Genitalverstümmelung - wer wird bestraft?

Beschneidung bei Frauen Die weibliche Genitalverstümmelung braucht rechtliche Konsequenzen!
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Uns ist allen bekannt, dass es in der Welt noch immer weibliche Genitalverstümmelungen gibt - allein in Deutschland sind ca. 48000 Frauen und Mädchen davon betroffen und 9300 Mädchen gefährdet (Terre de Femme 2016) - aber es gibt noch immer keine zufriedenstellenden rechtlichen Konsequenzen!

Die weibliche Genitalverstümmelung beschreibt jegliche Form der Verstümmelung der weiblichen Geschlechtsorgane. Dazu gehören: Das beschneiden der Klitoris, das Entfernen der inneren und/oder äußeren Schamlippen und/oder das Zusammennähen der Öffnung.

Bisher ist es sehr schwierig jemanden dafür zur Verantwortung zu ziehen, da der Ablauf, innerhalb der Familie oder mit einem vertrauten Arzt stattfindet und sich schwer erfassen lässt.

Daher ist eine Regulation, wie sie mir ein sehr guter Freund geschildert hat sehr sinnvoll:

Der Vater wird zur Verantwortung gezogen! Er bekommt bis zu 3 Jahren Gefängnis - wegen Mithilfe zur schweren Körperverletzung - und wird auf dieses Prozedere von den Schulärzten, sowie Kinderärzten hingewiesen: "Bei dieser Untersuchung ist Deine Tochter noch gesund! Wenn sie bei der nächsten Untersuchung beschnitten ist, dann gehst Du für 3 Jahre ins Gefängnis!" - so oder so ähnlich. - Egal in welchem "Urlaubsland" die Verstümmelung stattgefunden hat. (Oft kommen die Mädchen nach den Schulferien verstümmelt wieder)

23:04 19.03.2017
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