 1990.