Meine Launen und die Fehlbarkeit des Internet

Essay zum Thema: Internet
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Also heute bearbeite ich wieder hektisch meine Fingernägel, so als wäre ich noch ein Baby. Ein Baby? So ganz hilflos? Nein, ein Baby möchte ich nicht mehr sein, denn ein Baby braucht seine Mutter und meine Mutter ist schon recht alt, bald achtzig Jahre, aber dies führt nun auch zu weit.
Manchmal schiebe ich mein Gesicht ganz nahe an meinen großen Monitor, um dann feststellen zu müssen, das diese Idee keine gute ist, denn mit den Augen so nah an meinen Monitor zu rücken, führt zwangsläufig dazu, das ich vom Bild des Monitors nichts mehr erkennen kann und mit diesem Spielchen frustriert wieder aufhören muss.
Aber allein schon die vielen Videos auf “ YouTube” die es zu bestaunen gibt, ob es tausend oder gar Millionen sind, die spezifisch einem Thema oder einer Person zugeordnet sind. Ich möchte aber garnicht nachzählen, wie viele Videos auf diesem Kanal existieren, sind es aber in einer Größenordnung, die ich niemals in meinem kurzen Leben werde sehen können und so muss ich zwangsläufig eine Auswahl treffen.
Zum größten Teil jedoch, sind diese Videos für mich jedenfalls unbrauchbar, weil dort meistens junge Menschen zu sehen sind, die einem dort irgendetwas erklären wollen, was für eine Botschaft sie denn zu verkünden haben und so weiter.
Ich will ja damit nicht generell sagen, das man im Internet nur “Müll” anklicken kann, aber die wenigen “Perlen” die es zweifelsfrei dort auch gibt, sind schwer zu finden und es Bedarf deshalb einer intensiven Suche im Netz mit Hilfe von “Google”, um diesbezüglich fündig zu werden. Denn erst wenn ich die qualitativ hochwertigen Seiten im Netz gefunden habe, wird meine schlechte Laune direkt ein wenig besser und ich habe eine gewisse Freude daran, wenn ich jetzt zum Beispiel die Seiten einer seriösen Zeitung aufrufen und kostenfrei lesen kann, außer einigen Leitartikeln, die man bezahlen muss, was aber zu verschmerzen ist.
So schön die digitale Welt auch sein kann, so kalt und steril kann sie noch werden und erst in den nächsten Jahrzehnten wird man höchstwahrscheinlich erahnen können, wo die Reise denn diesbezüglich hingehen wird. Aber in diesem Kontext eine Prognose zu wagen, halte ich für unseriös, weil sie eine Wahrschlichkeitsvorhersage ist, die vorallem
Wissenschaftler, aber auch Politiker gerne immer wieder äußern, als würde sie auch tatsächlich eintreffen, was aber niemals so ganz zu beweisen ist.

14:22 05.06.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Karl Valentin

Schreiber mit einem Schuss Ironie
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