Links des Monats: Juni 2015

Next to the big news Deutschland, Argentinien, China, Taiwan.
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1. Flüchtlingspolitik

Wer beim Schwanzvergleich nicht mitmacht ist erwachsen.

Das klingt zwar irgendwie logisch; die eine oder andere Flüchtlingsverwaltung meint das aber laut "taz" ganz anders. Eine "ärztliche Untersuchung" soll in Hamburg bestimmen, wer als erwachsen und wer als Kind zu gelten habe. Die Teilnahme an den Begutachtungen sei freiwillig. Wer allerdings nicht daran teilnehme, gelte damit automatisch als erwachsen, mit entsprechenden bürokratischen Folgen.

Dame von Welt stellt Informationen zur Flüchtlingspolitik der Stadt mit dem höchsten Durchschnittsnettoeinkommen in Deutschland (Stand 2010), aber auch der Flüchtlingspolitik über Hamburg hinaus, zusammen.

Kommentare zu diesem Thema bitte dort.

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2. Argentinien und die Geierfonds

Die argentinische Botschafterin in Washington, Cecilia Nahón, gab dem chinesischen Auslandsfernsehsender CCTV ein Interview, in dem sie die Definition ihrer Regierung eines Zahlungsverzugs (default) erklärte: das Land zahle ja laufend an die Gläubiger - nur eben nicht an die Geierfonds.

Für die von diesen Fonds geforderten 1600 Prozent sei man nicht zu haben, so die Botschafterin. Und Argentinien habe den Zugang zu Fianzierern, den es brauche - unter anderem auch zu chinesischen Investoren in die argentinische Infrastruktur.

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3. Die hinter den Studioscheinwerfern

Die Überschrift hinkt, denn ums Fernsehen geht es gar nicht. Aber immer noch um Argentinien. Die Mitarbeiter des Radio Nacional streiken. Beteiligt an den Streiks waren auch Abteilungen des Auslandsdienstes RAE (Radiodifusión Argentina al Exterior).

Laut der Santa-Fé-Journalistengewerkschaft geht es um Forderungen nach Gehaltserhöhungen und die Forderung nach unbefristeten Arbeitsverträgen. Und in einem Blogpost erinnern Radiomitarbeiter daran, dass sie es waren, die in den 1990er Jahren eine Privatisierung des öffentlichen Rundfunks verhinderten.

So etwas wie befristete Arbeitsverträge soll allerdings auch bei Rundfunkanstalten in OECD-Ländern vorkommen.

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4. Wo Konfuzianismus draufsteht ...

muss noch lange keiner drin sein, so Yu Ying-shih, ein Hong Konger Professor, über die anhaltende Begeisterung chinesischer KP-Kader für den unsterblichen Weisen aus Qufu.

Ob es schon je einmal Konfuzianer ohne Hintergedanken (ulterior motives) - also selbstlos dem K-Gedankengut verschrieben - gab, darf womöglich vorsichtig bezweifelt werden.

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5. Im Internet unschlagbar: Taiwans Küche

Immerhin: ziemlich gut ist sie auch auf der realen Seite des Rechners oder mobilen Endgeräts. Und über Geschmack lässt sich ja sowieso streiten.

07:08 04.07.2015
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Geschrieben von

JR's China Blog

Marxisten können die Zukunft vorhersagen. Das mit der Vergangenheit ist komplizierter.
JR's China Blog

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