jw
04.06.2015 | 16:50 21

Meinungen als trojanische Pferde

Von Rönne-Debatte Zur gesellschaftlichen Lage der von Rönne-Debatte: Hinter den Kulissen des öffentlichen Theaters. Ein Lehrstück, wie rechte Meinungen sich als unpolitisch tarnen

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied jw

Meinungen als trojanische Pferde

Von Rönne: im trojanischen Pferd der persönlichen Meinung

Bild: Rischgitz/Getty Images

Die von Rönne-Debatte ist langsam am Abflauen. Wenn alle großen Zeitungen einen Kommentar abgegeben haben, wenn die Hashtags bei Facebook und Twitter auslaufen, dann erst lässt sich ein Resümee ziehen. Denn die Debatte, die zwischen öffentlich, halb-öffentlich und privat geführt wurde, sagt mehr über die Gesellschaft als über von Rönne aus. So etablieren sich Soziale Medien mehr und mehr als Vermittler zwischen einer dunklen nicht-öffentlichen Meinung und den etablierten Medienmachern der öffentlichen Meinung.

Zwischen der Öffentlichkeit und seinem Schattenreich, dem Internet, erleben wir gerade einen Kampf um die Deutungshoheit im politischen Feld. In prätelekommunikativen Zeiten existierten die Bereiche Stammtisch und Zeitung/Fernsehen/Radio noch in friedlicher Koexistenz. Heute verteidigen die etablierten Institutionen der Meinungsbildung ihre Position gegen die Herausforderer. Diese sind mit den Sozialen Medien anonym und quantitativ schlagkräftig geworden und können am Öffentlichkeits-Monopol der Zeitungen und Rundfunkanstalten kratzen.

Als Metapher kann hier durchaus das Freudsche topische Modell dienen. Die Print-Telemedien-Öffentlichkeit fungiert als das Bewusstsein, als erlaubter Rahmen der herrschenden Moral. Das Unbewusste ist der Bereich des Privaten, hier brodelt es und strebt nach Bewusstsein. In dieser Einteilung bleibt für den Bereich soziale Medien das Vorbewusste, es vermittelt bewusst und unbewusst und bringt immer wieder private Gespräche, Einstellungen und Moralvorstellungen vom unbewussten in den bewussten Bereich.

Diese Vermittlungsleistung basiert häufig auf einem Deklarierungstrick, den es auch außerhalb von Social-Media gibt und der teils sehr erfolgreich funktioniert (siehe Pegida). Tabuisiertes Gedankengut versucht in den Rahmen der öffentlichen Moral einzudringen und ihn damit zu verändern, in dem es als unpolitische Privatmeinung daherkommt, als unverdächtige Einzeleinstellung. Was für Freud die Träume sind, dass sind im Bereich der Gesellschaft die Meinungen, die meist mit “Ich bin ja nicht rechts, aber ...” oder “Man wird ja wohl noch sagen dürfen, dass ...” beginnen. Im ersten Beispiel wird der rechten Einstellung, dessen Träger wohl darum weiß, eine unpolitische Tarnung gegeben. Im zweiten Fall wird das Tabu mit der Meinungsfreiheit amalgamiert. So bekannt dieses Muster ist, so ungewöhnlich ist es, wenn etablierte Zeitungen ebenfalls zum Mittel des kalkulierten Tabubruchs im unpolitischen Gewand greifen, wenn auch auf intellektuellere Weise.

So ist auch der von Rönne Kommentar als unpolitische Meinung getarnt, obwohl er politisch ist. Er ist aber nicht politisch, weil die NPD-Frauen ihn mögen, sondern weil er rechtes Gedankengut enthält als klare Opposition gegen den Feminismus, der ein genuin linkes Selbstverständnis verkörpert. Natürlich lässt sich daraus nicht ableiten, dass von Rönne grundsätzlich rechtsgerichtet sei, ihr Text ist es aber. Ihr rechtes Gedankengut ist versteckt im trojanischen Pferd der persönlichen Meinung. Verkleidet als solche private Meinung schöpft der Kommentar seine politische Kraft aus der Rezeption, die er entfaltet. Von Rönne ist dabei nicht NPD-rechts, sondern CSU-Stammtisch-rechts, man könnte es auch neo-konservativ nennen. Sie verteidigt den Sexismus (wenn er eben auf Plakatwänden zur Profitmaximierung funktioniert), sie plädiert für ein gesellschaftliches Ego-System und zieht ihre gesamte argumentative Kraft daraus, dass sie Sexismus noch nie persönlich erfahren hat, als ob sich daraus ein allgemeingültiger Anspruch herleiten lässt.

