Juliane Löffler
11.11.2014 | 18:18 23

Grenzen einreißen

Politische Schönheit Statt sich über entwendete Mauerkreuze zu empören, sollte die Politik sich den Problemen des europäischen Asylrechts stellen, zeigt die Aktion "Europäischer Mauerfall"

Grenzen einreißen

Die Teilnehmer der Aktion "Erster Europäischer Mauerfall" auf dem Weg zur bulgarischen Außengrenze nahe dem Dorf Lessowo

Foto: Ruben Neugebauer

Seit das Zentrum für Politische Schönheit mit seiner Kunstaktion „Erster Europäischer Mauerfall“ begonnen hat, dreht sich die Debatte immer wieder um Kunst- und Nicht-Kunst, Zynismus und Würde, Staatsschutz und Diebstahl. Ja, man kann das vorübergehende Verschwinden kritisch sehen. Schließlich sind davon auch die Angehörigen der Mauerfalltoten betroffen, für welche die Aktion ein merkwürdigen Beigeschmack haben könnte. Und ja, man kann sich fragen ob die Mauertoten der DDR wirklich instrumentalisiert werden sollten, um auf die Mauertoten der Zukunft aufmerksam zu machen, oder ob es dafür nicht auch andere künstlerische Lösungen gegeben hätte. Worum es aber eigentlich geht, ist der zweite Teil der Aktion: Die größtenteils durch Crowfunding finanzierte Reise an die Europäischen Außengrenzen, wo in den letzen 25 Jahren rund 30.000 Menschen verblutet, verdurstet, ertrunken sind.

Empörte Politiker wie der Berliner Innensenator Frank Henkel täten gut daran, ihren gekränkten Narzissmus über vierzehn entwendete Mauerkreuze – mitten vor ihrer Nase, und ohne, dass sie es über Tage hinweg bemerkten – hintenanzustellen und dafür mit ihrer Arbeit zu beginnen: Über die Zukunft der europäischen Flüchtlingspolitik nachzudenken. Seit zwei Jahren ist mit den Asylprotesten in Hamburg, München und vor allem Berlin klar geworden, dass dringend neue Lösungen gebraucht werden für eine Welt in die wirtschaftlichen Grenzen immer weiter einreißen – und Menschen für sich dasselbe Recht beanspruchen. Es handelt sich dabei um kein Randphänomen sondern es mehren sich die Stimmen dafür, dass Europa sich öffnen muss statt neue Mauern zu errichten. Meterdicke Stacheldrahtzäunen mögen vorübergehend die physischen Realitäten verändern – gesellschaftliche Entwicklungen lassen sich dadurch nicht aufhalten. Auch dies ist ein Gedanke, der Teil des 9. Novembers sein sollte.

Die Reise an die bulgarische Außengrenze im Südosten des Landes nahe der türkischen Grenze hatte deshalb einen Signalcharakter, den es nun zu diskutieren gilt, statt sich weiter hinter Debatten um die eigene Geschichte zu verschanzen. Die bereits seit dem 7. November andauernde Reise der Aktivisten ist mehr als ein Theaterprojekt. Es ist eine Aufforderung an die Bundesregierung, ihre Asylpolitik zu überdenken.

Dass die Teilnehmer der Aktion es am 9. November nicht gelang, bis an den bulgarisch-türkischen Grenzzaun vorzudringen, ist deshalb nicht als Scheitern der Aktion zu werten. Bereits an der bulgarischen Grenze hatte der Referent für Internationale Zusammenarbeit des bulgarischen Innenministern die Teilnehmer in den Bussen über mögliche rechtliche Konsequenzen belehrt. Das Demonstrieren in der 300-Meter-Sperrzone vor dem Grenzzaun könne bis zu mehrjährige Haftstrafen nach sich ziehen. Dass umgekehrt eine Stacheldrahtmauer errichtet wird, dessen Beschaffenheit derart brutal ist, dass Menschen verbluten weil sie sich an ihm die Arterien aufschlitzen, ist die Kehrseite für jene, welche von der anderen Seite der Mauer kommen.

