johannes seemann
21.04.2017 | 14:59 18

"Sie wollen uns erobern!"

Die Sira-Mohammeds Leben In der Sira können wir die Vorstellungen von Erdogan nachlesen

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied johannes seemann

Es ist wirklich spannend wieviele Parallelen in dem politischen Werdegang von Mohammed (nachzulesen in der Sira) und denen von Erdogan zu sehen sind. Das zeigt auch welche Vorstellungen Muslime haben, die in Deutschland leben und für Erdogan stimmen: Sie wollen uns erobern!

So lächerlich wie das scheint ist dies leider nicht. Denn wenn wir uns die Erfahrungen von Jürgen Todenhöfer zu Gemüte führen, kommen wir zu diesem furchtbaren Schluss. Als ehemaliger Richter vertritt er die Einstellung sich beide Seiten anzuhören - egal wie sein eigenes Urteil aus seiner Perspektive zuvor aussieht - sehr Lobenswert und sollte unbedingt nachgeahmt werden. - Nach dem Besuch im Kalifat des IS ging aus seinem Interview mit einem deutschen Dschihadisten ein erschreckendes Urteil hervor:

Dringend warnt er vor dem leichtfertigen Umgang mit den Drohungen der Dschihadisten, Europa erobern zu wollen.

Auch wenn Erdogan und der IS nicht die gleichen Interessen vertreten haben sie doch eine gemeinsame Grundlage: Koran, Sira, Hadith - und mit ihnen viele andere Muslime auch!

Leider zeigt die Geschichte, dass der "nette" und "entgegenkommende" Umgang mit solchen Leuten wie Erdogan und seinem Gefolge nur zu politischen Verwirrungen, großem Leid, Kriegen und Unterdrückung führt. Solche Leute brauchen klare Grenzen und eine dringende Absage, sobald sie die rote Linie überschreiten. Dazu gehört auch der Moscheenbau der DITIB und anderen Organisationen, die im Namen eines Diktators Propaganda betreiben. Einige EU-Staaten wie z.B. Polen tun dies und sind sehr Erfolgreich mit der Freiheit und dem Frieden in ihrem Land. Deutschland und Polen sollten dichter zusammenarbeiten!

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (18)

Heinz 22.04.2017 | 11:09

Einfache Erklärungen

Hier in D leben nicht nur Türken, die Erdogan unterstützen, sondern auch Türken und Kurden, die vor Erdogan geflohen sind. Da sind so schlichte Erklärungsversuche, die aus einem politischen Kalkül des Herrn Erdogan einen Kulturkampf machen wollen, das, was sie sind, sehr, sehr schlicht.

Religionen, besonders die religiösen Bücher der Theisten, sind in alle Richtungen auszulegen. Diese Dummheit hatte bereits Bruder Benedict praktiziert. Deutschland hat sich bisher nicht, wie Frankreich, eindeutig als getrennt von der Religion positioniert. Religion ist eine private Angelegenheit und so Aussagen, wie: «Deutschland ist christlich,» oder «Dutschland ist islamisch,» sind schlicht falsch.

In Deutschland leben Menschen mit christlicher und muslimischer Religion zusammen – in aller Regel friedlich – Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Aussie42 26.04.2017 | 09:09

Die Funktion des Herrn T. beim Freitag ist mir bekannt. Ich hatte mit dieser Personalia nichts zu tun.

Wenn Sie diese Quellen kennen, muss Ihnen bekannt sein, dass es sich um mittelalterliche Texte handelt, Dass deren Interpretation heute noch noch politisch handlungsweisend waeren, ist absurd. Zumal die Hadith auch alle Anweisungen fuer alle Lebensbereiche vermitteln.

Einen britischen Orientalisten Autor des 19. Jahrhunderts zu lesen, ist lobenswert. Juengere Orientalisten anderer Nationen kommen allerdings zu abweichenden Aussagen.

Damit moechte ich die Diskussion mit Ihnen beenden.

Gugel 26.04.2017 | 10:11

Nun, so absurd ist das nicht.

Begründung: wenn hier in D lebenden Türken, die ihr geistiges Rüstzeug aus dem islam schöpfen, in großer Zahl ( ca 30 % ) der Autokratie, dem übermäßigen Patriachat, einer Ablehnung gegenüber unserer FDGO näher dem Mitelalter stehen, als es der freiheitlich verfassten BRD guttut, dann ist es sehr wichtig die Dinge bei dem Namen zu nennen, den die Sache verdient.