Im gesellschaftlichen Vorbewusstsein kommt dieses schlummernde rechte Gedankengut an, weil es im Schutz des Unpolitischen daherkommt. Gleichzeitig provoziert der Text, weil er die emanzipativen Kräfte des Vorbewussten verärgert. Der Kommentar kann also rechts sein, ohne sich als rechts auzugeben und spricht genau deswegen den Schattenbereich unserer Gesellschaft an. Die heftigen Reaktionen dafür und dagegen sind ein Ausdruck davon.

Von Rönne und die Welt machen kein Hehl daraus, dass der Text provozieren soll. Er vermischt beleidigende und argumentative Aspekte zu einem Meinungsartikel, der nicht in ein politisches Spektrum eingeordnet werden soll und damit den Anschein der Ideologiefreiheit beansprucht. Darum wirkt der Text paradoxerweise nicht mehr als Meinung, sondern als natürliche Wahrheit. Es handelt sich dabei um die selbe naive Wahrheit, die man dem Kind oder der Wirkung von Wein nachsagt. Passenderweise werden von der Welt auch gleichzeitig ein neutraler und ein pro-Artikel veröffentlicht, was den Anschein der offenen Diskussion stützten soll.

Die Welt unternimmt so den Versuch, den Feminismus zu entpolitisieren. Genauso wie Parteien versuchen, die Deutungs- und Kompetenzhoheit über bestimmte politische Themen zu gewinnen, genauso versucht die Welt die Deutungshoheit der Parteienpolitik wieder zu entziehen und wichtige Themen der unpolitischen privaten Meinung zu überlassen. Genau das ist der Grund, warum der vorbewusste Bereich unserer Gesellschaft, das Internet mit all seinen dunklen und befreienden Seiten, so responsiv darauf reagiert. Wie in Freuds Modell reagiert das Unbewusste und Vorbewusste auf bestimmte Trigger, die eine Reaktion (Hier Wut oder Zustimmung) in Gang setzen. Den Hass den von Rönne dem Feminismus entgegengebracht hat, der perpetuiert sich im Internet und kommt als Shitstorm zurück. Einmal als Shitstorm und einmal als Shitstorm gegen diesen Shitstorm. In diesem Sturm der Stürme muss jede sinnvolle Debatte zu Gleichberechtigung, Emanzipation und Frauenrechten zwangsläufig untergehen.

Dabei ist die Debatte immer noch wichtig. Der Feminismus konnte nur dem politischen Spektrum von links und rechts entzogen werden, weil er vom linksradikalen Flügel der Französischen Revolution bis in die Mitte der Gesellschaft gewandert ist. Den Themen in der politischen Mitte droht häufig eine Entpolitisierung, weil sie als Themen politisch anerkannt sind. Sie sind nicht mehr in der großen Auseinandersetzung, sondern nur noch in der Verwaltung präsent. Politische Parteien unterscheiden sich dann in diesen Themen der Mitte grundsätzlich nur noch im wie und nicht mehr im ob. Darum findet sich die einzige radikale Opposition des Feminismus im unbewussten unserer Gesellschaft, in der privaten Sphäre. Dadurch dass der Feminismus in die Mitte der Politik gerückt ist, scheint es so, als sei sein Gegenteil nicht mehr rechts, sondern eine vermeintlich ideologiefreie private Meinung.

Diese Verschiebung wird noch deutlicher, wenn man, als Gedankenexperiment, im von Rönne-Text den Feminismus durch Flüchtlingshilfe ersetzt. Dann wird schnell das politische Spektrum wieder sichtbar, welches sich auch beim Thema Feminismus versteckt.

