Schönheit und Täuschung?

Essay über Menschen, die sich vom "schönen Schein", leicht täuschen lassen
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Der schöne Schein trügt“, so die gängige Meinung und sie muss auch nicht unbedingt falsch sein. Gerade aber das Schöne und Seltene, kann den Betrachter zu einem falschen Urteil über diese beiden Begriffe veranlassen. So hat der „schöne Schein“, schon viele Menschen dazu verleitet, sich „täuschen“ zu lassen, welches die Betroffenen später dann als selbst verschuldete „Irrtümer“ eingesehen haben. „Attraktivität“ und „Täuschung“ bilden wohl eine „Symbiose“, welche einander anziehen und wie „Bruder“ und „Schwester“ durch das Leben gehen und keine Vorstellung davon haben, einmal getrennte Wege einschlagen zu müssen. Es ist sicher menschlich, sich tendenziell „dem Schönen“ zu widmen, als vielleicht dem vermeintlich „Hässlichem“, „dem Entstellten“, seine Aufmerksamkeit zu schenken. Die beiden Adjektive jedoch getrennt voneinander zu betrachten macht keinen Sinn, denn nur in der „Symbiose“ kann sich diese „ perfide Täuschung“ entwickeln und sich dann jederzeit vermehren. „Schönheit“ und „Täuschung“ arbeiten also „Hand in Hand“ und reichen sich gerne ihre schmutzigen Hände, mit denen sie so viel Unheil stiften können. Doch wie könnte es anders sein, „die Schönheit siegt“, aber natürlich nicht ohne diese “perfide Täuschung“. Denn sie ist ihr Anhängsel, ohne dass „das Schöne“ nicht „existieren“ kann und den Pendant zwingend notwendig macht. Mit der „Täuschung“ fährt die „Schönheit“ also durchaus gut und warum sollte sie sich ein Neue suchen? Nein, sie wird kein neues „Gegenstück“ mehr brauchen, weil sie mit dem was sie hat, sich die Menschen doch prima täuschen lassen. So ist ihr damit sehr geholfen, weil die Menschen von ihrer „Schönheit“ abgelenkt sind und sich auch unfreiwillig dem Pfad der „Täuschung“ ergeben. So als stünden die Menschen in einem Labyrinth, dessen Ausgang zu finden einer „Utopie“ gleichkommt, weil sich „das Schöne“ dahinter verbirgt und die „Täuschung“ darin besteht, ein Leben lang dort gefangen zu sein und „das Schöne“ vermutlich niemals mehr in ihrem Leben zu Gesicht bekommen werden.

23:08 21.05.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Karl Valentin

Schreiber mit einem Schuss Ironie
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