von J. Taylor, Hong Kong
Afrika ist reich an Bodenschätzen, reich an fruchtbaren Böden und reich an Talenten seiner Bewohner. Trotzdem kommt dieser Kontinent nicht auf die Beine. Was wie ein Paradoxon aussieht, ist im Grunde eine perfide Strategie, deren Methoden und Werkzeuge sind jedoch nicht die spätkolonialen Ausbeuter, die sich auf Fotos und in Artikeln gut vermarkten lassen, irrlichternde Glücksritter, die sich zu Diktatoren gerieren, vielleicht europäische Soldaten, die in kleinen Gruppen und oft wirkungslos umherirren und von den in Afrika existierenden Privatarmeen großer Unternehmen in einem Gefecht pulverisiert werden könnten, sondern ein bürokratisches Monster mit dem Namen „Verrechnungspreis“.
Ein durchschnittlicher Europäer hat oft eine naive Vorstellung von einem Verrechnungspreis, was sich eklatant ändern würde, wenn dieser Europäer wüsste, wie sein in Indien, Bangladesh oder China produziertes T-Shirt bereits in seinem Wert ausgeschöpft ist, bevor es in einem Container auf einem nach Europa fahrenden Dampfer gelangt. Dieses T-Shirt hat, noch bevor es geschnitten und genäht wurde, bereits Hunderte Male den Besitzer gewechselt und jeder dieser „temporären Besitzer“ hat seine Gewinnmarge aufgeschlagen. Das klingt erst einmal wie eine ganz normale Geschichte aus dem dreckigen Keller des Kapitalismus, also nichts aufregendes in einer Welt ohne Ethik und Moral, allerdings muss nun noch ergänzt werden, dass die „temporären Besitzer“ dieses T-Shirts, auch wenn es Hunderte wären, meist nur einem Eigentümer zuzuordnen sind, dies auch dann, wenn alle bei diesen Geschäften beteiligten Unternehmen und Personen unterschiedliche Namen tragen und auf dem Papier Menschen gehören, die nicht einmal verwandt klingen. Einen „Namen“, über den sich Unternehmen, Konten und Funktionen völlig anonym organisieren lassen, bekommt man in vielen Steueroasen bereits für etwa 100 Euro im Monat, auch dann, wenn viele Milliarden Euro oder Dollar über diese Firma und die Konten abgerechnet werden. Die Kosten für die Gründung solcher legalen Unternehmen liegen meist unter 10.000,00 US-Dollar, die jährlichen Gebühren und die Gehälter für die Nominees sogar noch darunter. Das sind Geldsummen, die im Verhältnis zum möglichen Gewinn kaum ins Gewicht fallen.
Was mit simplen T-Shirts aus Asien funktioniert, lässt sich auch ohne viel Phantasie auf den Handel mit Rohstoffen und auf landwirtschaftliche Güter aus Afrika übertragen. Die dominierenden Player dieses hässlichen Spiels besitzen manchmal bekannte Namen wie Glencore Xstrata, Vale, Rio Tinto, BHP Billiton, Anglo American, China Shenhua, meist eingetragene Aktiengesellschaften und einem Aufsichtsrat, in dem das Who-is-Who der Wirtschaftselite vertreten ist. Jeder Mensch kann sehen was diese Unternehmen treiben, weil sie Veröffentlichungspflichten zu erfüllen haben – jeder Mensch könnte es, wenn er es nur wollte. Auch deshalb schwirren ganze Horden von Anwälten um diese Unternehmen herum, immer bemüht engagierte Kritiker mundtot zu machen und mögliche Prozesse bereits im Keim zu ersticken. Dagegen sind die wirklich harten Player in diesem Markt den meisten normalen Menschen völlig unbekannt. Die dominierenden Player unterhalb der öffentlichen Wahrnehmung heißen Vitol, Gunvor und Trafigura, Namen, die recht exotisch klingen, aber in der Regel von den Niederlanden aus operieren, also direkt aus dem Zentrum der EU heraus. Richtig bunt und wie aus einem Bondfilm entsprungen ist beispielsweise Gunvor, ein Unternehmen, dessen Chef auf den schönen Namen Timotschenko hört und früher in der Auslandsspionage des KGB gearbeitet haben soll, ein Gerücht selbstverständlich, denn der Mann besitzt inzwischen einen finnischen Pass. Diese Unternehmen handeln auch all das, was besser in keiner Bilanz eines an die Pflicht zu Veröffentlichung gebundenen Unternehmens zu sehen sein sollte.
Wie funktioniert nun dieser ominöse Verrechnungspreis für Rohstoffe aus Afrika? In der Regel beantragt ein Unternehmen, beispielsweise Glencore Xstrata, in einem Staat eine Schürf- und Ausfuhrlizenz für einen Rohstoff, investiert in die Anlagen, oftmals unterstützt von der Weltbank, kassiert Prämien und finanzielle Mittel dafür, dass das Unternehmen in Afrika investiert, und konstruiert mit dem Staat, in dem die Schürf- und Ausfuhrlizenz erwirkt wurde, einen langfristigen Vertrag mit einem langfristig festgelegtem Preis, dem sogenannten Verrechnungspreis. Dieser ist allerdings völlig abgekoppelt von Marktpreisen, dem Weltmarkt für Rohstoffe und den Preisen, die an den Rohstoffbörsen fixiert werden. Der Verrechnungspreis ist eine künstliche Konstante, die den Staaten eine langfristige Planungssicherheit vorgaukelt, in Wahrheit aber nichts weiter als eine Abschöpfungskonstante ist.
In der Realität gewinnen bei Preissteigerungen für die Rohstoffe (Börsenkurse der Rohstoffe) nur die Rohstoffkonzerne, die Rohstoffhändler und die Eliten der jeweiligen Förderländer, ebenso landen dort die gewöhnlichen Gewinne der Produktion vor Ort. Von Steuerzahlungen in den Produktionsländern lassen sich die Rohstoffkonzerne in der Regel langfristig befreien oder schachteln die Unternehmensstruktur so, dass am Produktionsort nur Verluste anfallen. Trotz des Reichtums an Bodenschätzen bleibt Afrika arm, denn alle Gewinne landen bei den Konzernen, den Rohstoffhändlern oder auf Treuhandkonten der Eliten des Landes.
Die Ausplünderung afrikanischer Staaten hat inzwischen ein Maß erreicht, bei dem das Verhältnis von Geldmittelzuflüssen nach Afrika, beispielsweise Investitionen oder Entwicklungshilfe, zu den Geldmittelabflüssen an die Konzerne, Rohstoffhändler und korrupten Eliten 1:10 beträgt. Jeder als Investition nach Afrika fließenden Euro oder Dollar wird durch Raffen verzehnfacht, das entspricht einer Rendite von 1000%. Jeder aus Europa nach Afrika fließende Euro produziert so einen Kapitalabfluss aus ohnehin armen Ländern von 10 Euro, ein Umstand, der einen Teil der sichtbaren Armut Afrikas und der Not der Menschen erklärt, aber auch die Antwort darauf liefert, warum nach Jahrzehnten Entwicklungshilfe nur wenig Verbesserung zu erkennen ist. Gegen den Kapitalabfluss sind die Zahlungen aus der Entwicklungshilfe oder das Engagement der NGOs nur Peanuts.
Die Staaten Afrikas verlieren jedoch nicht nur durch den Kapitalabfluss, die Rohstoffkonzerne und deren Helfer hinterlassen vor Ort noch eine Botschaft, die sich meist in Hungerlöhnen, Dreck, Müll, Umweltverschmutzung und kontaminierten Böden zeigt. Die sehr hohen Umweltstandards und die Rechte der Arbeitnehmer innerhalb der EU gelten natürlich in Afrika nicht, ein Umstand, der viele Manager frohlocken lässt und alle Hemmungen löst. Das versprochene Jobwunder vor Ort findet meist nur zu Bedingungen statt, die schlimmer als die Sklaverei sind. Das produziert natürlich auch in Afrika Widerstand, der dann entweder von willfährigen Regierungen gebrochen wird oder die Unternehmen besitzen dafür eigene Sicherheitsdienste. Um die Größenordnung dieser privaten Armeen in Afrika einzuschätzen genügt ein Blick auf die Firma de Beers, dem Monopolisten für Diamanten. In den Hochzeiten hätte es der Sicherheitsdienst der Firma de Beers locker mit den meisten europäischen Armeen aufnehmen können, selbst dann, wenn diese vollständig angetreten wären. Heute agieren die Rohstoffkonzerne geschickter und vermitteln statt dessen Ausbilder für Polizei und Armee in die Staaten, in denen ihre Interessen geschützt werden sollen. Würden diese Ausbilder dafür sorgen, dass die Rechtssicherheit und die gefühlte Sicherheit im Alltag erhöht ist, wäre dagegen kaum etwas zu sagen, aber altruistisch sind Konzerne nun einmal nur dann, wenn sie dafür einen Verdienstorden und gesellschaftliche Anerkennung bekommen. Das ist in Afrika entweder ausgeschlossen oder wertlos, zumindest aus der Sicht der Konzerne.
Wie im Beispiel mit den T-Shirts aus Asien findet analog die wundersame Geldvermehrung in der Rohstoffgewinnung auch schon statt, wenn diese noch tief in der Erde schlummern. Wer Kupfer für das Jahr 2016 kaufen möchte, kann dazu mit den Rohstoffkonzernen oder den Händlern einen Lieferkontrakt abschließen, in dem eine Fördernummer oder eine Chargennummer als verbrieftes Recht oder Zertifikat erworben werden kann. Diese Zertifikate werden gehandelt wie Obst auf dem Wochenmarkt, allerdings nicht für jedermann erhältlich, denn zum Kauf benötigt man einen Letter of Credit, ein LC. Dieses wird nur anerkannt, wenn es von einer führenden Bank mit einem Rating von mindestens A+ ausgestellt wurde. Nur wer bekommt schon von seiner Bank im Jahre 2014 eine uneingeschränkte Garantie, dass die Bezahlung der Bestellung im Jahre 2016 für den Lieferanten einklagbar und ohne Widerspruch eingelöst wird? Reiche, denen es auch nichts ausmacht einen Letter of Credit in 3-stelliger Millionenhöhe zu 100% mit Guthaben zu hinterlegen. Selbst wenn die Staaten Afrikas in den Handel mit den eigenen Rohstoffen einsteigen wollten, wären sie dazu nur in der Lage, wenn sie eine Bank besitzen würden, die ihnen den benötigten Letter of Credit ausstellt. Und hier schließt sich der Kreis, denn durch die Regeln in Rohstoffkontrakten werden alle Anstrengungen von Staaten, die die Kontrolle über ihre eigenen Rohstoffe behalten wollen, quasi ausgehebelt.
Die wundersame Geldvermehrung läuft immer nach dem gleichen Schema ab: Am Anfang werden in den Rohstoffkontrakten die Verrechnungspreise langfristig fixiert, die Produktion in der Zukunft wird noch bevor die Rohstoffe das Licht der Welt erblicken als Zertikat gehandelt und der Handel ist auf wenige Player beschränkt, nämlich nur auf die, die sich einen Letter of Credit leisten können. Alles andere ist ein Spiel, bei dem nur die internationalen Konzerne, die Rohstoffhändler und die Banken gewinnen. Natürlich funktionieren die Rohstoffkontrakte aus denen Europa beliefert wird, ähnlich, nur ist die Stellung eines Letter of Credit in Europa kein Problem und die Preise in den Kontrakten haben eine Gleitklausel, so dass immer der Preis gezahlt wird, der an der Börse fixiert wurde. Afrika liefert mehrheitlich zu Preisen, die anno dazumal in einem Hinterzimmer auf die Ewigkeit in Verträge gezimmert wurden, die notfalls mit diplomatischem Druck oder militärischer Macht eingefordert werden. Die Verrechnungspreise, auch wenn das Wort sauber, rein und unschuldig klingt, sind in der Moderne die Ketten der Sklaverei, die man nur mit viel Geld und militärischer Macht loswerden kann, alles Optionen, die in Afrika einen Mangel darstellen.
Afrika hat aufgrund der Verrechnungspreise in den Verträgen nicht die Spur einer Chance jemals auf einem grünen Zweig zu kommen. Bedenkt man, dass in Afrika etwa eine Milliarde Menschen leben, von denen sogar etwa 50% jünger als 15 Jahre sind, kann entweder eine riesige humanitäre Katastrophe oder eine fürchterliche Gegenkraft als sicher angenommen werden. Was Afrika braucht sind nicht Waldorflehrer, die sich darüber freuen, dass die Menschen eine altertümliche Tafel mit Kreide bekommen, sondern Menschen, die Afrika auf Augenhöhe wahrnehmen und mit den Regierungen und Menschen vor Ort Verträge aushandeln, die das Wort „fair“ verdient haben. Es geht darum, dass der Kapitalabfluss aus Afrika wenn nicht gestoppt, so doch wenigsten auf ein vernünftiges Maß reduziert werden kann. Afrika ist reich, nur landet dieser Reichtum am Ende nicht da, wo er geschöpft wird.
» Where diamonds are forever, NYT, 08.08.08
Kommentare 177
Oh, dazu habe ich drei links und hätte zum dritten sehr gern Ihre Meinung, weil ich über Wang Wenning nicht allzu viel finden kann.
Es gibt einen äußerst sehenswerten Film über die Machenschaften von Glencore in Sambia und der Partizipation daran in einer kleinen Gemeinde in der Schweiz:
Im Film geht es unter anderem darum, daß Glencore die sambischen Kupferminen sehr günstig kaufen konnte, als Weltbank/WTO Sambia zwangen, sie zu privatisieren. Seitdem versaut Glencore dort die Umwelt und zahlt so gut wie keine Steuern, weil sie das Kupfer innerhalb des Firmenimperiums von Glencore für einen Appel und ein Ei verscherbeln.
Der zweite beschäftigt sich mit den Wegen, die ein H&M-T-Shirt nimmt: Das Welthemd.
Der dritte beschreibt eine Reise in verschiedenen afrikanischen Ländern mit Wang Wenning, der in die Fertigung, damit Wertverbesserung und in Arbeitsplätze in Afrika investiert, bzw. Investitionen vermittelt: Chinas McKinsey in Afrika. Wissen Sie mehr über ihn?
Hallo DvW,
vielen Dank für das Video und die Links. Ich denke, JT als Autor wird sich morgen einloggen und kommentieren.
MfG JR
Der Film (den kannte ich noch nicht) über die Machenschaften von Glencore trifft, soweit ich das nach etwa 25 Minuten überblicken kann (morgen schaue ich mir den Rest an), auch den Tenor in meinem Text. Sambia ist sogar wohl noch ein Beispiel, in dem die Regierung zumindest im Rahmen ihrer Möglichkeiten versucht positiv zu agieren. Es gibt aber viel krassere Beispiele in Westafrika, denn da wird Abraum aus dem Uranabbau offen gelagert wird und vom Wind manchmal über hunderte Kilometer verteilt wird, mit entsprechenden Folgen für die Bevölkerung.
Die Textilproduktion, dies betrifft nicht nur H&M, ist in ganz Asien ein Trauerspiel. Aber die Bemühungen der Filmemacher beschränken sich dabei meist auf die reine Produktion und deren vorindustrielle Organisation. Ein Shirt einer in Europa bekannten Marke hat dort einen EK von nur wenigen Cent, was nicht nur Auswirkungen auf die Produktion, sondern auch auf die Wertschöpfung hat. Der Preisdruck auf die Produzenten entsteht dadurch, dass der Großhandel, um selbst ein Maximum zu verdienen, den Preis vorgibt und dadurch indirekt auch den EK ab Werk. Ein Beispiel: Ein Herrenanzug einer bekannten Marke kostet in Asien ab Werk wenige Euro oder Dollar (wenn ich den Preis nenne, bekomme ich wohl eine Klage, sorry) und wird in Europa für das 80fache verkauft. Sie können an der Dimension erkennen, was dort bereits in der Entstehung abgezweigt wird.
Die Wertverbesserung von Arbeitsplätzen, dies zu ihrer dritten Frage, nenne ich immer die Notfallmedizin nach einem Atomkrieg. Nun im Ernst, was bringen einzelne Vorzeigebetriebe wenn das ganze System krankt?
Verrechnungspreis, Einkaufspreis, Verkaufspreis...
Da stellt sich das derzeitige ökonomische System global ja so dar: Sozialismuskriterien als "Arbeits"grundlage und dann Kapitalismusregeln als Verwertungsgrundlage.
Alle Achtung, "das Beste" aus zwei Welten.
Armutszeugnis des Kapitalismus, dass er seine Grundlage im doch so angeprangerten sozialistisch/kommunistischen System findet und dies auch noch global umsetzt. Für angeblichen Fortschritt, der allerdings nicht stattfindet.
So erschließt sich dann auch der Ausdruck "neoliberal": Alter, angeblich so verteufelter Wein in neuen Schläuchen, ein paar schicke Formulierungen drum rum und ab damit in eine hochmoderne Fabrikanlage, die alle Gewinne und Geschäfte synthetisiert.