Die sozialen Medien als das Vorbewusste vermitteln die Bereiche Öffentlichkeit und Privatheit in einer Geschwindigkeit, die dazu führt, dass die gesellschaftlichen Tabus immer schneller an die Oberfläche kommen, die erschreckenden aber auch die emanzipativen. Der Streit um den Feminismus ist ein Lehrstück dazu. So unschön von Rönnes Meinung ist, die berechtigte Wut darauf darf sich nicht in einer aggressiven Gegenübertragung äußern, sondern sollte klug und reflektiert debattiert werden. Eine Gesellschaft darf sich ihrer rechten Tendenzen und heimlichen unliebsamen Einstellungen nicht verschließen und diese tabuisieren, sondern muss mit ihnen umgehen und in einem reflexiven Prozess verarbeiten. Aber sie muss auch rechte Meinungen und Einstellungen als solche enttarnen dürfen. Nur so lässt es sich verhindern, dass rechte Gedanken sich in der öffentlichen Meinung nachhaltig festsetzen können.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (21)

Magda 04.06.2015 | 22:53

Klasse, einfach klasse. Schwierig zu Beginn, aber dann doch sehr einleuchtend. Ich habe die Debatte auf Facebook verfolgt. Und da geht es rauf und runter. Und vor allem gegen die Autorin selbst, der das ja auch recht ist bei ihrer Nominierung für den Bachmannwettbewerb.

Dahinter aber werden in der Tat plötzlich Meinungen transportiert, die doch mal gesagt werden müssen und überhaupt nicht privat sind.

Lukasz Szopa 05.06.2015 | 09:52

@"Ihr rechtes Gedankengut ist versteckt im trojanischen Pferd der persönlichen Meinung."

und

"Im gesellschaftlichen Vorbewusstsein kommt dieses schlummernde rechte Gedankengut an, weil es im Schutz des Unpolitischen daherkommt."

Worauf stützt sich Ihre These, der Text und somit Meinung Frau von Ronne wären "unpolitisch" oder als "politische Meinung" getarnt?

Egal ob ich hier diesen Kommentar schreibe oder Frau von Ronne einen "Meinungs-"Artikel - es bleibt eine veröffentliche Stellungnahme einer Person. Somit ist jeder Text wenn nicht immer "politisch", so zumindest "nicht-privat". Auch wenn es "persönlich" formuliert ist - ist es alleine durch die Veröffentlichung eine "Öffentliche Stellungnahme".)

Ohne hier über von Ronnes Aussagen oder Gedankengut zu diskuttieren - wodurch sehen Sie Anzeichen für ein "trojanisches Pferd" oder "Verstecken im Unpolitischen" seitens der Autorin? Ansonsten wäre es nämlich eine Unterstellung.

silvio spottiswoode 05.06.2015 | 14:44

💋 :-))))

In Portugal entgeht Dir einiges. 👀

Es handelt sich dabei um sowas wie eine Meta-Reality-TV Show im Hyperformat, Tomtom. Der Plot: alternder Chefredakteur eines regierungsnahen, sich im Sinkflug befindenden, neoliberalen Blattes engagiert, pubertierendes Ex-Model und möchtegern Autorin um der Welt mal so richtig kalkuliert-gedankenentkernt vorsichhinplappernd zu zeugen wie Auflage heute wirklich geht. So „Huch,-was-hab-ich-denn-da-geschrieben“-Spin-Off Journalismus zu dem dann wieder alle ihre Meinungsartikel schreiben, vom alternden Chefredakteur bis zum Texte und Autoren verwechselnden Literaturkritiker. Brot und Spiele.


Gut fand ich dazu den Artikel im Blog von Culturemag http://culturmag.de/litmag/david-gray-ueber-ronja-von-roenne-die-welt-und-neoliberale-pseudonaivitaet/87064

Oder auch sehr schön hier der Kommentar im Spiegel "Erstkontakt mit der Welt"http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/feminismus-und-ronja-von-roenne-wann-gibt-es-die-echte-debatte-a-1036536.html

Und sehr schön auch Ruth Schneeberger in der SZ, Empört Euch nicht sohttp://www.sueddeutsche.de/kultur/netz-debatte-um-ronja-von-roenne-und-feminismus-empoert-euch-nicht-so-1.2504005

knattertom 06.06.2015 | 03:21

"...alternder Chefredakteur eines regierungsnahen, sich im Sinkflug befindenden, neoliberalen Blattes engagiert, pubertierendes Ex-Model und möchtegern Autorin um der Welt mal so richtig kalkuliert-gedankenentkernt vorsichhinplappernd zu zeugen wie Auflage heute wirklich geht. So „Huch,-was-hab-ich-denn-da-geschrieben“-Spin-Off Journalismus zu dem dann wieder alle ihre Meinungsartikel schreiben, vom alternden Chefredakteur bis zum Texte und Autoren verwechselnden Literaturkritiker. Brot und Spiele."

