JR's China Blog

Marxisten können die Zukunft vorhersagen. Das mit der Vergangenheit ist komplizierter.
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RE: Wird endlich über die Widersprüche geredet? | 18.10.2017 | 19:55

Ist es die Angst mancher Linken, wenn sich herausstellt, dass die Gefangenen in Stammheim keinen Selbstmord verübt haben, vor den Konsequenzen, dass kritisches Engagement lebensgefährlich sein kann?

Ich wusste gar nicht, dass hinterhältiges Morden mittlerweile unter "Engagement" firmiert.

Dass der Großteil der Presse keine Interviews mit investigativen Journalisten zu Stammheim annimmt, dürfte trivialere Gründe haben als Störungen in der Verdrängung. Man möchte vielmehr auf dem nächsten Presseball nicht am Katzentisch sitzen - die Angst davor reicht schon.

Vor tatsachenorientierter Berichterstattung läuft man generell lieber weg. Meinungsartikel reicht. Ich fürchte, dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren nur weiter verstärken.

RE: »Zentrales Deutsches Fernsehen« (ZDF)? | 18.10.2017 | 18:07

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RE: »Zentrales Deutsches Fernsehen« (ZDF)? | 18.10.2017 | 18:05

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RE: »Zentrales Deutsches Fernsehen« (ZDF)? | 18.10.2017 | 05:44

Keine Angst: es gibt ja immer noch Deutsche Welle TV.

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RE: Deutschland braucht ein Kernwaffen-Verbot! | 17.10.2017 | 18:48

<p><em>Dafür müssen von der UNO (Sicherheitsrat) entsprechende Durchsetzungsmöglichkeiten geschaffen werden, aber unabhängig von jeglicher politischer Instrumentalisierung.</em></p>

<p>Sie folgen m. E. der selben - wenig versprechenden Logik Aussies, der zufolge administrative Maßnahmen einem Gesinnungswandel vorangehen müssten oder könnten. Maßnahme: "Hey, ihr Dinosaurier, entspannt euch. Wir wollen euch nur mal eben die Zähne ziehen.</p>

<p>Die UN sind als Forum wichtig, aber ich wundere mich gelegentlich darüber, wie viel natürliche (?) Autorität denen zugemessen wird. Die sehe ich nicht.</p>

<p><strong>@Aussie:</strong></p>

<p><em>Das wird die Hemmschwelle anheben, wie sie schreiben. </em></p>

<p>Da muss ich mich missverständlich ausgedrückt haben: ich gehe von einer Hemmschwelle aus, die heute vorhanden ist, und ich gehe nicht davon aus, dass eine völkerrechtswirksame Ratifizierung durch >=50 Staaten diese Schwelle erhöhen wird.</p>

<p>Das läuft auf Vollversammlung vs Sicherheitsrat hinaus - wobei sich in diesem Falle die ständigen Mitglieder zur Abwechslung mal wieder einig sein werden.</p>

RE: Deutschland braucht ein Kernwaffen-Verbot! | 17.10.2017 | 08:00

<p>Oleg Gordievsky nimmt für sich in Anspruch, die Gefahr eines "Atomkriegs aus Versehen" damit reduziert zu haben, dass er London und Washington über eine gefährliche Nervosität Moskaus informierte.</p>

<p>Ihm soll zu verdanken sein, dass man im Westen überhaupt von den Auswirkungen des "Able Archer" Manövers hörte - ich antworte mit diesem Kommentar auf Ihren, Pleifel, weil er im weiten Sinn Kontext zu Ihrem enthält .</p>

<p>Ab 19. Minute:</p><p>http://www.bbc.co.uk/programmes/b00lv0bm</p>

<p>Ab 28. Minute bekräftigt John Scarlett (Ex-MI6), dass Spionage ein lohnendes Geschäft sei, um zu verstehen, was der Gegner wolle.</p>

<p>Ich meine, Ihre - Aussies - Forderung nach einem Verbot der Atomwaffen (oder ihrer Nutzung) ist mindestens insofern nutzlos, als der Westen - wenn er über so viel manipulative und kriminelle Energie verfügt, wie Sie es ihm zuschreiben - dazu logischerweise nicht zu bewegen sein wird.</p>

<p>Über die Bereitschaft oder Nichtbereitschaft sonstiger etablierter oder angehender Atommächte dazu, ICAN oder Ihnen zu folgen, müssen wir - so gesehen - eigentlich nicht einmal diskutieren.</p>

<p>Davon abgesehen: die Grenze zwischen Atomkriegen und "konventionellen" Kriegen ist schwierig zu ziehen. Es bleibt vermutlich eine Hemmschwelle, bevor man ganze Städte zerstört und umbringt. Aber die Grenze zwischen dem, was nichtnuklear und nuklear an "Gefechtsfeldwaffen" zur Verfügung steht, wird nicht verwischt, sondern sie ist es von vornherein.</p>

<p>Es sind die basic instincts, mit denen wir umgehen lernen müssen. Der richtige Umgang mit dem Bedürfnis, sich mehr oder weniger angemessen zu verteidigen, kann sich nur daraus ergeben.</p>

<p>Das heißt: Dinosauriern vornherum - argumentativ oder stimmungsbasiert - die Zähne ziehen zu wollen, ist ein Rohrkrepierer. Der Weg zum Frieden führt über mehr Wissen & Begreifen.</p>

<p>Ein Journalismus, wie er Glenn Greenwald als Universalwerkzeug vorschwebt, bietet m. E. eher einen Weg zum Frieden, als ein Kernwaffenverbot.</p>

<p>P.S.: die Tags baue ich bei längeren Kommentaren jetzt immer ein. Wenn alles zu einem Ohneabsatzklumpen zermatscht wird, kann der interessierte Leser die (gedachten) Absätze per Browsersuche identifizieren. ;-)</p>