Wir brauchen eine globale Versagenskultur

Lesen - aber mit Gewinn Wenn Frieden Krieg ist und Freiheit Sklaverei, dann hat man sich wohl beim Lesen das Hirn verdorben. Aber das muss nicht sein. Man kann selber denken - und schreiben.
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Alles hat seine Zeit und seinen Ort: Angst, Menschlichkeit, Mut, Verzweiflung und Wagnis. Auch Brutalität und Gemeinheit. Aber niemand muss sich von Angst, Brutalität, Gemeinheit oder Verzweiflung davon abhalten lassen, das Richtige zu tun.

Im konkreten Fall, auf einer Plattform, auf der man publizieren kann - ein unerhörter Fortschritt, verglichen mit der Nachrichtenwelt früherer Jahrzehnte -, bedeutet das Richtige eben: publizieren. Herausarbeiten, was in den "Leitmedien" falsch läuft, aber ohne ins Auskotzen zu geraten. Und wichtiger noch: die Gegenentwürfe. Nicht zu warten, bis andere bessere Artikel schreiben, sondern selber bessere Artikel zu schreiben. Als Gegenentwurf. Als Presse, wie man sie selber für gut hält.

Schlechte Artikel gibt es ohnehin genug - hier zum Beispiel eine Serie von Versuchen, einen amerikanischen Präsidenten, der sich einem europäischen Trettbrettfahrer-Imperalismus nicht in gewohnter Weise dienstbar und angenehm macht, als Versager darzustellen.

Die Realität sieht anders aus: Wenn nämlich Obama ein Versager ist, sollten wir jedem Land der Welt eine politische Versagenskultur wünschen. Denn nichts ist wichtiger als nation building - und zwar zu Hause.

US-Präsident Obama, West Point, 01.12.09

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As President, I refuse to set goals that go beyond our responsibility, our means, or our interests. And I must weigh all of the challenges that our nation faces. I don't have the luxury of committing to just one. Indeed, I'm mindful of the words of President Eisenhower, who -- in discussing our national security -- said, "Each proposal must be weighed in the light of a broader consideration: the need to maintain balance in and among national programs."

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But as we end the war in Iraq and transition to Afghan responsibility, we must rebuild our strength here at home. Our prosperity provides a foundation for our power. It pays for our military. It underwrites our diplomacy. It taps the potential of our people, and allows investment in new industry. And it will allow us to compete in this century as successfully as we did in the last. That's why our troop commitment in Afghanistan cannot be open-ended -- because the nation that I'm most interested in building is our own.

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09:49 05.10.2015
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