Danke für den aufschlußreichen Beitrag.
Ich würde es auf den Punkt bringen: Das einzige Problem (Grund der Ausplünderung Afrikas) sind die niedrigen Verrechnungspreise.
Was bringt / zwingt afrikanische Staaten, so niedrigen Preisen zuzustimmen? Korruption? Politischer & militärischer Druck aus den Abnehmer-Staaten (NAFTAM EU, BRICS)? Zu wenig Marktkonkurrenz (Oligopole, Absprachen) seitens der Abnehmer (Xstrata, Glenncore et al.)? Zu viel Konkurrenz innerhalb der Anbieter-Staaten (Staat A kann keinen höheren Verr.Preis durchsetzen für Rohstoff X, weil ein korrupter Staatchef vom Staat B dann ohnehin einen niedrigeren Verr.Preis anbietet).
Und das Spannendste: Was wäre zu tun? (Angenommen, wir könnten es). Preise regulieren, Mindest-Standards setzen, mehr "echte" Marktwirtschaft (Angebot folgt der Nachfrage)?
Das Problem der Sub-Unternehmen ist ein nachrangiges (für das Problem der Verr.Preise). Die "großen und bekannten" Konzerne würden es auch sonst direkt machen, d.h. von Staaten niedrige Verr.Preise verlangen. "Nur" ein PR-Schaden hält sie davon ab. Natürlich wollen viele Subunternehmen wegen Steuerverschleierung, aber das Phänomen ist ein weltweites und für die meisten Brachen leider der Fall.
Nun im Ernst, was bringen einzelne Vorzeigebetriebe wenn das ganze System krankt?
Na, wenig - deswegen ja auch meine Bitte um mehr Information zu Wang Weninng - um etwas besser beurteilen zu können, ob ein chinesisches Gegengewicht zu den Glencores dieser Erde heranwächst. Wie ich den Artikel von Georg Blume verstanden habe, vermittelt(e?) er zunächst vor allem Investitionen in die Produktion von Gütern des afrikanischen und chinesischen Bedarfs mit afrikanischen Rohstoffen - mich interessiert, in welchem Umfang das stattfindet. Ich spreche kein Chinesisch, Afrika ist für unsere Medien von einseitigem und untergeordnetem Interesse, chinesische Wirtschaftsinteressen in Afrika tauchen eher im Zusammenhang mit Landgrabbing oder Kleptokraten auf und Sie sind aus Hongkong...;-)...
Es gibt m.W. chinesisches Engagement in afrikanischen Ländern auf verschiedenen Ebenen, das ich teilweise deutlich positiver bewerten würde als das europäische oder us-amerikanische. So wurde in verschiedenen ostafrikanischen Ländern der traditionell indische Handel, der besonders entlegenere ländliche Gebiete mit Konsumgütern versorgt, innerhalb weniger Jahre von eingewanderten Chinesen übernommen. Und zwar zur Freude der Kunden, die verschiedene Güter (aus oft chinesischer Produktion) zu günstigeren Preisen und auf Augenhöhe kaufen können, während ich viele indische Kaufleute in ihrer Monopolstellung ihren Kunden gegenüber als extrem herablassend erlebt habe (als 1 kleines Beispiel).
Während Europa und die USA ihren durch WTO/Weltbank gestützten Begehrlichkeiten gern das Mäntelchen der Mildtätigkeit umhängen, auf blanke Ausbeutung das Trostpflästerchen der Entwicklungshilfe kleben, scheint China eine Politik der politischen Nichteinmischung und des Handels zu verfolgen. Was mir zunächst einmal als ehrlicher erscheint, aber seit einigen Jahren aus der Medienberichterstattung verschwunden zu sein scheint. Auch von afrikanischen Ökonomen, die sich gegen Entwicklungshilfe/Ausbeutung und für Investitionen einsetzen (wie z.B. die Marktliberalen Dambisa Moyo oder James Shikwati) habe ich seit Jahren kaum etwas gelesen.
Afrika kommt in unseren Medien als Natur- oder Hungerkatastrophe, als Revolution, Krieg und Hort der 'Asylantenschwemme' vor, die mit militärischen Mitteln bekämpft werden muß. Firmen wie Glencore sind im Gegensatz zu ihrer Marktherrschaft nahezu unbekannt, obwohl sie die Gründe für politische und zivilgesellschaftliche Destabilisierung und Armutsflucht frei Haus liefern und die Weltmarktpreise zu diktieren scheinen (auf Glencore kam ich erstmals, als ich vor einigen Jahren Einiges an Elektroinstallation in Auftrag gab und ob des hohen Materialpreises für Kabel, sprich Kupfer fast in Ohnmacht fiel).
Über asiatische Textilproduktion und die Rolle des Handels in Europa und den USA bin ich halbwegs im Bilde, ich hatte vor Jahren mal das Vergnügen, eine Sweatshop-Insel vor Vietnam zu besuchen, wo für Nike und Tommy Hilfinger produziert wurde, eine mir bleibende Erinnerung. Der verlinkte Artikel über das H&M-Shirt ist eines der wenigen Beispiele an Berichterstattung, die sich nicht nur auf lausige asiatische Arbeitsbedingungen konzentriert, sondern die gesamte Kette der Geldmacherei zeigt. Daß es noch üblere Beispiele gibt, die sich auch nicht auf Smartshopping bei Kik et al beschränken, sondern Markenkleidung betreffen - keine Frage.
..."Ein Herrenanzug einer bekannten Marke kostet in Asien ab Werk wenige Euro oder Dollar (wenn ich den Preis nenne, bekomme ich wohl eine Klage, sorry) und wird in Europa für das 80fache verkauft"...
Dem kann ich nur zustimmen.
Absurder wird es nur noch wenn ein Produzent in einem Land nur fuer den Export produzieren darf, dann wird der Kram in die "Edellaender" ausgefuehrt, und dann als ReImport wieder eingefuehrt, die Einheimischen muessen dann mal locker das 100 - Fache latzen, um die heimisch produzierte Ware anziehen zu duerfen, wobei wir dabei kein Mitgefuehl zeigen sollten, die Einheimischen die sich ReImporte leisten koennen, haben ihre Kinder in der Schweiz, mich regen die absurden Transportwege auf...
Es sind nicht nur die niedrigen Verrechnungspreise, sondern die Abkopplung der Volkswirtschaften der Lieferantenländer von der Wertschöpfung. Das ist viel gravierender. Es reicht eben nicht die Preise zu erhöhen, sondern man muss grundsätzlich ein neues Verhältnis zwischen Lieferanten (afrikanische Länder) und Abnehmer finden, eines, bei dem Risiken und Chancen nicht einseitig verteilt sind.
Es wäre schon ein großer Schritt, wenn die in europäischen Verträgen enthaltenen Standards auch auf die Verträge mit afrikanischen Staaten angewendet würden. Besser wäre es, diese Staaten über gemeinsame Unternehmen in transparente Lieferketten einzubinden.
TLACUACHE, ich habe nicht einmal etwas dagegen, wenn ein Europäer einen Anzug für 1600 Euro kauft, weil da ein Label aufgenäht ist, das diesem Menschen gibt, woran es ihm mangelt. Was mich stört ist, dass diejenigen, die den größten Teil der Arbeit verrichten den geringsten Teil von der Wertschöpfung bekommen.
Warum braucht man ein "neues Verhältnis"? Wenn die Annehmerpreise für den Lieferstaat stimmen, ist ein "neues Verhältnis" zwar schön und gut, aber eigentlich egal. Das Problem ist ja, dass die Preise weit unter den Verkaufspreisen liegen, d.h. - wie Sie schreiben - die Wertschöpftung zu 95% nicht am Lieferanten liegt. Je höher der Verrechnungspreis, desto weniger Zwischenlieferanten wird es geben (es lohnt sich nicht), und den Endpreis kann man auch nicht endlos erhöhen. Aus meiner Sicht ist das Problem das oligopolische Verhalten der Abnehmer-Konzerne (als Einkäufer UND als Endanbieter der Rohstoffe) plus die Korruption, über die man zu niedr. Verrpreisen kommt. Das Gegenbeispiel wäre, wenn sich Anbieterstaaten wie einst die OPEC zusammen tun würden, aber auch das wäre ein Oligopol.
..."So wurde in verschiedenen ostafrikanischen Ländern der traditionell indische Handel, der besonders entlegenere ländliche Gebiete mit Konsumgütern versorgt, innerhalb weniger Jahre von eingewanderten Chinesen übernommen. Und zwar zur Freude der Kunden, die verschiedene Güter (aus oft chinesischer Produktion) zu günstigeren Preisen und auf Augenhöhe kaufen können, während ich viele indische Kaufleute in ihrer Monopolstellung ihren Kunden gegenüber als extrem herablassend erlebt habe (als 1 kleines Beispiel)"...
Das ist jetzt mal null Wertend, DvW, ich habe gestern eine Einheimische gehabt, die ist bei dem Thema rot angelaufen, die will hier mal Null die chinesischen Waren, "da sie die Welt verpesten", wohlgemerkt eine Einheimische aus einem 3. - Welt Land.
Gruss
..."Was mich stört ist, dass diejenigen, die den größten Teil der Arbeit verrichten den geringsten Teil von der Wertschöpfung bekommen"...
Sie werden staunen, das stört mich seit über 30 Jahren
Sie nehmen vermutlich auch Bezug auf den Artikel in der Zeit, denke ich. In China selbst könnten Sie Produktionsbedingungen im Jahre 2014 besichtigen, die denen, die Karl Marx in Manchester beschrieben hat, nicht nur in nichts nachstehen, sondern sogar noch durch eine eigenartige Form der lächelnden Menschenverachtung ergänzt werden. Wang Wenning kennt diese Realität, auch Fabriken, in denen Ihnen die Luft wegbleiben würde, nicht vor Gestank, sondern vor dem, was Sie sehen könnten und niemals für möglich gehalten hätten.
In China, aber eben auch ganz Asien, können diese Zustände existieren, weil Millionen arme Menschen in den Dörfern in die Städte streben und in den Verhältnissen, die wir in Europa als unmenschlich bezeichnen würden, sogar noch besser leben als an dem Ort, von dem sie kommen. Wang Wenning versucht "Leuchttürme" zu setzen, und er ist ja nicht der Einzige.
Das Problem sind die Konzerne und die Konzentration der Macht auf gerade einmal 147 Unternehmen weltweit, die bestimmen, was wo geht. Die Eigentümer der Fabriken sind in Asien und Afrika Täter und Opfer zugleich. Das versucht Wang Wenning zu instrumentalisieren, quasi positiv zu besetzen, denn gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeter erreicht man in den Entwicklungsländern nur, in dem sie die Unternehmer vom Druck der Konzerne befreien, Ihnen Chancen und Absatzmärkte gegen humane Bedingungen in den Fabriken geben. Das ist der große Plan hinter der Bewegung.
Hier noch was für die Bildfaulen, ich hoffe Sie haben trotzdem Ihren Spass
;-)
Nur reden wir in Afrika und Teilen Asiens von einem Gefälle, das sich noch um Äonen von dem unterscheidet, was in den Industriestaaten zum Alltag gehört. In Europa gibt es zumindest noch Regeln, auch wenn diese oft nur halbherzig umgesetzt werden. Dort gibt es nicht einmal etwaige Spuren von Ansätzen dessen, was einmal eine Regel werden könnte.
Soso, Sie haben eine Einheimische gehabt...;-)...?
Womöglich hat sie eine Wahl zwischen bezahlbaren lokalen Produkten und Importen aus zunächst mal egalwoher? Bitte glauben Sie mir, daß ich chinesische Importe alles andere als unkritisch sehe, nicht nur im Bezug auf Afrika. Aber - winziges Beispiel - Sie werden mir vermutlich zustimmen, daß der Verkauf von Kaffee in einem Kaffee-produzierenden Land dem Verkauf von unfaßbar schlechtem Instantkaffee aus dem Hause Nestlé vorzuziehen ist. Bei den indischen Händlern gab's nur den lausigen Instantkaffee, bei den chinesischen immerhin ungerösteten Kaffee von der nächstgelegenen Plantage. Was für die Konsumenten vor Ort auf dem Land kaum eine Rolle spielt, da sie sich i.d.R. weder Kaffee noch Gewürze (wie Nelken, Pfeffer etc.) noch andere für den Export angebaute landwirtschaftliche Produkte leisten können.
Sehen Sie, das Beispiel mit der OPEC zeigt doch schon, dass man ein schlechtes System nicht gegen ein anderes schlechtes System austauschen kann. Der Grundfehler bleibt, und das ist das Ungleichgewicht in der Wertschöpfungskette.
Der Preis allein regelt doch nur die Wertigkeit, nicht die Anteile an der Wertschöpfung und deren Verwendung.
Nur rede/lebe ich seit 100 Jahren : 6.6 periode in solch seltsamen Gefilden, bei denen z.B. die Doppelschicht in der Gastronomie 6:00 Uhr Morgens - 12.00 Uhr, dann 18.00 - 24.00 Uhr üblich ist, inclusive 1 Stündiger Heimfahrt vom und zu Arbeitsplatz mal 4, da ist ein Mittagsschläfchen Gold wert wenn man eigentlich nie richtig pennen kann...
Doch der Preis beeinflußt doch den Anteil an der Wertschöpfung. Wenn der Ur-Lieferant den Lieferpreis von 1 auf 3 USD erhöht, bei einem konst. End-Preis, erhöht sich dessen Wertschöpfungsanteil. Auch wenn der End-Verkäufer den Preis für den Rohstoff/Ware ebenfalls erhöhen sollte (um 2 oder auch um 4 USD) - in absoluten Zahlen bleiben dem Ur-Lieferanten (= afrikanische Volkswirtschaft) diese 2 USD an "mehr" erhalten.
Sie gehen nur dann "flöten", wenn der Ur-Lieferant diese statt im Inland auf einem Cayman-Konto transferiert, aber das ist ein steuerliches Problem, kein Problem der Wertschöpftungsanteile und der Marktsituation. Oder - da haben Sie recht - "deren Verwendung". Aber auch das ist das Problem des Liefer-Staates: Wie und warum werden Erlöse aus dem Verkauf der Rohstoffe verwendet (verschwendet), verteilt (Steuersystem!), wie investiert (Bildung oder Waffen) etc. Hier kann man die Schuld nicht beim Abnehmer sehen, egal wie "sonst" dieser "böse" sei.
Im Alltag würden die Konzerne die höheren Preise an den Endkunden weitergeben, um ihre Margen zu halten, oder?
Das funktioniert nur innerhalb einer ineinander verflochtenen Strategie über die gesamte Wertschöpfungskette.
Das Problem der Cayman-Konten wäre keines, oder sagen wir vorsichtig ein kleineres Problem, wenn alle - nicht nur Privatpersonen - bei jeder Überweisung die Steuernummer angeben müssten. Das Gesetz hätte unter 10 Worte und wäre grenzenlos effektiv.
... weil Millionen arme Menschen in den Dörfern in die Städte streben und in den Verhältnissen, die wir in Europa als unmenschlich bezeichnen würden, sogar noch besser leben als an dem Ort, von dem sie kommen.
Das ist in afrikanischen Ländern u.a. durch die jahrzehntelange Vernachlässigung jeder Förderung des ländlichen Raums trotz seiner Wichtigkeit (Kleinbauern) für die jeweilige Ernährungslage nicht recht viel anders, mit dem Unterschied, daß ich nicht ganz so sicher bin, ob die Lebensbedingungen vor Ort tatsächlich schlechter sind als die in Slums kaum noch regierbarer Großstädte ohne größere Perspektiven regelmäßiger Arbeit. Dazu muß man nicht mal Abgründe wie Lagos/Nigeria heranziehen. Das geht auch schon in Daresalaam, in vergleichsweise der Schweiz Ostafrikas, Tanzania.
Das Problem sind die Konzerne und die Konzentration der Macht auf gerade einmal 147 Unternehmen weltweit, die bestimmen, was wo geht.
Ja, aber: was schlagen Sie vor? Gerade einmal 147 Unternehmen klingt so, als sei das ein vornehmes Anliegen für °Genosse Mauser° o.ä.
Sie schreiben von Bewegung im Bezug auf Wang Weninng und andere - könnten Sie das mal mit ein bißchen Namen, Zahlen, Daten, Fakten, politischer Wegbereitung füllen? Wie gesagt: es scheint kein Thema für europäische und us-amerikanische Medien zu sein (wobei ich bestimmt viel zu wenig Wirtschaftsteil lese).
..."Soso, Sie haben eine Einheimische gehabt...;-)...?"...
Meine Frau lacht sich grad die chinesischen Taschen weg, die hat mich seit 15 Jahren im Sack, und wenn ich "Pieep's" mache holt sie den Schwiegervater und dann komme ich 15 Jahre in's Loch.
Aber ich liebe sie ja, deshalb bin ich janoch hier...
;-))))
Zum Café:
Im Hochland von Guatemala und in México wächst Supercafé, ab 800 Meter, wissen sie wo der hingeht?
