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RE: Phantom „Staatengemeinschaft“ | 08.04.2011 | 01:54

Der Beitrag von Rudolf Walther über den Krieg in der Elfenbeinküste ist einer der schlechtesten, der seit langem im Freitag erschienen ist, und

folgt in weiten Teilen der völlig verzerrten Darstellung des Medienmainstreams über den "Despoten" Gbagbo und den "gewählten sowie international anerkannten Präsidenten" Ouattara. Rudolf Walther verliert kein Wort über die persönliche Kumpanei zwischen Ouattara und Sarkozy, der "seinen" Mann mit aller Macht an die Spitze dieses ölreichen Landes bringen will, das zudem der größte Kakaoexporteur der Welt ist. Geradezu unfassbar ist die Behauptung, Ouattara habe seine bewaffneten Unterstützer aus "Verzweiflung" in diesen Krieg geschickt und er habe zu Beginn des Konflikts keine militärische Lösung gesucht. Zunächst hat er eine Wahlfarce gewonnen, bei der im Norden des Landes Gbagbo-Anhänger terrorisiert und eingeschüchtert wurden und es in vielen Wahlbüros zu Mehrfachauszählungen von Stimmen gekommen ist. Mit Unterstützung Frankreichs war Ouattara von Anfang an zu keinem Kompromiss, wie etwa einer Neuauszählung der Stimmen, bereit, sondern hat sich für die Durchsetzung einer gewaltsamen Lösung sogar mit den berüchtigten Forces Nouvelles verbündet, die bereits während der bewaffneten Auseinandersetzungen im Jahr 2002 furchtbare Massaker begangen haben und auch schon damals von Frankreich, das massiv seine alten kolonialen Interessen in Afrika verfolgt, aktiv mit Waffen versorgt wurden. Wenn Ouattara demnächst "Präsident" der Elfenbeinküste ist, dann wird dieses Land von einer französischen Marionette regiert, dessen sogenannte Rebellenarmee zum großen Teil aus Kriegsverbrechern und Kriminellen besteht, die nicht nur in Duékoué zahllose Zivilisten ermordet haben, sondern als Gipfel der Ungeheuerlichkeit UN-Unterstützung erhalten haben, um Laurent Gbagbo aus dem Amt zu bomben! Traurig, dass man im Freitag einen derartig vor Ignoranz strotzenden Artikel lesen muss.