„Uns war klar, dass wir es mit dieser Aktion nicht schaffen werden, die europäischen Außengrenzen abzubauen. Wir betreiben eine Politik der kleinen Nadelstiche. Ich denke, die Message ist angekommen“ resümiert Philipp Ruch, Künstlerischer Leiter des Zentrums für Politische Schönheit, nach der Aktion nahe der bulgarischen Außengrenze in dem Dorf Lessowo. Nachdem ein Teil der Teilnehmer der Aktion bereits über Sofia und Istanbul zurück nach Deutschland gereist ist, fährt die restliche Gruppe mittlerweile über Griechenland und Mazedonien zurück. Rechte Gruppen hatten in Bulgarien gegen die Teilnehmer mobilisiert und sie hatten nach einer enormen Medienaufmerksamkeit kein Hotel mehr gefunden, dass sie aufnahm.

Die Reportage zur Aktion "Erster Europäischer Mauerfall" erscheint in der kommenden Printausgabe des Freitag

Kommentare (23)

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Ehemaliger Nutzer 11.11.2014 | 21:17

Eine übergroße Mehrheit der Bürger der EU [ca. 500 Mio. Einwohner] als auch der Gesamteuropas [ca. 740 Mio. Einwohner] wird weiterhin sehr großen Wert auf die Grenzen, deren Sicherung als auch auf Recht und Gesetz innerhalb dieser Grenzen legen und sich das nicht nehmen lassen.

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Ehemaliger Nutzer 12.11.2014 | 09:24

danke, dass sie sich diesem thema angenommen haben:-))

ja, diese aktion ist benutzbar für fast alle arten von interpretation - sie läuft unter KUNSTaktion und bringt diejenigen, welche sich mit zeitgemäßer kunst nur selten oder gar nicht beschäftigen, ja sie möglicherweise gar verachten und ablehnen, als "buh-rufer" mit ins "spiel" - sogar ein amtierender innenminister und europäische polizisten mit schäferhunden nehmen ihre rollen wahr und tragen zur verlängerung und dramatischen entfaltung dieser performance teil

wenn das nicht als freiheit der kunst verstanden wird, dann ist es nicht das problem der künstler und sie sollten es auch nicht zu ihrem machen lassen - es ist eine symbolhafte, künstlerische umsetzung, die nun - wie echte kunst - nicht zum "gefallen" dargeboten wird, sondern zum nachdenken und aufrütteln und einer möglichen kritik zur sache geschaffen ist

das thema lautet nicht: gedenkkreuze wurden (aus welchem motiv auch immer "geklaut und entehrt"), sondern gedenkkreuze für mauertote wurden nach 25 jahren zum gedenken an unendlich mehr "mauertote" genau an diesem gedenk+feiertag eines mauerfalls an eine tödliche mauer der gegenwart gebracht - "bravo" für diese aktion, an die bigotterie der gegenwart erinnert, die ich unerträglich finde, wenn ich von massenhaft toten kindern, frauen und männern an den außengrenzen des friedensnobelpreisträgers eu höre

wie kann ich die innerdeutschen mauertoten der vergangenheit ehren wollen, wenn ich die gegenwärtigen mauertoten in kauf nehme und mit "selbstschutz" unserer "errungenschaften" dulde?

diese aktion hat nix weiter getan, als die viel gepriesene freiheit friedlich im auftrag der kunst zu nutzen - künstler sollten sich darüber äußern und die freunde der volksmusik sich ihre - aus meiner sicht - lächerlichen programme immer und immer anschauen dürfen, welche ich - von MEINEN steuergeldern finanziert - gern im sinne der künstlerischen freiheit, neben den aktionen des zps, aber bitte nicht "alternativlos" gern toleriere

dame.von.welt 12.11.2014 | 10:41

Wenn das so ist, muß °eine übergroße Mehrheit der Bürger der EU [ca. 500 Mio. Einwohner] als auch der Gesamteuropas [ca. 740 Mio. Einwohner]° egozentrische Nutznießer von Teile und herrsche! genannt werden.

