Jota G

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Jota G
RE: Das Leben, allein, als Vater | 08.02.2013 | 23:22

Diesen Wunsch habe ich schon häufiger gehört, als Sie denken, was mich zumeist schmunzeln lässt! Danke für die guten Wünsche!

RE: Das Leben, allein, als Vater | 08.02.2013 | 21:53

Wenn man wüsste, wo es einem gut tut und was und wer dazu beiträgt und wen man wo trifft und welche Auswirkungen das auf das folgende Leben hat … es wäre bedeutet einfacher. Da ich nur Teilzeitprophet bin und noch dazu in der Ausbildung, tu ich mich da (noch) ein wenig schwer.

Aber Sie haben natürlich vollkommen Recht, man muss schauen, wie man einschätzt, was für das eigene und das kindliche Wohl gut ist und dann einen Weg suchen, der unter den gegebenen Umständen der optimalste ist.

Nun bin ich ja schon hierher wegen meinem Sohn zurück gezogen und es wäre der zweite Umzug, wenn ich es erneut täte, aber, wenn sich an der derzeitigen Situation nichts mehr ändert, dann werde ich wohl nach meinem Studium aufbrechen und mein derzeitiges Teilzeitnomadentum zugunsten eines festen Wohnorts an der Seite meines Sohns aufgeben und nebenbei die Frau meines Lebens erwarten – so war doch Ihre Empfehlung, oder? Schlimm nur, wenn die mir unterwegs anderswo über den Weg liefe. ;)

Ich wäre einem echten Wechselmodell auch nicht abgeneigt, und hatte auch präferiert, dass mein Sohn deutlich länger bei mir ist, auch den Lebensmittelpunkt würde ich gerne bei mir haben (wenn ich denn mal halbwegs stabile Lebensverhältnisse hergestellt habe), aber – wie Sie richtig schreiben – nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung, v.a. wenn sie denen anderer Menschen entgegen stehen.

RE: Das Leben, allein, als Vater | 08.02.2013 | 21:16

Ja, ich kenne auch Kinder, deren Eltern auf verschiedenen Kontinenten leben, also schlimmer geht es noch. Aber gut ist anders. Auch große Distanzen innerhalb Deutschlands sind schon eine deutliche Erschwerung des regelmäßigen Umgangs – gerade in Hinblick auf die kommende Schulzeit.

Eine Sache bei der Distanz ist auch, dass man sich so ohnmächtig fühlt, weil man im Fall, dass was passiert, nicht (sofort) dasein kann für das eigene Kind.

Ich bin bereit ihm nachzuziehen, gerade weil mich eigentlich nichts hier hält, aber er wäre ja auch das einzige, was mich überhaupt in die Gegend zieht. Und als angehender bzw. dann "richtiger" Lehrer irgendwann bin ich nicht mehr soo flexibel mit der Ortssuche. Also, falls die Mutter noch einmal fortziehen sollte, wäre es schon – nicht nur des erneuten Nachziehens und der damit verbundenen prinzipiellen Machspiele wegen – problematisch. Gut ist auch die Überschneidung der Ferien, wenn man in einem Bundesland leben würde.

Solidarischen Beistand finde ich sehr gut, auch wenn der Anlass dafür ja meist nicht positiv ist. :)

RE: Das Leben, allein, als Vater | 08.02.2013 | 21:00

Ach… heikles Thema!

Ich versuche Menschen nicht zu beurteilen, sondern zu verstehen.

Fremd- und Selbstwahrnehmung sind in diesem Fall – der Mutter –, wie in vielen anderen auch, wohl sehr unterschiedliche Dinge derselben Person. Aber wir haben uns wohl auch nicht ohne Grund getrennt.

RE: Das Leben, allein, als Vater | 08.02.2013 | 20:32

Es freut mich, dass überhaupt jemand sich die Zeit nimmt meinen Beitrag zu lesen und denen, die kommentieren, danke ich dafür.
Wie schon geschrieben, stehen sowohl bei meinem Sohn als auch bei mir (und wahrscheinlich auch bei seiner Mutter) noch einige Veränderungen ins Haus, sodass es schwierig ist, Prognosen abzugeben, wie es sich weiter entwickelt.

@Marjellchen und Lukasz Szopa: Grundsätzlich haben Sie in vielem Recht, und selbstverständlich habe ich mir darüber auch schon Gedanken gemacht, dass mit Schuleintritt (von Sohn wie Vater) sich noch einiges verschlimmert, deswegen genieße ich auch die relative Freizeit bzw. freie Zeit mit meinem Sohn. Mich bindet an die Stadt, wo ich derzeit lebe, studiere und arbeite eigentlich auch nicht viel, da perspektivisch die meisten Studenten wegziehen, es wäre also nur ein Aufgeschobenes nicht Aufgehobenes dies als Grundlage der Entscheidung zu nehmen. Wenn ich nun aber in die Stadt ziehen sollte, in der mein Sohn seinen derzeitigen Erstwohnsitz hat, fragt sich, was würde ich machen, wenn seine Mutter erneut den Wohnort (radikal) wechseln würde? Ich weiß es nicht, ich hoffe aber: das Richtige!

@firma papperlapapp Schokolade und Sonstiges, was das Herz erfreut, gibt es bei mir in Massen :), wobei bisher die studentische Schon-/Mangelkost die Waage auch nicht notwendig gemacht hätten.

RE: Das Leben, allein, als Vater | 08.02.2013 | 19:01

Derzeit sehe ich mich nicht allen dieser schlechten Perspektiven ausgesetzt.

Aber danke, vor diesem worst case scenario sieht es nicht so schlimm aus, was mein Leben angeht – bisher. Aber vielleicht sieht das von außen anders aus?