karamasoff

"Wir sehn uns. Am Lagerfeuer, beim Rattengrillen"...
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RE: Da wären ja noch die Steuern | 14.02.2019 | 14:05

Die sPD ist doch schon längst nicht mehr als ein Subunternehmer der Unionsparteien, der Rechten.

Die Taktik, halbjährlich vor Wahlen einen auf sozial zu machen, ist bekannt und ausgelutscht. Ich halte sogar die "Vorstösse" in Punkto Rente und Hartz4 für glatte Wahlkampflügen, die strategisch von der GroKo abgesprochen wurden.

Was soll schon passieren, wenn man das Blaue vom Himmel runterlügt. Wenn man genauer hinkuckt relativieren sich eh schon etliche Aussagen, aber angenommen die sPD stellte sich hin und verlangte die Abschaffung von Hartz4, 1000Euro mehr Rente im Schnitt und Spitzensteuersatz von 60% und mehr oder die ganz normale Umsatzsteuer für Finanztransaktionen.

Was wäre gewonnen?

NICHTS.

Auf ihrer Jagd nach ein paar Prozentpunkten fürs Dümpeln knapp um die 20%, die, wenig verwunderlich in diesem Land der geistig Schwachen, sogar erfolgreich ist, kann die sPD alles fordern. Solange sie embedded party bleibt in einer GroKo und den Begriff "Verantwortung" vor sich her schiebt, wird von den Forderungen nichts mehr übrig bleiben müssen.

Da ist man fein raus: "Wir haben alles getan" "Mehr ging nicht", "Wir haben Verantwortung übernommen" usw. ..Die ganze Palette an GroKo-Dümpel-Deutsch wird dann zum X-ten Mal aufgefahren. Programmatisch umsetzen muss man rein gar nichts, wenn man eine GroKo als Ausrede hat.

Wer der Sozialdemokratischen Union Deutschland vertraut, dem ist nicht mehr zu helfen.

Union kann man übrigens auch übersetzen mit Einheit ("state of being united or joined")

RE: Überschall-Schnelldenker | 24.01.2019 | 16:48

"Gas geben" ist deutscher...fast hätt ich gesagt Männer-... Volkssport. Und, neben dem "JAWOLL" - das sprachliche Pendant zum Hacken zusammenschlagen - eine der Lieblingssentenzen bei Arbeit, Sport und Spiel. Auf Autobahnen ohne Tempolimit schlägt sich der Wander- und Marschierdrang des Teutschen kollektief die Bahn frei. Im Urlaub gesellt sich noch das paramilitärische Ziel dazu, der mit blitzkrieg-attitude umgesetzte Einmarsch ins Andere, Nichtdeutsche, gegebenenfalls sublimiert z.B. ins nichtbayerische etc.

Jedem sein eigener Panzer.

RE: Das Hartz-Kartenhaus | 19.01.2019 | 15:04

Die Perversion des Systems Hartz4 mit seinem "Centern" und "Agenturen" in der ein Arbeitsloser als "Kunde" Arbeit sucht, wird deutlich wenn man die Rollenverteilung umdreht.

Denn nicht der Arbeitslose ist der "Kunde" es sind die Jobcenter. Sie sind Kunden im Sinne der Definition der Wirtschaftslexikas. Sie fordern die theoretische Arbeitskraft ein beim Unternehmer (sie erinnern sich? laut neoliberaler Zeitgeist-Agenda sei ja jeder sein eigener Unternehmer seiner Ware Arbeitskraft).

Man nimmt eine Dienstleistung und eine Ware in Anspruch der Unternehmer wird regelmässig eingeladen, zu diversen Maßnahmen , man verlangt Bewerbungsnachweise, schickt ihn zum Amtsarzt etc etc.

Die Jobcenter gehen als Nachfrager ein Geschäft ein und bezahlen dafür. Allerdings läuft der Vertragsabschluss völlig einseitig und pervertiert ab, denn hier geht der Kunde mit einem Vertrag in ein Geschäft und fordert die Unterschrift, mitunter völlig rechtswidrig und mit Mitteln von Drückerkolonnen ohne jede Bedenkzeit des Vertrags"partners".

Trotz alledem wird der Mensch politisch dazu gezwungen es genau andersherum zu sehen und diese Rolle auch praktisch zu spielen. Das gehört zum Spiel der geistigen und körperlichen Entmündigung dazu. Rollenspiele mit Doppelbindungen und paradoxen Handlungsaufforderungen, Illusionen der Alternativen an deren Ende dann immer wieder die Repression steht.