Wie aber allein schon das Fundraising für die ZPS-Kunstaktion zeigt, ist eine nennenswerte Minderheit mit der Flüchtlingsabwehr mit militärischen Mitteln an den EU-Außengrenzen und mit national-besoffenem Mauerfallgedenken überhaupt nicht einverstanden.

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Ehemaliger Nutzer 12.11.2014 | 11:10

Wenn das so ist, muß °eine übergroße Mehrheit der Bürger der EU [ca. 500 Mio. Einwohner] als auch der Gesamteuropas [ca. 740 Mio. Einwohner]° egozentrische Nutznießer von Teile und herrsche! genannt werden.

Nehmen Sie sich da jetzt aus? Von welchen Einkünften bestreiten Sie Ihren Lebensunterhalt, hier in Europa? Ja, das ist eine sehr persönliche Frage, nur, man sollte das auch beantworten, bevor man hunderte Millionen Europäer mal flux entpersonalisiert.

MfG Unschaerfe

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Ehemaliger Nutzer 12.11.2014 | 11:39

es geht weiter im eigentlichen und umfassenden sinn von mauer-freiheit - ob in gedanken, der realität, der kunst und des wortes - frei von freiheitsmissbrauch und instrumentalisierung für selbst-auserwählte "freiheitsprediger"

Der Rat für die Künste bedankt sich beim Team des Maxim Gorki Theaters und seiner Intendantin Shermin Langhoff, dass sie eine Kunstaktion unterstützt haben, die uns daran erinnert hat, dass Feiern und Rückschauen auf den 9. November 1989 nicht alles gewesen sein können.

Schon Heiner Müller hat kurz nach dem Mauerfall in der damals herrschenden Euphorie über die friedliche Revolution warnend seinen Finger gehoben. Er war sich sicher, dass neue Mauern gebaut werden würden, in anderer Form, an anderer Stelle und so ist es dann auch gekommen. Mit dem Schengen Abkommen und der Gründung von Frontex, der von den EU-Staaten gegründeten Agentur, die mit einem hohen Budget ausgestattet die Überwachung der europäischen Außengrenzen übernommen hat, wurden die Grenzen zwischen Ost und West verlagert und um ein neu formiertes Europa gezogen. Die Stacheldrahtgrenzen nach Osten und vor allem das Mittelmeer werden mit neuesten Technologien überwacht und schwerst gesichert.

https://www.facebook.com/politische.schoenheit/posts/727611477293906

Wir haben soeben Strafantrag gegen Frank Henkel (noch-Innensenator Berlins) in Potsdam gestellt, verbunden mit einer Unterlassungsaufforderung an ihn persönlich.

https://www.facebook.com/politische.schoenheit/posts/727717373949983

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Ehemaliger Nutzer 12.11.2014 | 12:32

Na ja, eine Kunstaktion halt.

Nicht so richtig passend. Die Berliner Mauer schützte ja nicht vor Flüchtlingen, sondern sperrte sie ein.

Außengrenzen zu schützen, auch vor unbefugter Zuwanderung, macht absolut Sinn.

Beschämend ist eher die teilweise inkonsistente Flüchtlingspolitik, die Zuwanderungsregeln, die Unterbringung und Integration der Leute.

Nicht zu reden von der Mitschuld Europas am Elend in vielen Ländern, von Ausfuhrsubventionen, bis zur Beteiligung an geostrategischen Operationen. Aber vor allem die von den USA über Europa und diverse Organisationen in die Welt gedrückte kranke neoklassische Wirtschaftslehre trägt eine Hauptschuld.

dame.von.welt 12.11.2014 | 12:39

°Nicht zu reden von der Mitschuld Europas am Elend in vielen Ländern, von Ausfuhrsubventionen, bis zur Beteiligung an geostrategischen Operationen°<---die sperren btw sehr wirksam ein. 9 von 10 der über 51 Millionen Flüchtlinge weltweit fliehen in arme(n) Ländern, nicht nach Europa.

