JosefS

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RE: „Es geht nicht um die Nation“ | 22.10.2018 | 18:30

Als die Maastricht- bzw. Lissabon-Verträge ausgehandelt wurden, warf man den Briten zu recht vor, alle sozialen Punkte abgelehnt zu haben.

Wir haben so in Europa ein Verfassungsrecht, dass nur finanzielle und wirtschaftliche Freiheiten regelt (wozu auch die Personenfreizügigkeit gehört). Soziale Verantwortung existiert in diesen Verträgen nicht.

Nenne man die Sache beim Namen. Fordern wir die Änderung der Verträge indem wir soziale Forderungen wie z.B. die Einhaltung von lokalen Mindestlöhnen und Tarifverträgen hineinbringen.

Und wenn die Polen und Ungarn das nicht wolken, bieten wir ihnen an, mit den Briten eine eigene Union zu bilden.

Ich verstehe überhaupt nicht, wieso kein Politiker den Brexit nicht als Chance nimmt. Das sagt man doch jedem der seinen Job verliert: "Seien Sie nicht negativ. Jede Veränderung kann auch eine Chance sein!"

RE: Recht empfinden | 19.08.2018 | 22:50

Wenn Sie gesundes Volksempfinden nicht als historischen Verweis erkennen können, sollten Sie sich mit Geschichte und nicht mit Hauhaltsphilosophie beschäftigen.

RE: Recht empfinden | 18.08.2018 | 21:45

Man muss das nur richtig einordnen. Das Rechtsempfindens der Bevölkerung ist nichts anderes als das gesunde Volksempfinden. Dann macht 's Sinn.

RE: Fragende Mienen | 12.05.2018 | 14:35

Sehr richtig Es ist geschichtliche Tatsache, dass die Juden niemals so intergriert waren, wie in den islamischen Gesellschaften. Man sollte ich nur an die grosse Zahl jüdischer Minister und Wissenschaftler zur Zeit der Kalifen erinnern, sowohl in Dasmaskus als auch in Cordoba. Und an die schreckliche Judenverfolgung die in Iberien nach der Zerstörung des Kalifats einsetzte. Interessant, um die Enttäuschung der semitischen Araber über die Landnahme der Zionisten zu verstehen, wäre auch wieder einmal in das Standardwerk zu den Kreuzzügen, Steven Runciman's "Geschichte der Kreuzüge" zu sehen und sich darüber klar zu werden, wie sehr die west-christlichen Verbrechen an Muslimen, Juden und Ostchristen in jener Zeit sich in das kollektive Bewusstsein der Araber (und Berber) eingebrannt sind. Und dan zu verstehen, welchen Schaden die Kreuzzugs-Deklaration des amerikanischen Präsidenten den arabischen Christen zugefügt hat.Ich erinnere mich daran, Ende der 60er Jahre in Marrakech mit einem jungen Kellner eines kleinen Restaurants ins Gespräch gekommen zu sein und an seinen begeistertern Blick als ich Saladin erwähnte. Er meinte, Nasser wäre derjenige gewesen, der wie Salah-ad-Din die Araber hätte einen und zur Grösse führen können.Der Begriff "Shoah" (für die unleugbaren Verbrechen der Nazideutschen und ihrer Kollaborateure) ist erst in der 70er Jahren aufgetaucht und dient dazu diese Verbrechen als Grund für die Schaffung Israels zu gebrauchen. Die Gründung Israels war aber, schon vor dem Betrug der englisch-französischen Allianz (Sykes-Picot-Abkommen) an den Arabern, mit der Balfour-Dklaration beschlossen. Die Abstimmung in UNO zu Gründung geschah sicher unter dem Eindruck der Verbrechen Nazideutschlands und im Geiste eines aufgeklärten Kolonialismus, gab Israel aber niemals das Recht die eingesessenen Araber entschädigungslos und mit Terror zu vertreiben und ebnesowenig das Recht ihr Israel durch ständige - schon bein der Staatsgründung im "Plan Daleth" festgelegte - Annektionen immer weiter zu vergrössern (s.a. Ilan Pappe - israelischer Historiker in "Die ethnische Säugerung Palästinas).Balfourdeklaration und Sykes-Picot-Abkommen entsprangen ausserdem auch nicht einer Judenfreundlichkeit, sondern einem tiefen Anti-Judaismus, der in den europäischen Ländern inklusive England und Frankreich damals sehr verbreitet war. Die Angst die galizischen und andere Ost-Juden nach den dort verübten Progromen in ihre Länder strömen zu sehen war der Motor. Das schlimmste war aber die Zerstörung des arabischen Sozialismus durch den von den USA in Auftrag gegebenen und aktiv unterstützten Agriffskrieg in den 60er Jahren (sog. 6-Tage Krieg). Sowie die darauf folgende Schwächung der laizistischen Kräfte (hierzu Noam Chomsky auf Youtube) und die folgende systematische Unterstützung religiöser Kräfte wie der Hamas durch Israel. Von da an hatten die Palästinenser nur noch den Terror als Waffe. Sie hatten ja niemals einen Staat und ergo keine Armee die zur Führung eines normalen Krieges notwendig gewesen wären. Es gibt keinen israelisch-palästinensichen Krieg oder Konflikt. Da es keinen palästinensischen Staat gibt, der ihn führen könnte! Mögen die Journalisten in Fernsehen und Presse auch immer wieder davon propagandereden. Es gibt aber - neben dem Islamismus (blödes Wort. hört sich an wie Katholizismus) - eine andauernde Agression des Staates Israel gegen die palästinensische Volksgruppe und daraus entstehend einen Widerstand dieser Gruppe, der mehrere UNO-Resolutionen zum Rückzug Israels auf die von der UNO festgelegten Grenzen als Rechtfertigung anführen kann. Auch das wird von unsern gross-deontologischen Journalisten immer verschwiegen, Dies alles hat - wieder mit Hilfe des kurzsichtigen und auf Trimestergewinne schauenden Amerika mit Hilfe Saudi-Arabiens - den islamistischen Terror hervorgebracht.Und jetzt wird von den Journalisten alles vermischt: der Konflikt ist rein religiös, der Islam ist antisemitisch, jeder Widerstand der Palästinenser ist auch immer antisemitisch, die Demonstrationen zum Jahrestag Naqba sind der Beweis - dabei richten die sich nicht zuerst gegen die Gründung Israels sondern gegen den - forgehenden - Landraub und die Vertreibung.Je Kritik an Israel - sei es durch israelische, zionistische Intelektuelle - ist antisemitisch und Israel hat recht auf das Land, es wurde den Juden durch Gott gegeben... fertig. Amen! (Ein semitischer Ausdruck der auch islamischen Gebetsformeln benutzt wird.

