Die lästigen Zwänge der Menschen

Essay zum Thema Sorgen
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Es regnet in Bindfäden, aber da ein leichter Wind geht, werden die dunklen Wolken stetig beiseite geschoben, so das hin und wieder ein paar Sonnenstrahlen den weiten Weg zur Erde finden und durch das grelle Licht werden die Regentropfen dadurch permanent angestrahlt, was dann dazu führt, das diese sie unaufhörlich reflektieren, so dass es in den Augen weh tut.
Die Menschen die an mir vorüber gehen machen ausnahmslos ernste, bedrückte Gesichter, so dass man sich Sorgen um sie machen muss. Vielleicht sind diese Personen aber auch gerade von der Arbeit gekommen, jetzt an diesem frühen Montagabend. Aber auch eine gewisse Erschöpfung ist auf hren Gesichtern deutlich abzulesen.
Bald etwas zaghaft gehe ich weiter an ihnen vorbei, doch stets studiere ich ihre bleichen Gesichter und auch deren strenge Gesichtszüge, um heraus zu finden, woran es denn liegen könnte, das diese Menschen so krank aussehen, aber wer könnte dies schon so präzise prognostizieren?
Denn die Menschen müssen ja nicht unbedingt arbeiten wenn sie nicht wollen. Doch wenn sie nicht arbeiten und darüber hinaus noch eine Familie zu ernähren haben, dann werden sie sich gut überlegen müssen nicht mehr arbeiten gehen zu wollen, denn dann sind diese Menschen bald auf “Hartz IV Niveau” und wer würde diesbezüglich schon gerne mit dazu gehören wollen? Aber auch im Besonderen die Ehefrauen der Herren machen ihnen die “Hölle heiß”, denn mit so wenig Geld, werden sie ihre Kinder kaum ernähren können und werden deshalb von den Ehefrauen solange bearbeitet, bis diese “freiwillig” wieder ihrer Arbeit nachgehen werden.
Der Mensch lebt also in Zwängen, obwohl er sie garnicht haben will, aber die Menschen gehen eben diverse Verpflichtungen ein, welches sie aber nicht zu einem “freien Menschen” befähigt, so darf sich das Individuum aber immerhin “frei” fühlen, welches in diesem Kontext jedoch, noch im weitesten Sinne als akzeptabel gelten dürfte.

09:03 07.09.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Karl Valentin

Schreiber mit einem Schuss Ironie
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