Oskar Negt hat das alles mal als Endstufe einer gesellschaftlichen Negativentwicklung beschrieben: totaler Realitätsverlust im gesamten Maßstab.

Übrigens geht das auch im grossen Maßstab, waren doch der Wiedervereinigungsvertrag von Schäuble und Co. auch nichts anderes als die erste und grösste Wiedereingliederungsvereinbarung ever.

RE: Das Hartz-Kartenhaus | 18.01.2019 | 01:36

Prof.Dr. Bontrup zur strukturellen Massenarbeitslosigkeit, der Dummheit der Gesellschaft und der Umverteilung

Mehr kann man eigentlich nicht zur (beschissenen) Lage dieses Landes erzählen. Da helfen auch keine massiv getürkten Arbeitslosenzahlen.

Dazu gibts auch noch ein Video mit einem Interview vom Bontrup im ZDF

RE: Geschichte zu Ende bringen | 17.01.2019 | 18:04

Rosa Luxemburg hat eine von oben oktroyierte Revolution abgelehnt mit der Begründung, eine solche würde jedes kreative Potential (eines demokratisch zum Sozialismus evolutionierenden Systems) des "Volkes" (Achtung Triggerbegriff) - nicht des "Proletariats" und nicht des "Arbeiters"! - zerstören. Es würde also zwangsläufig zu einem System führen mit Parteibonzen und Unterwürfigen Befehlsempfängern. Ein stalinistischer Apparatschiksozialismus. Soweit nach Ottokar Luban.

Wahrlich ich sage euch, es gibt auch einen stalinistischen Apparatschikkapitalismus. Früher nannte man das auch mal Feudalherrschaft, also eine stinknormale auf Gewalt in jeglicher Form basierende Herrschaft/Adel-Untertanen Konstellation, mal mit mal ohne Stände/Theaterdemokratie. Und wahrlich das Wall Street Journal und ich sagen euch ein zweites Mal,...die wird man nicht so einfach mit Wahlen los werden. Da wirds dann barbarisch. Das sind dann die rechten Endlösungsphantasien, garniert mit etwas Salat" just milieu" auf Verständnisschaum du midi.

RE: Das Hartz-Kartenhaus | 17.01.2019 | 15:23

Was mich massiv an der öffentlichen Diskussion ankotzt ist, daß immer so getan wird als wäre Hartz4 alleine ein moralisches Problem, Motto: wie geht man um mit den Faulenzern.

Die Hartz4-Praxis scheitert aber nicht nur an diesem nebulösen Moralbegriff einer sich selbst belügenden utilitaristischen Öffentlichkeit, sie scheitert an ihren strukturellen Fehlern und Widersprüchen, Unzulänglichkeiten, Inkonsequenzen, Inkonsistenzen, Unfähigkeiten in den Verwaltungsapparaten und ihrem Personal und dem Personal in der Politik.

Es ist nichts anderes als eine Maschine zur Erzeugung von politisch genehmen Statistiken und Druck auf die Arbeitskraft.

Niemand kann einem z.B. erklären, warum man in der Lage ist 5 Jahre lang keine einzige Qualifikationsmaßnahme zu geben, es aber verboten ist, daß man sich eigenständig in ein Studium einschreibt (nebenbei wäre dann auch das Bafögproblem gelöst). Begründung: man stünde dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Folge: ALG2 wird nicht mehr weiter gezahlt.

WTF? Wie sieht das aus in der Praxis dieses öminöse "nicht zur verfügung stehen". Stehen da Wachposten rum an der Uni/FH? Wird man festgeschnallt? etc. etc.

Meine Folgerung: Man will gar nicht qualifizieren. Man will ein unterwürfiges Millionenheer billigster Arbeitskräfte, die man x-beliebig manövrieren und ausbeuten kann für die Aufrechterhaltung der Illusion Deutschland AG.

RE: Erschlagen, erschossen | 17.01.2019 | 00:46

" Kampagnen gegen die Linke "

https://www.freie-radios.net/93130

Ein Interview mit dem Historiker Ottokar Luban von der Rosa-Luxemburg-Gesellschaft über die damaligen Ereignisse und der Rolle der SPD. Während des Interviews wird einem eigentlich immer klarer, daß da nicht nur vereinzelte Parallelen zwischen dem Heute und dem Damals vorhanden sind, da zeichnen sich schon ganze Strukturen oder Felder von Gemeinsamkeiten von Gesellschaften ab.

