Stechende Sonne im Mai

Kurzprosa zum Thema Selbstironie
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Die heißen Sonnenstrahlen stechen mich am ganzen Körper und einige Wolkenpaare die ganz in der Nähe sind, werden von der Sonne von oben herab angestrahlt, so dass sie heller erscheinen als üblich. Ein gemäßigter Windzug, der hin – und wieder auftaucht, und einige Birkenbäume sehr rasch erfasst, erzeugt ein Geräusch, das einem „Rauschen“ ähnelt, aber nur so lange anhält, wie der Windzug andauert, bis dieser wieder vorbei geht und kurzzeitig Ruhe einkehrt. Jedoch nur so lange, bis die nächste Windböe einen Baum erreicht und ein erneutes „Rauschen“ zu hören ist, bis auch dieses wieder aufhört, sobald der Wind etwas nachgelassen hat. Die Sonne jedoch brennt Anfang Mai bereits beträchtlich auf meiner Haut, so als würde jemand eine Lupe davor halten, welches die Sonnenstrahlen stark bündelt und sie unangenehmer erscheinen läßt, als sie es in Wirklichkeit sind. Würde es diese Windböen jedoch nicht geben,die immer wieder einmal vorübergehend etwas Kühle mit sich bringen, würde ich es auf dem Balkon auf dem ich mich befinde, nicht lange aushalten. Schiebt sich aber mit einem Mal eine weiße Wolke vor die Sonne, so beschleicht mich dass eigenartige Gefühl, es sei ein Schatten über mir, der kurzzeitig für Abkühlung sorgt und mir dadurch Erleichterung verschafft. Ehe auch dieser mit dem nächsten Windzug wieder verschwindet, weil er die Wolke, die sich vor die Sonne geschoben hat, wieder vertreibt, welches die nervtötenden Sonnenstrahlen im Nu wieder auf meinem Körper zum Brennen bringt. Dieses perfide Naturspiel, mit der Sonne, den Wolkenpaaren und den Schatten, wechselt alle paar Minuten, so als würden sie im „Streit“ gegeneinander stehen und ich aus diesem Grunde, nicht die Wahl habe, entscheiden zu können, den geliebten Schatten für mich zu haben oder eben als „Alternative“, der grellen Sonne ausgesetzt zu sein.

15:52 05.05.2016
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Geschrieben von

Karl Valentin

Schreiber mit einem Schuss Ironie
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