Einmal ist festzuhalten, dass das Gedankengebäude des Islam sich immer noch näher dem Hinterwald zugewandt fühlt , als die Buchrelogion, die unserer geistig-religiöses Rüstzeugt auf dem Markt der Religionen anbietet, die der FDGO inkeinster weise entgegensteht.

Dann ist festzuhalten, dass die mittelalterlichen Vorschriften der Lebensführung für den vom Ilsam geprägten Mitbürger einen wesentlichen höheren Stellenwert im täglichen Leben einnehmen, der Islm also mit seiner mittelalterlichen Sicht auf unsere Gesellschaft einwirkt, als es die Aufstellung der anderen Buchreligiuon tut., Die chrilich geprägten Lebesnregeln haben in einem ständigen Anpassunsgprozess dem Huete zugewandt.

Die Erkenntnisse der Wissenschft über die Entsehung des Islam (nebst dessen Ablehnung diesen Erkenntnisse näher zu treten) etc dürfen auch bei kritischen Menschen sicher eine Rolle spielen bei der Betrachtung des Auftretens von Ansprüchen aus islamischer Prägung an unsere Gesellschaft heran.

Es verbleibt daher die Frage, warum soll eigentlich mit Ihnen weiter diskutiert werden ?

Lethe 26.04.2017 | 11:04

Es ist wirklich spannend wieviele Parallelen in dem politischen Werdegang von Mohammed (nachzulesen in der Sira) und denen von Erdogan zu sehen sind. Das zeigt auch welche Vorstellungen Muslime haben, die in Deutschland leben und für Erdogan stimmen: Sie wollen uns erobern!

Mal ein Wort zu Folgerichtigkeit: Abgesehen davon, dass hier keinerlei Parallelen genannt werden, die man überprüfen könnte, steht zu befürchten, dass bei x-beliebigen Paar-Kombinationen reicher und/oder mächtiger Menschen strukturelle Analogien und Parallelen im Werdegang nachgewiesen werden können. Aber selbst dies außen vor gelassen, hat Erdogan sich bisher nicht durch Eroberungsfeldzüge auf dem europäischen Festland einen Namen gemacht. Und selbst dies außen vorgelassen, fallen türkische Muslime in Deutschland eher selten durch kriegerische Machenschaften auf, es sei denn, Sie interpretieren überwiegend gelungene Integration als kriegerischen Akt. Und selbst das außen vorgelassen, stehen türkische Muslime nicht für alle türkischen Muslime und die nicht für alle Muslime.

Denn wenn wir uns die Erfahrungen von Jürgen Todenhöfer zu Gemüte führen, kommen wir zu diesem furchtbaren Schluss.

Sie kommen zu diesem furchtbaren Schluss, nicht wir. Ich andererseits komme zu dem Schluss, dass Todenhöfers Betrachtungen zum IS recht wenig bis gar nichts mit Erdoganischen Erst-Europa-und-dann-die-Welt-Eroberungsgelüsten zu tun haben, selbst dann nicht, wenn wir den Umweg über die Urzellen nehmen, die uns allen ihre Aggressivität vererbt haben. Es sei denn natürlich, Sie wollten in analoger Manier allen Christen und Juden Ausrottungsgelüste unterstellen, weil sie einen Gott anbeten, der seinem Volk Ausrottungsbefehle gegen andere Völker gab, wie Sie es leicht einem anderen hochaktuellen Geschichtsschmöker entnehmen können. Das wäre Anhand des Umstands, dass ein erheblicher Teil des US-amerikanischen Militärpersonals aus dem Bible Belt stammt, sogar fast stimmiger als Ihre These.

Kurz gesagt, mit Ihrer Argumentation würden Sie jedes Bullshit-Bingo locker gewinnen, dafür aber in reaktionären Abendlands-Kreisen Sympathiepunkte ohne Ende einfahren. Vermutlich täte man Ihnen aber Unrecht, wenn man Sie deswegen für gefährlich hielte. Ihr Argumentationsstil hat etwas von einem Zeugen Jehovas, und die werden vermutlich ihr Leben lang nicht verstehen, woran man sie erkennt und warum viele Leute es schwierig finden, sich vernünftig mit ihnen zu unterhalten.