RE: Dunkle Tage | 17.07.2016 | 14:03

Sollte man nicht die Perspektive öffnen :
- In den ersten Jahren hat Erdogan alles getan um die Armee von kemalistischen Offizieren zu reinigen
- Diese wurden durch Gefolgsleute der "gemässigten Ismalisten" ersetzt
- Darunter ein grosser Teil von Gülen-Anhängern. Der ja damals Erdogans "Hausprediger" war
- Dann hat Gülen (der Dummkopf hatte Erdogans Geschwätz ernst genommen) Korruption im Umfeld Erdogans und seiner Familie aufgedeckt
- Schon wurde Gülen zum Staatsfeine und Terroristen
- In der Armee waren aber immer noch viele "Gülenisten". Diese waren vielleicht nicht sehr froh pber die Entwicklung
- Dann gibt es einen Putsch. Die Kemalisten sind zu schwach, alles deutet auf die Gülenisten
- Der Putsch findet keine Unterstützung und am nächsten Tag holr Erdogan Listen mit Offizieren und Richtern - haben die auch geputscht? - aus seiner Brieftasche. Diese Leute werden verhaftet oder zumindest entlassen.

Frage: Riecht das nicht irgendwie komisch?

Was wäre, wenn der türkische Geheimdienst, der ja 60 Jahre lang von der CIA geschult wurde, Doppelagenten - Provokateuere - in die sicher vorhandenen Gruppen von pro-Gülen-Offizieren eingeschleusst und so den Putsch gesteuert und gleichzeitg die Antwort darauf vorbereitet hätte?

Dann wäre der Putsch doch wirklich ein Geschenk - Erdogan dixit. Dass er es Allah zuschiebt, befriedigt die religiösen Dummköpfe und lässt ihn in noch hellerem Licht erscheinen.

So wird ein Schuh draus!

RE: Weinerliches Gesundbeten | 28.06.2016 | 13:05

Richtig! Und als die Franzosen unter de Gaulle diese Spiel kaputtzumachen drohten, haben die USA die Engländer zum Beitritt gedrängt.

Es waren dann sie, die - mit Hilfe der seit Mitterand immer stärker werdenden "Atlantisten" in Frankreich - zuerst jedes wirksame soziale Kapitel in der Europäischen Verfassung (dann Vertrag von Lissabon) verhinderten und und auch die vollständige Nato-Integration der EU - bis an die Grenzen Russlands - vorantrieben.

Es wäre logisch gewesen, wenn die Gründungsstaaten der EWG (dann EG) zuerst eine Verfassung verabschiedet hätten und erst dann die Engländer und einige (Retourfaschisten-) Staaten die den USA vollständig untergeben sind - Polen, Kroatien, Ungarn etc. - auf Basis dieser Verfassung zugelassen hätten.

Damit hätte man vielleicht die thatchersche Perversion zum totalen Neoliberalismus und folgliche Verarmung ganzer Volksschichten eindämmen und die idealistischen Werte wie Völkerverständigung und Kriegsverhinderung, die ja auch in der Gründungszeit mitschwangen, weiter verfolgen können.

RE: Vulgärökonomie | 19.04.2013 | 09:48

Ach wie schön wäre es, man könnte Un-Worte wie "zielführend", "proaktiv" wieder aus dem Wortschatz entfernen. Sie machen den Schatz Sprache zum Gerede-Müll.

RE: Wie fängt man mit dem Kochen an? | 16.04.2013 | 10:47

"Safran macht den Kuchen gehl, heißt es in "Backe, backe Kuchen".

'Gehl' oder nicht doch 'gel'? Und heisst hier 'gel' wirklich gelb. Oder ist es nicht auch so, dass Safran immer wider in Speisen kommt, bei denen eine gewisse elastische Bindunggesucht wird. - Risotto, Paella, Saucen und eben Kuchen?

Also vielleicht 'gel' im Sinne von gebunden, elastisch (wie Gel).