°Na ja, eine Kunstaktion halt. Nicht so richtig passend. Die Berliner Mauer schützte ja nicht vor Flüchtlingen, sondern sperrte sie ein.°

dame.von.welt 12.11.2014 | 12:48

°Nehmen Sie sich da jetzt aus?°

Nein, natürlich nicht. Im mutmaßlichen Gegensatz zu Ihnen und Rora1970 weiß ich aber durch Reisen und einige Jahre der Arbeit in extrem armen Ländern auf zwei Kontinenten, wie groß die Kluft zu Europa ist.

Hat es (außer Ihrer Antipathie mir gegenüber) spezielle Gründe, daß Sie die fluxe Entpersonalisierung bei Rora1970 nicht kritisieren? Aber was frage ich, na klar hat das spezielle Gründe.

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Ehemaliger Nutzer 12.11.2014 | 14:07

Nein, natürlich nicht. Im mutmaßlichen Gegensatz zu Ihnen und Rora1970 weiß ich aber durch Reisen und einige Jahre der Arbeit in extrem armen Ländern auf zwei Kontinenten, wie groß die Kluft zu Europa ist.

Hat es (außer Ihrer Antipathie mir gegenüber) spezielle Gründe, daß Sie die fluxe Entpersonalisierung bei Rora1970 nicht kritisieren? Aber was frage ich, na klar hat das spezielle Gründe.

Zum einen: Ich pflege keine Antipathie Ihnen gegenüber, sowie ich auch keine Sympathie gegenüber anderen Meinungsäußerungen hier habe. Deshalb maße ich mir es auch nicht an, meine Kommentare für majorisierend zu halten. Sie tun das im Gegensatz aber sehr wohl, indem Sie mutmaßlich, wie Sie es selbst formulieren, der Anderen ihr Leben denken. Wenn Sie in die Kontroverse gehen, setzen Sie spezielle Gründe bei ihrem Gegenüber voraus, sonst würde ja auch Ihre permanente Systemfrage, mit der Sie sich beschäftigen, nicht fruchtend für Sie protektioniert werden können. Im Gegenüber liegt das Böse, nicht in mir, ich bin frei davon !? So in etwa. Darum beantworten Sie auch nicht die gestellte Frage von mir, denn es würde die ständige Betroffenheitslyrik ad absurdum führen. Sie möchten ständig etwas fordern, ohne gefordert zu werden. Was haben Sie persönlich zu verteilen, um zu teilen? Dieser Antwort bleiben Sie schuldig, in all den Jahren Ihrer immer neuen Forderungskataloge. Wie bestreiten Sie in Europa Ihren Lebensunterhalt? Jetzt sagen Sie es doch endlich dem Rest der Welt, der noch unterfordert zuhört. Dann können wir einmal, ohne Schuldzuweisungen, wirklich ein Stück weiter kommen, gemeinsam. Gebetsmühlenartig den Schwächen eine immer mehr ausufernde Kontur zu geben, gibt der Angst doch erst ihre Gestalt.Das gilt für die Menschen in Afrika, in Asien und Europa, auf dieser Welt. Ob Sie einmal in extrem armen Ländern für eine Zeit in Arbeit waren, macht Sie doch nicht zur ständigen Hohepriesterin empathischen Vermögens. Was sagt das denn aus? Gar nichts.Wenn man den Stinkefinger zeigt, dann richten sich mindestens zwei Finger auf einen selbst aus. Ich pflege keine Antipathie Ihnen gegenüber, denn meine Hände müssen arbeiten - es bleibt wenig Zeit zum fingern.

dame.von.welt 12.11.2014 | 15:19

Ihr intensives Interesse an meiner Person bis hin zu Sternzeichen, Art und Höhe meines Einkommens wird auch in Zukunft einseitig und unbefriedigt bleiben. Mit Ihnen suche ich keine Kontroverse noch irgendetwas °gemeinsam° - mir wäre weit angenehmer, Sie würden zu Ihrer °Entbindung von der Kommentarfunktion° zurückkehren.

