josse

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RE: Heim ins Öster-Reich | 06.01.2018 | 20:00

In der Schweizer BASLER ZEITUNG ist dazu gerade ein Artikel lesenswert:

"Winterreise nach Meran Grenzen in Europa. Von ihrem Sinn und Zweck, von ihrem Elend und Glück. Ein paar Gedanken zum Jahreswechsel."

Unter diesem Artikel merkt ein Südtiroler Leser an:

"Vallone Clino

Als Südtiroler muss ich Herrn Somm für diesen Artikel gratulieren. Sie haben die Situation sowohl historisch wie auch gegenwärtig sehr gut analysiert. Als ich im Bozen im Kindergarten war, gabs es ein Zaun (einen echten!) zwischen den italienisch- und den deutschsprachigen Kindern. Heute sprechen so gut wie alle in Bozen Geborene beide Sprachen, egal welcher Gruppe sie angehören. Die Provinz Bozen (also Südtirol) ist trotz der aberwitzigen italienischen Bürokratie sehr effizient verwaltet. Während ich der deutschsprachigen Minderheit angehöre (habe mit 18 selbst wählen können) sind meine Eltern eigentlich reine Italiener, aber auch sie - im Zuge der stetigen kulturellen und wirtschaftlichen Regression Italiens - würden sich bei einem Referendum für Österreich entscheiden. Das sagt alles!"

https://bazonline.ch/ausland/europa/winterreise-nach-meran/story/12583110#mostPopularComment

RE: Heim ins Öster-Reich | 06.01.2018 | 18:13

Dieser Führer aus dem Anschlussgebiet hat mit seinem römischen Kumpanen vereinbart, die Südtiroler heim ins Reich zu holen. Im Mai 1939 wurde der sog. "Stahlpakt" unterzeichnet, dem die Option für Südtirol folgte. Mit der "Option" hatten die Südtiroler die Wahl, sich entweder als Italiener zu assimilieren und in der Heimat bleiben zu können oder ins Großdeutsche Reich umzusiedeln. Nach dem Endsieg war eine Ansiedlung der Südtiroler auf der dann zu germanisierenden Krim beabsichtigt.

Zynismus ist in diesem Fall durchaus unangebracht.

RE: Erlaubt ist, was misslingt? | 09.12.2017 | 18:04

Selbstverantwortung muss jede Partei zunächst sich selbst und ihrer Klientel gegenüber zeigen und beweisen. Wenn sie sich da sicher ist, kann sie Verantwortung in größerem Rahmen übernehmen.

Die SPD kann das ganz offensichtlich nicht, da sie in sich völlig desorientiert ist und agiert.

Die Merkel-Partei sollte in die Minderheitsregierung getrieben werden, schon aus Selbsterhaltung für die SPD, aber auch als Demokratie-erneuerndes Experiment für Deutschland.

RE: Holt ihn raus | 22.02.2017 | 18:48

Eine Anmerkung zu Herrn Yücel dem "feinen und verletzlichen Geist" und seiner Zweistaatlichkeit.
Von den Deutschen, mit deren Pass er sich schmücken darf und deren staatlicher Schutz ihm nachgeworfen wird, hält er so gar nichts.
Zitat aus der taz (der linken Tageszeitung aus Berlin):

"Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Eine Nation, deren größter Beitrag zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit darin besteht, dem absolut Bösen Namen und Gesicht verliehen und [...] den Krieg zum Sachwalter und Vollstrecker der Menschlichkeit gemacht zu haben; eine Nation, die seit jeher mit grenzenlosem Selbstmitleid, penetranter Besserwisserei und ewiger schlechter Laune auffällt;..."
Möge er als Türke in der Türkei beurteilt werden - - -

RE: Wo ein böser Wille, da ist auch ein Weg | 20.01.2017 | 14:25

Die Millionen Deutschen, die bis 1945 in Pommern, Schlesien, Ostpreussen wohnten, mussten nicht "Heim ins Reich" schreien. Sie lebten im Deutschen Reich, waren seine Bürgerwie Bayern oder Westfalen.

Heim ins Reich kamen Österreicher und Sudetendeutsche.

Ist lange her, das weiß eben nicht mehr jeder. Da hat Frau Steinbach wohl bildungsmäßig nicht genug erreicht bei den Nachkommen der Deutschen, wie Sie einer sind, @BATTA.

