"Wir sind aggressive Humanisten"

Flucht Das Zentrum für Politische Schönheit plant den "Ersten Europäischen Mauerfall". Warum dazu drastische Mittel notwendig sind, erklärt Gruppenmitglied Rainer Süssmuth
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Ein Bild von Flüchtlingen mit einem weißen Kreuz an der Außengrenze Europas, wo in den vergangenen 25 Jahren 30.000 Menschen ums Leben kamen
Ein Bild von Flüchtlingen mit einem weißen Kreuz an der Außengrenze Europas, wo in den vergangenen 25 Jahren 30.000 Menschen ums Leben kamen

Foto: Patryk Witt/ Zentrum für Politische Schönheit

Vergangene Woche, kurz vor dem 25. Jahrestag des Mauerfalls, klafften merkwürdige Löcher im Berliner Regierungsviertel an einem Zaun direkt neben der Spree. Zuvor hatten hier 14 weiße Kreuze gestanden, das Berliner Mahnmal für die Mauertoten. Nur wenige Tage später tauchten die Kreuze wieder auf – an den europäischen Außengrenzen, in den Händen Asylsuchender, der „zukünftigen Mauertoten“, wie es auf der Webseite des Zentrums für Politische Schönheit beschrieben wird. Das Kunst-Kollektiv hat damit anlässlich der Jubiläumsfeiern die Aktion „Erster Europäischer Mauerfall“ gestartet. Auf einer fünftätigen Busreise fahren nun freiwillige Aktivisten an die europäischen Außengre