"wie die Demokratie gekillt wurde, bevor sie errichtet war"

Heute, oder besser morgen, hiesse das dann "wie die Demokratie gekillt wurde, bevor sie geschützt war"

RE: Erschlagen, erschossen | 15.01.2019 | 22:21

Ich habe keinerlei Zweifel, daß sich diese Geschichte exakt so wieder abspielen wird, mit allen Luxemburgs, Liebknechts, sPD-Noskes und Eberts, rechten Schlägern und Mördern, Richtern, Irrenhauseinweisungen etc etc und dem sogenannten deutschen VOLK...heutzutage "die Mitte" genannt.

RE: Die Hölle morgen | 03.12.2018 | 13:44

der trump kann da nix mehr demolieren. der kann höchstens noch die schlimmsten entwicklungen etwas forcieren.

wenn ich diverse aussagen von wissenschaftlern, einer davon der allseits bekannte unvermeidbare h.lesch über die letztens monate und jahre zum thema revue passieren lasse, ist der zug abgefahren. seit ich denken kann wird auf den klimagipfeln nur rumgeschwätzt und beschlossen, daß man was beschliessen muss.

das ganze konsumpack dreht doch schon hohl, wenn jemand ideologisch den vorschlag macht mal EINEN tag die woche kein fleisch zu fressen. wenn es dann ökonomisch durch die verhältnisse dazu gezwungen wird, nimmt man alles hin und hälts maul...dazu noch das gesülze in den kommentaraborten, wenn jemand wie lesch mal leise mit fakten winkt...

RE: Sozial jetzt ohne SPD | 30.11.2018 | 13:32

Da ja gerade wieder mal im Bundestag fürs mittige Herzelein zur Weihnacht der Unto...falsch der Langzeitarbeitslosen gedenkt wird und ein THEORETISCHER Beschluss die Praxis der Weiterbildung, Umbildung (und wahrscheinlich auch der Einbildung), also der Qualifikation des untoten Heeres dienen soll...

Es nützt NICHTS, wenn die Praxis eine des Vorenthaltens, Schikanierens, Abwiegelns und sinnlosen Drohens IST und NIEMAND dieses Treiben überwacht und bestraft. Hier vollzieht sich nahezu ein rechts- und vor allem sinnfreier Raum.

Hartz4 ist Rurapente.

Und wie als eine Art Bestätigung dessen, was die sPD da schon damals verbrochen hat, liest man nun wie einem der aus Protest aus diesem laden ausgetreten ist, noch nachgetreten wird, und zwar im ganz großen Stil. Addiert man nun noch das geheuchelte und gelogene Gestammel einer Nahles übers angebliche Abschaffen und Ändern wollen von Hartz4, wo am Ende nur eine Namensänderung im Schilde geführt wird, bleibt nur noch eins :" "

!969 sagte Freiherr von Bethmann in Vertretung des Kapitals über die sPD:"...die Immunisierung von Sozialdemokraten und sogenannten demokratischen Sozialisten gegenüber dem Kommunismus ist nicht sicher"

Soweit die Aussage von einem der sich selbst als "linken Vogel" bezeichnete und auch so von seinesgleichen gesehen wird. Ein erzkonservativer elitärer Großkapitalist, der schon das Zahlen von Steuern oder Abgaben jeglicher Art und Menge an einen Staat, NUR zur ERHALTUNG der Infrastrukuren mithilfe dessen er weiter Knete scheffelt und Leute ausbeutet, als Kommunismus pur empfindet, denn das soll doch der Abschaum gefälligst selber und alleine vom Lohn zahlen.

Heute ist klar, die spD IST immunisiert, die Agenda der Neoliberalen seit den Lambsdorff-Papieren ist Hartz-Wirklichkeit gworden mithilfe von Schröders sPD und auch bei der cdU ist das "Ahlener Programm" nur noch Sentimentalität.

Von der sPD ist nichts mehr zu erwarten, nichtmal mehr der blasse Dunst der 70er Jahre Ära. Mehr Demokratie wagen will keiner mehr, nichtmal Demokratie will noch jemand wagen. Man marschiert stramm in Richtung Faschismus. DEUTSCHEN Faschismus, und gegen die Variante wirkt der Faschismus anderer Länder wie Räuber und Gendarm spielen...