jtarkka

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RE: Der fehlende Histamintest | 19.10.2011 | 16:12

Der entscheidende Unterschied des Buches "Die Todesnacht in Stammheim" zu fast allen anderen Veröffentlichungen über das Geschehen in jener Nacht ist, daß Helge Lehmann keine Spekulationen anstellt nach dem Motto: "Wie hätte denn ein Mord oder ein staatlich überwachter Selbstmord bewerkstelligt werden können?" Das Wort "Mord" taucht nicht einmal auf.
Sein Thema ist die offizielle Version des "Selbstmords", wie sie in der Einstellungsverfügung des Todesermittlungsverfahrens der Stuttgarter Staatsanwaltschaft und dem Abschlußberichts des Untersuchungsausschusses des BaWü-Landtags präsentiert wird. Und dieser Version kann Lehmann in der Tat mehr Löcher nachweisen als dem sprichwörtlichen Schweizer Käse.
Das Schöne dabei ist, man muß dem Autor nicht blind glauben, denn alle Dokumente, auf die er sich stützt, sind in Text, Ton und Bild auf der dem Buch beiliegenden CD veröffentlicht.
Insofern wundert es den geneigten Zeitgenossen, daß bisher kein Mainstream-Medium auch nur eine Zeile zu Lehmanns Erkenntnissen geschrieben oder gesendet hat. Aber vielleicht ist der Grund ja, daß man auf dieses Buch nicht das Etikett "Verschwörungstheorie" kleben kann.
Es wäre deshalb auch sehr zu begrüßen, wenn der "Freitag" die Rezension auch in der Printausgabe brächte.

PS. Wer Lehmann live erleben will:

Hamburg 27.10.2011, 20:00 Uhr, Centro Sociale, großer Saal, Sternstr. 2

Berlin 1.11.2011, 19:00 Uhr, jW-Ladengalerie, Torstrasse 6,

Berlin 2.11.2011, 20:00 Uhr, Zielona Gora, Gruenbergerstr. 73.