LOL :o),

aber es passt. Lustigerweise ist mir auch wieder eingefallen, dass es dieser Anti-Feminismuskommentar war, an den ich mich u.a. beim Schreiben meines Beitrags:

https://www.freitag.de/autoren/knattertom/der-mythos-vom-gesunden-wettbewerb

kurz wieder erinnert hatte. Das schlug sich dann in dem Absatz:

"Fanatisierte Jungerwachsene krempeln heute an der Heimatfront Economy die Ärmel hoch und sorgen dafür, dass der Laden läuft. Das sich die Räder drehen, die Laufbänder nicht stillstehen und die Zeitung auch morgen früh erscheint."

nieder.......

dame.von.welt 06.06.2015 | 11:28

Danke für diesen Blog!

Mir erschien die FB-gestützte Kampagneritis und ihre Äquivalente in FC und dF gegen von Rönnes Müll bisher als deutlich zu flach und als reine Aufregerei um der Aufregerei willen, die das Geschäftsmodell der Springerlolita und ihrer Bewunderer nur zusätzlich beworben haben.

Politisch skandalöser als von Rönnes Feminismusekel finde ich auch nach wie vor ihr Gespucke auf psychisch Kranke, Kritik daran kam in der allgemeinen Empörerei kaum vor.

Mir scheint auch, daß von Rönne nur etwas mehr als den unter Publizisten verbreiteten Opportunismus an den Tag legt. Und das wird uns in Zeiten zunehmend vieler prekärer journalistischer Existenzen auch weiterhin erhalten bleiben, sprich: mehr trojanische Pferde voraus.

Prosophob 06.06.2015 | 13:29

Nebeher wird hier eine ganz interessante Frage aufgeworfen: Wer soll sie denn haben, die Deutungshoheit? Ohne mich im geringsten mit der Welt gemein machen zu wollen, habe ich leider das Gefühl, dass sie in der Parteipolitik in denkbar schlechten Händen ist. Nicht mal unbedingt in der Theorie (da war doch was im Grundgesetz mit Willensbildung und Volk und so?). Leider beschränkt sich die Willensbildung in der Praxis aber selbst für Partiemitglieder in der Regel auf eine Stimmabgabe alle vier Jahre. Und das, worüber dort abgestimmt wird, sind ja leider viel zu häufig nur Marketing- und Mehrheitstauglichen Phrasen mit unklarem Kern und wenig Differenzzierungspotenzial. Eine wirkliche Diskussion - oder auch nur ein echtes Problembewusstsein - über die unhgeheuren Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, ist kaum zu erkennen.

Allerdings ist die Deutungshoheit beim Journalismus nun wirklich auch nicht gut aufgehoben (und damit meine ich noch nicht mal nur Welt und Co., dieser Kreis sollte deutlich weiter gezogen werden), denn auch dort vermisst man weitgehend Diskussionen, die über den Tellerrand hinausreichen. Und das Internet? Auch hier bin ich skeptisch, da alles nur nach den Gesetzen der Aufmerksamkeitsökonomie zu funktonieren scheint - wer am lautesten krakeelt und am meisten hashtaggt, wird gehört, allerdings nur für fünf Minuten, dann wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Darüber hinaus werden ja auch hier keine ernsthaften Diskussionen geführt, sondern es regiert die negativ gepolte Erregung über was auch immer. Fazit: Es bleibt schwierig.

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Ehemaliger Nutzer 06.06.2015 | 15:42

„von Rönne-Debatte“

So etwas gibt es? Ich muss lachen!

