Jens Spahn bei "Maybrit IIIner"

Glosse zum Thema Politik
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Jens Spahn steht ja als einer der drei Kandidaten zur Wahl des Parteivorsitzenden der CDU im Dezember ohnehin im Focus der Medien, so dass sein Auftritt als Gast in der Talkshow „Maybrit IIIner“ am Donnerstag nicht mehr so etwas Besonderes war. Dennoch stahl Spahn aber den anderen Gästen durch seine Omnipotenz die Schau.
An einem großen Tisch, der im Studio aufgestellt war, saß an dessen Ende auf der linken Seite dieser Spahn, zusammen mit den anderen Gästen und schaute dabei grimmig in die Runde. Schnell konnte man dessen ungestüme Direktheit förmlich spüren und wenn die Kamera in der Nahaufnahme seine herben Gesichtszüge offenbarte, die irgendwie an eine Eule in der Nacht erinnert, die auf Beutezug ist, dominierte Spahn allein wegen einer solchen Aura die anderen Gäste bei „Maybrit IIIner“. Und selbst der neue Grünenchef Robert Habeck, der doch recht viel redete und erklärte und zu viel sagen hatte, in dieser Talkshow, konnte die Omnipotenz des Gesundheitsministers damit aber nicht zur Disposition stellen.
So werden wir Jens Spahn in den noch anstehenden Veranstaltungen bezüglich der Wahl zum Parteivorsitzenden der CDU als den Omnipotenten dann wieder erleben können und so stellt sich hier doch die Frage, ob man sich einen derartigen Politiker wirklich antun sollte, was fraglich ist, denn man könnte ja als Zuschauer einer solchen Veranstaltung, sich von seiner Omnipotenz, doch glatt erschlagen fühlen.

10:09 01.12.2018
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Geschrieben von

Karl Valentin

Schreiber mit einem Schuss Ironie
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