Johannes Seiler

Alles Erinnern ist Erfinden und alles Erfinden Erinnern
Johannes Seiler

B | Es waren zwei Königskinder...

Schweden und Finnland - Halt! Finnland und Schweden geben aus Angst vor dem Bären ihre Neutralität auf und binden sich an einen Elefanten, der notfalls auch alles niedertrampelt - gnadenlos. Dem es aber immer um hegemoniale Phantasien geht und dem Gott seinen Segen gibt

B | Was Minister hierzulande dürfen dürfen, bestimmt der Zaungast - er hat die nötige Distanz

Schelte unter der Gürtellinie Dass Jounalisten überhaupt noch die Zeit haben, Texte zu erfinden, in denen sie Erbsen zählend die Form der Schuhe unserer Verteidigungsministerin monieren, hat schon echt etwas Niedliches - Vielleicht auch noch die Speisekarten checken?

B | Der öffentliche Diskurs gerät mehr und mehr ins Schlingern: Ausgewogene Medien sind passee

Lambrecht und Baerbock - sowas Der mediale Dauerregen macht uns alle zwar nass, aber kaum klüger: immer wieder nur Platitüden ("Nichts ist mehr wie gestern" oder "Die Bundeswehr muss endlich in Ordnung gebracht werden!" ) - Der näher gerückte Krieg öffnet nicht die Augen

B | Wohlstand und Bequemlichkeit als Eckpfeiler einer bräsigen Selbstgefälligkeit - in Gefahr?

Einschränkung? - Nein, danke! Nach mehreren Jahrzehnten Konsum-Steigerungs-Wettläufen ist der Konsument längst so konditioniert, dass er seine Situation für normal hält. Jede Einschränkung erlebt er sofort als Eingriff in seine Freiheit - als wenn Freiheit eine Ware wär

B | Ikonen wie Ausschussware zu Schleuderpreisen: Angela Merkel. Wer war das denn noch gleich?

Das Gedächtnis ist überfordert In den letzten beiden Jahren überschlagen sich die Wahrnehmungsangebote: Nach Angela Merkel Olaf Scholz, nach Donald Trump der Putler. Und da die meisten inzwischen über social media ihre Meinungsbildung gestalten, ist die Blase die Pythia

B | Aus dem Regen in die Traufe: Wie die Europäer in die eigene Wohlstandsfalle gerieten.

Knechtschaft gestern und heute Ein Zitat von Hannah Arendt aus dem Jahr 1943 bekommt auf unangenehme Weise eine brisante Aktualität: Europa in Knechtschaft vor amerikansichen Geld und Fabriken - damals eine Vision, heute ein eiskalter Wind - ausgelöst durch einen Krieg.

B | Das Blendwerk der Moderne schwankt nur zwischen Euphorie und Angsttaumel börsenwirksam

Moderne und Selbstbetrug Angesichts des Krieges auf den Monitoren wird nun nach scheinbar friedlichen Phasen und ätzenden Pandemie-Tabellen der Krieg - natürlich nur als Verteidungskrieg - wieder ordentlich gesellschaftsfähig - ein Angst-Taumel ohnegleichen.

B | Wie die Angst den homo sapiens von jeher maßgeblich dominierte. So auch in diesen Tagen.

Angst frisst Seele auf. Wie dünn doch die Decke unserer Wertschätzungen angesichts großer Ängste in Wahrheit ist! In den Anfängen der Pandemie war es ähnlich, aber bald schon redeten wir uns wortreich fast um den Verstand. Jetzt scheint für Reden keine Zeit mehr.

B | Rückwärtsgewandte Kopfgeburten frei Haus. Die Machos kommen aus ihren Unterständen zurück

Gewalt und Gegenwalt. Endlich können die wahren Männer wieder laut ihre Stimme erheben: Es reicht! Die Phase feministischer Botschaften ist wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen. Endlich liefert der Putler die dringend notwendige Wende für starke Antworten

B | Krieg und Frieden - Wenn der Blinde mit dem Lahmen moralische Vorbilder erfindet.

Krieg in der Gesellschaft. Wenn in diesen Tagen in den westlichen Medien der Krieg in der Ukraine als monströs verabscheut wird, fallen die täglichen monströsen Gewalttaten in Sachen Menschenhandel unversehens unter den Tisch. Wie peinlich ist das denn?