Der Tod fährt mit auf der BAB 2

Die Todesautobahn 2 Täglich sterben Menschen auf der BAB 2. Ein Zustand der nicht sein muss!
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Es kam, wie es kommen musste: „Wieder einmal starb ein Kollege, eingeklemmt in seiner Fahrerkabine.“ Die Ost-West-Verbindung A2 ist mittlerweile die Todesautobahn Nr. 1. Fast täglich, diese schrecklichen Unfälle bei dem Fernfahrerinnen und Autofahrer sterben oder schwer verletzt werden. Menschen mit akademischen Grad spekulieren, ob der Ursachen dieser schrecklichen Unfälle.

Die sollten einfach mal die Fernfahrer fragen, also uns, die wir täglich Tonnen von Waren für unsere Wohlstandsgesellschaft hin und her karren. Schuld ist die zunehmende Verkehrsdichte, was dem sogenannten Abbau der Lagerkapazitäten (von der Straße direkt an die Fertigungsbänder der Industrie) geschuldet ist. Der ständig zunehmende Zeitdruck verbunden mit einer zunehmenden Konkurrenz tut sein Übriges. Stress und permanente Konzentration, aber für Pausen keine Rastplätze. Jawohl!- die überfüllten Parkplätze überall. Und wenn man dann mal einen Parkplatz ergattert hat, dann soll man bei dem ständigen Lärm von der Autobahn auf Kommando schlafen. Das ist schlicht und ergreifend nicht möglich, weil der Mensch eben keine Maschine ist. Ein Fernfahrer von heute fährt immer mit dem Gevatter Tod als Beifahrer.

Kapital ist für die Kapitalisten da, für uns einfache Arbeiter im Fahrerhaus bleiben nur die nicht vorhandenen Parkplätze und die Tränen der Familienangehörigen, wenn mal wieder ein schrecklicher Unfall passiert ist. 9 Std. Monotonie mit Fahrbahngeräuschen, welche immer gleich klingen, bei einem Tempo, was immer bei 80 km/h liegt, ist ein permanentes Unfallrisiko. Bei der hier vorherrschenden Verkehrsdichte werden noch viele Menschen sterben, was einfach diesem kapitalistischen System geschuldet ist. Übrigens die Bezahlung ist auch mehr als bescheiden, einfach nicht der Rede wert, genau wie die Unfalltoten auf der A2. Ich hätte nicht übel Lust diese Todesautobahn zu blockieren, einfach um Menschenleben zu retten und meiner Wut den gebührenden Platz einzuräumen.

10:59 07.06.2014
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