karl-polanyi

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RE: Der Preis ist zu heiß | 30.08.2012 | 11:47

Die Preise für Ressourcen und Energie spielen nicht die wahren Preise wider und sollten daher schrittweise steigen, bis die "externen Kosten" (Schäden für Mensch und Natur) eingepreist sind. Die aktuelle Debatte um den Strompreis bietet ein gutes Beispiel: Erneuerbare seien viel zu teuer. Addiert man jedoch die externen Kosten zu Strom aus Kohle und AKWs dazu, sind erneuerbare schon heute viel günstiger!

Natürlich ist es wichtig, dass Energie auch für sozial schwache Schichten bezahlbar bleibt. Aber (!) das ändert nichts an der Tatsache, dass Energie heute immer noch zu billig ist und damit verschwenderisch umgegangen wird. Es bestehen kaum Anreize zum Strom sparen. Kaum jemand weiß überhaupt wie viel er überhaupt für Strom bezahlt. Zudem verfügen die meisten Menschen immer noch über genug Geld um sich die Wohnung mit elektronischem Wohlstandsschrott vollzustellen.

Natürlich sind von höheren Energiepreisen Besserverdienende weniger stark betroffen. Man sollte die Frage der wahren Energiepreise aber nicht mit der Frage, ob es sozial gerecht ist, vermengen. Es spricht schließlich nichts dagegen hier einen Ausgleich (Umverteilung) zu schaffen. Das Konzept des ökologischen Grundeinkommens ist dafür sehr geeignet.

Also bitte: Allen Bürgern - egal wie Einkommenstark/-schwach - einen Anreiz geben Energie zu sparen.