Nach Bremen und Hamburg (Neeestlééé).
Ein "Einheimischer" hat keine "Wahl", der bekommt die "Brotkrumen", obwohl er den "Rohstoff" liefert.
Das können wir auf alle Früchte, Palmölscheisse, Nelken, Pfeffer, "chocolatl/Kakaw" und sonstigem Kram ausweiten, das geht seit 5 - 6 Jahrhunderten so...
;-)))
Wäre ich jetzt gemein (bin ich aber nicht), würde ich Ihnen antworten, dass es in vielen Regionen der Welt nicht einmal das Wort "geregelte Arbeitszeit" gibt. Ich weiss, dass das Ihren Alltag nicht schöner macht, deshalb fassen Sie es bitte nur als Trost auf.
Es gibt eine Theorie, die besagt, dass dann, wenn europäische Gewerkschaften die Löhne und Arbeitszeiten in Bangladesh regeln würden, dies direkte positive Auswirkungen auf die Löhne und Arbeitsbedingungen in Europa hat. Eine Arbeits- und Sozialordnung, eine, die diesen Namen verdient hätte, kann europäische Bedingungen nur noch dann positiv verändern, wenn sie weltweit gilt. Das ist die Konsequenz aus der Globalisierung der Wirtschaft. Das ist Science-fiction, weiss ich, aber so sollte man denken.
..."Wenn der Ur-Lieferant den Lieferpreis von 1 auf 3 USD erhöht"...
Süss, wer ist denn der "URLIEFERANT"?
Meinen Sie, der (moderne) Palmölproduzent (Henkell kauft gerade alles und der Regenwald geht sowohl in Malaysia als auch in Mittel- und Südamerika vor die Hunde) ist ein kleines gelbes oder schwarzes Aeffchen das gerade mal 3 Kreuze hinter einem Vertrag machen kann?
Nein, die koennen 6 Sprachen und sind aus Dynastien die seid eh und je den Grundbesitz in den ehemaligen Kolonien verwalten, die Kinder gehen schon seit 1850 in die besten Unis der Welt...
AUFWACHEN !!!!
Sorry Lukasz Szopa, das ist naiv.
Gruss
Ich schlage Ihnen zu Ihrem letzten Punkt folgendes vor: ich setze mich hin und schreibe einen ganzen Artikel mit Bezug auf die Aktivitäten, die Wang Wenning und andere betreiben. Ich bin im April ohnehin für 3 Wochen in China (PRC) und versuche mit den Aktivisten in Kontakt zu kommen. Wäre das für Sie OK ?
Um die Macht der Konzerne zu brechen, müssten Handelswege transparent gemacht werden. So wie es Standards für internationale Verträge gibt, die aber in Afrika kaum angewendet werden, kann so etwas in staatlichen Abkommen (Liefer- und Abnahmeländern) geregelt werden. Desweiteren müssen Geldtransfers mit einer Steuernummer legitimiert werden.
Es gibt in Afrika schon Bestrebungen etwas in Anlehnung an die alte EWG in Europa zu installieren, also einen wirtschaftlichen Zusammenschluss mehrerer Staaten zu realisieren. Dies kann unterstützt und gefördert werden, weil auf diese Weise die Regierung in Afrika in eine Position gebracht werden können, die Ihnen mehr Verhandlungsmacht bei den Gesprächen mit den Konzernen gibt.
Richtig:
Ohne globalisierte Steuern und Gesetzesregelwerke geht nix vorwärts fuer den Arbeitnehmer, daran haben aber die multinationalen Global - Player kein Interesse, deshalb werden wir es weder in meiner noch in Ihrer Lebenszeit erleben, vielleicht im 22. Jahrhundert wenn man merkt, das globale Klimaprobleme nur mit globalen Regelwerken zu bekämpfen sind.
These: der Unterschied zwischen dem traditionellen und dem Kolonialismus 2.0 besteht primär darin, daß für die Kolonisierten, da sie nicht mehr als mehr oder minder wertvolles Eigentum und als zu rettende Seelen betrachtet werden, nullkommanull Verantwortung übernommen wird.
Ich las dieser Tage in anderem Zusammenhang eine schöne Formulierung °Mag auch nichts mehr sicher scheinen in Deutschland (diesem Fettauge auf der See der Auszehrung)...°
Wäre das für Sie OK ?
Nicht nur das, ich würde Ihnen virtuell die Füße küssen...;-)...
So ist das. Wenn die Realität ist wie sie ist, können Änderungen nur fruchten, wenn sie wie Zahnräder in die aktuellen Rahmenbedingungen und Regeln greifen. Viele europäische Gewerkschaften haben das noch gar nicht im Auge und kämpfen Schlachten des letzten Jahrhunderts, völlig an der nahen Zukunft vorbei.
OK, wir haben einen Deal.
Das mit dem virtuellen Küssen* würde ich gerne etwas modifizieren. Was halten Sie davon: ich schreibe den Artikel und Sie senden ihn - aber nur wenn er Ihnen auch gefällt - an die Menschen, die das auch lesen möchten oder den Anschein erwecken, als würde Sie das interessieren.
*) .... denn meine Füsse möchte ich Ihnen nicht einmal virtuell zumuten
Ich beziehe mich beim "Ur-Lieferanten" an den im Text genannten (afrikanischen) Staat :
"In der Regel beantragt ein Unternehmen, beispielsweise Glencore Xstrata, in einem Staat eine Schürf- und Ausfuhrlizenz für einen Rohstoff, investiert in die Anlagen, oftmals unterstützt von der Weltbank, kassiert Prämien und finanzielle Mittel dafür, dass das Unternehmen in Afrika investiert, und konstruiert mit dem Staat, in dem die Schürf- und Ausfuhrlizenz erwirkt wurde, einen langfristigen Vertrag mit einem langfristig festgelegtem Preis, dem sogenannten Verrechnungspreis. Dieser ist allerdings völlig abgekoppelt von Marktpreisen, dem Weltmarkt für Rohstoffe und den Preisen, die an den Rohstoffbörsen fixiert werden."
(fett-markierungen von mir)
@ "Im Alltag würden die Konzerne die höheren Preise an den Endkunden weitergeben, um ihre Margen zu halten, oder?"
Ja, aber nur bis zu einem gewissen Grad - denn auch da ist irgendwann Schluß und der Konsument kauft weniger oder gar nicht (je nach Art des Produkts). Selbst wenn die Konzerne den Markt 100% kontrollieren würden (keine echte Konkurrenz) - für viele Produkte, die nicht lebenswichtig sind, würde der Konsum einbrechen.
D.h. je stärker die Lieferseite ist (auch wenn mir OPEC zuwider ist), desto schwächer die Abnehmer-Konzerne.
Sorry, übersehen.
Entschuldigung
(Erst lesen, dann reden)
:-(
Kein Ding. Ich weiss was Du meinst: Wenn sich der (theoretisch) inländischer Ur-Lieferant im Eigentum des (ausländischen) Abnehmers befindet (ob direkt oder über Briefkastenfirmen). Dann ist es eine schön profitable "Planwirtschaft" des Großkonzerns, und das Land wird nur ausgeplündert.
Sorry, aber ein wirtschaftliches Problem, übrigens völlig unabhängig vom politischen System, lässt sich nicht ohne Begrifflichkeiten der Wirtschaft diskutieren.
Ihre Frage zielt auf die Gewinnverwendung. Wenn Sie mit dem Begriff "Allmende" vertraut sind, empfehle ich Ihnen unzählige Wirtschaftsprojekte in Afrika, die auf Social Community Trusts beruhen. Das sind Projekte, mit denen regionale Wirtschafts- und Sozialstrukturen organisiert sind, bei denen die Gewinne sozialisiert und nicht individualisiert werden. Afrika, insbesondere Südafrika (RSA) ist in diesem Punkt viel weiter als Europa.
Herr Szopa, in der Theorie gilt die von Ihnen benannte Einschränkung dann, wenn es viele Marktteilnehmer mit ähnlichen Produkten oder Dienstleistungen gibt. Das war einmal so. Heute lenken 147 Konzerne etwa 40% der Weltwirtschaft, darunter die gesamte Rohstoffversorgung, 99% der Finanzwirtschaft und weit über 60 % der landwirtschaftlichen Güter. Wo sehen Sie da die Möglichkeit, dass Preise sich selbst regulieren? Adam Smith wurde von den internationalen Konzerne bereits nachhaltig entsorgt.
Ich fürchte, ich bin diesbezüglich kein wirklich guter Deal für Sie, da meine Vernetzung sehr überschaubar ist. Verspreche Ihnen aber, Ihren Blog mit größtem Interesse zu lesen und ihn nach Kräften zu kommentieren, damit er im Strom der Belanglosigkeiten und Selbstreferenzialitäten nicht zu schnell untergeht.
Vermutlich sind Sie für die Verbreitung des Blogs mit Just Recently oder mit ed2m besser bedient (letzterer hat u.a. lesenswerteBlogs über Madagaskar geschrieben).
Ihre Füße...;-)... wären garantiert eine geringere virtuelle Zumutung als so manches andere beim Freitag ff.
Es reicht doch auch vollkommen, wenn Sie kritisch und gewogen lesen. Ohne Ihre hartnäckige Nachfrage würde es ja im Mai nicht geben, was wir uns vorgenommen haben. Das ist doch schon etwas mehr als manchmal hier (im Freitag) zu finden ist.
Die Lösung wäre eine Umkehrung des Marktkonzentrations-Trends. Das würde uns Konsumenten in den "Industriestaaten" wie den Rohstoffländern nutzen. Dass es realpolitisch schwer ist, wieder zurück zu Adam Smith zurückzukehren, ist mir leider auch klar.
Richtig. Die Gegenbewegung zur Globalisierung ist im Kern der lokale Wirtschaftskreislauf. Das funktioniert zumindest für einen Teil der Dinge, die Menschen zum Leben brauchen.
Will man die Konzerne "einfangen", muss eine Diskussion über die Gewinnverwendung stattfinden. Gewinne können sozial- verantwortlich oder asozial verwendet werden. Hier ist das Gleichgewicht abhanden gekommen, denn momentan wird ein Großteil der Gewinne asozial verwendet.
Dies führt übrgens lustigerweise zu einem Kernproblem der Marktwirtschaft, denn weil die Superreichen Billionen aus dem normalen Wirtschaftskreis entnehmen und nicht wie alle anderen Streblichen durch die Lebenshaltungskosten wieder in den Kreiskauf einspeisen, wird dem System Liquidität entzogen und das wachstum gebremst, was dann wieder mit Staatsschulden kompensiert werden muss. Die Konzerne sägen langfristig den Ast auf dem sie sitzen gerade akkurat ab.
sorry, Button verpennt. Antwort siehe oben.
Ich habe mir mal den Artikel, auf den in der Info-box hingewiesen wird, zu Gemüte geführt.
Demnach ist also das in Botswana bei Diamantengewinnung tätige Unternehmen De Beers ein positives Beispiel wie es auch laufen kann.
In dem Artikel wird allerdings auch sehr deutlich hervorgehoben, dass die „good governance“ in Botswana, ein sehr wichtiger Faktor ist: »it takes two to tango«
Und daran hapert es eben in schon vielen Ländern Afrikas.
Ich nenne mal ein Beispiel wie das im modernen Kapitalismus funktioniert:
Hotelbetreiber A sollte eigentlich Weltweit MwSt bezahlen, gelle?
Hotelbetreiber A sagt Land B ich mache hier 3000 Betten - Hotel auf.
Aber nur wenn ich "Freihandelshafen" bis vor mein Hotel bekomme und mein Hotel quasi "Freihandelszone" bleibt.
Also führt der Hotelbetreiber den Champus 1000 € die Flasche aus, bekommt irgendwo auf dem Meer die MwSt. aus der EU wieder, führt ihn irgendwo X wieder ein und kassiert beim Kunden 16%, obwohl er sie nirgendwo abführen muss.
SO macht man Kohle...
Global betrachtet...
Gruss
De Beers, ein Nonnenkloster seit 1866...
..."Heute verkauft De Beers nur Diamanten aus eigenen Minen, von denen die meisten in Südafrika, Botswana und Namibia liegen. Die Firma produzierte im Jahr 2004 Edelsteine mit einem Gesamtgewicht von 47 Mio. Karat (etwa 9,4 Tonnen), drei Millionen mehr als 2003"...
De Beers, ein Nonnenkloster? Wohl eher nicht. Aber hat doch - laut dem Artikel jedenfalls - wohl schon ein gewisses "social consciousness" . Und Botswana ist ja wirklich ein sehr wohlhabendes Land in Afrika, das über eine sehr gute Infrastruktur verfügt und meines Wissen auch der erste Staat in Afrika war, der an HIV/AIDS Erkrankte kostenlos Antivirals ausgab.
Außerdem wäre der folgende Absatz des Artikels - wenn nicht der gesamte Artikel - dann ja wohl völlig verlogen:
There is also no question, though, that Botswana was greatly aided by something else: De Beers’s own sense of — to use the current term of art — corporate social responsibility. Unlike most big companies that have exploited Africa’s resources over the course of its tragic history — indeed, unlike most Chinese companies operating in Africa today — De Beers did not simply plunder Botswana. Practically from the start, it entered into a 50-50 joint venture with the government; about a decade ago, it also sold the government a 15 percent stake in the company.
Den Artikel habe ich auch mit Interesse gelesen - kommt es eigentlich nur mir so vor oder gab es 2008/9 vergleichsweise viel mediale Beschäftigung mit Afrika?
Woher aber soll good governance kommen? Es gibt reichlich afrikanische Staaten, in denen vor der short century der Unabhängigkeit- und Befreiungsbewegungen u.a. Bildung ausdrücklich nicht auf der Kolonial-Agenda stand. Die darauf folgende Politik von WTO/Weltbank bremste auch tangofähige afrikanische Politik wirksam aus. Weniger tangowillige Protagonisten der Befreiung vom Kolonialismus heißen z.B. Mugabe.
Die Wechselwirkung von Sklaverei (als einem Beispiel für koloniale Abgründe) und heutiger Ökonomien (als Gradmesser auch für zivilgesellschaftliche und politische Stabilität) wurde mal untersucht von einem Ökonomieprofessor in Harvard, Nathan Nunn: THE LONG-TERM EFFECTS OF AFRICA’S SLAVE TRADES
Schoen wenn Auslutscher mal ueber Ihren Tellerrand schauen um sich auf die naechsten 50 kolonialen Jahre freuen:
..."Botswana: De Beers moves diamond sorting to Gaborone
Sorting diamonds in Botswana, archive shot Botswana wants to directly sell 10% of gem stones manufactured locally
The world's leading diamond producer, De Beers, has started the sorting of rough stones in Botswana.
It is the first step in the transfer of some of its operations from London to Gaborone, the company said.
It would turn Botswana into a major international centre, with about $6bn (£3.8bn) worth of diamonds expected to flow through the country, it said.
Botswana has long campaigned for its diamonds to be processed, sorted, marketed and sold from the country.
'Milestone'
De Beers' rough stone sorting or aggregation operations have been based in London for nearly 80 years.
De Beers first agreed to the transfer in 2006, but it was repeatedly delayed.
Botswana's Vice-President Ponatshego Kedikilwe described the move as a milestone.
"From humble beginnings to becoming the leading diamond producing country by value, we now embark on another segment in the journey chain," he said.
The Botswana government and De Beers - who are joint owners of Debswana, the country's main mining company - signed a deal in September 2011 to make the move from London to Gaborone.
It will open the way for Botswana to directly sell 10% of gem stones manufactured locally, the AFP news agency reports.
De Beers will also increase the value of diamonds it makes available to manufacturing companies in the country to $800m a year from the current $550m"...
Nochemool:
..."De Beers did not simply plunder Botswana. Practically from the start, it entered into a 50-50 joint venture with the government"...
Indeed, als Diamanten Scheisse laufen lernten und hoffentlich HIV die Bevölkerungsexplosion eindämmte, die VIP`s in Botswana schickten derweil Ihre Söhne und Töchter auf schweizer Internate und der Rest des Pöbel's konnte sehen wo es bleibt.
Ich habe es ziemlich satt muss ich sagen...
Und deshalb werde ich mich hier nicht weiter aeussern, sonst werde ich evtl. extrem ausfaellig was die Naivität angeht.
Andere (Lázaro Cardenas) haben die Oelmultis 1938 einfach rausgeschmissen, das hatte bei allen anderen Konsequenzen (MORD).
War ein komisches Jahr, dieses 1938, da haben es die Multis verpennen muessen, da war so ein komisches Tagewerk wie "Hitler" auf dem Tagesplan, da konnte man so eine Enteignung mal verpennen, das war in den anderen kolonialen Gebieten nicht moeglich...
Auch nicht bei Diamanten.
Und jetzt kommt die SOZI-schiene "de Beer's" haben "Antivirale - Medikamente gegen Aids verschafft", mir wird einfach nur schlecht...
