Kasimirflo

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RE: In der fruchtbarsten Phase | 21.09.2011 | 15:03

"... eines Tages müssen wir darüber nachdenken, ob es auch zu einer Verpflichtung werden kann, dass Kinder ganz früh in öffentliche Einrichtungen kommen, als Ergänzung zur Familie." Diese Idee hatte doch schon mal einer, vor 2400 Jahren: Platon, in seiner Politeia (Der Staat). In dem dort ausgemalten Utopia sollen Kinder ihren Eltern gleich nach der Geburt weggenommen werden, um dann in völliger Gleichheit und ohne Wissen um ihre Eltern kollektiv zu funktionierenden Gesellschaftsmitgliedern erzogen zu werden - der Staat ist alles, der Einzelne nichts. Ansatzweise wurde das in der DDR umgesetzt. Mit seiner Forderung nach "leistungsfähige(n) ... Kinderpersönlichkeiten" trifft sich der bildungskapitalistisch denkende Hurrelmann also mit linkem Gleichheitsfanatismus und missverstandenem Feminismus. Dass Kinder vielleicht Mutterliebe brauchen könnten, die eine Kindergärtnerin als Nicht-Familienmitglied niemals ersetzen kann, kommt dem kühlen Wissenschaftler nicht in den Sinn. Hurrelmann sollte sich mal den preisgekrönten Fernsehfilm "In Sachen Kaminski" ansehen. Dort wird eine wahre Begebenheit nacherzählt: Einem Paar, das sich mit großer Liebe um seine Tochter im Vorschulalter kümmerte, wurde das Kind weggenommen, weil sie zu dumm seien, es anregend zu erziehen und intellektuell hinreichend zu fördern, und es daher nicht zu einem funktionstüchtigen Gesellschaftsmitglied heranreifen könne (!). Erst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gab den Eltern ihre Tochter wieder. Hurrelmann gehört zu denjenigen, welche die Ideologie für die deutschen Richter und Gutachter liefern, die dem Ehepaar K. jahrelang das Sorgerecht für ihre Tochter vorenthielten.

RE: In der fruchtbarsten Phase | 21.09.2011 | 15:03

"... eines Tages müssen wir darüber nachdenken, ob es auch zu einer Verpflichtung werden kann, dass Kinder ganz früh in öffentliche Einrichtungen kommen, als Ergänzung zur Familie." Diese Idee hatte doch schon mal einer, vor 2400 Jahren: Platon, in seiner Politeia (Der Staat). In dem dort ausgemalten Utopia sollen Kinder ihren Eltern gleich nach der Geburt weggenommen werden, um dann in völliger Gleichheit und ohne Wissen um ihre Eltern kollektiv zu funktionierenden Gesellschaftsmitgliedern erzogen zu werden - der Staat ist alles, der Einzelne nichts. Ansatzweise wurde das in der DDR umgesetzt. Mit seiner Forderung nach "leistungsfähige(n) ... Kinderpersönlichkeiten" trifft sich der bildungskapitalistisch denkende Hurrelmann also mit linkem Gleichheitsfanatismus und missverstandenem Feminismus. Dass Kinder vielleicht Mutterliebe brauchen könnten, die eine Kindergärtnerin als Nicht-Familienmitglied niemals ersetzen kann, kommt dem kühlen Wissenschaftler nicht in den Sinn. Hurrelmann sollte sich mal den preisgekrönten Fernsehfilm "In Sachen Kaminski" ansehen. Dort wird eine wahre Begebenheit nacherzählt: Einem Paar, das sich mit großer Liebe um seine Tochter im Vorschulalter kümmerte, wurde das Kind weggenommen, weil sie zu dumm seien, es anregend zu erziehen und intellektuell hinreichend zu fördern, und es daher nicht zu einem funktionstüchtigen Gesellschaftsmitglied heranreifen könne (!). Erst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gab den Eltern ihre Tochter wieder. Hurrelmann gehört zu denjenigen, welche die Ideologie für die deutschen Richter und Gutachter liefern, die dem Ehepaar K. jahrelang das Sorgerecht für ihre Tochter vorenthielten.