Journalist
19.06.2017 | 16:54 14

USA eskalieren

Syrien Die USA schießen ein syrisches Kampfflugzeug ab

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Journalist

Genau muss es heißen:

Die USA schießen in Syrien ein syrisches Kampfflugzeug ab. Die syrische Luftwaffe flog einen Angriff gegen Terroristen, die Syrien ähnlich wie den Iran verwüsten.

Haben die USA ein internationales Mandat? Hat Syrien sie ermächtigt? Wen beschützen die USA eigentlich in Syrien?

Suchen die USA die ultimative Eskalation und den Krieg mit Russland? Was würde das für den Bündnisfall bedeuten?

Gleichzeitig findet fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Irak, in Mossul, ein blutiger Häuserkampf statt. Im Irak sind die USA für unzählige Kriegs-Morde an Zivilisten verantwortlich.

Liebe Kollegen Journalisten und Reporter. Derartige Kriegsgreuel, Kriegslügen und Massen-Fake-News wollt ihr bestimmt nicht auf euch sitzen lasse. Also los, die Feder gespitzt und ran an die Aufklärung.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (14)

Flegel 19.06.2017 | 19:57

Etwas spät dran?

Kann es sein, dass Sie etwas spät dran sind? Sollten Sie nicht bemerkt haben, dass „die Medien“ es waren und sind, die uns das Märchen von den guten Bomben und den bösen Bomben seit Jahr und Tag erzählt haben?

Dreißig Minuten, bevor Sie dieses Bog eröffneten, nämlich um 16:22 Uhr, ließ uns SPIEGEL ONLINE wissen:

»Um Zusammenstöße im syrischen Luftraum zu vermeiden, tauschten sich das Militär aus Russland und den USA bislang über einen speziellen Kommunikationskanal aus. Damit soll nun Schluss sein: Als Reaktion auf den Abschuss eines Kampfjets des Assad-Regimes durch die USA kappt Russland den Kanal. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.«

»Mit der Entscheidung eskaliert die russische Regierung den Konfrontationskurs mit den USA.«

Also mit Ihrer Auffassung liegen Sie aber völlig neben der Wahrheit des Mainstream-Journalismus. Ich hoffe, Sie können Ironie vertragen.

Was Ihren Text angeht, so bin ich völlig bei Ihnen.

Journalist 19.06.2017 | 21:48

"Sollten Sie nicht bemerkt haben, dass „die Medien“ es waren und sind, die uns das Märchen von den guten Bomben und den bösen Bomben seit Jahr und Tag erzählt haben?"

Das muss man etwas differenzierter sehen.

Die "Massen"Medien sind journalistische Scheinriesen. Wer genauer hinsieht wird feststellen, dass es nur eine Handvoll Journalisten sind, welche in immer dei gleiche Kerbe schlagen. Sehr oft ist es sogar nur ein Journalist, der das besorgt.

Die große Zahl der Journalisten sieht die Thematik sehr wohl differenziert, kommt allerdings nicht zum Zug. Das ist das Problem.

Flegel 19.06.2017 | 22:33

Von wegen differenzierter sehen

Hetze und ideologische Debatten

Prof. Dr. Christian Stöcker zum Beispiel

Rudeljournalismus

Und plötzlich ist auch die Welt der medialen Hofberichterstatter wieder in Ordnung II

Ich könnte Ihnen meine diesbezügliche Email-Korrespondenz mit ca. 40 Medienvertretern überlassen, die ich alle mit ihrer Propagierung der westlichen Hofberichterstattung konfrontiert habe. Ich hätte Lust, hier einige Namen aufzuzählen. Sie gestalten eine symbiotische Kultur der Kumpanei mit der Politik dieser Tage und begleiten sie mit Chorgesang. Sie gestalten das öffentliche Aufmerksamkeits- und Diskussionsklima und betreiben hierfür Kampagnenjournalismus.

Es ist nicht „eine Handvoll Journalisten […], welche in immer die gleiche Kerbe schlagen.“ Sondern es sind vor allem jene Journalisten, die sich zu den Leit-Journalisten der Leit-Medien zählen.

Ich hätte Lust, meinen gesamten Schriftverkehr mit z. B. Stefan Ulrich vom August 2016 exemplarisch im Rahmen eines Blogs dieser Community einzustellen.

Flegel 19.06.2017 | 23:08

Kann es sein, dass meine kritischen Bemerkungen bei Ihnen einen Solidaritätsrefelx mit den Ihnen eingangs angesprochenen Journalisten ausgelöst hat?