Im Gegensatz zu Nicaragua, Guatemala, Honduras etc. gibt es in Mexiko ein richtiges Sozialamt, wenn Sie aber z.B. die Guggenheim's 1850 draussen gelassen hätten und Standart Oil gar nicht erst in's Land gelassen hätten, trotz "5 - Jahresplan a la DDR", die USA nicht ständig gegen das Raffineriewesen seit 100 Jahren treten, ich kann dir sagen, im Gegensatz zu Deutschland und zur DDR, die ersticken hier fast in Rohstoffen, es kommt ihnen zu den Ohren heraus. Die bräuchten gar keine Globalisierung, NAFTA, TIPP'S etc., das könnten die schön alleine machen, nur, da haben G7, G8, G20 gar kein Interesse daran, die würden sich schön in's eigene Fleisch schneiden.
Das Sozialamt hätte goldene Türknöpfe...
So ähnlich wird es wohl in Botswana sein.
Nicht ganz. Der Artikel über Botswana ist keine Huldigung der Aktivitäten der Firma de Beers. Über Unternehmen, die in Afrika tätig sind und die aus Europa kommen, geht es im Artikel. De Beers ist eine afrikanische Firma - es ist ein (schlechtes/gutes) Beispiel, wie Afrikaner mit Afrikanern umgehen - nämlich so, wie Europäer mit Afrikanern umgehen.
Aus dem Artikel wird ein Schuh, wenn Sie ihn so betrachten, dass selbst dann, wenn man einfach alles auf Afrikaner überschreiben würde, das System fortgesetzt würde, nur eben unter neuer Führung.
Sie können daran sehen, dass eine Änderung mit einer neuen Philosophie eingehen muss und nicht aus sich selbst heraus eine Korrektur stattfinden kann.
siehe Antwort an Alicia
Sorry, aber da haben Sie den Ansatz falsch interpretiert. Lesen Sie es doch einmal unter der Prämisse, dass afrikanische Konzerne, die in Afrika tätig sind, nicht per se humaner und zivilisierter agieren.
Im Artikel kommt die Firma de Beers mit dem Hinweis auf die größte Privatarmee Afrikas vor. Schließen Sie daraus, dass ich der Meinung bin, dass die vom Altruismus beseelt sind und sonntags über Wasser gehen?
So so:
"Jeder Mensch kann sehen was diese Unternehmen treiben, weil sie Veröffentlichungspflichten zu erfüllen haben – jeder Mensch könnte es, wenn er es nur wollte."
das ist Unsinn, die Zeit hat keiner, insbesondere nicht, was die Verschachtelungen solcher Firmen angeht.
Gruss
Leider irren Sie sich, denn es gibt NGOs, die das für Sie tun und Ihnen solche Daten sogar zur Verfügung stellen. Daneben gibt es die ganz reguläre Recherche bei den Gerichten und Registern, mühsam, aber spannend, weil man meistens noch höchst interessanten Beifang erhält. Was erwarten Sie denn, dass die Ihnen das auf den Server spielen? Das wäre wohl zu viel Service.
Es gibt sogar Aktivisten, die schreiben auf den Caymans die Firmenadressen per Hand ab, recherchieren, über welche Anwaltskanzleien das läuft und wer da rein und raus geht.
..."Leider irren Sie sich, denn es gibt NGOs, die das für Sie tun und Ihnen solche Daten sogar zur Verfügung stellen. Daneben gibt es die ganz reguläre Recherche bei den Gerichten und Registern, mühsam, aber spannend, weil man meistens noch höchst interessanten Beifang erhält. Was erwarten Sie denn, dass die Ihnen das auf den Server spielen? Das wäre wohl zu viel Service.
Es gibt sogar Aktivisten, die schreiben auf den Caymans die Firmenadressen per Hand ab, recherchieren, über welche Anwaltskanzleien das läuft und wer da rein und raus geht"...
Das glaube ich Ihnen gerne und ich habe sogar das Privileg es zeitlich nutzen zu können, dass dumme ist nur, das es keinen Einfluss auf Bundes-, Landtags- oder Europawahlen hat, weil der NORMALSTERBLICHE Wähler keine Zeit dazu hat, im Gegensatz zu mir und Ihnen.
Gruss
Wäre das Internet eine reine Sammlung von Texten, hätte der normalsterbliche Wähler die Zeit dazu. Bzw., auf die Zeit vor zwanzig Jahren umgestrickt: wäre das Fernsehen nichts weiter als Sandmännchen, Tagesschau und Klamotte des Abends aus Hollywood gewesen, hätte der Wähler die Zeit dazu gehabt.
Es ist kein Zeitproblem, sondern ein Problem der Medienkompetenz.
Oder, wie Wolf Maahn es so passend ausdrückte: "Und die Millionen, die geh'n heim und seh'n fern, ha'm in Welten anderer zu leben gelernt."
Mal nicht so hastig mit den Pauschalfreisprüchen.
Sie können daran sehen, dass eine Änderung mit einer neuen Philosophie eingehen muss und nicht aus sich selbst heraus eine Korrektur stattfinden kann.
Ja, das ist klar, das sehe ich genauso.
Die Implementierung einer neuen Philosophie wünschen wir uns aber auch hierzulande, oder nicht? Bis das aber wahr wird, wird sicher noch eine ganze Menge Wasser sowohl den Rhein als auch den Limpopo und den Zambezi hinunter fließen.
Und so viel kann man immerhin mit allem Recht behaupten: in Botswana ist es vergleichsweise gut gelungen, auch die Bevölkerung ein Stückweit vom Diamantenreichtum profitieren zu lassen. Nicht genug, das ist ja völlig unbestritten, aber immerhin. Fragen Sie mal die vielen simbabwischen Migranten, die in Botswana leben.
Indeed, als Diamanten Scheisse laufen lernten und hoffentlich HIV die Bevölkerungsexplosion eindämmte, die VIP`s in Botswana schickten derweil Ihre Söhne und Töchter auf schweizer Internate und der Rest des Pöbel's konnte sehen wo es bleibt.
Das ist jetzt aber schon ein bisschen billig, oder?
Oder können Sie das mit etwas Substanziellem belegen?
Danke für die interessanten Links. Besonders "the long-term effects..." werde ich mir sehr genau ansehen.
Nach Ihrer Formel (Medienkompetenz) sehen wir ja geradezu aufgeklärten Zeiten entgegen, Hut ab, da kann ja nix mehr anbrennen.
Mal schauen, was die Nationalisten im EU - Wahlkampf so anrichten, so Medienkompetenzmässig, wir sind gespannt auf die kompetenten Wähler, die sich täglich mit Whats upp- und Google + updates rumärgern, da bleibt ja bald keine Zeit mehr Zeitung zu lesen.
Da kann jede Menge anbrennen - ich sehe nur keinen Grund, dafür schon jetzt an Hinz und Kunz oder auch JR Persilscheine zu verteilen. Und auch nicht an Tlacuache.
..."Das ist jetzt aber schon ein bisschen billig, oder?
Oder können Sie das mit etwas Substanziellem belegen?"...
Nein, das habe ich nach 35 Jahren ganz gezielt aus dem RAMSCHLADEN, "substanziell" gesehen können Sie evtl. in meinen Blogs graben, kennen Sie noch "Café für Waffen" im ASTA 1981? Jugendsünden, unverzeilich, den Hut muss ich mir anziehen...
;-(
Wir sprechen uns am 26. - 27. Mai 2014
- Stichwort Silicon Valley - Walt Disney oder Demokratie -
Mit Freude sehe ich dem Ergebnis entgegen, als aufgeklärter Demokrat der sogar die Reformation der Kirche, Aufklärung und die Industrialisierung hinter sich gebracht hat...
;-)
Wieso am 26. - 27. Mai? Snowwhites Geburstag?
Nun, Afrika ist zumindest in Kleinlösungen weiter als Europa. Wenn Sie sich einmal mit Social Community Trusts beschäftigen sollten, die gehören unter den Begriff Allmende, dann könnten Sie sehen, dass die Afrikaner in "sozialen Fragen" weiter sind als Europäer - vielleicht auch näher am Ursprung, es kommt da auf die Blickrichtung an.
Eigentlich sind die, die lernen müssen, die Europäer. Das mag seltsam klingen, ist aber durchaus sehr ernst gemeint.
Afrikanische Tradition - sozialer und näher am Ursprung – da bin ich ganz bei Ihnen. Ubuntu – eine nahezu vergessene Philosophie - wäre in dem Zusammenhang auch noch zu nennen und eine verstärkte Rückbesinnung darauf sehr wünschenswert.
Social Community Trusts sind, wie Sie es bereits erwähnten, bisher aber nur “Kleinlösungen”. Im handwerklichen und touristischen Bereich beispielsweise.
Nach meiner persönlichen Wahrnehmung besteht in Afrika jedoch ein riesengroßer materieller Nachholbedarf, was dem Kapitalismus natürlich ungeheuren Vorschub leistet. Von daher sehe ich eher schwarz, dass sich die Verhältnisse in Afrika so schnell ändern werden.
Eigentlich sind die, die lernen müssen, die Europäer. Das mag seltsam klingen, ist aber durchaus sehr ernst gemeint.
Das klingt für mich kein bisschen seltsam. Im Gegenteil. Ideal wäre es m.M.n, wenn man bereit wäre gegenseitig von einander zu lernen. Und dazu müssten natürlich schon vor allem "die Europäer" von ihrem hohen Ross herunter.
Lieber J. Taylor,
recht herzlichen Dank für Deinen durch JRS übermittelten Beitrag, dem ich bis auf den Schlussabsatz zustimme.
Der Grund der afrikanischen Ausbeutung geht auf den Entkolonisierungsprozess zurück, den gerade auch wir 68er kritisierten und gegen den wir nichts gemacht haben, ebenso wie wir versagt haben in der Neugestaltung der Wirtschaft und Politik in Deutschland.
Der zweite Punkt ist die Frage, was denn tun heute, um Solidarität mit Afrika endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Da bin ich auch anderer Meinung. "Fair trade" eindeutig ja, das heisst Ausstauschbeziehungen auf Augenhöhe. Aber gleichzeitig ist das Grundproblem Afrikas nicht aus der Welt geschafft: die unvollkommene Staats- und dann Nationenbildung. Das heisst, die afrikanischen Zivilgesellschaften sollten sich zu Nationen zusammenfinden (was sie beileibe nicht sind) und einen von ihnen diktierten Staatsapparat entwickeln, der die natürlichen Ressourcen und die Human-Ressourcen im Sinne einer selbstbestimmten Entwicklung schützt (normalerweise passiert dieser Weg umgekehrt: Erst eine demokratische Staatsbildung mit grundsoliden Institutionen, dann eine Nationenbildung, die die fragmentierten Gesellschaften konsolidiert. Leider hat die Kolonialgeschichte Afrikas weder funktionierende Staaten noch Nationen in die Unabhängigkeit entlassen). Dieses letzte Ziel wird absichtlich durch den globalen Kapitalismus verhindert, insbesondere wirkt auch die deutsche Politik verheerend sowie alles was sich internationale Entwicklungshilfe nennt (besser Ausbeutungshilfe). Aber auch China ist keineswegs eine Alternative. Deren Imperialismus ist zwar andersartig gestaltet, aber ebenso ausbeuterisch. Beide Formen von Imperialismus saugen den schwarzen Kontinent bis auf die Knochen aus und werden fürchterliche Folgen für Armutsemigration nach Europa zur Folge haben. Und wenn nicht bald etwas dagegen passiert, werden unser Kinder und Enkelkinder unter dem Einwanderungsproblem nach "Old Europe" zusammenbrechen.
Weiter will ich mich hier aus Zeitgründen nicht einlassen.
Aber auch ganz herzlichen Dank für den Eingangskommentar und die Links von
@DAME VON WELT
Liebe Grüsse aus Panamá, CE
Ich schaue später in der Woche mal nach, was es über Wang möglicherweise in chinesischen oder überseechinesischen Medien gibt. Kann aber nicht dafür garantieren, dass viel Aussagefähiges dabei herumkommt.
Unter Wang Wenming (mit "m", nicht mit Doppel-"n"), findet sich schon mal mehr. ;-)
Dear CE !
Ob Art und Weise der Entkolonialisierung korrekt waren, wird durchaus konträr diskutiert. Die Betroffenen (Afrikaner) sind ja selbst nicht sicher. Richtig ist, dass es keine nennenswerte Vorbereitung gab, die darin hätte bestehen müssen, intakte und angemessen dimensionierte Organisationsstrukturen und eine gute Infrastruktur zu hinterlassen. Im Prinzip bestand ja damals die Strategie im Kern darin die Staaten einfach fallen zu lassen. Der damalige Zeitgeist hätte vermutlich auch keine andere Lösung zugelassen. Das kann man heute korrigieren.
Damit sind wir beim nächsten Punkt. Fair Trade ist ein Anfang, aber keine Gesamtlösung, weil es dank der überschaubaren Absatzmärkte nie aus einem Nischendasein herausführen wird. In dieser Einschätzung sind wir uns vermutlich einig. Statt dessen müssen die Lieferverträge transparent und kontrollierbar gestaltet werden, die Produzenten sollten in die gesamte Wertschöpfungskette eingebunden sein. Dazu ist es notwendig, dass die Staaten in diesen Fragen eine einheitliche Haltung finden und diese auch kompetent gegenüber den Unternehmen, die sich um Lizenzen bewerben vertreten, am Ende auch durchsetzen können. Solche Bemühungen gibt es schon, ich nenne das immer „die kleine EWG“, was nicht abschätzig gemeint ist. Absehbar wird das kommen, zumindest für Ghana und Ruanda gibt es Licht am Horizont.
Um das mit Know-how und Kontakten zu ermöglichen arbeite ich in Afrika, Sie werden das wohl nicht anders halten.
greets
JT
In Ostafrika nennen die Menschen das Prinzip auch "pa mkono", was in etwas bedeutet "die Hand helfend reichen".
Die Gefahr ist, und auf diesen Punkt haben Sie völlig richtig hingewiesen, dass durch den riesigen Nachholbedarf die Dinge Überhand nehmen, die wir in Europa bereits als kontraproduktiv erkannt haben. In der Praxis im Alltag der Menschen ist das kaum zu bremsen, das geschieht momentan eher durch den Mangel an Geld - die Armut schützt die Menschen (man muss es leider so sagen, sorry) vor Dingen, die sie am Ende zerstören, auch wenn sie sich nichts mehr wünschen als so zu leben wie komsumorientierte Europäer.
Es geht deshalb darum Perspektiven so zu gestalten, dass beides möglich ist, die Entwicklung (möglichst ohne die Fehler Europas zu wiederholen) und der Konsum dessen, was durch die Medien als Lifestyle verkauft wird. Ein sehr schmaler Grat.
Mr Wang ist besser zu finden, wenn man nach "Africainvest" sucht.
Es geht deshalb darum Perspektiven so zu gestalten, dass beides möglich ist, die Entwicklung (möglichst ohne die Fehler Europas zu wiederholen) und der Konsum dessen, was durch die Medien als Lifestyle verkauft wird. Ein sehr schmaler Grat.
Ja genau, ein schmaler Grat, der sehr viel Engangement und Beharrlichkeit erfordern wird.
Halten Sie uns bitte weiterhin auf dem Laufenden.
Beste Grüße!
Wang Wenming und Africa-Invest.
Ich sehe kein Indiz das vermuten ließe, dass Wang andere Funktionen wahrnimmt als andere chinesische Geschäftsleute. Allerdings kommuniziert er offenbar sehr effektiv mit der afrikanischen Öffentlicheit, mit ausländischen Korrespondenten, usw, und seine Rolle wird auch von chinesischen Medien gern als Soft-Power-Element verwendet. (Vielen Dank also für den Link - das ist ein Thema, das mich seit Jahren interessiert.)
Das Element der Bescheidenheit ist ein Punkt, der seit zehn Jahren häufiger in der englischsprachigen Presse auftaucht: der West-Expat geht ins Hilton, der Expat aus China in eine günstige Herberge - letzteres soll von Afrikanern durchaus positiv registriert werden.
Wenn Wang ausschließlich oder fast nur kleine und mittlere chinesische Unternehmen berät, die in Afrika investieren wollen, dürfte das besser für die Zielländer sein als Großinvestoren. Wobei ich den Artikel bei der taz auch in den Details mit Vorsicht genieße - nicht einmal richtig buchstabiert wurde der Name des Africa-Invest-Chefs, und Ende des vorigen Jahrzehnts wurde sein Name offenbar mal kurz durch die westlichen Medien gereicht (auch englischsprachige). Danach war dann wieder Funkstille.
In China ist Wang wohl recht bekannt. Hier ist sein Blog auf Sina.
Naja - bloggte, muss es wohl heißen. Der letzte Eintrag ist fast drei Jahre alt.
Lieber JT,
jetzt habe ich zwei Versuche gemacht, Dir eine Antwort zu schicken. Jedesmal ist mir mitten im Text der Kommentar verschwunden. Habe ein neues Laptop und weiss nicht den Grund, warum das passiert.
Darum jetzt nur einen lieben Gruss, vielleicht klappt es später einmal. Tut mir leid.
