Juliane Löffler

Onlinerin beim Freitag. Quelle: Papier
Juliane Löffler
RE: Kleines Chiao | 23.06.2017 | 12:28

Vielen vielen Dank für die schönen Wünsche, das freut mich ungemein zu lesen! Ahoi und auf bald

RE: Kleines Chiao | 23.06.2017 | 12:25

Wenn Sie das möchten, gerne. Vielen Dank!

RE: Ein Trümmerfeld | 13.06.2017 | 08:21

Einverstanden. Vielleicht wäre "spalten" richtiger. Oder so: Am deutschen Aslyrecht spaltet sich die Gesellschaft.

RE: Ein Trümmerfeld | 13.06.2017 | 08:15

Würde es sich bei bei dem Jungen um einen Pegida-Mitläufer handeln, der gesagt hätte: "Dann werde ich Asylanten töten", wie sähe es dann mit Ihrer Zurückhaltung aus?

Wichtige Frage. Ich kann Ihnen meine Beweggründe erläutern, die Aussage nicht in dem Text miteinzubeziehen. 1. handelt es sich um einen, wie erläuert, komplexen Sachverhalt, für den ich einen weiten Bogen hätte schlagen müssen, der m.E. nach die Argumentationslinie des Textes gesprengt hätte. 2. bin ich davon ausgegangen, dass die meisten Menschen aus den Nachrichten über den Sachverhalt informiniert sind (das ist Wochenzeitungsdenke). Und 3. gibt es auf freitag.de glücklicherweise in der Kommentarspalte die Möglichkeit, sich über eben jene Themen auszutauschen – es handelt sich in diesem Sinne ja nicht um einen abgeschlossenen Text. Eines muss ich Ihnen ganz deutlich sagen: Mit Unterschlagung hat das nichts zu tun. Ob das objektive Maßstäbe sind – nun ja, ich bemühe mich darum, und vor allem um handwerkliche Maßstäbe. Dass es "reine Objektivität" nicht gibt, und im kommentierenden Leitartikel eines Meinungsmedium auch nicht die Idee ist, ist eine andere Frage.

RE: Ein Trümmerfeld | 12.06.2017 | 10:16

Schlecht durchdacht oder einfach nicht Ihre Meinung?

RE: Ein Trümmerfeld | 12.06.2017 | 10:12

Hallo weinsztein, ich habe die Teilnahme an der Debatte, die ich zu weiten Teilen (abgesehen von einigen halbprivaten Kleinkriegsgefechten) äußerst anregend und produktiv finde, nun nachgeholt. Termineterminetermine und ein Stückchen Wochenende kamen dazwzischen. Beste Grüße

RE: Ein Trümmerfeld | 12.06.2017 | 10:07

Es ist nicht anstrengend, es ist komplex. Ich etwa brauche, um seine Aussage (die ich nicht bagatellisieren möchte – eine Todesdrohung geht gar nicht) zu beurteilen, definitiv mehr Informationen. Dazu hätte ich in der Situation dabei sein müssen, den Ton und Wortlaut hören, die Gesamtsituation sehen müssen.

Klar ist: Es handelt sich um eine emotionale Ausnahmesituation, in der Asef N. sich existenziell bedroh sah (nicht vergessen: am Tag zuvor wurden in Kabul 150 Menschen getötet, am Abend sollte er nach Kabul geflogen werden). Ich kenne Asef N. nicht aber ich kann mir nur vorstellen, dass man in einem Moment alles mögliche sagt, dass man a) nicht so meint und b) sonst niemals sagen würde. Keine Bagatellisierung, die Drohung hätte er niemals formulieren dürfen. Aber daraus herauszupsychologisieren, der Moment enthülle sein wahre Gesinnung ("Natürlich führe ich mir die Belastung während der Abschiebesituation vor Augen - und komme eben deswegen zum Schluss, dass in dieser Ausnahmesituation etwas aus ihm herausgebrochen ist, worüber er sonst nicht spricht.") halte ich für gelinde gesagt gewagt und höchstspekulativ. Das ist unjournalistisch und hilft der Debatte leider nicht im mindesten weiter.

RE: Ein Trümmerfeld | 12.06.2017 | 09:37

Gewalt ist falsch, im Fall von Asef N. handelte es sich jedoch um eine friedliche Sitzblockade. Und die ist, Stichwort ziviler Ungehorsam, glücklicherweise in D. ein probates Mittel der demokratischen Auseinandersetzung

RE: Ein Trümmerfeld | 12.06.2017 | 09:12

Exakt. Und an diesen "Einzelfällen" werden eben auch immer moralische, rechtliche und systemische Grenzen verhandelt, gerade darum sind sie so wichtig

RE: Ein Trümmerfeld | 12.06.2017 | 08:52

Es ist eben kein Alltag, sondern im Gegenteil die Durchbrechung desselben. Haben Sie das Video gesehen?