Der Duft aus dem die Träume sind?

Essay zum Thema Ekel
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Den Duft der Welt, den die Nase des Menschen filtert bis zur Besessenheit, gilt aber ausschließlich den wohlriechenden Düften, die dem Menschen angenehm und wertvoll sind. Für die Stinkenden hat das Individuum aber nichts weiter als Ekel übrig und es rümpft diesbezüglich angewidert seine empfindliche Nase.
Gerüche aller Art begleiten uns ja den liebelangen Tag, doch manchmal bemerkt man sie garnicht mehr, außer man betritt ein Geschäft, um dort einzukaufen, wo eine Viezahl von Düften auf uns warten. Eine bestimmte Sorte von Düften, können wir vielleicht sofort erkennen, weil wir deren Ursprung kennen, die anderen hingegen, die fremden, lösen Misstrauen beim Menschen aus, denn alles Fremdartige stößt der Mensch zunächst ab und so versucht er nun voller Eifer heraus zu finden, woher denn diese Duftmarke herkommen möge, die für unsere menschliche Nase so befremdlich scheint.
So kann nur eine hartnäckige Erkältung unser Riechorgan eine Weile außer Kraft setzen, bis die Genesung allmählich wieder einsetzt und unsere Nase die Düfte, die sich unsichtbar in den Nasenhöhlen ihren Weg bahnen, wieder lokalisieren kann und die schlechten, die übelriechenden rasch aussortiert, um sich an den wohlriechenden wie an einer Droge zu berauschen. Doch wie bei jeder Droge nimmt der Wirkungsgrad bald schon wieder ab, so dass der Mensch sich ständig auf die Suche danach machen müsste, in Kenntnis dessen, das es auch die übelriechenden gibt, die dem Menschen so zu wider sind, das er sich deswegen heftig übergeben muss, um damit auszudrücken, wie grässlich jene “Düfte” doch riechen würden, woran kein Menschen gefallen findet und es so abscheulich riechen muss, wie frisch abgesonderter Dejekt.

14:00 26.08.2018
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Geschrieben von

Karl Valentin

Schreiber mit einem Schuss Ironie
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