Dir viel Kraft bei der Arbeit. Ich würde mich gern mehr mit Dir über Afrika austauschen.
Liebe Grüsse aus Panamá, CE
Dear CE,
neue Technik hat seine Tücken, nehmen Sie es mit Fassung und Humor.
Ich bin sicher, dass sich Erfahrungen in Mittelamerika und Afrika dann ergänzen können, wenn langfristig orientierte Vorhaben mit Kooperationspartnern in den Industriestaaten organisiert werden sollen. Die Fragestellungen bei kleineren Problemen unterscheiden sich aus meiner Erfahrung erheblich, zumindest dann, wenn ich die vor vielen Jahren in Costa Rica und Honduras erlebten Aha-Momente zugrunde lege.
Wir werden sicher eine Möglichkeit finden uns auszutauschen.
Hasta luego
JT
„Nun im Ernst, was bringen einzelne Vorzeigebetriebe wenn das ganze System krankt?“
An einem gesunden System, lässt sich nichts verdienen. Schaue man sich doch nur mal unser Gesundheitssystem an. Die Menschen werden erst richtig krank gemacht, damit sie von der Ärzteschaft bis hin zur Pharmaindustrie abgezockt werden können.
Genauso funktioniert das auch auf einer viel höheren Ebene im System der Fiskal- u und Geldpolitik selber.
Darauf bin ich schon einmal eingegangen:
Goldman Sachs ist das Flaggschiff der Fed und dient insbesondere auch der Ausbildung von Hasardeuren, welche in die Welt geschickt werden, um mit Hilfe des Geldes Staaten , Völker und ihre Bürger zum Vorteil einiger weniger zu unterdrücken.
Bekannt davon sind z. B. der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi, der ehemalige italienische Ministerpräsident Mario Monti, der Vorsitzende des Financial Stability Board zur Überwachung des globalen Finanzsystems Mark Cagney sowie die wirtschaftspolitischen Berater des US-Finanzministeriums Robert Rubin und Henry Paulsen.
Vorsitzender von Goldman Sachs International ist der ehemalige EU-Kommissar und erste Generaldirektor der Welthandelsorganisation WTO, Peter Sutherland.
Vorsitzender von Goldman Sachs Deutschland ist Alexander Dibelius. Er ist Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Gelder, mit denen Banken unter Anführung von Goldman-Sachs weltweit zocken, stammen insbesondere aus öffentlichen Haushalten, wo ihre Bürger dafür haften (bürgen).
Meine Heimatgemeinde hat 36.000 Einwohner. Sie ist neben ihrer hohen langfristigen Verschuldung seit Jahren zahlungsunfähig. Währe sie ein privatrechtliches Unternehmen, säßen die dafür Verantwortlichen wegen Konkursverschleppung längst hinter Gittern. Stattdessen erlauben die es sich außerdem noch, die Konten ihrer Stadt bis über 70 Millionen Euro zu überziehen und das mit jährlich progressiver Steigerung. Nur so vermag man allein die Pflichtaufgaben zu erfüllen. Während bei der Infrastruktur bis hin zu den Schulen alles verrottet.
Gemessen an vielen anderen Städten, Ländern, Staaten und sonstigen öffentlichen-rechtlichen Einrichtungen, weltweit gehört diese Kommune noch zur Mittelklasse der Schuldner.
Selbstverständlich wird daneben auch noch an anderen Roulette-Tischen gezockt. Entwicklungshilfen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle.
Aber das ist nur der transparente Teil der Abzocke. Mit den Schulden auch noch aus vielen anderen Quellen bis hin zu den Immobilien, deren Schuldverschreibungen in Derivaten verpackt als Spekulationsgeschäftevon Hand zu Hand durch die Welt gereicht werden und damit ausnahmslos jeder Beteiligte auf Kosten der Allgemeinheit seine Geschäfte macht.
Gemessen an dem, wie heute mit Geld, Schulden, Obligationen, Derivaten, oder wie man diesen Unsinn auch immer bezeichnet, virtuell herumgekaspert wird, sind die von Schmidt titulierten „vagabundierenden Eurogelder“ nur ein Abglanz.
https://fbexternal-a.akamaihd.net/safe_image.php?d=AQDmvJ_J6vb3PaPc&w=377&h=197&url=http%3A%2F%2Fqpress.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F03%2FDerivate-Bombe2013-01.png&cfs=1
)
>>Das Gegenbeispiel wäre, wenn sich Anbieterstaaten wie einst die OPEC zusammen tun würden,<<
Klar doch. Oder wenn sich Fensterputzer in Deutschland zu zwei, drei Gewerkschaften zusammentäten.
>>Ich sehe kein Indiz das vermuten ließe,<<
Ogottogott! Georg Blume! Die Zeit? Die taz? die waz was? Warum nicht gleich China Daily?
https://encrypted-tbn2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTSmRcDsdczR_zrhImQd_bCJod1Ar-LkaPBS3T1qbZyzrjimsnCKA
Nicht so schnell, Herr Pirkl. Ist doch noch gar nicht Palmsonntag! Überfordern Sie das arme Vieh nicht. Sind Sie jetzt in der Führzügelklasse aktiv?
)
Natürlich schwebt Mr Wang nicht im luftleeren Raum. Gehen wir doch positiv davon aus, dass er nichts tut, was ihm Zuhause die Chance ermöglicht monatelang Deiche in Handarbeit zu bauen.
.... und doch ist es besser als nichts, immerhin.
Scusi, ich habe völlig vergessen, mich zu bedanken.
Falls ich noch einen Wunsch äußern dürfte?
Nachdem Sie sich seit Jahren mit Soft Power? oder mit dem chinesischen Engagement in Afrika? beschäftigen - falls es Letzteres ist, würden Sie darüber gelegentlich einen Blog schreiben? Oder hätten Sie etwas zum Lesen, was das chinesische Engagement in afrikanischen Ländern ein bißchen umfänglicher spiegelt? Bedauerlicherweise interessieren sich westliche Medien so gut wie gar nicht für Afrika, abseits der Katastrophenmeldungen.
Also nicht nur über das Engagement der chinesischen Privatwirtschaft auf unterschiedlichen Ebenen, sondern auch über bilaterale Abkommen, inklusive ausgehandelter Kontingente chinesischer Einwanderer in afrikanische Länder, Infrastrukturmaßnahmen, die die Ausbeutung von Rohstoffvorkommen erst ermöglichen, Waffengeschäfte, Landgrabbing etc.etc.
Mich würde auch sehr interessieren, ob und wenn ja, in welchem Umfang China als Kreditgeber für afrikanische Länder in Erscheinung tritt.
Zum Vergnügen ein Bericht über eine deutsche Erfolgsgeschichte in Westafrika (leider ohne die obergroßartigen Fotos aus dem Heft) Knirsch und Glanz.
Und eins meiner Lieblingsprojekte: Adoptedvermittelt familiär bindungslosen, erwachsenen Europäern Pateneltern in Afrika. ... In einer westlichen Welt, in der Werte wie Geborgenheit, Zugehörigkeit und Zusammenhalt verloren gegangen sind, bringt ADOPTED Menschen auf persönlicher und emotionaler Ebene jenen näher, die diese Werte pflegen. Großfamilien in Afrika erklären sich bereit, für Europäer symbolische Patenschaften zu übernehmen, da sie überzeugt sind, helfen zu müssen.
In einer westlichen Welt, in der Werte wie Geborgenheit, Zugehörigkeit und Zusammenhalt verloren gegangen sind, bringt ADOPTED Menschen auf persönlicher und emotionaler Ebene jenen näher, die diese Werte pflegen. Großfamilien in Afrika erklären sich bereit, für Europäer symbolische Patenschaften zu übernehmen, da sie überzeugt sind, helfen zu müssen.
Mmmm... versteh' ich jetzt nicht. Ist das eine Persiflage auf die "Patenschaftswerbung" auf deutschen Bahnhöfen, oder meinen die das ernst? :-)
Mich interessiert bei China vor allem die soft power. Aber vielleicht ist für Herrn Taylor ja das Afrika-Thema ausbaubar.
Ein paar Presse-Beobachtungen re Afrika/China hätte ich auf Englisch - nicht sehr systematisch, aber über längere Zeit gesammelt, z. B.
» 29.09.13
» 01.11.12
» 19.07.12 (1.)
» 19.07.12 (2.)
» 25.05.12
» 10.04.12
» 01.02.12
» 01.09.11
» 25.03.11
» 23.02.11
» 20.11.10
» 15.01.10
» 27.08.09
Möglicherweise ist da noch mehr, aber schauen Sie am besten erstmal, ob da überhaupt etwas für Sie von Interesse ist, und wenn ja, in welche Richtung.
Mmmm... versteh' ich jetzt nicht. Ist das eine Persiflage auf die "Patenschaftswerbung" auf deutschen Bahnhöfen, oder meinen die das ernst?
Das ist ein Kunstprojekt, das ernst genommen wurde. Ich müßte selbst erst suchen, um mich über den Fortgang zu informieren, es kam in jedem Fall zu Adoptionen.
Danke für die vielen links, da lese ich mich in den nächsten Tagen durch und melde mich dann nochmal.
Ich schlage vor, dass Du dich einmal von den Ponys abwendest und mit klarem Blick auf das schaust, was sich z.B in der Ukraine zuträgt. Dort wird deutlich, was auch Europa droht, wenn die Europäer nicht bald zur Vernunft kommen.
Dabei sollten ihnen die Zustände in Aftrika Vorbild sein.
Putin ist nach Ansicht der Imperialisten nur ein Stolperstein am Wegrand der „Karawane“ auf dem Weg zu einer NWO. Dabei spielen Banken, die überall dort angesiedelt werde n, wo es gilt. geopolitischen Einfluss zu nehmen, eine herausragende Rolle. Gelingt dies nicht mit ihrer Hilfe, so folgt militärischer Druck. Dem war bisher noch kein Staat gewachsen.
AberPutin ist nicht Libyen unter Gaddafi, Syrien unter Assad und schon mal gar nicht die Ukraine. Russland unter Putin ist ein ganz anderes Kaliber wie alle die anderen, die sich zwar widersetzten, aber dem folgenden militärischen Druck des Imperiums nicht standzuhalten vermochten..
Wie überall, so geht es auch bei der Ukraine um geopolitische Zielsetzungen der USA und ihrer Plutokraten. Unter deren Herrschaft sind die Förderrechte an ukrainischen Gas- und Ölfeldern im Schwarzen Meer bereits auf westliche Mineralöl-Konzerne aufgeteilt.
Infolge des Krim-Konfliktes befinden sich nun diese Unternehmen bereits im Abseits. Wenn Russland die Krim übernimmt, werden nämlich die Lizenzen neu vergeben.
Dann befinden sich „Exxon und Shell zumindest in einer rechtlichen Grauzone“, sagte Chris Weafer von der russischen Wirtschaftsberatungsfirma Makro Advisory in Moskau. Sie verfolgten ein „Explorationsabkommen mit einer Regierung, die bald nicht mehr über die Gerichtsbarkeit in der Region verfügt“, so Weafer zu Bloomberg.
Die Krim ist also in dieser Hinsicht wertvoller als die ganze „korrupte Ukraine“. Vor deren Hintergrund nun Putin wie Rumpelstilzchen tanzt und sich eher noch über die Dummheit der Imperialisten mit ihren europäischen Tölpeln lustig macht.
Außerdem wird sich die Ukraine von selber vom Westen abwenden, nachdem ihre Bevölkerung erkannt hat, auf was sie sich mit Blick auf Europa eingelassen hat. Die nächste Wahl in der Ukraine wird es beweisen.
Das Imperium hat sich an der Ukraine verhoben. Wenn Angela Merkel auch nur ein Bisschen Verstand und dazu die nötige Zivilcourage aufbringt, könnte sie Europa aus dem Sog des Unterganges und vor den raffgierigen Plutokraten jenseits des Atlantiks retten.
Wer so empört die russische Rolle verteidigt, um das amerikanische Imperium zu bekämpfen, kann sicherlich leicht übersehen, dass er selbst ein Imperium verteidigt.
Mit einem Unterschied zwischen den Imperien, die in Rede stehen: das amerikanische genügt sich im Zweifel auch als Nationalstaat, ähnlich wie England nach dem Zerfall des Empires.
In Russland - und übrigens auch in Han-China - sieht das anders aus.
Naja - es stimmt schon: Russlands Eliten haben nicht die geringste Chance, auch nur entfernt so viele Korrespondenten für die Eigenarten ihres politischen Systems einzunehmen wie die chinesischen Eliten.
Das weiß ich nicht. Ich war nicht dabei. Es beruhigt mich indessen keineswegs, dass ein Korrespondent dabei war.
Die russische Art, das zu vermitteln, ist nicht sehr subtil. An anderer Stelle merktest du schon an, dass die chinesische Politik sich gern im Moskauer Windschatten versteckt.
Ist es nicht niedlich, wie Herr Pirkl die Kanzlerin auf einen Esel setzen und mit Palmwedeln bewerfen möchte? Hast du eine Ahnung, warum er ihr so viel zutraut?
An anderer Stelle...
Wo war das nochmal?
Ahnungen habe ich as many as the day is long, aber wir wollen doch jetzt nicht ins Spekulieren kommen, Tai De. Ich jedenfalls nicht. Und du bitte möglichst auch nicht. Das vertrüge sich auch gar nicht gut mit der Netiquette. Ganz abgesehen von den guten Umgangsformen im Diesseits.
Weiß ich nicht mehr. War es nicht so?
Doch - das kam direkt von der "Stimme Russlands", die wiederum irgendeinen russischen Gelehrten oder Korrespondenten zitierte. Habe ich aber leider keine Quellenangabe zu.
Ich hab's - das war, als Snowden nach Moskau ausreiste - von Hong Kong aus. Ich weiß aber nicht, ob das im russischen Radio auch Anlass zu der konkreten Beschwerde über China war.
Und, wer oder was war die Quelle?
Das weiß ich nach wie vor nicht.
Merde! Dabei ließe sich das im digitalen Zeitalter doch alles enregistrieren.
Und das sogar per Zeitschaltuhr.
Ja, aber möchte ich mir das hinterher alles anhören?
Davon abgesehen fällt mir vor allem auf, dass Moskau sich nicht öfter über Beijing beschwert. Jedenfalls nicht in Fremdsprachen.
Ging dorthin.
Profilneurotisch gesehen sind deutsche und russische Politiker sich sehr ähnlich. Sie fallen gerne auf. Welcher chinesische Politiker möchte schon auffallen?
Wer von den staatlichen Medien seines Landes so gefeiert wird wie Xi Jinping, muss sich ja auch nicht mehr selber loben. Der arme Putin muss dafür halbnackig in den Fluss. Höchstpersönlich. Da tät' der xi aber tausend Tode sterben. Schon beim Gedanken daran.
Und komm' mir keiner damit:
Das war eine ganz andere Zeit.
Mal vorausgesetzt, Merkel täte das Richtige, wenn Sie in Ihrem Sinne handeln würde, Herr Pirkel: warum sollte sie das Richtige tun wollen? Gehen Sie immer vom Besten im Menschen aus, oder tun Sie das vor allem bei politsch einflussreichen Menschen?
Putin hat aus dem Untergang der Sowjetunion gelernt und dabei erkannt, wie leicht es ist, aus der Rolle eines Imperiums herauszufallen, wenn es Spielern mit Pokerface gegenübersitzt, die außerdem mit gezinkten Karten spielen und denen der Colt locker locker im Halftr steckt. Zurzeit hat er zwar mit der Krim ein Full House in der Hand, ob ihm das auf Dauer ws nutzt bleibt abzuwarten. Das Spiel ist nämlich noch lange nicht zu Ende.
Lieber IR`s, wenn Du meine Beiträge gelesen hast, wirst Du wissen, dass ich weder die eine noch die andere Seite verteidige noch angreife, sondern mich an Fakten orientiere, mir eine Meinung bilde und veröffentliche.
Russland ist zwar auf dem Weg zum Imperium, aber gemessen an den USA noch weit davon entfernt. Auf einen großen Krieg werden es die beiden allerdings aus guten Gründen nicht ankommen lassen.
Die USA sind ein Bundesstaat, der von Plutokraten in einer oligarchischen Staatsform geführt wird. Wie das mit Russland ist, vermag ich nicht zu erkennen. In dieser Hinsicht ist insbesondere Putins Staatsführung nicht so einfach zu durchschauen.
China dagegen, schätze ich mal, liegt zwischen den beiden Staatsformen.
Lieber IR`s, wenn Du meine Beiträge gelesen hast, wirst Du wissen, dass ich weder die eine noch die andere Seite verteidige noch angreife, sondern mich an Fakten orientiere, mir eine Meinung bilde und veröffentliche.
Herr Pirkl: das tut nun wirklich jeder FC-Forist!
