kapone

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RE: Ohne Halt | 14.05.2013 | 15:08

Zugegeben, vielleicht ein bißchen dick aufgetragen, Frau Schmitz, aber wirklich so abwegig? Tlacuache hat schon recht, vom modernen Journalismus wird erwartet, dass er "jungen Menschen zeigt, wie er per facebook o. ähnl. die nächste Übernachtungs- Beischlafmöglichkeit in der ganzen Welt findet". Sonst ist man eben out bei den 20 bis 30jährigen, aber aus einem modernen wird doch auch ein ernstzunehmender Journalismus, wenn er sich mit der Frage auseinandersetzt was dann danach kommt. Hat die Finke doch ganz gut gezeigt, Orientierungslosigkeit & co, die Dekadenz der Dekadenz entsagen zu können, Heimatlosigkeit ohne auf der Straße zu leben etc. pp.

RE: Ohne Halt | 14.05.2013 | 13:44

Hinter der individualisierten Fassade dieser Schilderung entwirft die Autorin das Portrait einer ganzen Generation. Wer sich an den Oberflächlichkeiten dieser Biografie aufreibt, greift schlicht zu kurz. "Ich bin es, die zweifelt" - es ist eine ganze Generation, die zweifelt, eine Generation, die zwischen den wachsenden Möglichkeiten wählen und entscheiden muss, welche die richtige ist. Das ist nicht leicht, denn der Zwang zur Individualisierung führt nur zu immer mehr Zweifeln. Zweifel sind nicht mehr nur Mittel zum Zweck, sie werden Selbstzweck und wecken, so auch bei Frau Finke, die Sehnsucht nach Heimkehr.