RE: Wo ein böser Wille, da ist auch ein Weg | 20.01.2017 | 09:21

Um eine Wirkung in der Partei zu erzielen, hätte Frau Steinbach ihre umfassende Kritik auf dem CDU-Parteitag am Rednerpult äußern müssen. Damit hätte sie den vielen Parteimitgliedern, die mit der geballten Faust in der Tasche Frau Merkel unwillig in ihrer Macht bestätigten, eine Stimme gegeben und in der CDU noch etwas anstoßen können. Vielleicht gar den Sturz Merkels.

Parteitage haben ihre eigene Dynamik, in der üblicherweise die innerparteiliche Demokratie weitgehend ausgehebelt wird, und die von der Führung gewünschten Ergebnisse produziert.

Dass das nicht immer so eintrffen muss, ließ der legendäre Auftritt Lafontaines beim Parteitag der SPD im November 1995 in Mannheim erkennen, wo er Scharping völlig unerwartet abservierte. Das zeigt, dass dergleichen auch in großen Parteien möglich sein kann.

Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an.

Für eine "alte Häsin" im Politikzirkus hat sich Frau Steinbach bemerkenswert unprofessionell verhalten.

So ist ihr Abgang eher unbedeutend.

"Böser Wille" harmoniert übrigens hervorragend mit "Parteifreund", Herr Augstein.

RE: Die Koalition, die keiner wollte | 14.01.2017 | 13:16

Die Zweitverwertung eines Artikels mag den Autor finanziell begünstigen, aber die taz brachte denselben Artikel leicht modifiziert schon im letzten November.

Zum Inhalt wäre nur zu sagen, dass sich die CDU diese Koalition besser erspart hätte. Sie droht sie zu zerreissen. Eine Minderheitsregierung mit Mehrheiten, die an der Sache orientiert sind, wäre besser gewesen. Der Einfluss der AfD ist ohnehin nicht wegzudiskutieren.

RE: Der lange Hebel | 08.03.2016 | 15:33

Realpolitiker sehen eben die Probleme mit den Menschenrechten auch als real gegeben an. So schon seinerzeit Helmut Schmidt (SPD):

"Menschenrechte seien keine universellen Werte, so Schmidt. Sie "sind ein Erzeugnis der Ära der Aufklärung im Westen. [...] Warum sollten sie [universell] sein? [...] Dieser Drang nach Belehrung und nach Mission ist eine sehr westliche Art."

Zitiert aus:

https://www.freitag.de/autoren/ernstchen/helmut-schmidt-und-der-werteexport

Oder, wenn's denn lieber ein Dichter sein soll:

"Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral." B. Brecht

RE: Do you versteh me? | 08.09.2013 | 23:09

Leben ist Veränderung

Das gilt auch für Sprachen.

Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass es eben die Lebenden sind, die darüber alltäglich entscheiden, wie sie Sprache verwenden.

Für die Alltagssprache ist die Anglifizierung derzeit unaufhaltsam, was aber besonders durch die im kommunikativen Bereich Tätigen, insbesondere also Journalisten, in vielen Medien befeuert wird.

Das könnte man noch als weltweiten Wandel hinzunehmen geneigt sein. Bedenklich wird die Übermacht des Englischen im wissenschaftlichen Bereich. Wenn an deutschen Universitäten wissenschaftliche Arbeiten von Deutschen in englischer Sprache verfasst werden müssen, arbeiten viele junge deutsche Wissenschftler quasi mit einem Handikap. In der Muttersprache ist man zuhause, kann sich variabel, ausdruckssicher verständlich machen. Auf Feinheiten des Englischen können junge Deutsche oft nicht in gleicher Weise zugreifen.

Die deutsche Wissenschaft benachteiligt sich dadurch selbst.

Qualifizierte, gute Übersetzer können das wesentlich besser.

Hinzu kommt der kulturelle, literarische Aspekt, der für die Sprachbildung des Volkes von großer Bedeutung ist.

Deutschland sollte sich das Erbe Luthers nicht nehmen lassen.

RE: AfD gegen "Multikulti-Umerziehung" | 11.04.2013 | 13:13

Andreas Kemper

hat das Googlen dem eigenen Denken vorgezogen.

Die Firma Google ersetzt heutzutage die Märchenfigur des "Doktor Allwissend" der Gebrüder Grimm.

Naive glauben dem allwissenden Google.

Nur hat weder die NPD noch die in Vorwehen befindliche AfD ein Patent auf bestimmte Begriffe.

Es kommt immer noch darauf an, wie man ein Wort verwendet, um feststellen zu können, welches Geistes Kind der Sprecher vielleicht sein könnte.