Das Gegenteil ist der Fall. Merkel handelt klar und eindeutig im Interesse des "großen Brunders"jenseits des Atlantik. Das hat sie während ihres ersten Lebens in der DDR kennen gelernt:
https://encrypted-tbn2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQNvDc6Qf6VXpmWiYW7QhjrwSnydMNcgSGOvONh-RnytDJ9aLZd
Ich glaube, Sie verstehen Tai De miss, Herr Pirkl. Sie schrieben:
Wenn Angela Merkel auch nur ein Bisschen Verstand und dazu die nötige Zivilcourage aufbringt, könnte sie Europa aus dem Sog des Unterganges und vor den raffgierigen Plutokraten jenseits des Atlantiks retten.
Also, ich bin sicher, dass es an Verstand bei Merkel nicht fehlt. Aber warum setzen Sie voraus, sie brächte den Willen dazu auf, just in Ihrem Sinne zu handeln?
Oder glauben Sie, die Frau ist eigentlich total nett, aber ein bisschen unterbelichtet? Oder - was Ihr neuer Kommentar nahezulegen scheint - überbelichtet aber finsteren Herzens?
Das bleibt im Dunkeln.
Merkel tut immer das richtige. Täte sie das nicht, wäre sie längt weg vom Fenster. Bei Politikern bezeichnet man das im Allgemeinen als Pragmatismus. Bei Merkel scheint es mir eher noch Egomanie zu sein.
Nein, das ist kein Widerspruch, sondern wird sogar von außen als Mittel zum Zweck befördert.
Na, Herr Pirkl. Soviel zum Thema weder die eine noch die andere Seite verteidige noch angreife :-))
In welchen Punkten Herr Gabriel weniger egoman wäre als Frau Merkel, das tät' mich jetzt wirklich interessieren, obwohl es ja im Grunde reiner Celebrity-Talk wäre.
Aber der "Freitag" soll ja sowieso bullewahr werden. Können Sie mir Merkels Egomanie der Sonderklasse näher aufdröseln?
Lieber IR`s. versuche bitte nicht vom Thema abzulenken. Hier geht es weder um Gabriel noch um Merkel, sondern um Europa. Die europäischen Staaten werden missbraucht, um die Russen von der Occupation der Krim abzuhalten.
Das wird nicht gelingen, denn Putin hat längst durchschaut, was mit der Ukraine beabsichtigt ist. Nun hat er ganz einfach den Spieß umgedreht und lässt Obama und seine Laienspielschar zappeln. Dabei hängt sich besondere John Kerry weit aus dem Fenster. Mit Drohgebärden versucht er. für seine Klientel zu retten, was noch zu retten ist. Aber der Zug ist längst abgefahren. Putin hat den Sack zugemacht. Die Oligarchen des Westens haben ihre Geschäfte mit der Ukraine im Schwarzen Meer ohne den Wirt aus Moskau auf Sand gesetzt.
In der nächsten Woche ist die Olympiade in Sochi Vergangenheit und die Krim gehört endgültig zu Russland. Davon beißt keine Maus mehr einen Faden ab.
Putin braucht auch gar nicht mehr mit Waffen über die Ukraine herzufallen. Die wird sich von ganz allein auf ihn zu bewegen.
Aber auch die europäischen Staaten, soweit sie noch nicht endgültig von den Banken und ihren Erfüllungsgehilfen unterwandert sind, werden sich überlegen, ob sie weiterhin in dieser Liga mitspielen. In der Ukraine wurde ihnen anschaulich vorgeführt, was auch ihnen blühen könnte, wenn sie nicht das Steuer selber in die Hand nehmen.
Merkel erfüllt nur ihre Pflicht. Was bleibt ihr auch anders übrig als mehr oder weniger oberste Verwalterin einer Kolonie Deutschland des Imperiums. Als solche hat sie außerdem noch die Aufgabe, alle europäischen Staaten als Vasallen in die Arme der USA zu treiben.
Stattdessen wäre es angebracht, Russland gleich mit der Ukraine in die europäische Staatengemeinschaft aufzunehmen und sich gleichzeitig mit seiner Hilfe von dem Imperium jenseits des Atlantiks abzukoppeln.
Der Zeitpunkt ist so günstig wie nie. Mit Genugtuung würde die Menschheit auf Europa schauen. Man ist sich nämlich jetzt gewiss, dass Frieden einkehren wird, und die Ausplünderung, die besonders in Afrika zum Himmel schreit, hätte endlich ein Ende.
Putin und Merkel würden in die Geschichtsbücher eingehen, und selbst die Bevölkerung der USA wird aufatmen, endlich von ihren Oligarchen befreit zu sein.
Ein neuer American Way of Life begänne.
Das wäre doch einmal etwas ganz erfreuliches, und aus dem Dunkeln erstrahlte eine neue Welt.
Mal nicht so hastig, Herr Pirkl. Wenn hier jemand vom Thema abgelenkt hat, waren das ja wohl Sie. Merkel mussten Sie hier ganz schön breit treten, bevor jemand so nett war, darauf einzugehen.
Also manchen Zeitgenossen kann man es wirklich nicht recht machen.
Es ging und geht doch hier um Afrika?!?
Vielen Dank für den Text, das Konstrukt eines "Verrechnungspreises" war mir bisher auch noch nicht bekannt.
Das Instrument eines "Letter of Credit" allerdings schon, da fühl' ich mich doch gleich an meine 20 Jahre zurückliegende Ausbildung im Aussenhandel erinnert. Das deutsche Wort für dieses Instrument lautet übrigens "Akkreditiv" und es ist, neben dem "Wechsel", ein übliches Zahlungsverfahren im internationalen Warenhandel.
p,s,; zur Ukraine gibt es hier im DF nun wirklich schon mehr als ausreichend Texte und wer möchte kann ja noch einen speziellen Angela- und Siegmar-Bashing-Blog aufmachen, nur so zum Spass :))
Sie wissen doch wie das geht: "Tue Gutes und sprich darüber." So heißt die Methode, die immer dann aus der Schublade geholt wird, wenn andere Ideen, die sich noch im Schlepptau befinden, mit Altruismus bis zur Unkenntlichkeit überkleistert werden sollen.
Na dann können Sie mit dem Wissen wundervoll nachempfinden, was Afrikaner von uns denken, wenn wir von denen ein Akkredititiv verlangen, dass mindestens AA und minmal A+ sein darf, auf erstes Verlangen wirken soll und am besten noch revolvierend den gesamten Kontrakt abdeckt. Die sind quasi chancenlos mit nur einem Federstrich.
Sie können sich vielleicht noch an die Bilder erinnern, als Mao vor laufenden Kameras schwimmen ging. Bilder von Politikern, insbesondere dann, wenn sie auffallen wollen, transportieren stille Botschaften. Die Unterscheiden sich immer nur im Rahmen der jeweiligen Klatsche des jeweiligen Politikers.
Sarich ja: ein Bad im toten Fluss für den Vorsitzenden Mao - Xi gibt sich einstweilen mit einem geselligen Image zufrieden.
Und mit Merkel teilt er nicht nur eine große innere Ruhe, sondern auch eine Begeisterung für den Vorsitzenden Jiang Zemin als Schriftsteller:
http://img.ifeng.com/res/200910/1013_810133.jpg
Oktober 2009 im Bundeskanzleramt, damals noch als Vizevorsizender.
OK. Zurück nach Afrika.
Nun, Russland und die Ukraine haben zwar mit vielen afrikanischen Staaten die Staatsform gemein, Kleptokratie, beide Staaten verhalten sich abe sonst wie das andere politische Pack, Russland hat nämlich eine Basis am Horn von Afrika und die Ukraine liefert jedem Waffen nach Afrika, der schon im Stehen pinkeln darf Ansonsten wären viele in Afrika schon froh, wenn ihnen auch nur einmal im Leben so viel Aufmerksamkeit zukommen würde wie momentan der Krim.
Es gibt in Afrika, gerade in Guinea, dem Land, in dem ich zuletzt war, viele ehemalige russische Soldaten, die mit ihrer Abfindung dorthin gezogen sind, eine Afrikanerin geheiratet haben und versuchen mit kleinen Gold- oder Diamantenminen über die Runden zu kommen. Die haben trotz guter Kontakte jedoch ähnliche Probleme wie die Afrikaner, zumindest wenn es darum geht, einen guten Preis für die Ware zu bekommen.
Frau Merkel interessiert sich nur sehr wenig für Politik, sei dies die Krim oder Afrika, das führt also nicht wirklich weiter. Die Frau hat in Moskau studiert, gehörte also dort, wo Sie herkam, zu dem, was man Nomenklatur nennt. Die kommt mit Putin schon zurecht und er mit ihr, denn die haben sich off-the-record ja viel zu erzählen. Für Afrika interessiert sich Frau Merkel nur, wenn Saharastaub aufgewirbelt wird und über Berlin abregnet.
Da andernorts die Sorge vorgetragen wurde, es fehle in der FC gelegentlich an Niveau, erlaube ich mir, einen über jeden Zweifel erhabenen Beitrag abzuseilen einzustellen.
Nach ersten Diagonallesen: gern gelesen habe ich Ihre Blogs Hu Jintao’s Africa Forum Speech und Shortwave Log, Northern Germany, September/October 2012
Im Gegenzug ein paar Artikel und eine Debatte aus dem Economist Rumble in the jungle, Trying to pull together, Limited partnership, Africa and China
Ein paar afrikanische Positionen (nicht notwendigerweise zu Beziehungen mit China) Andrew Mwenda: Aid for Africa? No thanks. James Shikwati Wer Afrika helfen will, darf kein Geld geben,sein Blog und Dambisa Moyo Wir Afrikaner sind keine Kinder (mit einzwei Körnchen Salz zu lesen, da marktliberal)
Wie seriös der folgende Blog ist, kann ich nicht beurteilen, anhand des Sudan wird die Frage gestellt: Is China good for Africa? 1 + 2
Grundsätzlich wichtig und interessant fand ich die schon erwähnte Studie über die ökonomischen Nachwirkungen der Sklaverei von Nathan Nunn, eine Zusammenfassung im Handelsblatt und das Afrika-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung, hier besonders Gender und Agrarpolitik. Mit Gewinn gelesen habe ich Ach Afrika von Bartholomäus Grill, hier ein Artikel von ihm von 06 über verschiedene afrikanische Protagonisten, die sich die Europäer zurückwünschen.
>>Für Afrika interessiert sich Frau Merkel nur, ...<<
Ist wohl auch besser, wenn es sie NICHT interessiert, oder?
http://www.youtube.com/watch?v=SdSEl1cvd-g
Danke fürs Feedback und für die Linktipps! ich gehe denen im Lauf des Wochenendes nach.
Hier fehlt womöglich der Themenbezug...
... und hier das Niveau.
Das einzige, was die aufgeführten Staaten gemeinsam haben, ist ihre Souveränität. Sie befinden sich damit über dem Niveau der BRD, der es daran ermangelt. Was allerdings den Waffenhandel angeht, so wird der trotzdem von der BRD neben Russland angeführt.
Der Krim kommt gemessen an Afrika insofern mehr Aufmerksamkeit zu, derweil die Kolonialherren den afrikanischen Kontinent weitestgehend im Sack haben. Was bei der Krim noch lange nicht der Fall ist. Und es sieht ganz danach aus, dass ihnen dies auch nicht gelingen wird.
Ich hatte einen guten Freund, der eine Schwarze heiratete und sich auch in Afrika niederließ. Kürzlich erfuhr ich, dass er sich umgebracht hat. Angeblich sah er keinen Ausweg mehr aus seiner misslichen Lage.
Was kann man schon von einem Menschen verlangen, der von Besatzungsmächten beauftragt ist, das Volk zusammen zu halten, damit es nicht aufmüpfig wird. Ich finde, das macht die Angela recht gut. Sie wird also noch lange der koloniale Verwaltung im Sinne des Imperiums vorstehen.
Sollte sie allerdings tatsächlich so ticken, wie Du sie einschätzt, dann könnte sie im Verhältnis zu Russland und Putin für ihre Auftraggeber zu einer großen Gefahr werden.
Das Lied macht ja selbst nach dem 10. Bier Durst auf mehr, sonst wären die knapp 4 Minuten nicht ohne nachhaltige Schädigungen elementarer Körperfunktionen auszuhalten.
In Namibia sprechen übrigens tatsächlich noch Menschen deutsch, obwohl die Deutschen dort gehaust haben wie die Vandalen. Auch Afrikaner beherrschen wohl die Kunst der selektiven Ausblendung, sie sind wie wir alle.
Der "Economist" ist eine Informationsquelle, auf das ich nicht würde verzichten wollen, und auf die ich sofort verzichten würde, wenn es die einzig verfügbare wäre. Aus seiner neoliberalen Linie macht man dort immerhin kein Hehl:
The Economist's goal is to "take part in a severe contest between intelligence, which presses forward, and an unworthy, timid ignorance obstructing our progress."
Mwenda hat sich, vermute ich, höflich gegenüber dem europäischen oder G-8-"Hilfekartell" zurückgehalten - no, but thanks. External actors can only present to you an opportunity. The ability to utilize that opportunity and turn it into an advantage depends on your internal capacity.
Jeder Idealisierung folgt die Ernüchterung - es wäre geradezu seltsam gewesen, wenn die Tatsache, dass auch Chinesen eigene Interessen haben, dauerhaft in den Erzählungen ruhmreicher Bündnisse der Vergangenheit - Antikolonialismus, Antiimperialismus, Blockfreienbewegung, you name it - untergegangen wären. Im Ganzen gesehen glaube ich, dass es gut ist, wenn verschiedene Handels- und Wirtschaftsblöcke um Geschäfte und Projekte in Afrika konkurrieren müssen. Und wie Andrew Mwenda sagte: es ist ja nicht so, dass jedes afrikanische Land von Mord, Totschlag und Bürgerkrieg gezeichnet sei.
Von der Korruption müssen Afrikas Bürger sich schon selbst befreien - so wie wir uns von unserer Korruption selbst befreien müssen.
(Über die Glaubwürdigkeit der einzelnen Blogs mag ich nichts sagen - dazu weiß ich über Afrika zu wenig. Ich meine, die wenigsten verzerren die beschriebene Situation. Aber jede Situation ist nur eine Momentaufnahme - ebenso wie die Berichterstattung unserer Medien über Afrika.
Man kann sich auf den massenhaften Totschlag am einen Ende der Skala konzentrieren, oder am anderen Ende auf die Erfolgsgeschichten. Nichts davon ist gelogen, und nichts davon ist alleine wahr.
Mir scheint, dieses Lied wird so oder ähnlich auch wohl mal in Chile gespielt. :-))
Das Ganze ist ein Spiel, wobei nur die, die keinen Einfluß auf das Spiel haben, die Lasten tragen.
Deshalb mache ich das nicht an Namen fest (lohnt nicht, denn die wechseln manchmal), sondern an Taten und Untaten.
Europäer können von Afrikanern lernen damit umzugehen, denn die haben die Kunst perfektioniert selbst dann einen Weg zu finden, wenn staatliche Willkür schier unerträglich ist. Bewundernswert.
Ich bin sicher, wenn eine Mehrheit der Deutschen der Ansicht ist, dass auch die letzten Reste der Besatzungszeit - aus den 2-plus-4-Vereinbarungen - gestrichen werden müssen, dann wird das geschehen.
Bis dahin fühlt man sich vermutlich etwas hin- und hergerissen zwischen einem nicht allzu großen Verlangen nach dem, was Sie "Souveränität" nennen, und Alt- und Neonazis, von denen sie sich ihre Zukunft nicht vermasseln und vermorden lassen möchten.
Jeder Idealisierung folgt die Ernüchterung - es wäre geradezu seltsam gewesen, wenn die Tatsache, dass auch Chinesen eigene Interessen haben, dauerhaft in den Erzählungen ruhmreicher Bündnisse der Vergangenheit - Antikolonialismus, Antiimperialismus, Blockfreienbewegung, you name it - untergegangen wären.
Das fasst zusammen, worum es mir hier geht und worüber ich gern mehr wüßte. Mir fiel auf, daß es 07-09 ein bißchen deutschsprachige Berichterstattung abseits der üblichen Katastrophenmeldungen über afrikanische Länder, Afrika als Kontinent und chinesisches Engagement gab, während das mittlerweile in deutschen Medien der Vergangenheit angehört - womöglich auch wegen einer Entwicklung, die Sie als Idealisierung ->Ernüchterung beschreiben (und wegen des vermehrten Interesses an China im Rahmen der Olympiade).
Im Ganzen gesehen glaube ich, dass es gut ist, wenn verschiedene Handels- und Wirtschaftsblöcke um Geschäfte und Projekte in Afrika konkurrieren müssen. Und wie Andrew Mwenda sagte: es ist ja nicht so, dass jedes afrikanische Land von Mord, Totschlag und Bürgerkrieg gezeichnet sei.
Genau.
Welche politisch-ökonomische Ausrichtung der Economist hat, setze ich als bekannt voraus. Mir fällt allerdings an verschiedenen britischen Medien auf, daß die es zu Erwähnung des Themas Afrika, bzw. große weite Welt in weit größerem und informierterem Umfang bringen als deutschsprachige - was womöglich mit der größeren Involvierung der Briten in die europäische Kolonialgeschichte zusammenhängt.
