Satire-Zipfel

Schnauze Wer Dieter Nuhr zuhört, braucht keine Bild-Zeitung mehr zu lesen. Oder: Wenn man keine Schnauze hat, sollte man´s einfach mal für Ahnung halten?
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"Journalisten rechnen gerne" schreibt der Bild-Blog in Person von Moritz Tschermak am 7.4.2015 um 17:30. Warum die BILD exakt 88 LKWs nuhr zu einem Drittel voll bekommen wollte und nicht 18, oder 33 bleibt ungeklärt.

Dieter Nuhr rechnet auch gerne, zwar nuhr im Ersten, aber doch. "Das ist Journalismus heute" gibt er zum Besten in seinem einleitenden Witz über den Amok-Piloten der GermanWings-Maschine, um gleich darauf Witze über den Griechen (diesmal sinds nicht die Moslems) und seinen Schafskäse nachzuschieben und dem in seiner beschränk- ten Mimik schmerzhaft wirkenden Schwergewichtskampf Oliver Kahns: Gesicht vs. Gedanke zu gleichen.

"jetzt muss ich wieder rechnen" , sagt Nuhr, und rechnet in 50er Scheinen, inklusive Hinweise zur Geldscheindicke von 0.1mm, die Stapelhöhe aus. Wozu hat er auch bildende Künste und Geschichten auf Lehramt erfolgreich, also mit Abschluss, studiert wenn nicht dazu?

Dann: Ingo Appelt (er braucht halt auch das Geld), wieder die Griechen (diesmal sinds nicht die Moslems), Lena Liebkind (Vorzeige-Urkainerin), ein wenig Geschlechtsverhältnisse, bevor brachialhumoristisch der Penis und alte Frauen zum Thema werden und Torsten...wer?, ja der mit der Fetthaarschürze Vorlesen mit Humor oder gar Kabarett verwechseln darf, obwohl das vor ihm Goosen&Malmsheimer in den 90ern mit Tresenlesen schon glänzend (und lustig) kultivierten.

Was bleibt noch (nicht) aus? Genau: Die Freiheit hier, China, der Russe und Witze über die Bundeswehr und ihre Schrottausrüstung.

Am Ende löst Andreas Rebers das Nichts auf und schafft beste Kabarett-Materie über das Thema shopping: wie kommt das Geld von A nach B. Endlich.

Das ist Satire heute. Leider.

Im Anschluss kam Dieter Hildebrand mit seiner letzten Bühnenshow. Das war Satire von gestern. Damit ist auch morgen wohl zu rechnen. Leider.

00:14 28.04.2015
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Geschrieben von

karamasoff

"Wir sehn uns. Am Lagerfeuer, beim Rattengrillen"...
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