Kamus

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RE: Kein La Ola für den Kindle | 08.05.2011 | 13:37

Die Veränderungen für die "Arbeiter" werden vielleicht wirklich gravierender sein, als die Einführung des PCs. Die Diskussionen wiederholen sich (ich kann mich an solche über die Einführung von Fertigungsrobotern erinnern) und mir ist bisher keine Art von Schutz eingefallen, die die Arbeiter unterstützt und nicht nur einigen wenigen mehr Gewinn bringt.

Letztlich hoffe ich, dass die Veränderung im Buchsektor nicht so gravierend sein werden. Ich würde mich als technophil bezeichnen und ich nutze ebooks seit 5-6 Jahren, trotzdem habe ich immer noch weit aus höhere Ausgaben für "analoge" Bücher als viele meine Nachbarn.

RE: Kein La Ola für den Kindle | 07.05.2011 | 14:11

@ Rapanui,

entschuldigen Sie (ungewohnt in Foren), aber eigentlich wollte ich allgemein den Artikel kommentieren, nicht nur Ihren Beitrag. Da habe ich leider auf das falsche Symbol geklickt.

>>Epub
Kindle selbst kann kein Epub-Format lesen (was ich so auch nicht geschrieben habe). Allerdings kann man DRM-freies Epub in andere Format konvertieren (z.B. mit Calibre).

>>Buchhändler
Mea culpa; die Sache kann ich natürlich nur aus dem Blickwinkel des Konsumenten beurteilen und entsprechend bewerten. Das Angebot dürfte bei anderen Anbietern in der Tat größer sein, meine Entscheidung das kindle zu orten war letztlich die Entscheidung auf Hardwarebasis und da das aktuelle Sony-Gerät so gut wie nicht lieferbar ist.
Mobipocket mit dem mobi-Format (welches das kindle doch auch kann) nutze ich seit 4-5 Jahren via pda.

>>DRM
Den Kunden damit zu veräppeln, dass DRM überlebenswichtig für Produzenten bzw. Autoren, Musiker, etc. sei ist so alt wie falsch. Erhebungen haben immer gezeigt, dass jedes DRM geknackt werden kann (wie z.B. auch bei epubs). In der Zwischenzeit ist es aber doch möglich, Musik auch ohne DRM anzubieten und die Musiker leben immer noch. Seit dieser Lockerung kaufe ich dem entsprechend auch viel mehr Musik pro Zeit als früher in Form von mit Schallplatten (ca. 400) oder CDs (40). Großer Vorteil davon, ich kann auch selten Jazz-Sachen kaufen, die früher als Import in keinem Preis-Leistungsverhältnis standen.

Meiner Meinung würde etwas libertärere Geschäftsmodelle dem Buchhandel gut tun (was aber dank Buchpreisbindung wohl nicht geht?). Viele Bücher möchte ich als richtige Bücher haben. Ich würde es aber genießen sie zusätzlich als e-Book zu besitzen.
Warum also kein Angebot:

Buch ohne ebook: 9,99 €
Buch + ebook-Möglichkeit: 13 €

Bei vielen Büchern würde ich genau die zweite Möglichkeit wählen und die Autoren und Verlage würden mehr verdienen bei weniger Aufwand.

RE: Kein La Ola für den Kindle | 07.05.2011 | 10:46

Ich besitze seit einer Woche das Kindle und bin auch nicht rundum glücklich, das hat aber andere Probleme.

Es ist durchaus möglich, auch Bücher von anderen Buchhändlern zu lesen:

1. Diese Buchhändler können ihre Bücher in Mobipocket-Format anbieten.

2. Buchhändler können DRM-freies epub-Format verwenden. Man installiert sich die Software "Calibre" und kann damit jedes Format in ein anderes gewünschtes Format umwandeln.

Man sollte imho sowieso möglichst DRM-freie E-Books kaufen. Eine online-Plattform die das schon anbietet:

www.beam-ebooks.de/