Ein Nebeneffekt der deutschsprachigen Katastrophen-Berichterstattung ist, daß kaum ein deutscher Mittelständler auf die wilde Idee käme, sich wirtschaftlich in Afrika zu engagieren - sprich: Handel und/oder Produktion anzustreben. Was übrig bleibt, sind Megakonzerne wie die Glencores und Monsantos dieser Erde, die in hohem Maß a-sozial agieren und dabei noch von WTO/Weltbank etc. unterstützt werden.
Mir mißfällt auch, daß an afrikanischen Stimmen abseits von Desmond Tutu und dem verstorbenen Nelson Mandela kaum je jemand in deutschsprachigen Medien zu vernehmen ist. Deswegen habe ich Mwenda, Shikwati, Moyo verlinkt und nicht, weil ich deren Meinung unbedingt teile.
Nichts davon ist gelogen, und nichts davon ist alleine wahr.
Amen. Afrika als Kontinent umfaßt über 1 Milliarde Menschen, mehr als 30 Millionen Quadratkilometer in 54 Ländern, in denen es äußerst unterschiedliche klimatische, topografische, historische, kulturelle, politische, religiöse, ethnische, rechtsstaatliche, menschenrechtliche, wirtschaftliche Einflüsse gibt. Würde so verkürzt über Europa berichtet wie über Afrika, müßte man sich ein Europa-Bild anhand von WW2, Elbehochwasser und Breivikattentat machen (ich bestehe nicht auf diese Beispiele).
Von der Korruption müssen Afrikas Bürger sich schon selbst befreien - so wie wir uns von unserer Korruption selbst befreien müssen.
Sign. Nichtdestotrotz fehlt mutmaßlich vielen hier auch nur der leise Hauch einer Ahnung, in welchem Umfang Korruption in armen Ländern eine Rolle spielt. Dabei wäre Korruptionsbekämpfung für z.B. europäische Arbeitgeber eine der leichteren Übungen: zahle Deine Angestellten anständig und schmiere niemanden, fertig.
Ein Leuchturm für mich ist auch bei diesem Thema Beat Richner in Kambodscha, vielleicht interessiert Sie WHO is wrong and WHAT is wrong, woran das Gemesse mit zweierlei Maß sehr schön deutlich wird, daß sich reiche gegenüber armen Ländern erlauben, inklusive internationaler Organisationen. Ich hoffe inständig, daß Beat Richner es noch zu den Kantha-Bopha-Spitälern analogen Krankenhäusern in afrikanischen Ländern bringt (was er vor hat, der wird aber auch nicht jünger) - in Kambodscha hat er die Dinge weit über Kindergesundheit hinaus verändert, btw für weniger als 30 Millionen ChF/Jahr.
Die Mehrheit der Deutschen stört es nicht, ob die BRD ein souveräner Staat ist, oder eine Kolonie des Imperiums. Sie glauben an die normative Kraft des Faktischen, auch wenn sie mit diesem Begriff selber nicht viel anzufangen vermögen. Hauptsche, es geht ihnen gut, und es lässt sich in diesem Land leben, auch ohne arbeiten zu müssen.
Hin- und hergerissen fühlt sich hier niemand. Im Gegenteil hat Jedermann seinen Platz gefunden. Die einen ruhen sich in der Hängematte aus, und die anderen streben nach immer mehr Reichtum und wissen vor lauter Arbeit nichts damit anzufangen. Selbst die unter der Brücke können sich aus dem Überfluss bedienen und wollen es anscheinend gar nicht anders.
Wer den Sinn des Lebens in der Zufriedenheit findet, der ist reich. Der Reiche ist unzufrieden.
Dem Nationalsozialismus haben die Deutschen längst abgeschworen. Lediglich einige unverbesserliche oder von außen gesteuerte glauben in der BRD daran, damit noch etwas erreichen zu können. Die aber gibt es in den Nachbarstaaten in noch viel größerem Ausmaß. Nur schenkt man denen nicht eine so große Beachtung wie hier in Deutschland. Was verständlich ist.
Lasten tragen nur diejenigen, welche sich was aufladen lassen. Lediglich bei Eseln und Kamelen ist das anders, die werden dazu gezwungen, Lasten aufzunehmen und damit sogar angetrieben von ihren Schindern unter großen Entbehrungen durch die Wüste zu ziehen.
Gott sei Dank ist dies bei Menschen nicht mehr der Fall. Es sei denn, die halten sich selber für Esel oder Kamele.
Was wollen die Afrikaner schon von den Europäern lernen. Werden die doch genauso unterdrückt, obwohl die das kraft ihrer Bildung besser abzuwenden verstünden und trotzdem nichts dagegen unternehmen.
Aber noch bin ich guter Hoffnung was die Kolonialisierung Europas anlangt. Mit Hilfe des virtuellen Euro wird man die Europäer nicht auf Dauer von einer Finanzkrise in die andere treiben können und mehr und mehr zu Kamelen und Eseln machen.
Zu Ihrer wenn auch nur zarten Beruhigung möchte ich anmerken, dass durchaus Mittelständler aus Europa in Afrika engagiert sind.
Die agierenden meist aus persönlichen Motiven heraus, aber eben auch, weil sie Produkte anbieten, die in Afrika auch in der eher kleinteiligen Landwirtschaft genutzt werden können.
Ein Beispiel wäre der deutsche Hersteller AGRIA. Die bauen einachsige Maschinen, die mit allerlei Gerät für den Transport und jede Art von Feldarbeit erweitert werden können, oder auch verschiedene Anbieter von Wasseraufbereitungsanlagen und Stromaggregaten, die bis zur Versorgung einzelner Dörfer erweitert werden können.
Die Konzene dominieren die öffentlich zugänglichen Quellen, das stimmt, aber sie dominieren nicht den gesamten Markt, noch nicht.
Nach vielen Jahren in Afrika bin ich sicher: Die Afrikaner können von den Europäern lernen, wie man es nicht macht.
Aber, entgegen der in den Schulen praktizierten Logik lernen die Menschen ja grundsätzlich nicht aus Dingen, die sie richtig machen, sondern nur aus Fehlern. Es besteht also noch Hoffnung für die Europäer.
Das weiß ich aus eigener Anschauung, der Anteil kleinerer Mittelständler ist aber gemessen am Marktanteil der global player minimal. Es käme z.B. eher kein europäischer Saatgutlieferant auf die Idee, Monsanto, Bayer et al Konkurrenz zu machen.
Um nachhaltige Landwirtschaft und Saatgut in Produzentenhand zu fördern, muß dann mal wieder die EZ ran, z.B. in Form von Saatgutbanken wie im Rahmen der New Seed Initiative for Maize in Southern Africa.
Was Saatgut und viele andere Dinge angeht, ist das Internet ein Segen! Das wird in vielen afrikanischen Ländern auch im ländlichen Raum mit xx Kilometern Weg zum nächsten Internetcafé rege genutzt.
Die Menschen sind manchmal schlauer als wir alle fürchten, wenn wir uns die Welt ansehen.
Die Saatgutkonzerne haben in vielen Ländern ein Riesenproblem, weil sich die versprochenen Ernteerträge nie realisieren lassen, was dann zu noch mehr Armut führt.
Sie erinnern sich vielleicht noch an den UNO-Bericht über 200.000 Selbstmorde in Indien, die primär durch Monsanto ausgelöst wurden, weil das teuer auf Kredit gekaufte Saatgut ein Rohrkrepierer war.
Es gibt schon viele Kooperativen, die selbst aus heimischen Sorten und mit Hilfe von Know-how Sorten züchten, die ohne Gift in der Summe mehr Ertrag bringen als die europäischen und amerikanischen Hochertragshybriden. Da tut sich was, auch wenn das im Ergebnis nicht immer ein Milpa-System ist.
Hmnuja, Milpa-Systeme sind aus meiner Sicht auch allenfalls teilwünschenswert, weil es erstens durch die langen Brachzeiten sehr viel zur Verfügung stehendes Land benötigt, zweitens mit Brandrodung und drittens mit nährstoffarmen Böden einhergeht (was in afrikanischen Ländern weniger der Fall ist als in den südamerikanischen Ländern, in denen Maya Milpa praktizier(t)en).
Sinnvolle Fruchtfolgen, Brachzeiten, paralleler Anbau sich gegenseitig ergänzender Nutzpflanzen (im Bezug auf Bewässerung, Nährstoffe und Schädlingsabwehr) sind aber unbedingt eine gute Idee, ebenso der Zusammenschluß zu Kooperativen.
Probleme vieler Kleinbauern in vielen afrikanischen Ländern: Auswirkungen des Klimawandels (Stichwort Wüstenbildung/Überschwemmungen, auch im Zusammenhang mit Abholzung und Ziegenhaltung), zu wenig Kenntnisse über Dünger, Schädlingsbekämpfung, Bewässerung, mangelhafte Infrastrukturen zur Vermarktung ihrer Produkte und zum Einkauf von Werkzeug, Material, Saatgut etc. Auch die sind im Rahmen von Kooperativen besser zu lösen, ebenso Vermarktung/Export reiner cash crops wie Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze, Cashews, Baumwolle, Sisal, Ölpalmen etc.etc.
Die Realität sieht aus meiner Sicht aber immer noch viel zu oft so aus, daß Kleinbauern in Abhängigkeit von einzelnen Monopolisten arbeiten. Je mehr sich daran tut, umso besser.
Das auch nicht nur im Hinblick auf die Ernährungssituation im südlichen Afrika (und in anderen armen Ländern), sondern auch im Bezug auf Diversität von Saatgut weltweit - genau das liegt nämlich in der Hand von Kleinbauern und ihren Züchtungen. Weswegen ja die Monsantos, Bayers und DelMontes so fatale Auswirkungen haben, nicht nur in Form der Massenselbstmorde indischer Baumwollfarmer.
Das Problem, das ich in der Praxis sehe, ist, dass die Afrikaner so viele eskalierende Baustellen besitzen, dass man oft gar nicht weiß, was man zuerst lösen muss.
Bislang habe ich den Focus darauf gelegt, die Ertragsseite in den Vordergrund zu stellen, a) damit die Famililen davon leben können, und natürlich b) damit überhaupt etwas übrig bleibt, womit sie dann die anderen Probleme angehen können.
Das Grundmodell wird dann im best case in einen lokalen Wirtschaftskreislauf eingefügt, der meist von Grund auf neu geschaffen werden muss. Läuft das rund, was eine echte Herausforderung ist, kann man die Probleme angehen, die daraus ein langfristiges Modell machen.
Milpa habe ich genannt, damit Sie erkennen können, dass es schon um eine nachhaltige Richtung geht. Die Nachteile von Milpa lassen sich Düngung dann ausgleichen, wenn das Klima verschiedenen Nährstoffnutzer miteinander verbindet und gleichzeitig örtliche Pflanzen und Gründünger vorhanden sind. Der Einsatz von Terra Preta scheitert einfach an der langen Vorlaufzeit und den Kosten.
Russland und China werden die Europäer aus dem Sumpf ziehen. Auch wenn das ihre gut bezahlten und versorgten Politiker zu unterbinden versuchen. Auf Dauer lässt sich ein gebildetes Volk wie das Europas nicht so lange unterdrücken, wie das nun schon seit Jahrhunderten in Aftika der Fall ist und eher noch zunimmt.
Bei China bin ich mir nicht sicher, denn ich kenne aus der puren Anschauung das Schattenbankensystem. Wenn das Ding platzt steht da kein Stein mehr auf dem anderen.
Russland ist ein Entwicklungsland mit Atomwaffen und riesigen Gas-/Ölreserven, mehr nicht. Die haben sich schon in den letzten 20 Jahren weit hinter den Möglichkeiten entwickelt und ich sehe nicht, dass sich das ändern könnte.
Das Problem, das ich in der Praxis sehe, ist, dass die Afrikaner so viele eskalierende Baustellen besitzen, dass man oft gar nicht weiß, was man zuerst lösen muss.
Sinnvoll ist a.m.S. schon, zuallererst mal die Ernährung halbwegs sicher zu stellen. Dicht danach folgt der Zugang zu sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung, Gesundheitsversorgung, dann zu Bildung, Märkten etc., dann geht's um zivilgesellschaftlichen Errungenschaften wie Rechtsstaatlichkeit, good governance etc.
Die Nachteile von Milpa lassen sich mit Düngung dann ausgleichen ...
Ich kenne Milpa-Systeme im Zusammenhang mit der Vernichtung von Primär- und Sekundärwäldern durch Brandrodung, das düngt zwar zunächst ganz hübsch, es gleicht sich aber mittel- und langfristig rein gar nichts mehr mit Düngung aus. Im Grunde kann man die Historie vieler Länder entlang ihrer jeweiligen Verhältnisse zu Wald schreiben.
Aber das führt alles viel zu weit von Ihrem Blogthema weg.
Wie Sie völlig korrekt anmerken, müssen zuerst die Basics stimmen, das Pflichtprogramm. Die Kür kommt später.
My, Taylor, es geht doch in Herrn Pirkls Kommentaren nicht darum, was passieren wird, sondern darum, was er gerne hätte.
:-))
Bei dieser Aufzählung sollte man die USA nicht vergessen. Die halten sich nur noch mit ihrem Militär, das weltweit stationiert und dabei die betreffenden Länder ausbeutet, um es zu finanzieren, über Wasser. Ihre Bürger sind ausgeblutet. Wenige besitzen alles und alle anderen halten sich gerade mal mit Hilfe von Suppenküchen und dergl. über Wasser. Die Gründerväter haben besser gelebt.
Es wird nicht mehr lange dauern, und neben Detroit werden noch viele andere Städte, Staaten bis hin zum Imperium selber Konkurs anmelden.
Dagegen sind Russland und China aufsteigende Nationen, die es mit Hilfe ihrer Menschen und Ressourcen zu mehr und mehr Wohlstand bringen. Es wird nicht mehr lange dauern und die Menschheit ist aus dem Schatten der Banker und Finanzhasadeure heraus. Frieden kehrt ein, und die Menschheit atmet auf.
Hallo Herr Pirkl,
>>Bei dieser Aufzählung sollte man die USA nicht vergessen. Die halten sich nur noch mit ihrem Militär, das weltweit stationiert und dabei die betreffenden Länder ausbeutet, um es zu finanzieren, über Wasser<<
Sie haben diesem grauen Sonntagnachmittag eine ziemlich heitere Note gegeben. Vielen Dank dafür. Ich darf mich mit einigen Informationen dafür erkenntlich zeigen.
Die Menschen in Bremerhaven trauern seit zwanzig jahren den amerikanischen Verbündeten hinterher, bzw. den mit ihrer Präsenz verbundenen Arbeitsplätzen. Und wo wir schon von Bremerhaven reden: die Unterschiede der Misere von Menschen in Bremerhaven, Anröchte, Wuppertal oder Wismar unterscheidet sich allenfalls graduell von dem eines Amis in Detroit, Chicago, oder den weniger präsentablen Straßen von Washington D.C.
Und schließlich: die USA bleiben - wie übrigens auch Indien - ein junges Land, das sich die eine oder andere Verschwendung von Ressourcen durchaus leisten kann. Es ist kein Zufall, dass China und Japan sparen bis es quietscht - entgegen anderer Absichtserklärungen -, und dass China, Deutschland und Japan unhaltbare Exportüberschüsse "erwirtschaften".
Das hat mit demographischen Entwicklungen zu tun, die Sie offensichtlich überhaupt nicht auf dem Zettel haben. Statt dessen hegen Sie Wahnträume von irgendwelchen Champions, die es dem perfiden Angloamerika schon zeigen werden.
Die haben aber ganz andere Interessen, als Ihre Phantasien zum Leben zu erwecken, Herr Pirkl. Die Welt ist nicht Ihr Ponyhof.
Lieber TAI DE,
Du interpretierst meinen Beitrag gänzlich falsch. Darin ist nämlich nicht die Rede von den Amerikanern, sondern ausschließlich von den USA als Imperium, das ich als eine von Oligarchen regierte Plutokratie bezeichne. Ich gehe nämlich davon aus, dass die Vereinigten Staaten von Amerika von einigen wenigen regiert werden, denen man das Recht eingeräumt hat, aus eigener Machtvollkommenheit Dollars aus dem Nicht zu schöpfen und sie gegen Zinsen herauszugeben. Damit werden die USA zu Schuldnern gegenüber Bankern, die keine Werte schaffen, sondern von Zinsen leben, die letztlich von der Bevölkerung erarbeitet und bezahlt werden müssen.
Das ist keine „heitere Note“, sondern Fakt. Ich gebe zwar zu, dies ist nicht einfach zu verstehen, aber das braucht es auch gar nicht, denn „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“ Erkannte schon Henry Ford vor über hundert Jahren. Leider ist die Menschheit inzwischen nicht schlauer geworden.
Vielleicht trauern die amerikanischen Gis mehr noch dem schönen Leben in Deutschland hinterher als die Deutschen ihren Abzug. Wie ich die Verhältnisse in den beiden Ländern kenne und einschätze, lebt es sich im Allgemeinen in Deutschland angenehmer als in den USA. Der „American way of life“ ist nämlich längst ausgeträumt. Dort werden die Massen genauso wie in Europa ausgebeutet. Insofern stimme ich dir vollkommen zu.