Allein bei der „Handvoll Journalisten“ die ich nach dem Zufälligkeitsprinzip ausgesucht habe, handelte es sich um ca. 40 Personen. Und wenn sich die exponiert äußern, hat das Einfluss. Sie haben bereits eine allgemeine Sprachregelung generiert, die ganz selbstverständlich übernommen wurde. Und diese heißt: Wir befinden uns im Besitz der Deutungshoheit und demzufolge eskaliert die russische Regierung den Konfrontationskurs mit den USA“ ergänzt durch die ZDF-Weisheit "...während die Russen die Assad-Regierung stützt, stehen die USA auf Seiten der demokratischen!!!Kräfte."

Journalist 19.06.2017 | 23:24

Ob es wirklich 40 sind? Aber egal, nehmen wir 40 als gesetzt.

Was bitte sind 40 Journalisten, in Bezug auf mehrere Massenmedien? Lassen wir die millionen- oder milliardenschweren Besitzverhältnisse mal außen vor.

Wir bewegen uns mit der Zahl im Bereich kleiner/mittlerer Unternehmen. Das meine ich mit "journalistische Scheinriesen".

Die Mehrzahl der Journalisten bewegt sich in oder in der Nähe von unsicheren Arbeitsverhältnissen.

Was meinen Sie wohl, wie die schreiben würden, gäbe es einen Freiraum ohne Tendenzschutz/Blattlinie, Bindung, Weisung.

Flegel 19.06.2017 | 23:46

Was veranlasst Sie, meine Zahlenangabe von 40 Medienmitarbeiter, die ich seit 2015 angeschrieben habe, anzuzweifeln. Das finde ich ziemlich vorlaut.

Hier meine präzise Angabe: Es sind 37.

„Was meinen Sie wohl, wie die schreiben würden, gäbe es einen Freiraum ohne Tendenzschutz/Blattlinie, Bindung, Weisung.“

Dem kann ich nur entgegenhalten, dass es durchaus einen systemkritischen Journalismus gibt, von dem ich meine Informationen beziehe. Es gäbe also Möglichkeiten, sich zu artikulieren.

Kevin Hagen, René Pfister und Michael Kröger von SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE habe ich vor ein paar Tagen folgenden Satz ins Stammbuch geschrieben: Kaum zu glauben, dass ich als junger Mann und Student nahezu permanent mit dem SPIEGEL des Rudolf Karl Augstein unter dem Arm herumlief.

Bei Kevin Hagen habe ich zudem noch folgendes ergänzt: Sie (plural) bei SPIEGEL ONLINE bewerben und promoten – ganz anders, als Rudolf Augstein, der sich durch systemkritischen Journalismus auszeichnete – in der Mehrzahl gehorsam eine Politik, der ich schon lange den Rücken gekehrt habe.

Journalist 20.06.2017 | 00:05

Der Rückblick verklärt gerne.

Viele systemkritische Journalisten der Vergangenheit waren kritisch gegenüber welchem System?

Als Abgleich lassen sich die Hymnen auf Macron heranziehen. Dort wird ein Rahmen aufgezogen, sozialliberal, Arbeits-Reformen usw., der bekannt ist. Reduktion auf wenige Elemente zwecks Agenda 2017 Setting.

Auch das wird von einer Handvoll Journalisten betrieben. Die mediale Über-Präsenz verleiht dem eine unangemessene Reichweite und suggeriert Meinungsführerschaft.

Macron ist ein guter Indikator. Ein von medialen Scheinriesen gepushter politischer Scheinriese. Die Souffleure sind mit EU-Blankschecks ausgestattet. In Wirklichkeit geht es darum, sowohl deutsche als auch französischen Banken weiterhin unbegrenzt zu kapitalisieren. Alles andere ist nur Show für die Ränge. Ein hübscher junger Napoleon für die zahlende Bürger-Masse.

Gugel 20.06.2017 | 10:54

Klar erkennbar ist, dass der Ersteller kein kritisch Aufgestellter noch ein Journalist ist. Ein rausgehauene unbelegte Meinungsäußerung als Grundlage für einen Beitrag erfüllt kein Kriterium einer Kritik. Selbst wenn Journalist keine geschützte Berufsbezeichnungen und somit sich jeder Journalist an den Hut stecken kann, sollte in einem öffentlichen Auftritt , der unter einer Selbstbeteiligung der Art erscheint, gewisse Standards eingehalten werden. Z.B. das Wörtchen weil eine Rolle spielen oder klar werden das ein Kommentar auf eine bestimmte nachvollziehbarer Grundlage steht.