Spione und andere Geheimnisträger...

Satire bezüglich Geheimdienste
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Der Einzige aber, der davon dezidiert Kenntnis hatte, war meine Person! Ich will meinen Lesern jedoch nicht sofort verraten, worum es sich hierbei denn eigentlich handelt, sonst wäre ja die ganze Spannung aus meinem Text gewichen. Ich bin also so ein Geheimnisträger, der Verschwiegene aus beruflichen Gründen, der kein einziges Wort in diesem Zusammenhang preisgab, der dicht hielt und wenn es sein muss, bis zur Erschöpfung. Brisante Informationen den Menschen vorzuhalten, stiftet gleichsam Unruhe und Unverständnis, die auch Gewalt mit ins Spiel bringen kann, die die Angelegenheit gefährlich gestaltet. Die Geheimdienste und deren Spione, sind ja dazu ausgebildet einen möglichen Gegner zu observieren, ohne das dieser davon Wind bekommt. Das Spionieren muss also gelernt sein, wie jeder andere Beruf auch, mit der Einschränkung jedoch, dass es mit dem größtmöglichem Risiko behaftet ist. Eine solch brisante Information vielleicht in einer CD bei sich zu führen, ruft jede Menge Feinde auf den Plan, die denen, die CD mit den kostbaren Informationen gerne abjagen würden, in dem Bewusstsein, den Geheimnisträger aber jederzeit dabei liquidieren zu müssen. Denn nicht nur ein Diamant hat einen enormen Wert, sondern auch das Geschäft mit den Informationen boomt, vorallem seit es das Internet gibt. Ob die Personen, die die Geheimnisse wie einen Koffer bei sich tragen, vertrauenswürdig sind, läßt sich nicht genau feststellen. Sollten sie aber für Geheim-dienste tätig sein, so ist mit größter Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, das jene Herrschaften, welches ihre Branche betrifft, als bedingt unseriös zu gelten haben. Auch wenn jenen Spionen, ein schlechter Ruf vorauseilt, schaffen sie es aber, eine Vielzahl der Aufträge erfolgreich abzuschließen. Ob Spione jedoch generell als kriminell einzustufen sind, mag dahin gestellt sein. Mit ihren Geheimdienstaufträgen Geschäfte zu tätigen, muss aber nicht unbedingt heißen, das jener Personenkreis nicht integer wäre. Denn so mancher führende Politiker, hat wohl mehr Illegales während seiner Amtszeit geduldet, als es je ein Spion auf sich nehmen hätte können. Ja, meine liebe Leser, auch nach der Lektüre meines Aufsatzes, habe ich mich nicht völlig geoutet. Außerdem arbeitete ich garnicht für Geheimdienste oder bin gar ein Spion. Ich wollte Ihnen meine Geschichte nur etwas näher bringen, als ich zu Anfang meines Textes doch behauptete, ich sei wohl ein Geheimnisträger. Dies stimmte jedoch alles nicht, auch wenn ich als Autor im gewissem Maße, der Wahrheit verpflichtet bin.

Spione

22:56 01.09.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Karl Valentin

Schreiber mit einem Schuss Ironie
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