Da schreibt eine 23-jährige Frau einen feminismuskritischen Stimmungsbericht, und die versammelte linke feministische Medienwelt jault auf.

Wow!

Chapeau, Frau von Rönne, Sie haben offenbar den Nerv getroffen.

Ich wusste gar nicht, wie blank der liegt.

JR's China Blog 06.06.2015 | 16:11

Wir leben in einem Land, in dem der Einzelne für sich kämpft. Aufrechte Haltung hilft. Gendern nicht.

Stimmt. Das ist kein trojanisches Pferd, nicht aus meiner Sicht, und (vermute ich) nicht aus Ihrer. Da ist nichts versteckt; der ganze Reader's-Digest-Scheiß liegt hier offen auf der Straße.

Lässt sich ganz fix - z. B. - auf Gewerkschaften erweitern.

Und trotzdem gibt es genug Leute, die nicht merken, dass es ziemlich streng riecht, und die sich begeistert auf die Schenkel klopfen.

Und dann stimmt das Bild mit dem Trojaner wieder.

JR's China Blog 06.06.2015 | 17:26

... oder ...

Beide. Wobei in den meisten Fällen weder die eine noch die andere Fraktion sonderlich entspannt auf mich wirkt.

Den Kern der Sache trifft m. E. dieser Punkt des Autors:

... und zieht ihre gesamte argumentative Kraft daraus, dass sie [von Rönne] Sexismus noch nie persönlich erfahren hat, als ob sich daraus ein allgemeingültiger Anspruch herleiten lässt.

An dem Punkt trennt sich Links von Rechts: da, wo die Rechte aller strukturell Benachteiligten begeistert in die Tonne getreten werden, weil die Rechte einer bestimmten - und bei manchen Zeitgenossen offenbar nicht sehr beliebten - Gruppe für überbewertet gehalten werden.

Um sich dann womöglich noch zu wundern, wenn man selbst im Regen stehengelassen wird, sobald es darauf ankommt.

knattertom 07.06.2015 | 01:32

"Um sich dann womöglich noch zu wundern, wenn man selbst im Regen stehengelassen wird, sobald es darauf ankommt."

Jep, Zustimmung, allerdings werden da ja inzwischen auch Systemangebote unterbreitet um den Aufmerksamkeitsjunkies auf Dauer eine Heimstatt im Himmelbett des Systems zu bereiten. Ein Ex-Kokser Richtergnadenlos darf dann halt einige Jahr danach auch mal wieder vor die Kameras, mal sehen wie lange es dauert, bis Frau Rönne die ersten Kröten schluckt.

Magda 07.06.2015 | 13:07

Doch, doch - auf FB wurde auch dieser Beitrag von Rönnes diskutiert. Sie hat schon ein ziemliches Potential. Sie wird ja jetzt erstmal am Bachmann-Wettbewerb teilnehmen.

Meine These über sie ist, dass sie für ihre Texte eigentlich keine Verantwortung übernimmt. Sie sieht sich eher als ein "lyrisches Ich", das eben sowas sagt. Und dann hat das mit ihr persönlich nichts mehr zu tun. Der Psychotext war sowas davon. Das ist für mich auch ein Teil des "trojanischen Pferdes", das da zu bemerken ist.

dame.von.welt 07.06.2015 | 13:26

°Doch, doch - auf FB wurde auch dieser Beitrag von Rönnes diskutiert.°

Jaja, im closed shop Facebook wird zu so mancher Diskussion aufgerufen. Wie eben auch ein wiedererwärmter Blog unter Transplantation von Frau von Rönne für den Printfreitag bestellt wird.

°Sie hat schon ein ziemliches Potential.°

Ja, weil ihr jedermann und jederfrau Potential zuspricht, im Positiven wie im Negativen.

Meine These ist, daß die ganz genau weiß, was sie tut und sich angesichts der Socialmedia-Empörungskultur auch sicher sein kann, daß es ihr an Werbern für ihr journalistisches Fortkommen nie fehlen wird.

Das prekäre Modell des heutigen Journalismus sieht auch das Anstreben literarischer Weihen als eins von x Standbeinen vor, ist bei von Rönne so und bei Mirna Funk nicht anders.

Das trojanische Pferd ist in diesem Sinne eine Matroschka.