Alles auf den Prüfstand bei ARD und ZDF? Tom Buhrow hat Recht – anders, als er meint

Rundfunkreform ARD-Boss Tom Buhrow will eine Grundsatzdebatte am Runden Tisch führen. Fangen wir an! Aber bevor wir diskutieren, welche Kanäle man im ÖRR schließt, sollten wir erst einmal über die Inhalte reden
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 45/2022
Die Inhalte der Öffentlich-rechtlichen ermuntern nicht selten zum parallelen Smartphone-Gebrauch
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Illustration: Notta Roboth für der Freitag

Ganz „ohne Tabu“ geht es hier um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR). Das ist bemerkenswert, denn lange habe ich mir derlei verboten. Gerade unter kritisch-demokratischen Menschen galt ja spätestens seit Pegida das Axiom: „ÖRR-Kritik spielt nur den Rechten in die Hände!“ Jetzt aber darf ich. Tom Buhrow hat es erlaubt. Der WDR-Chef und ARD-Vorsitzende wünscht eine „Grundsatzdebatte“, und zwar „ohne die üblichen Rücksichtnahmen“ sowie „Denkverbote“. Also los! Und ganz von vorn.

Der ÖRR gilt als staatstragend, gerade weil er staatsfern konzipiert wurde. Für die Nachkriegs-BRD war er nach der Reichsfunk-Gehirnwäsche ein Geschenk. Seit 1950 sorgt er gebührenfinanziert und

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