Ein Leben in Angst und Panik

Kurzprosa zum Thema: Krankheit/Heilung
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Er blieb plötzlich wie angewurzelt stehen, so als würde er spüren, das sich ein Erdbeben ankündigen würde. Doch er sollte damit nicht recht behalten, denn es passierte nichts, außer der penetrante Lärm der vielen PKWS, die an ihm vorüber fuhren. Er konnte es nicht fassen, das nichts passieren würde, außer das er sich beruhigen sollte, auch wenn er weiterhin so eine diffuse Unruhe in sich spürte und obwohl die Welt sich wie ein roter Teppich vor ihm ausgebreitet hatte. Aber auch diese schöne Geste mit dem roten Teppich, konnte er kaum genießen. Zu sehr machte ihm seine innere Unruhe zu schaffen. Er war tatsächlich in einer anderen Welt zu Hause, die fast ausschließlich aus Angst und Panik bestand. Ohne sie konnte er aber paradoxerweise Weise nicht leben, weil er ja auch nichts anderes kannte außer dieser morbiden Angst und Panik Erkrankung. Und das war ja auch schon sehr viel für ihn. Und manchmal, war es sogar viel zu viel für ihn!

05:46 03.06.2017
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Geschrieben von

Karl Valentin

Schreiber mit einem Schuss Ironie
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