Es steht Ihnen frei, meine Beiträge zu ignorieren, Ihre persönlich-aggressiven Unterstellungen und Ihre penetrante Neugier stehen Ihnen nicht frei. Ihr persönlicher Angriff hat auch mit Jule Löfflers Blogthema null zu tun - Sie könnten wenigstens halbwegs sachlich und beim Thema bleiben, wenn Sie mir schon unbedingt hinterherfingern müssen.

°... in all den Jahren Ihrer immer neuen Forderungskataloge°

Meine immer neuen Forderungskataloge sind in der AEMR und der EMRK niedergelegt und Sie vermutlich einer meiner treuen Groupies, die mir seit °all den Jahren° aus dem off hinterherlesen^^

Eine Ihrer Fragen beantworte ich aber gern: °Was haben Sie persönlich zu verteilen, um zu teilen?° Ich habe ein bißchen allgemeines Wissen und Erfahrungen und praktische Fertigkeiten aus knapp 35 Jahren Berufspraxis zu teilen - das war auch der Inhalt der erwähnten Arbeit in armen Ländern (die ich, neben von verschiedenen EZ-Trägern beauftragten und bezahlten Einsätzen, drei Jahre selbst finanziert habe).

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Ehemaliger Nutzer 13.11.2014 | 11:09

Warum wird all den Gutmenschen in Deutschland zurzeit die vielen tumultartigen Aufstände gegen Flüchtlinge in Italiens Hauptstadt Rom vorenthalten?

Warum wird all den Gutmenschen in Deutschland die derzeitigen Massendemonstrationen (1000000) auf Italiens Straßen und Plätzen vorenthalten.

Warum wird all den Gutmenschen in Deutschland über Grillos Vorhaben für nächstes Jahr in einem Volksentscheid über den Verbleib Italiens im Euroraum abzustimmen, vorenthalten. Nirgends ist davon die Rede.

Zur Information empfehle einen Blick in die Südtiroler Tiroler - hier können Sie auf Deutsch erfahren, was zurzeit in Italien passiert.

Viele Grüße

Schnarch

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Ehemaliger Nutzer 13.11.2014 | 20:27

Ich bin bei diesen ganzen Grenzsachen mit mir selbst im Widerstreit.

Ich würde gerne viel mehr Menschen helfen und bin sicher wir (EU/Deutschland) könnten das auch, leider nur theoretisch. Praktisch schaffen wir es ja nichtmal in unserer eigenen Bevölkerung allen sichere vernünftige Lebensbedingungen oder auch nur einen Job zu bieten.

Man muss bei der Zuwanderung natürlich umso härter selektieren, je schlechter die heimische Situation ist, sonst riskiert man verstärkt ansteigenden Rassismus, im Extremfall bis zu Progromen. Griechenland ist da ja zZ. bevorzugtes europäisches Testgebiet, mit einheimischer Massenarbeitslosigkeit bei mind. 1 Mio Zugewanderten. Die goldene Morgenröte lässt grüßen.

Es ist ähnlich wie mit der Berliner Mauer, in einem miesen politischen System sind solche Absperrungen nötig. In der DDR waren sie es, um die Abwanderung der Intellektuellen zu verhindern. Ohne Ärzte und Ingenieure kann halt kein Land überleben.

Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee wäre, die europäische Außengrenze (jetzt) zu entschärfen. Unser Ziel muss viel eher sein, sie überflüssig zu machen. Und da ist auch schon der Haken: sowas kann man nicht so schön symbolisch ausdrücken, es ist langwierig und wir (die Bevölkerung) hat keinerlei Mitspracherechte.