Was das nun aber mit „demographischen Entwicklungen“ zu tun haben soll, bleibt mir allerdings bei allem Entgegenkommen verschlossen. Dass Du dich danach sogar noch in „Champions, die es dem perfiden Angloamerika schon zeigen werden“ versteigst, zeigt mir, dein Unverständnis gegenüber der ganzen Materie, um die es hier geht.
Was das nun aber mit „demographischen Entwicklungen“ zu tun haben soll, bleibt mir allerdings bei allem Entgegenkommen verschlossen.
Dass Sie Tai De da nicht folgen können, glaube ich Ihnen sofort, Herr Pirkl. Ihre Kommentare enthalten nämlich nichts außer Hinweise auf Schulden, nahende Pleiten, Profiteure, Bündnisse, Anti-Bündnisse und Aufsteiger. Null weltwirtschaftliches Verständnis. Ihr diesbezügliches Nullwissen - dem Sie längst einmal hätten abhelfen können, denn allein schon das Internet ist informativ genug dafür - dokumentieren Sie allerdings durchaus wortgewaltig.
Beeindruckt: JR.
Um das Ganze einmal zu erden und wieder auf den Kern zu bringen, denn hier geht es ja um die Ausbeutung Afrikas durch ein Wirtschaftssystem, möchte ich folgendes anmerken:
Ihr Wunsch auf Frieden und ein Aufatmen der Menschheit teile ich als ewigen Wunsch der Menschen, ich weiß aber durch das bis heute gelebte Leben, dass Menschen dazu gar nicht fähig sind. Auf den Bäumen im südlichen Afrika saß einst ein friedlicher Primat, stieg herab, lernte den aufrechten Gang und wurde zum Killer-Primaten, wie ich das immer nenne. Ihre Hoffnung wird erst dann erfüllt sein, wenn Menschen etwas begreifen, was simpel und doch so schwer ist: Menschen sind nicht die auserwählten Herrscher dieses Planeten, sie glauben nur, dass sie das sind.
Zu den Außenhandelstrends hier ein BBC-Bericht vom 16.03. (Sonntag) über Indiens Handel mit Afrika.
Und ein Artikel zum "Gesamtbild" - Nordamerika, Europa, Lateinamerika, China, Indien als Handelspartner während der letzten 20 Jahre.
Lieber IR`s,
schau dir nur einmal richtig diese Grafik der Verschuldung an.
https://fbexternal-a.akamaihd.net/safe_image.php?d=AQDmvJ_J6vb3PaPc&w=377&h=197&url=http%3A%2F%2Fqpress.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F03%2FDerivate-Bombe2013-01.png&cfs=1
Daraus geht klar hervor, dass 10-mal mehr Geld unterwegs ist, als dafür Werte gegenüberstehen. Mach dir nur einmal darüber deine Gedanken. Und auch Du wirst zu dem Ergebnis gelangen, dass hier Kräfte unterwegs sind, die dies so wollen und mit allen Mitteln in einer hierfür besonders geschaffenen virtuell Welt ausschließlich im eigenen Interesse steuern und kontrollieren.
In ihrer Sucht nach Einfluss, Macht und Geld, machen sie sich damit nicht nur selber etwas vor, sondern unterdrücken auch noch bei militärischer Unterstützung des Imperiums die Menschheit in ihrem Einflussbereich, den sie mehr und mehr vergrößern.
Putin und auch die chinesische Führung haben das durchschaut. Anscheinend haben die allerdings noch nicht das richtige Rezept gefunden, um sich davon zu befreien. Aber sicherlich machen sie sich Gedanken darüber, wie das gelingen könnte..
Man kann diese geld- und fiskalpolitische inflationäre Entwicklung auf realistischer Grundlage mit der zunehmenden industriellen Einwirkung der Erderwärmung unseres schönen Planeten vergleichen. Hier fügt man auf ähnliche aber nicht virtuelle Art und Weise, sondern in der Wirklichkeit der Menschheit großen Schaden zu. Wenn der letzte Eisberg geschmolzen ist, können wir uns nur noch auf hohen Bergen, auf Schiffen oder mit Hilfe von Raumschiffen vor dem Ertrinken retten.
So schlimm ist das allerdings in der virtuellen Welt des Geldes nicht. Hier reicht es, wenn die Politiker den Olligarchen und ihren Bankern den Hahn abdrehen, sie in die Wüste schicken und ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Geld und Werten schaffen.
Das würde, um beim Thema zu bleiben, vor allem Afrika und seinen Menschen dienen, und sie von der Versklavung befreien.
Ja, ich habe auch ein schönes Bild für Sie, Herr Pirkl:
http://justrecently.files.wordpress.com/2011/03/global_times_schizophrenic_no_more.jpg?w=378&h=488
Es handelt sich hier um ein kleines Monster, das eine irre Gier nach kleinen Grafiken entwickelte, die ihm auf einen Blick die ganze Welt erklären sollten.
Vor allem aber sollte es die bösen Mächte eindeutig verzeichnen, die ganz oben in dem endlos plätschernden Universum des kleinen Monsters die Angelhaken reingehängt hatten.
Da oben hört die anständige Welt auf, schärfte ihm Mutti ein, die ihm schließlich jene Grafik schenkte, mit der alles gut wurde für das kleine Monster. Denn das kleine Monster hörte auf sie, beherzigte die auf der platten, dafür aber übersichtlichen Weltkarte eingezeichneten Kanten Grenzen, biss auf keinen Angelhaken, und wenn es nicht vom Schleppnetz eines japanischen Supertrawlers erwischt wurde, so lebt es auch noch heute.
Das, um beim Thema zu bleiben, yada, yada, yada....
Ja, kann ich......., soweit ich mich erinnere sind das Standardformulierungen, die häufig bereits in die Formulare eingedruckt waren. Das hiess dann: "Payment by an irrevocable Letter of Credit, confirmed by a first class european bank......... "
Klar, dass eine Bank mit mindestens AA-Rating ein Akkreditiv für einen afrikanischen Lieferanten nur dann bestätigt, wenn das Geschäft mit Sicherheiten hinterlegt ist und zusätzlich eine saftige Gebühr gezahlt wird. Als Sicherheit dient im Zweifelsfall die Ware selbst........, da wir im Export tätig waren, war die Ausgangslage die entegengesetzte, wir hatten von unseren Kunden Zahlungen zu erwarten und häufig, vor allem bei kleineren Aufträgen, wurde lieber mit Vorkasse, statt mit Akkreditiv gearbeitet. Kein Händler zahlt gern Gebühren und schon gar nicht an Banken.
Lieber Taylor,
in diesem Diskurs wollen wir doch nicht die Welt verändern sondern doch nur darüber diskutieren, warum sie so ist.
Was dabei Afrika anlangt, so wird das nicht von einem Wirtschaftssystem sondern von Menschen ausgebeutet, die mit Hilfe militärischen, geld- und fiskalpolitischen Mitteln die Menschen unterdrücken. Das hat mit direkter Versklavung angefangen und dauert auf subtilere Art und Weise auch heute noch an.
Wenn man also an der Ausbeutung in Afrika etwas ändern will, dann gelingt das nur bei gleichzeitiger Änderung des globalen Wirtschaftssystems.
Nachdem der Kapitalismus den Kommunismus gänzlich abgelöst hat, hat sich im Grunde nichts geändert. Die Massen werden nach wie vor von einigen wenigen mit Hilfe von Waffen und Geld unterdrückt und ausgeplündert.
Ansonsten bin ich ganz deiner Meinung. Allein im Glauben sieht die Menschheit im Allgemeinen den Sinn des Lebens. Aber es gibt einige wenige, die das durchschaut haben und sich über den Glauben erheben. Sie stärken im eigenen Interesse den Rest bei ihrem Glauben. Das zeichnet sie als Erleuchtete aus, und führt sie dabei von Erfolg zu Erfolg.
Bei größeren Kontrakten, bei Commodities ohnehin, ist ein LC Pflicht. Die, die da nicht mitspielen dürfen, warum auch immer, müssten im Zweifel 100% + Gebühren hinterlegen. Damit ist der "Markt" schon recht eng. Wenn dann auch noch die Lieferung und nicht nur die Abnahme abgesichert werden soll, wird es richtig schwierig. Die Großen zahlen dafür %o oder wenige Prozent, die anderen können das Geld mit Containern per Spedition anrollen lassen - wenn das überhaupt akzeptiert würde.
Ich weiß ja nicht genau was Sie antreibt, jeder Mensch hat in dieser Beziehung ja sein eigenes Muster, aber ich will nicht nur analysieren, ich will auch verändern.
Die Ausbeutung geschieht durch Menschen, richtig, aber diese nutzen Mechanismen, die a) von Menschen geschaffen wurden, und b) Minderheitsinteressen verfolgen.
Dabei ist es völlig gleichgültig, in welchem politischen System das stattfindet, denn wenn Sie Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus in den Mixer hauen und gut rühren, den Teig ausrollen und sich anschauen, was Sie vorfinden, ist das immer:
a) eine Minderheit regiert eine Mehrheit
b) dieser Minderheit geht es besser als der Mehrheit
Alle politischen Systeme sind in meinen Augen die gleiche Wichse nur mit andersfarbigen Flaggen.
"Von der Korruption müssen Afrikas Bürger sich schon selbst befreien - so wie wir uns von unserer Korruption selbst befreien müssen."
Eine schwierige Frage, wie mit Korruption umzugehen ist, ganz befreien kann man sich von ihr nicht, denn das würde ein perfektes System bedeuten und Perfektion existiert nicht. Daher stellt sich die Frage, welche Korruption akzeptabel ist, und welche nicht.
Aus Marokko kenne ich es, dass die Korruption ganz offen auf der Strasse durch die Polizei passiert, denn das Gehalt eines Polizisten reicht dort einfach nicht, um eine Familie zu ernähren, also kann man sich direkt auf der Strasse von kleineren Vergehen freikaufen, das hat ausserdem zur Folge, dass unnütze Bürokratie nicht ausufert.
In Deutschland sind Polizisten stets mindestens zu zweit unterwegs und der eine passt auf, dass der andere nichts annimmt, was er nicht darf........, hier beginnt die Korruption an den Stellen, wo keine Kontrolle stattfindet, oder ab einer Ebene, auf der die Großkopferten unter sich sind.
Die niedrigste Korruptioonsstufe in Deutschland ist wohl der Deal Sex oder Geld gegen Aufenthaltsgenehmigung in den Ausländerbehörden......., desweiteren gibt es vor allem "Landschaftspflege" der Unternehmen, die auf öffentliche Aufträge angewiesen sind. Wirklich teuer wird es in Deutschland aber erst ab einer gewissen Ebene, ab der kein Gewissen mehr bremst (Lockheed/Starfighter - Coop - Trienekens - Leo Kirch).
OK - da ist sicherlich auch die Frage, wie vollkommen man den Menschen denn gerne hätte. Wenn es nach mir geht, nicht zu perfekt. Sagen wir: jede Gesellschaft muss da zu einem für sie akzeptablen oder tolerierbaren Gleichgewicht kommen.
Dafür wäre allerdings auch ein öffentliches Bewusstsein nötig, das auch auf abstraktere - oder im Alltag nicht wahrnehmbare - Formen der Korruption reagiert.
Einer der besten Blogs, die ich hier lesen durfte. Danke, Herr Taylor.
Zu Südafrika: Das ist, lange nach dem Ende der Apartheid, das afrikanische Land mit dem größten Wohlstandsgefälle, trotz nun bereits angewachsener, schwarzer Ober- und Mittelschicht. Oder gerade deswegen?
Das erklärt, warum das Kartell DeBeers (TLaCuache,Alicia), eine Vereinigung der ehemaligen Konkurrenten, keinen neuen Standort suchen musste.
Mehr kann ich im Moment aus Zeitgründen nicht beitragen, obwohl es mich sehr reizte.
Beste Grüße und weiter so
Christoph Leusch
Allein die lange Weile und das damit verbundene Nichtstun treiben mich an, hin und wieder einen Beitrag über mich und die Welt, und zwar so, wie sie sich mir darstellt, zu schreiben. Dabei kommt es mir darauf an zu beschreiben, wie ich es sehe, was die Welt im Innersten zusammenhält, und welche Rolle ich darin zu spielen habe.
Dabei erkenne ich überdeutlich, dass die einen in ihrem Überfluss ersticken und die anderen sich gerade noch mit aller Kraft am Leben erhalten.
Insofern komme ich mir manchmal wie ein Hecht im Karpfenteich vor und weiß dabei doch ganz genau, dass ich nur ein Karpfen bin, der aufpassen muss, dass er nicht das nächste Opfer des Hechtes ist. Bei uns Menschen ist das ganz anders, wir töten nicht des Überlebens willen, sondern oftmals aus lauter Lust und Gier daran.
Das erlebten wir recht anschaulich wieder einmal in Kiew auf dem Maidan. Dort wurden von satanischen Kräften vermummte Terroristen hingeschickt, die aus dem Hinterhalt heraus, wahllos auf Menschen zu schießen hatten, um einer Revolution zum Durchbruch zu verhelfen.
Aber das ist nur ein kleines Beispiel all der Schandtaten, die von einigen wenigen mit Blick auf eine NWO, wie sie es nennen, in dutzenden von Staaten mit Millionen von Toten in Folge durchgeführt worden sind. Sollte nun auch noch die Ukraine in ihre Hände fallen, dann ist Russland an der Reihe.
Das weiß Putin ganz genau, stellt sich darauf ein, wehrt sich dagegen und unternimmt Gegenmaßnahmen.
Warum das alles so ist? Weil wir das mit uns geschehen lassen. Warum lassen wir das mit uns geschehen? Weil wir Angst haben. Warum haben wir in dieser Hinsicht Angst? Weil diejenigen, welche uns mehr und mehr ausbeuten, uns auf hinterlistige Art und Weise in Angst versetzen.
Lieber Taylor, wenn Du also schon etwas verändern willst, dann verändere dich selber, und befreie dich von der Angst, die dich daran hindert, etwas zu verändern.
Ich fürchte, Sie schätzen mich komplett falsch ein, wenn Sie glauben, dass ich Angst habe.
Ganz sicher, wenn Politiker für bestimmte Branchen erst die Rahmenbedingungen schaffen (Privatfernsehen, private Krankenversicherung, etc.) und im Anschluss an ihre parlamentare Karriere von den Unternehmen dieser Branchen dann hochdotierte Beraterverträge zugeschustert bekommen, dann ist das nichts anderes als Korruption, und zwar teilweise eine schädlichere als die in Afrika, wo jeder weiss, wer etwas bekommt und dieser von daher auch fleissig davon abgeben muss, um keinen zu grossen Neid aufkommen zu lassen.
Sorry, so war das nicht gemeint. Ich wollte nur eindringlich darauf hinweisen, wie man uns, selbstverständlich mit Ausnahmen, in Angst und Schjrecken versetzt, um uns gefügig zu machen und auszpolündern.
Wissen Sie, daran sind meine Großeltern gescheitert, meine Eltern, alle lebenden und bereits verstorbenen Vorgesetzten,... mir hat sogar einmal ein ehemaliger Vorgesetzter schriftlich gegeben, dass er sich direkt nach der Geburt hätte einschläfern lassen, wenn er damals gewusst hätte, dass ich einmal sein Untergebener werden würde. Ich sehe dem ganz ruhig und völlig gelassen entgegen.
Lieber Taylor, das klingt mir alles sehr kryptisch. Könntest Du mir das im Klartext mitteilen. Nehme es aber bitte nicht persönlich. Ich meine es im Ernst.
Ich bin das Schlimmste, was jemanden passieren kann, der glaubt, er hätte einen Untergebenen.
Ich habe einmal mehrere Tage auf einem Stuhl sitzen müssen, nackt, ständig verprügelt, vor meinen Füßen ein Strick, mit dem ich mich hätte aufhängen können, also so eine richtige "afrikanische-Banditen-haben-eine-Geisel- Nummer". Selbst die haben mich nicht geschafft.
Glauben Sie wirklich, dass ich Ängste habe und zucke, wenn ich etwas durchsetzen will? Mich in Angst und Schrecken zu versetzen ist eine Aufgabe, da sind schon viele gescheitert.
Sehr schön beschrieben, wenn ich auch den letzten Satz nur am Tresen zwecks Gesprächsanregung lancieren würde. :-)
Als ich jung war, wurde "Wichse" noch etwas anders benutzt als heute. Hat man graue Haare (zumindest die Restbestände, die noch als Haare durchgehen), wird man das verzeihen, denn Saurier haben nun einmal eine andere Sprache.
http://www.amann.ch/40interessantes/4005schuhpflege/4005-Wachsen-k.jpg
Es geht nichts über gut gepflegte Schuhe.
@Taylor
Was Saurier betrifft, gibt es auch welche, die haben mehr glatte Flächen, was auch seine Vorteile hat.